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Der Schild · 1936-03-27 · 13 (27.3.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
13 (27.3.1936)
Date
1936-03-27
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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ihrer Zunge" und die Bibel »reift di« Frau, denn „sie öffnet ihren Mund mit Weisheit". Die Weisheit der Frau ifi oft nur ein freundliches Wort oder «in kleiner Scherz. Sie gibt sich nicht al, grohe Sache, sondern unscheinbar, so nebenher. Aber gerade darin besteht ihr« Gröhe. Ebenso wie der Sieg der Frau über Ven Alltag unscheinbar ift, indem sie ihn erträglich macht, muh si« zur rechten Zeit warten können und schwetgftn. Gertrud von L« Fort sagt: ,/bs gehört zu den verhänanirvollsten Irrtümern der Welt, zu den tiet- ' sten Gründen ihrer Friedlosigkeit. dah si« alles Unrecht immer aufzudecken sind verurieilen zu müssen glaubt". Und dann: ^Geduld iit Kraft in der höchsten Potenz". Wenn wir diese straft in uns wecken und fördern, schäften wir uns die Kraft, di« wir als jüdisch« Frau und Mutier so nötig brauchen. Dies« Kraft verleiht uns auch die Stärke, entbehren zu können. Nur da, wo Geben und Aufnehmen, Selbitentfallung und Selbstentsagung im richtigen Verhältnis zueinanderlteben. ist dies« wirklich vollwertig. Dann können wir auch das Goethe-Wort erfüllen: ,.4k«r andere wohl zu leiten strebt, muh »ähig lein, viel zu entbehren". SadbMtzgestalwns im Sund 3n der Strömung unserer Tage, die UNS zum Judentum südren soll, wolle» wir das Jüdische nicht m keftr an Crt«n suchen^ wo es in Wirklichtrit at s Judentum nicht ift und nicht sein kann Ä>ed«r i!i das Konzert meines zbdischcn M» iiker-. noch jedes Buch eines | jüdischen Verladers sun unwik creuftich jüdisch.« Kultur, in den »'eiten stallen wird es mindesten; eusopäjiche 'Kullur -cn. d«.en Geltaltung für idr» jüdischen Tarallerlei Wesentliche; aussagt. Aber wenn in:- die Strömung unterer Tage zum Judentum - liiiren soll, so soll es doch das legiti-mierte f;\ut Tum '-'n. um. deileulw Ilrn wir Juden da ' »nd >e : gilt deute iund tu » ist in den letzten ">>!! ren schon oft Parole gewelen), sich „um da; ■n'.'i ber Vater zu lammelnfV Für die Fugend liegen hier dir Ausbildung;, im laren und zur eieschläg gen Literal ur Di» tgnftlertsch« Umradrmrng setz: man in Begehung z»m Stoff durch Singe» ft mm»ng»v«r oandter Lieder, durch Lesen von Gedi hte«, di« auf den Stoff bezogen sind, durch B trachten vl n Bädern, die den brlr. biblischen D> rgana dar teilen »sw. Mit diesen kurzen Z ilen soll a,gekündigt »erden, dah wir zukünfti, von Zeil zu Zeit Malerialpläne zur Geilall »ng von Sabbatbheimen Belaufdite \Kindheit Camilla Spir% tchmbl Camilla Spira —, r >m Film, vom Yortragspodium l Ingst wohl tprüngliche Begabung geschützt, pathien fett verankert. Afnd nur vormalige Wirtin xum Weißen fl 5ssl von einer neuen Seite, mit einer überrascht *den Begabung, die wir bisher■ an unse Kamera ien-Gattin noch nicht kannten. Frost’Spira hat zur und et ixt ein galt: ei (zückende* herausgehommen. »Kf wen Sie P rter?" heißt en. F.in Kinderbuchr d. h. iein Buch , ür Kinder, iondem über Kinder für J "rwackiene, daran erfrischen un> 1 . verjüngek Camilla Spira dafür Lank^ Dank tntpp-Yerhsg, der dies< „Ktnderg* schichte für Erwachsene" in stilgert rhter, antf rechender Ausstattung zum Preise v >n HM. 2JZ i herausbrachte. ■ die gelungene Ausgest iitungist r in A V. Mayer f Man kann dieser, bestridrrea ^iet ericheinung