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Der Schild · 1936-03-27 · 13 (27.3.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
13 (27.3.1936)
Date
1936-03-27
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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inö ul. bre iid) ttn in 'tu in, nt un T* ><i| n ln t ''t iif ::b <n l! U ■■h -r. •n M de Schule mchVerM Von i 'am. Heinrich Kuhn Mt •v»b(ii Der Erziehung zuin sittliche > Men sich in seine Lebensgeme nschaft .„„ji,,„ verjnag, bildet die Schrie die L i cn mts. die zum Besteh n des zAL«7^»,i«'id» itafc-iw iv «kämpf st'icll sich aber, wenigste is was »illiches Matz anbetrifft, ha lptsäch im Berufsleben ab. und so silt die Ixtule mit -»iechl als Berufsvorbe eitunq. dann aber dieser Aufgabe nur gerecht wem, sie — anstatt nur 5 ennt- ,jssc und Fertigkeiten <z. B -krachen .'der! Rechnen) zu vermi teln - jnlaqcn uinD Fähigkeiten ent stfflt.' Den" mährend im proktis hen Le unter jenen nur eine begrenzte Zahl z«r Wirksamkeit gelangt, werden iin Mllfij Ansmab herangezo^en. Da 1,11 if, aber ' tuen Äu'!»»! Inn Llwn, d i). Ifuti Aiilaqen Imtroichetn l:- I> r e i - n Ilqlicher W-'' g< gen war ljesvuders für den der jüdischen Lchiste schon riuzip der Schulfächer ge hier Stoffgebiete, und Fähigkeiten Jnncn. agent >> pe n denen »Pen und a von grnnd tnsrerschiedenheit Itöluifii wir Inier den Ixisslichcii. |kn Ini’?«r eri: ich aber de isttiiicher Izhiießc» ko:i:ieii.- »scheu beobachten: den bc praktischen und dxn sozja iun abstrahieren. u lunfdnu denken, iirt ilen und?|1S ‘U':. I tollend. f-.; |:n!> real?er Drin.' sitttildiö » L? qil’l < hnlaflfii rer des zweiten ist be vcgl. ge senken anschaulich . dinglich teilend Innie i'J. Anlage» Ostens in ein, dach one» zur u)> zwei als aui kann 111 E |hs Eni es Lernens legen. Iichl so icli" Darum gehen, dach U- B. eine kemdsprachiichc lleberietzung > iehr oder sinder iv.iru.elreu ist. sondern »i chr daru»> I ikiß re: tqmiqsii! I Sing I 'chaiiliche eile l raqe inist! Vchen G, eurschcrie Schäler die jeweils trr lieber ion angemessene gültige >>al logisch-graininatiskl e. die 'aller . die einfühlend »erstehende Der jüdische Leh er unsere, 'luchologe sein, »ii b den see >,ik von Schüler und Lehrstoff und die Gestalt», g geistiger ead Techi ju-r Möglichkeiten hilher bciv.r >ni als di/ Eneigniing des Leh, stoffs. Du ml in keineswegs gesagt, daß das fach >«he Lehrte!. d. h. die Errett jung eines öildiiiigszieles. ui« )t erstrebl Ganz im Gegentei! Es wird leichter und sogar I chneller er .ii, weil ja die Art, w i c »>.i» erarbeitet, also die r stlose Ans i anlaqeinäßige» 1 ähigkeitrn, gründe der Erzieh mg stehen Ikniminie I B.'rDcn 4. I rxlmehr I inchl ni'.f keses ö'.i «rlling j In ■for- > I »irb. Jarani: Inders u- | Arbeit ai| I libc» 'achc Den lihre Ä,-! I Iif vcriv, ln Der »mint es doch im Leben, be Berufe, an: wie fc ffe ich eine ' Die Arbeit selbst stellt da e bestmögliche Auführnng ist Persönlichkeit. Si inub ui» l.n und Fähigkeiten wissen und -en können. Das aber lernt sic ilchnle: nicht das Wis en von ein!