Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 13 (27.3.1936)
- Date
- 1936-03-27
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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. i j- Ki( Sand, und nun »ertuAl 3utxl b«r Zuschauer. dm Koch- Dm S-lrlSffk! anrMlaam. Wxn> wird die Bind« von den ^zabr halt« i» P««" be.mAnfauk «.winnr -iitgenommen. - «der uh näck'l' 2adr bestimmt ni4t rmei«.ü“* jLjfn in so ein Linhe,t»prel». iift »nb *W: wollt«, sämtlich« Gewinne PJK Er -uchie lud, d« Drnge heram allerschöichen schienen, und (Eoa . der der Ralph würden sich feWint Briefpapier Mutti" L jmt’ntt Tafel Schokolade" freuen! Vflutn. ch» Baby ist sütz. da, will «dc> Beter, du. bist doch eir ^7,der f tr Lorchen ist dl» viel ,l 5?;, "ie flina e, mir mit all den nette, L.,.iten Pett-r fand sie für die andere, ^"lchade. u,d ich mubte richtig «nergifck am tim wieder ,ur Vernunft z> "waren bii beschenke, verteilt, und kh M bcflllidt Zu haben. Aber darin ut,, ich mtdti iunb ich war ganz ratlor. Rrnia, Icrrt ««WM« oder auch Hein- ' »liefe ,u Äderen Gewinnen entdecke, MWes Schuw^en im Spiegel der Zagien Ir«» für dik drr Sode,' Minder begann scheinbar «r t;tt de» Spiel». Sie fing«, einen i Achtbaren Tauschhandel ai , wollte - n. Lochen den kleinen Stu!- während Lochen» ganz« Seligkeit r n Bab .:.:s!tattung zu Hängen schier, öurrde getn :!cht. Ralph gefiel da» Tmte!^nt Lökch^' von Fritz glänzend, u, d ^Ketz sich areden, den Tuschkasten v! n dafür zu -jedmen. Aber Mar „drr Jt der 1.’i.ldile nicht, der hieb mächNg >sich und binte nch aus dies« Weise alle» was ihn glücklich machte. Ls wjar «beschreiki' ies Durcheinander, m djas ' .als Peterl« mich hilfesuchetid! Nur mit Mühe gelang »». len" daran »u erinnern, t atz! Ich schenkte ihm noch gr ih- > teremvlatzle i Zimmer ri> »den St> war einig« , und len Ham Mar fall : an mit „ Miene. Paulasien i alt ctub r.ireltenbilder, um ihn zu x- Sobte den Baukasten, den er ,. als über all« Matzen sch in. inich nur mitztrauisch von xr sine,, kleinen Aeuglem, rxr og dele keinen Ton. nahm nir aus der Land und benützte indem er ihn auf die Lrde L****»8 ISt I» „ nk Sportlehrer. I nba._ Gymnaftisch-orthopädisch« »u», -tuttgatt.»., Zeppelinstr. . °on der Reichsoertretung m+J* Deutschland und vom Oberrat de, ^ch^chmionsgemeinschast Württembe ISZS, ,m einjähriger Lehrgang h^^um.^und Sportlehrern. J!?* Lehrplan, Aufnahme-, sowie usw. gibt da» Institut bi , a11' klnftag« ju richten! „ il 6,1 folgenden Arbeit zusammengeftellte Material ist in dieser Forni bisher noch nirhck oerdssenilicht worden, umlomehr alt ein» Reihe eigener Berechnungen det Bersasser» darin ehthale.r sind. Seit drei Jahren st.-ht da. Jüdisch« Schntwesen im Mittelpunkt der »ffentlich.-n Interesse, Biel« innerjüdiche Anteinandersetzungen und Debatten sind über diesen Gegenstand geführt worden. Und doch ist e, wichtig, einmal jenseitt aller Diskussion über Ziel ujrd inner« Gestalt der jüdischen Schul« mit idren »ielsältigen methodischen und didattischen Problemen nur die Zahlen sprechen zu lassen, di« da. Jüdische Schulwesen in seiner heutigen Gestalt charakterisieren E» sind drei Fatloren, jnit denen sich der Statistiker de, Jüdi. schen Schulwesen» vor allem zu befassen hat und d!