auf dem jüdischen Büche marktheu e bessere Empfehlung mitgeben. als indem mau eine Kostprobe vorsetzt. Denn die spiicht für sic \ selbst, für das ©erben, die, mie mir doffen. aderüre«« dee RA. dtteresi'.erle »erbe». Der v« t»<fc in te Leser nächste Woche den ft* _soll nächst« woch. Mit «r «ufftelluna für da, Pesachfest gescheheu. Schon jetzt bitten wir jeden Interessierten, un» der BerSffentlichung der Pläne sein« Wünsche Anregungen mitzuteilen, di« dann vieUercht zukünftigen Ausarbeitungen B«r»endung finkünnen. Erwia Doeraberg. find. Manch» g«A »b ander» schlftm«» und haben voll, wenn ft* schon noch auf da» |k bereit» seit ul rktzh und .. den Mund ' 'Mn Sb ten nft chark" Id •on der Bühtte, bekannt, als ur• in aller' Sjmzeigt tick die Feder gegrißen, Büchlein dabei auf daß sie sich Wir wissen auch dem Vor» Buch and smne Autorin. Leserin dürfte beim ganze Menü kommen Leser oder \der 4ppctit auf das *T c:t bauptiachlich >>-!> - g lÄkeit de; Ae da di« Un. ligion ujiterrjchees in bcklim- ,-it> Fallen ojrende-i geweden ift Sind >. > «mein vom Bundj an^ftärkere Anlatz. : ,kr, den Fugendlichen gt» von der Schule ’f Religiösen rrvchl besonders. . V beut» ein gangbarer Weg angeraten? .*> - i m a m Sabbatb Es g.ht : „C“.*' Schabbaib". nur: wir wollen ihn’ .:r, nun der Bibel d b dem betr. Wochen : ■ J1 der verstanden baofn Da; Fiel lol! .>- 'und.'-' nnlni-:- der! Bibel unb auch der i Ui beim oberflächlichen tleien zu leicht »n werd.n. F u r M e t o d : Man 7? .■ Bibel selbtl .l. gen Stellen: erst, wen' man mit der Blbel >! n>.T«: kommt, greift n an zu den Kommen . benutzt Io weil w'e mit ihrer Füll« von Peter» K.'burlstaä. In diesem Fahre lind! wir nun joie. der so weit. Peter > Geburtstag ilt in der nächsten Woche. Abi r.Pet^r z hlt bereits feit zorei Monaten diä Tage. Z l Anfang nur die Sonntage, dan» die Wochentage und jetzt, wo er sie an Ven Fingerchei »«iner Hände bereits abzählen k>:nn. wird di« Aufregung immer gröfter. Di« Einladung -n an Freunde und Freundinnen siid bereits ertig. von j ihm lclbft ausgewäblk. nit sebr. b inten. Bildchen, auch persönlich des« »rieben. B Id und Schrift wenlger schön als ^gut gemeitl. Wie denn, fragen Sie mit Rehr erstaunt, erstaunt, auch die Freundinnen btt Peter <ingeladen?1 3a. das hat leinen tiefen Grund! Das liegt uäm lich an den „Ge?ch:nken"! ..Peter, sind all« Deine. G iste da?''!— „nen Augenblick, Mutti — — nein. Es fehlen noch »wei üeschenke!" Aber soweit sind wir noch iktfl. Vorläufig hat Peter mit W chiigkeit ur d Würde seine Einladungen verteil. Am näch len Tag« kqmmr er ziemlich erhitzt i, »on aur d m Schulzirfimer g«!lauf«n und erzählt mir auf dem Heimg. dah er noch den Mar «ingeladen .Aber Mar Ist doch Dein Feind" sag« ich erstaunt in seiner Ausdrucksweis«. ,3a, bas is er. Aber er hat zu mir gesagt, wenn ich ihn nicht zum Geburtstag emlape, denn verhaut er mich so. dah ich nicht mehr sitzen kann. Und er ist doch so «in Stück gisöher als ich! <P«ter }«ia1 mit seinen sehr kleinen Händen ein möglichst langes Ende.) Ustd da Hab I ich ihn eben eingeladen." - Allo Mar kam auch. Nachdem am Morgen mit 3ub«l und vtelen Klüften die. Geschenk« besichtigt und für gut befunden wurden, nachdem man schweren Hftrzens in die Schule gegangen war. ohne eins von den herrlichen Dingen mitnehmen zu dürfen, „bloh den alten Fritz. Mutti, ja'?" mar man atemlos nach Häufe gekommen, hatte sich zum Ellen natürlich gar keine Zeit gen >mmen, trotzdem Anna Lieblingsgenchte geki cht