*ar mathematischer F >r„:eln. so» wi te.s mathematische Den! cn ist Er iir un& fS 'st zierilich gleich I Mlig j:ns Leben, ob jemand den innere» Organismus der Weichtier« mich Organen aufzählen kann, aber es ist wert n», tpij gebende Schnecke bei dachten und b" Beobachtung auf ihr« Lebensvor .^"3« schließen zu können. 2 t das erzo v t sich der S chüler auch « Visscnsdaten an. hat er aber nur! ' enigkpaiikten Wissensdatei , dann ent » >c»er Scheinintellektua ismus, der «nerlei Lcdenswerte in sich birgt. At dgz alles so neu? Ich g aube kaum! . ^>r astcn Soldaten wissen wohl, datz «erii, s,e große Stärke uni ffunft der | #a,|i(|lf» Erziehung lag. Apf Ererzier Schieß- und Truppeiiübungsplay üble der Soldat jede seiner Funktionen, jede in ihre^ Einzelteile.aufgelöste Bewegung und 5)a«tdlung, bis er sie auf jede praktische Handlung anwcnden konnte. Die De Währung am Lernstoff, z. B. das Scharfschießen oder Manövrieren, stand am Ende dieser Ausbildung, nachdem alle Fä higkeiten und Funktionen immer wieder geübt und so in Fleisch und Blut einge gangen waren, daß die Lösung, der Aus gäbe eigentlich schon im Resultat sicher wajr, wenn sie gestellt wurde. Dus ist die Erziehung, di« unser« Jugend braucht. So vorgebildet besteht der Mensch den! Lebenskampf, arbeitet er sich immer wieder empor, auch wenn ihm das Schick sal mal eine Niedmlage bereitet hat. Der Weg zu diesem Ziel führt meines Erachten > über eine stärkere Betonung der prak tisweii und naturwissenschaftlichen Fächer: ibnrbeit, Zeichnen, Erperimental-Phiisik u Ehemie. praktische Biologie (Tieru. Pf anzenpslege, nicht nur — Kunde). Leibesübungen usw. — Nicht eine vergreiste Jugend, die auf Grund angelernter Wissen »daien über wrltenferne Probleme philos iphiert. sondern frische Jungen» und M idrls. die die lebensnahe Wirklichkeit ge»al!«n. werden im Berufs- und Lebenskampf zu ihrem Nutzen und unserer Ehre sich bewähren. Sinn nun Ziel der 7, . men ' Von Kam Landwirt Walter Sandalowsty (i Imschichtungslager Lobitttn Ostpr.) Preise wird po» und viele )uden Problem. Das bektebt für die und in einsühlcud, vcrst i leine Nniwelt eruie. bei denen eine dieser erricht (eben lgpisch ist), z. B. Kim Ziirinän. der vornehmlich begrifflich knken im»’,I ind solche, für die -ine Haral!c j D:et Anlagen erfor! erlich ist. der Ar st. derbegriffliä denken, nal Hände . und cinfühleiid vers chen »Ulst Dill dm ';c Schule ihren Sälftlern eine «oqlichüe ^n'>e und Breite der rntfaltun, icten. so mutz sie kr Lloiiwn'I darauf bedacht «Ile mogl; n geistigen Funkt ktiiätiginni gelangen, und sie inis mebt! ’L'frt auf dqs Wi i aerade diese xni neuen Be dak sie Ickvii üobliultlcn und pn der aesaniten jüdischen Umschichtung gesprochen beschäftigen sich mit diesem Piobleni der Umschichtung Jrgendlichen nicht: sie haben ja noch in teinem Bi ruf gestanden. Anders ist es mit Menschen, di« ibren Beruf schon seit ^abrek ausüdien und jetzt ge>wungen sind, ilm a»s,ugeben und um- Ngchichten. dn Unkenntnis ibres neuen Bc rules machen diese sich v'edanlen. die sie zermürben, sie unentschioj'en machen und mit ibteni Schicksal Kadern lasien. Borau; gesetzt, dah es sich um geiunde Menschen liändclt. sollen diele nur gul>,n Mutes!em. Die Praris bat ge'.eigt. da Aelteren sich viel schneller iij ruf wrechtiinden als Jüngere nach türm Zeit sich in ihm gylc Arbeit leisten. iBel