« voneinander losgelöst betrachtet, nur «in uneinheitlich«, Bild der derzeitigen Lage geben würden Diese drei Faktoren 11 Die jüdi'che Schule, 2) Der jüdische Lehrer und 3) Der jüdische Schüler sollen im folgenden einer näheren statistischen Betrachtung unterzogen werden. l. Di« jüdisch« Schul«. Rach dem Umbruch im Jahre 1933 wuchs die Zahl der jüdischen Schulen in beträchtlichem Umfang«. Wahrend sich jedoch die Anzahl der jüdischen Höheren Schulen fast kaum vermehrte, wurde durch die Reichsoertretung der Juden in Deutsch land der Aus» und Ausbau der jüdischen Volk» schule in Grohstädten. aber auch in,Mittel- und Kleingemeinden mit grotzer Energie 'in Angrill genommen. War e, doch eine üderau» dringlich« Forderung der Elternschaft und der jüdischen Organisatwnen, sür die jüdische Jugend Besch» lungsmögltchkeiten zu schassen. E» gib, nunmehr in Deutschland 11 höhere jüdisch« Schulen und zwar sind die, die folgenden ü R f «id sich I irauf setzte. So blieb er stu nm > böse bis -hm Abendessen sitzen. Und ich Angst, das, mein Peter trotz der (Sndoch »ii* morgen in der Schute >on ügei tejiehen würde. [ln Abend I waren selbst au» den still ster» nften üigelchen klein« brüllende und Teuf li aeworden. die sich mit Jnnigeheul um Abendbrottisch fetzten, und nal vor allem zuerst von den yrntzen Cchülksn die Eierbrote herausflick ten, die letz:^> wurde ein regelrechter S ingf veranilajtei. aus, dem natürlich M<u als .u mit uni Eie/broten hervorging — | «laube. d «len Eierbroten ist es zu da iken, Mar unsren Peter am nächsten lüage i inädig rerichonte! — Er kaute jetzt sichti «»frieden blieb aber stumm und m achte t einmal d :h Mund auf, um mir. hn fein« «eben. nülj mit dem Zuknöpfen des 1 ihm» i beichäkli, j ..atlchö'- zu lagen. [tn. Eebur^Iagsabenden Peter nicht ms Bett, als bis er mit vielem G ischick qeiMbl! '!’! Geschmack sämtliche Ges henke i lein Bel j drapiert hat. So var cj auch heute. Aber als er schon seinen h siim«lblauen Nachthöschen war. hte emnoch einmal zu seinem jetzt leernten ffeburtstagstisch und holte sx»dort l etwas, icha; er scheinbar vorher oeigessen e. wrar.j dann ms Bett, setzte vieles >» sorg jjlig auf die Kante seine flaiwpbaaNisiens und rutschte dann chnell » du. decke. Er wickelt« sich wie mmer an die ptase ein und hätte bemal e den n> in;Den Mund gesteckt, J®o« ic aber notfi but* einen warnenden Bli I verton me. Dann sah er mit seinei schon stii den Augen glücklich auf dieses dasich als ein grotzer Schokoladen- Hafer entpuppte, der freundlich glänzte, ikmem toten Stanniolüberzug mif den sunkten und dem silbernen Bäuch- .'füy 'Ü «in nützliches Tier, ilstutti". Peter, indem er sich tiefer in di« kuschelte. LJ& fragte ich erstaunt, „woher Du ^dcnn das^ -Di» ich eben!" warum ist denn der Maiienkäfer Marienkäfer bringe« doch , .^prachs, tzhlotz die Augen un d schlief > em. " biucu«, Licht u'd ging Im An- Institut N. deder Iu- Israelig», am z»r Aua- Schulgeld irüsiurg»- ' «uflnd. Da vor« Anstalten i form-Realgymnalium und Lyceum Frankfurt a. M.; 2> Samson Raphael Hirsch Realschule Frank surt a. M.i 31 Realgymnasium und Oberlyceum der Adah . Iirroel Berlin; 4» Resorm-Reolgymnasium Bieslau; 51 Reformrealgymnasium Zawne Miln; 6) Israel Schule Hascharatd Z'wi Halberl ftadt; 71 Hödere Israel. Schule Leipzig; 8) Talmud Tora Oderrealschule Hamburg; 91 Höhere Mädchenschule der Deutsch Israel Gemeinde Hamburg; 10) Reallchu!