hatte, „ordnete" noch schnell „an" dah d:r Moosteller mit den Kerzen, ja bestimmt nie immer, auf dem Kaffeetisch in der Mitte st:hen müsse — da ist er sehr genau der ^«ter — hatte sich dann eiligst bildschön genacht, mit tieftter Ungeduld auf die ersten ft äste gewartet, und nun endlich waren si« da. Zu Anfang solcher Festlichfeiten stehen die L inder sich ziemlich vis-ü-vis. Aeltelte Schulf rund und wildeste Rangen flüstern und treten v:rleg«n von einem Fuh auf den anderen. Dir Geschenk« werden besichtigt, di« Mütter oder Fräuleins lind auch noch im Krnderzimmer, zupfen hier an einem Kleidchen, streicken dort di« widerspenstigen Haar« glatt, uiid stellen auch Fragen an die jetzt nocb so stillen, ganz verschüchterten Kinder. „Na, Lies-, chen, wann hast Du denn Geburtstag?" Lies wen lispelt errötend: „Am siebzichsten Mai!" sind macht noch so einen verwirrten Knir dazu. I Hand steht neben dem blonden Lieschen und ärinst. Lr hafte mir. als er kam, ein Blumen sträuhchen mit tiefer Verbeugung überreicht und dabei stolz erklärt: „Die Ham eine Mark Aftzig jekostet!" — I Wenn all« „Gelchenle" da sind, wird die Schokolade getrunken. . Da kann man dann erkennen, wie verschieden schon heute dies« kleinen Menschen greifen. Wieder ander« gu Augen und vergessen zu e> vor lauter Umsichschauen. aufmerftam machen, dah all« fertig sind, und es n> der Zeit wäre, das erste k chen. was da noch immei wartet, endlich aufzueslen Atffn. Abrah«m i mit glänzend und zu triiikj ind man muh >ie anderen , auch für sie ine Stückchen Kü auf dem Tel» Während dieser Mahl Kinder an die neue Umge veigeften. dah sie das haben, und vergessen, dah leins nebenan im Zimmer belauschen könnten. Es wi lacht, auf Stühle gestiegeji. gekrochen, also — je Nl sängt man nun an sich lckit haben lich ,ng gewöhnt, Hab b st« Kleidchen Mütter oder ihr« Unterhallun b erzählt und gl unter den Sist Temperamen: u amüsieren. Nachher werden Spiele Höhevuntt ist immer. „Topftchlagen". lrrangiert. und de nx nigstens bei »nzj Alle Kinder letzten sich geregt, sich um Plätze auf die Erde. Die Mitte Kinde werden die Augen wird ein Kochtopf umgekehrt stülpt, unter den man Geschenk gelegt hat. Das verbunden sind, wird nu > sich leibst gedreht, um irre zu machen. Es bek rwartungsooll. auj i aufend. im Krcii bleibt frei. Eincij »erkunden und dam auf die Erd« ge i orher heimlich cü ftmb, dessen Auqel ein paarmal u» in der Richtun, t einen hölzerne HAQAD broadi. RM 039 . Alle Hl JOd. »uesn. Bts.CZ. Nes»Vv i H mit dcettch gab. RM OAO |fM«arOkn C 104», Mshfg «SricsetrAv. D»,V»4S Wollplüsch 125 perser—AFranse Sjo sbsie m50 E Brucken Vorkigen^§5.75 VeTk'auFfiÜrBeBn 1 Läuferstoffe i?K?3.RVe7fca Famlllenanzelgen Dr. Fm fl Hojfftatdt \ Wartha D»rnthta ilnffftatdt geh K 6 \ n t Vj;* Varmdh\t€ \j: " S trAmtfarg ~ ImnsbrmcJtrr Sfr 5 A»- iS %Tirj »tarb ptAu!:d>| ia F< ir eia«* Marix^ af«» Kaser ad Simon Well Irw«^er -le* Kroofebrenkreuira tr werdet) »eso Asdedken »iet» is : haireo r Refdsxband Ofijniffe Sd»enklcaex|ErW Tami/ien- Anzeigen ,^j|WMMUIIM«MNI!!I|I gehören in den ,Schild' Klnd»rmod»n Heda Scharf lU^^auMfarfunffea. kngbet^ and MAd -twokiesdaog Stnckaa^et». FU^fi^iiifpider W19 |feibAe*vetr»|« 73^73 PAHas« Kuriflrt*iid»mm / || SSW Nehmen Sie bitte bei Einkäufett stets Bezug auf das Inserat im „Schild" Aus Ihrem Stoff Untere t© fhnen ciag. An rag mit allen M. 37.- Schle*lnger. Filedrlchstr. 240 Reetz tz-». SteMrhcntaag»», brioza» Dr. Jur. 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