Beginn ihrer llmschichtsing surchlen die nieijlen von ihnen iund die; beunruhigt sie wol,l am ilärtilenl: „Werden wir körperlich krallig genug sein, diele schwere Arbeit von n orgcns früh bis abends späi ,u perrichlen?" I iefe Bedenken sollen von Anfang an aus geschaltet werden. Im Umstbichtungslietrieb o ird der Umschichtcnde nur mit der Ardeis bletraiit, die er mit seinen vorhandenen Ural tfn leslten kann. Lein Uorper stählt sich von jag zu Dag. und ohne dah es gewöhnlich «er l|mschichtcnde merk!, kann er genau so wie der andere Arbeiter seine Pflicht erfüllen. Die schwierigste Aufgabe für den Ausdil »enden iit es. den Umschichlenden an konstante Arbeit zu gewöhnen, und ihm auch motz eintöniger Arveit die Liebe;u seinem neuen Berus einmimofen. Diese Aufgabe ist öi dein Augenblick erfüllt, wenn es gelungen Üt. Üeni Umschichlenden für di« Schönheiten der Ralur und des landwirtschaftlich.'n Be iukesl die Augen ,» öffnen und wenn ihm ie Potwendigteil und Zweckmätzigkeit seiner lrbeit klar wird. Wichtig ist es im ttinschichunarbclrieb. dem Umschichtenden die Aein- Itreiilglciten und Uepvigkei.en abjugewöhnen. Dies gelingt sehr bald. Schwieriger ist es schon, den sogenannten „Neuen" an die veränderte ■Jtoit; und das Lagerleben zu gewöhnen. Den jenigjen. die Soldaten gewesen sind, bereitet Die;, keine Schwierigkeit, auch meistens denen nicht, deren Väter oder Brüder schon Sol daten waren, denn tstenügsamkeit und Mt meinschaktsgenl ist ihnen dann schon meistens anemogen. Aber auch die anderen gewöhnen sich langsam: Hunger treib, es ein und wem» es (Gänsebraten ist. .Auch die Ordnung im Lagerleben wird ihnen beigebrachl: trotz prinsitiver Unterbringung-fühlen sie sich bald restlos wohl. Und primitiv dies kann sticht stark genug betont werden mirK-ei» Umschichtungslager sein, sonst eriülli > es leinen Zweck nicht. Ein, „Umichichtungs Pensionat mit Komfort" öl verfehlt. Wer einige Monate aus dem Lande lebt und arbeitet und dann gelegentlich die ^ladi besucht, ist nur froh, wenn er so schnell wie möglich wieder die Stadt verlassen kann. Die Landwirtschaft mit ihrer Vielseitigkeit bietet ihm soviel Interessantes, hak ihm die »ui für den Unwissenden lang« Arbeitszeit recht turz erscheint. Oft habe ich gerade von Ata demikern zu hören bekomme»: „Ich habe mich so umgestellt und fühle mich in der törper lichen Arbeit so wolst. daß ich meinen En: schiust zur Umschichtung nicht bereue". Ueber die Erlernung des neuen Beruje sollen sich die Anfänger keine Kopfschmerze machen. Langsam aber sicher kommei sie an jede Arbeit und lernen sie viel leich.erj als sie es jemals geglaubt hätten! Jedes meiner Praktikanten kommt im Lause des Jahres in den Kuhitall — und das M die beliebteste Arbeit — und genau so in deü Pferd«-- und Schweinestalk. Ebenso wird et in jeglicher Feldarbeit ausgebildet. Diejemgeii. die von der Umschichtung nur Neitenlernen. Spazierensahre» und gut^futtern erwarten, sollen nicht umlchichten. sie sollen zu Saul« bleiben. Wer aber ernstlich gewillt ist. ohste Vorbehalte den neuen Beruf zu erlermn. so» gerne willkommen sein. «Port hu>t >h»i d< u Körper stählen und „Schinkenklopfen" hart-t ihn für einen unerwarteten Knuff ab. De graue Theorie