« Fürth 1 Bayern!; III Landschulheim Herrlingen bei Ulm a d D Unter den 6 zuerst genannten prcutzischen Anstalten sind di« beiden ersten, nämlich das Pdilanthropin Frankfurt als BoUanstalt und di« Samson Raphaet Hirsch Realschule mit der Berleihung ^dei mittlerm Reise öffentliche Schulen, ein Teil der anderen Anstalten ist unter der Rubrik „Be rechtigte private Höhere Schulen" ausgenommen (Jahrbuch der Lehrer der Höheren Schulen, Jahrgang 1935 38). In diesem Zusommendang ist auch die Mittelschule der Jüdischen Gemeinde Berlin zu erwähnen. Immerhin ist e, sehr autfallend, dah eine Stadt wie Berlin, in der rund 140 000 Juden leben, keine 'Stfentliche jüdische Höher» Schule besitzt. Rach einem Bericht der Reichsoertretung in „Hilfe und Aufbau" gibt es in dem nunmehr }u,(Entx gebenden Schuljahr 1935 36 in 112 Orten >üdilch« schulen, darunter sind Orte mit mehreren jüdischen Schulen, wie z. B. Berlin, Frankfurt M. Breslau usw. Der Schocken.Alme nach 1935 36 verzechnet unter der Rubrik „Dar jüdisch« Schulw fenl" 130 jüdische Schulen, im Israel. Familie», b! itt vom 12. März 1936 wird mitgeleilt, datz d r Schulreferat der Reichsvertrelung. Herr Dr. L-schnItzer. 150 jüdische Schulen al» Sesamlzal»! a igegtben bade. Unter diesen Schulen gibt e» eine «nzabl einklassiger ilBolksschulen aus dem lande, wie sie früher inigrotzer Zahl, vor ollem i i Hessen-Rassau bestanden baden. Ejne betrachtl che Zahl dieser einklassigen Bolksschulen. die es i > Hessen-Nassau gegeben hat, sind infolge der )u («ringen Schülerzadl vom Staate aufgelöst worden.! Rach einer Mitteilung im „Amtsblatt des Reichs- und Preutzischen Ministerium, für Wilsenchaft. Kunst und Volksbildung und der Unterichtsverwaltungen der anderen Länder" (Heft 2, ». 1. 19361 über di« Zahl der Balls- und Mittelchulen in Preuhen «rsadren wir, datz e» am Stichtag der Zahlung, am 15. Mai 1935, 43 Zffentlich« jüdisch« Volksschulen unter 32742 [=» 0,1 d. Hundert 1 gegeben hat. Ferner werden zur gleichen Zeit 28 jüdische private Volksschulen unter 290 gezählt. Insgesamt werden also von amtlicher Seite 1-71 jüdisch« Volksschulen in Preutz «n angeführt War di« Schüler^rbl dieser Schulen anbelangt, so entnehmen wir au» der Statistik de« Schocken- Almanach»- datz 70 Schulen eine Schülerzahl unt« 50 Kindern, 25 eine Zahl zwischen 50 und, 100 und 35 Schulen ein« Schülerzadl über 100 Schülern baden. »8 Ostern 1936, also zum Beginn de, neue!; Schuljahre», wird bU Anzahl der jüdischen Schulenoch «ine weiter« Steigerung erfahren. E, ist so! Mit al» sehr voraussichtlich anzusehen. datz al Ostern 193« eine Reih« weiterer jüdischer volki schulen entstehen wird. I, diesem Sinn« ist ar der Aufruf Ixt R«lch»v«rtr-tuna betrefi» der «i icQdund bcs jüdischen Schulwesens iSchuo, der II vom 13. Mär, 1936) -u verstehen. II. D«« jüdisch« Lehrer. «in. statistisch« ntersuchung über die Zahl deür jüdischen Lebrer aller Gattungen stellt «m, »»- sonder» wichtig» «rd-bnng dar, «eü tzier^di« twslrfuR0(i bn vom vtaat irittUww Von Dr. Hermann Weil, Frankfurt a. M. nämlich dem Gesetz zur Wiederderftellunz der Beruf,b«amtrn!um» 1933 und dem Reich,! üigergesetz 1935 zoihlenmätzig deutlich in Erscheinung treten. Rach der sehr kurzen Schulftatistit im Schocken Almanach 1935 beträgt die. Anzahl der an jü bischen Schulen tätigen Lehrer rund 700. Rach i meinen eigenen alljährlich erscheinenden ftatiftisiüen Untersuchungen über di« Anzahl der jüdischen Philologen und Philologinnen in Preutzen, wfrden die Au,wi:kungen de« Berusbramtengesetzes und de» Reichcbürgergesetze, auf jüdische Pbilolckgen an nicht-jüdischen Schulen besonder» deullichj Aus Grund de: Berechnungen, die ich an Hand der Dienstalter»Iisten im Philologenjahrbuch (Kunzes Ralenderl seit 1929 durchsührt«, ist erwiesen, datz der Anteil der jüdischen Philologen in P-reuhen rund 1 vom Hundert lietragen hat. Von.jiner^Uebersetzung de» jüdischen .Sektor» im Höberin Schdlwesen vor der nationalen Revolution,^ kann also kein^ Rede sein. Durch da» Berussbeamtengeseh sind zu Beginn de» Schuljahres 1933 3-1 32 seftongestellte Philoogen in den Ruhestand versetzt oder entlassen worden. Bon den nichtsestangestellten Lehrern (Assessoren! sind damals ,69 ausgeschieden, ebenfalls haben 10 in der Ausbildung stehend« Sludiinreferrndar« ihre Aus« bildu»gsstatten verlassen müssen. Auf Grund der Ausnahmebestimmungen de» Berufsbeamtknge'etze» tonnten 62 Philologen im staatlichen oder städtischen Schuldienst verbleiben (Aitbeamte und Front kamplrr). Der Prozentsatz der jüdischen Philologen sank also von rund 1 v. H. vor der nationalen Revolution aus 0,4 v. H. (Schuljahr 1933 34). dann weiter aus 0,17 D. H. (im Schuljabr 1934 35l. Bei den weiblichen 'Lehrkräften erhallen wir folgende Ergebnisse: Im. preutzischen Staatsdienst waren zu Beginn des Schuljahres 1933 34, also vor dem Inkrafttreten de» Be ruf»beamicngesetzes 43 seftongestellte Phiiolozinne > im Amt Davon sind 30 ««»geschieden, «benfall» schieden alle 43 nichtfeftangestellten LehrtBste aus. Der Anteil der jüdisch.-n Philologinnen nach 1933 betrug 2 vom Tausend ' (Iüd, Schulzeitung 1 6 1934: Eigene Arbeit). Äematz den Durchsüdrungrbestimmungeli zu den Nürnberger Gesetzen ist nnnmebr der letzfe Bruch teil, der jüdischen Lebrer und Lehrerinnen an den Höheren «wie auch an allen anderen), Schulen ausgelchieden, mit Ausnahme der in Oherschlesien tätigen Beamten. Da» sind in Preuhen 80 Philolofljtn «darunter 23 Neusprachler und Germanisten und 10 Mathematiker), die nunmehr bei dem sicherlich eintretenden Bedarf zur' Verfügung stehen. Al ersmätzig gehören die nunmehr Penlionirrten folpenden Stufen an: 60 Jahre; 1 50 - 60 Jahre: 12 40—59 Jahre: 15 30—40 Jahre: 2. B >n 5 auf Grund der Ausnadmebestimmungeii des Berufsdeamtengesetzes im 'Amt verbliebenen L hr,rinnen an höheren Schulen find nunmehr 3 ausgeschieden, darunter auch «ine Kriegerwitwe Ter Prozentsatz det Juden im öffentlichen Schuld enst betrug di» zum 1. Januar 1936 38 unter 21478 - 1,1 vom Tausend. E» verbleiben mit h n 5 jüdische Lehrkräfte in Oberschlesien im Amt. Bon den aurgeschiedenrn 30 Lehrern an höheren Schulen, von denen «in kleiner Teil Altbeamte t«r ander« Teil Frontkämpfer darftellt«, ho den 2 jüdisch« Philologen Kriegsauszeichnungen erlallen, darnnter 16 da» Eifer nie Kreuz. Zusammenfasiend lätzt sich feftftellen. datz für I ie Bedürfnisse der Höheren Jüdischen Schulen der 4tbarf für di« nächste Zeit gedeckt werden kann. :>nd doch die meist jüngeren Assrissoren und Issessorinnen die gleich zu Beginn d«r nationalen lieoolution durch da» Berufrbeamtengjrsetz au»schei >en muhten, fast alle an jüdischen Schulen unter- )<fommtn in dem gleichen Augenblick, al» die i mitunter) nur schwach besuchten > jüd. köderen Schulen durch den Ansturm der vielen jüdischen Schüler aus den anderen höheren Schulen Ardeitrmöglichteit boten. Die Ausbildung für jüdisch« Lehrer an höheren Schulen ist noch ttiicht ^generell geregelt; die wenigen Studenten, di«! ihr Studium beenden konnten, sind al» Hospitanten oder Studienreferendare an grötzeren jüdischen döiheren Schulen seitens der Reichsoertretung zur Aurpildung unter gebracht worden; e, ist zu erwarten, datz dies« jüngeren Lehrkräfte, di« die ordnungsmähigc Assessorprüsung nicht mehr adlegen können, in einer anderen Form (etwa durch Erteilung einer Unterrichtsscheines durch die Reichsyertresnng) im Schuldienst verbleiben können, umsoinehr al» Bedarf für sie vorhanden ist. Bei den Bolksschullebrern liegen die Berhältnissr insofern ander», al» zur Ausbildung von Bolksschuliebrern zur Zeit ,wei Ausbildungsstätten bestehen:! 