wird aktuell gestaltet und oei stündlich vorgetragen, ohne da» des Euti n zu viel getan wird. Dann lernt U» der Un schichtende lieben. Seine Frage: „Werde sch oer s! aiidi mein Brot in «dem neuen Beruf di men können?" beantwortet er sich selb» in dem Augenblick, in dem er seine Arbeit kg ii n. Alle meine Praktikanten haben mir ihrer Entlassung zum Ausdruck gebracht: Ich habe jetzt keine Bange, ich kann ar biiken und werde nicht verhungern, komme wps da wolle". Dann ist das Ziel erreicht. tlliemaiid soll aber denken, dast, wenn er selii llmschichtungsjahr hinter sich hat. er nun istelir ein fertiger' Landwirt ist. »C nein, er mir ein landwirtschaftlicher Arbeiter, der Lause der Jahre ein guter- Landwirt erden kann. Die übliche kurre Zeit der mschichtung genügt nicht, um diesen io oielitigen Beruf restlos ,u beherrschen: das gibt überhaupt nicht, fi i e lernt der L a n d irt aus. und selbst alte Landwirte stehen fb manchmal vor Aufgaben, denen sie nicht sewachsen sind. Die Organisationen kennen die nirrlig« Ausbildung der Umschichtenden und lejchgultig. wohin das Schiff den Umschich nden bringt, wird niemand von ihm mehr öerlangen, al» die Leistung eines guten lano iiirtschaftlick'en Arbeiters. Kann er mehr, so ist es umso besser: dann soll und muh er Aeraler für die anderen sein. Damit iit aber luch gleich.eitig gesagt: Umschichtende. Iaht eine Minute unausgenutzt. schla.t nicht, werdet licht gleichgültig! Das Jahr geht so schnell u Ende, fragt und lernt! Ihr müht genau o euer Kutscher, Knecht, Melier. Stellmacher, Schmied, Mechaniker kind Kaufmann wie Tierarzt sein: Alles, was ihr nicht könnt, kostet euch später ' Eeld: und das ist gewöhnlich nicht da. Wer die Landwirtschaft begriffe», hat. kann sie überall ausüden, wenn auch dke Bedingungen ,verschieden sind. . Genau so wichtig ist die Ausbildung der Frau. Das Sprichwort:-Was eine Frau mit der Schürze aus der Wirtschaft. trägt, kann der Mann mit einem vierspännigen Wagen nicht einsahren. ist leider nur zu wahr. Taugt die Frau im Haushalt nichts, dann kann es selbst der tüchtigste Landwirt zu nichts dringen. Sie muh den Beruf genau so gut kennen wie der Mann, denn.sie muh im Notfälle den Mann ersetzen können. Neben der eigentlichen Hauswirischast und Geilugel zücht muh sie melken, Kälber tränken. Schweine füttern, einschlachten und backen können. «>e muh lernen, sich vollkommen unabhängig von Fleischer und Bäcker zu machen. Sie rnuh wirtschaften lernen, d. h. auf lange Sicht Vorräte im Haus sti haben. Das wichligjle ist. mit den saisongemähen Nahrungsmitteln das Essen zu bereiten und alles bis ins Kleinste auszunützen. Pünktlichkeit iit Haupt b e d i n g u n g. denn der Mann muh mit dem Elockenschlag sejn Esten auf dem Tisch haben, um den Nest der Arbeitspause für sich zu haben. „Schlechte Laune ist ein Zeichen schleck, rer Erziehung": die Frau muh cs sein, die stets Sonnenschein auch, bei Negenwetter ms Haus bringt. Sie muh die -Sucher fuhren können und dem Mann beratend zur Seite stehen. Diejenigen Umschichtler. die Zeit und Geld sowie Gelegenheit haben, länger als.ein Jahr ihrer Ausbildung zu widmen, sollen dies aui jeden Fall tun und möglichst nach einem Jahr die Stellen wechseln: denn jede Ausbildung bat ihre EigenarCund jeder Betrieb basiert aus anderen Voraussetzungen. Den Eltern und Freunden der Umschichtler io getagt: seht die Umschichtler nicht als Mär lnrer an >und plagt sie nicht durch unnütze. Anfragen und Reden. Schickt ihnen kleine Pakete, indem ihr sagt: der arme Junge muh doch ein bihchen Obst oder Schokolade haben. Feinltreisigteiten gehören zur Vergangenheit Wir wollen hier hart.« Me n s ch e n schaffen. die bei jedem Wind und Detter ihren Mann stehen und. wenn ihnen da» Wasser au» den Stiefeln läuft, singen und lachen können. iimmuimuuuiimuiiimtumintiiwitiiuuiiiiiüuuutuuMtfuuuuiumuummmHuimuuu __Seit 15. März 1936 H hat die Bundesleitung des RjF. und die Schriftleitung des „Schild" jH die neue Fernsprech-Sammel'Nr. -VJ1 Blemarck 9571 Ob Jltufttt ob Erzieherin Von S*tta Cohn-Bidxttr ■*_ „Wenn der Mensch sich etwa» vor- > nimmt, so ist ihm mehr möglich, als man glaubt". Pestalozzi. Ein tiefer Sinn und Zweck aller Erziehung» arbeit besteht darin, die Heranwachsenden ,ungen Menschen teilhaben zu lassen an den Vorgängen der menschlichen Kultur, ihnen die bleibenden Wertgebiele zu erschliehen, bis sie fähig sind, selber schaffend daran teilzunrhmen. Pestalozzi und Fröbel haben di« Pädagogik auf das Fundament des „Allgemein-Mensch lichen" gestellt. „Was ist -der Mensch im Innersten seines Wesens, der Mensch, wie er sich gleich ist auf dem Throne und im Schutze des Laubdaches'/" Mit diesem Problem hat Pestaiozzi sich jahrzehntelang herumgetragen: unermüdlich hat er daran gearbeitet, bis er zu der. Erkenntnis kam: .ztrst muh ich wissen, worin die Natur des Menschen besteht. welches die eigentliche Bestimmung des Menschen - ist, und erst dann kann ich ihn erziehen, d. h. so beeinflussen, dah ich ihm damit Heise, dah er seiner Bestimmung gemäh lebt und sich entfaltet". Alles Grotze und Schöne der Menschheit ist bereits als Keim unh llrtrieb in der menschlichen Natur ent halten". Freude am Schaffen und (üestalten. Sinn für Pecht und Unrecht, (üefühl der Zusammengehörigkeit mit ändern Menschen. Sehn sucht nach Erkenntnis und Wahrheit, Ehrfurcht vor dem Erhabenen, Ewigen. Daraus erwuch sen die großen geistigen «iebiele der menschlichen Kultur: Kunst, Wisienschafl, Recht. Sitte und Religion. Die. jungen Menschen in diesen Bezirte-i Wurzel fasten zu lasten, damit sie dereinst an der Fort- und Höherbildung der Mensch heit teilhaben können, ist die positive, auf bauende Seite der Erziehungsarbeit. Die ne gative Seile der praklischen Erziehungsarbeil besteht im Zurückdrängen der menschlichen Fehler und Schwächen. Die Schwierigkeiten, die hierbei zu uberwinde» find, die dem Erzieher gezogene Gren.en sind sowohl innerer wie äußerer Üialur. Die innere» sind die duickr das Milieu bedingten, durch die Umgebung, in der da; Kind aufwächst. Wie die beiden Aufgaben einander beöiii gen und sich ergän.en, muiien auch Indivi Dualität und Milieu außer dem Allgemein Nivnschlichen sehr beachtetwerden. Beionders kommt es auf die Ziersönlichleit der Eltern an. Die Haltung det Ri ultet iur die kommende Generation ist wichtiger, als im allgemeinen angenommen wird. Denn, was die Mutter den Kindern «an seelischen und ,gei stigen