1) die Iüd. Lehrerbildungsanstalt in Würzburg, 2) die Iüd. Lehreibiwungranstalt ln Berlin. Rach dem bereit» in Teil I angeführten Bericht de» Reichserziehungsminiftrr» find im lausenden Schuljahr (also vckt dem Inkrafttreten der Nürnberger Geletzel von in»g«sarnt 77 220 vollbeschäftigten Lehrern 94 Juden 0, 1 v. H.). unter 26 325 vollbeschäftigten Bolknschnllehrerinnen sind 24 Jüdinnen (-- 0,1 °». Insgesamt waren mithin bi» zum 1. 1. 193« noch 118 jüdisch« Bolt»schull«hrer im öffentlichen Bolksitzuldienst vollbeschäftigt, di« — soweit sie an nichtjüdischen öffentlichen Schulen tätig waren — nun. mehr a«»geschieden sind.. Di« pädagogisch« Seit« de», Problem» der Unterbringung der ausgeschiedenen Lehrkräfte an jübischen Schulen liegt darin, datz viel« von ihnen erst neu im jüdischen Bildnna»gn1j da» sie fortan ihren Schülern vermitteln sollen, ausgebildet und fortgebitdet werden müssen. Zu diese« Zweck« Hai di« Reichsoertretung und der Pveutz. Land«««, band Jüdischer Gemeinden in vielen Grotzgemeiuden Lebrersortbikdungskurs« eingerichtet, di« von solchen au» den aNaemetnen Schnldienft anegeschiedenen Lehrern besncht werden l II. Der jüdisch« Schüler. Der Schocken-Almanach 1935 gibt folgende Zahlen an: fchulpflichligr jüdisch« Schüler ca. 45000 davon in jüdischen Schulen 17 500. Genauer« Unterlagen liegen sür Preuhen vor. In der be.eit» oben «rwädnien Mitteilung de» Reich», erziedungsminifter» werden tolgende Angaben gemacht: ~ — 1) öffentlich« Bolk»schulen: In den öffentlichen Volksschulen, darunter sind auch die jü bischen öffentlichen gezählt, sind im laufenden Schul.ahr (Stichtag 15. Mai 35) 14 53/ jüoische Schüler unier 4 906 852 Schülern insgesamt, da» sind 0,3 o. Hundert. Die Zahl der jüdischen Schüler und Schülerinnen ist vom Oktober 1934 dir rum 15. Mat 1935 in den öffentlichen Volksschulen zurückgegongen, und zwar von 16 331 auf 14,537, also um 1794. Der Rückgang ist m. M noch dadurch zu verstehen, datz ein« Reih« von Eltern mit ihren Kinder ausgewandert sind, datz eine andere relativ grotze Anzahl die allgemeinen öffentlichen Volksschulen verlassen haben und. in dir neugegründeten privaten jüdischen Schulen «in geschult worden sind. 2) In den 28 jüdischen Priuatschnlen (3 m«bt' als im Vorjahr) gab r» am 15. Mai 1935 727d jüdische Schüler gegenüber 4865 am 24. Oktober 1934. Die Anzahl der jüdischen Schüler »n privaten jüdischen Schulen trat also um 2411 zugenomm-n Unter diese Anzahl fallen zunächst solch« Schüler, di« — wie unter 1) gezeigt wurde, aus den allge meinen Schulen derausgenommen worden und ,» jüdische private Schulen eingeschult sind? zum Teil sind auch eine Reib« von jüdischen Schülern, die bisher in öffentlichen höheren und mittleren Schu len waren, dort abgemeldet und in priyate jüdi sch« Bolksschulen angemeldrt worden, besonder» in solchen Orten, rn denen «ine Köder« jüdilche Schul« nicht besteht. 3) I« tsseutlich«, Mittelschulen waren unter 165 069 Schülern 2172 jüdische"Schüler und Schule rinnen. Davon waren 2104 in Mittelschulen und 68 in Rektoratsschulen. Hierbei ist zu berücksichtigen, datz die Mittelschule der Jüdischen Gemeinde Ber lin . öffentlich ist und di, Ähüler dieser Schule in der Gesamtsumme von 2104 entdalten sind In privaten Mittelschulen waren unter 30 497 Schulkindern 1030 jüdische und zwar 172 inj Mittel schulen, 376 in Rektoratsschulen und 482 in sonsti gen mittelschuläbn'ichen Anstalten. Insgesamt waren also in öffentlichen und privaten Mittel schulen 3292 jüdisch« Schüler. Zusammenfassend können wir feststellen, datz zu Beginn de» jetzt zu Ende gehenden Schuljahres 1935 36 amtlich 25 015 jüdische Schüler in Volks und Mittelschulen gezählt worden sind. Rach einer Notiz im Israel. Familienblatt vom 12. 3.- 36 beträgt nach einer Mitteilung des Schulreferenten der Reichsoertretung "die Zahl' der jüdischen Schüler und Schülerinnen im gesamten Deutschen Reich 40 Tausend di» 45 Tausend. In Berlin gibt e» allein 13 000 jüdische Schüler. Die Zahl derjenigen, die bisher in jüdischen Schulen gegangen sind, beläuft sich auf knapp die Hälfte » Ich bade oersucht, auf Grund «ine» reichen Zahlenmaterials wichtige Einzelheiten aus de, -tatiftik des jüdischen Schulwesen» zusammenzu stellen bezw. durch eigen: Rechnungen zu ermitfeln und zu ergänzen. Die Zahlen bedürfen einer stand, gen Korrektur: Ständige Auswanderung und Bin nenwanderung bedingen ein dauernde» Fluktuiere» in der Schülerzadl und damit eine rahlenmätzige Veränderung de» Lehrerstand«». Eine solch« zahlenmähige Ueberprüfung der drei Faktoren: Schule, Lebrer, Schüler, darf nebest der weltanschaulichen und religiösen Auseinandersetzung über da» Problem der jüdischen Schule nicht zu kurz kommen Professor Julia» Wolfs. Zu seinem hundertsten Geburtstag. Unter den Forschern und Aerzlen, di« sich ui» die orthopädisch« Ehirurgie grotze. Berdienste er worben haben, nimmt Juli«, Wolfs, der. am 21. März 1836 in Märkisch-Friedlund geboren, schon al» Knabe nach Berlin, der Ställe seine» spätere» Wirten», kam, «inen hervorragenden Platz «in 1660. lieh er sich hier nach gründlicher Borbildu ig unter Johanne» Müller, Langevbech und Traube al» praktischer Ar^t nieder und schlug acht Jahre später die akademische Laufbahn ein. Rach kurzer Tätigkeit al» Privatdorent wurpe er 1934 zum autzerordentlichen Professor ernannt und 1390 mir der Leitung der auf seine Inttiative begründeten Universitätrpoliklinik brausirägl.- An den Feldzügen von 1864, 1866 und 1870,71 nahm er als Stabsarzt teil und erhielt neben verschiedenen Auszeichnungen da» Eisern« Kreuz. Julius Wolfs, der al» erster Chirurg in -Deutsch land diese» Sondergebiet der. o r t h o p ä d i s ch e n Heilmethode zu einem Spezialfach ausbaute, hat al» Lehrer und Chirurg neue Wege verfolgt und durch fern« arotzen Erfolge-bei Operationen an Gaumen, Hal» und Hüfte vielen Patienten Besserung und Heilung gebracht. Seine Beliebtheit bei feinen Hörern und Patienten war so grotz, datz sie ihm den oolftttmltycn Beinamen „Knoche*. Wolfs" eintrug, unter dem er auch in der Geschichte der Chirurgie allgemein bekannt ist. Die Grundzüg« seine» Lehrgebäude» hat Iuliu» Wolfs iu seinem Hauptwerk „Da« Gesetz der Tran«for mation der Knochen" niedergelegt. Mit Iuliu»' Wolfs, der kurz vor Vollendung seine, 6«. Lebensjahr«, dahinginKhat di« medizinisch« Wissenschast «inen hervorragenden Vertreter verloren. unck mrnitwortlicb für den redaktionellen Teil Dr. Hann Vollender», Berttn-VHmer«. dort; für den Anzeigenteil: Dr. Martin Benskl; Berta V90. Druck: Bnckdracknrel R. Scherk, BeftaSV. D.-A. IV. Quart 1939, 16419. i