Werte» weitcrgibt. wie sie die Erste hung in die Hand nimmt, ick sehr wesentlich. Kultur will.nicht nur geschallen, s.e will auch getragen und-gevilegt werden. Und weil' das Tragen und Hegen niulterliche Eigen schäften sind, iit die Frau auch als Bewah rerin der Kultur geeignet. Jüdische Kultur im jüdischen- Haule iitnon jeher in die Hände der jüdischen Frau gelegt worden. Das Bild der - Frau und Mutier, die Sabbath kerzen entzündend, soll auch das Snmdol der Frau sein/ die Licht in ihr Heim leuch.en läht. seelisch unh geistig. Gerade wir Frauen sollten die Fähigleiten. die wir un; erwerben'fdnn teil, weiter ausbauen und de» Kindern und Jugendlichen zugänglich mgckxn. b.ewih. der Alltag besteht.aus vielen tlei neu Dingen, die im tägliche» Auibati wicht!-,' sein können, aber wir musien »ntericheihen zwischen Bagatellen, um die oft so - viele Worte gemacht werden.. und Wesentlichem. Es iit unbelömnilich. wenn der gei stige Lebensstandard herab kommt. Unter suchen wir ein Ding auf den Grundzustand. um uns später darüber zu unterhalten. Das ist auch förderlich für das Sprache mp find e n. Ueber geistige Dinge kann man sich in der Sprache nicht so gehen lasien wie über Kleinkram. Sicherlich weroep an uns heuteviel grohere Aniorderungen geste.lt. Und wir innssen vielfach neu und um.erne» und u-i sere Kräite seeli-ch und körperlich bedeutend mehr anspannen. Wir musien manches lassen, was wir gern mögen, und vieles machen, was wir nicht gern tun. Aber eben geraoe darum wollen wir Kräfte in uns frei zu machen suchen. Kräfte, die uns über das V.elerlei des Alltags' hinaus helfen, Kräne, d e uns helfen, den Alltag zu » b er rp i n den und neu zu gestalten. Auf der einen Seite also-den Rahmen moglichr verkleinern. . »ns von allem unnötigen Ballait Iren.en und eine bessere Zeiteinteilung ausprobieren. A>» der andern Seite uns weiterbilden und dMe Bildung den Kindern zukommen lasten. Kinder kragen soviel. Und niemals sollen wir sie LM:. fach abspeisen, womöglich mit der Begrün' düng: „Ich habe keine Zeit". Doch schadet es garnichks.. wenn wir zugeden. dah wir über etwas nicht genau Bescheid wissen. Dann su chen wir lieber, uns darüber zu orientieren, mit gröberen Kindern gemeinsam: das gibt allen eine gute Anregung. Belehrung und Ermahnung - alles oies darf aber nicht mit groben Worten vor sich gehen. Denn wenn die Mutter viel spricht, wird die Aufnahmefähigkeit behin dert. Das Kind verliert den Sinn für die Sprache und das Gefühl für den Wert. Auch.., auf die W i 11 e n s d i l d u n g wirkt nichts entnervender, als wenn sie beständig unter fremden Einfluh gehalten wird und nie zur freien selbständigen Entfaltung ge langen kann. Erfolgreich wirkt man nur dann auf den Willen ein, wenn man dem Kinde die kindliche Fröhlichkeit nichtraubt, die na türliche Entwicklung nicht durch ständiges Ver * bieten. Gebieten, Nörgeln. Dressieren stört. Also verlangen wir seltener, bestehen aber dann auf der unbedingten Befolgung unseres Wunsches. Durch -gute» Beispiel des Erst« Hers werden "viei« Verbote und Strafen ge spart. Im „Buch der Sprüche" heiht es von der Frau: „Das Gesetz der Milde iit aus 51748106 D155C

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