Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 11 (13.3.1936)
- Date
- 1936-03-13
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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t,ily„p kt* X MtftnxfoMM nnd einer Bn»aM l£«r tkttrrkn Nachdem am 2. Vtin da, Dorf vouanmont in , ssänbf txr Angreifer gefallen war, über. die Künde (djrttirn •m 6. März Itilc de- V'. und XII. Reseroekorps die Maas und ginqen nach starker Artillerievorbereitung zusam. men mit dem VI. Reseroekorp» vor. Auch hier, „eiilick der Maas, schritt der Angriff zunächst nut vorwärts, aber trotz erheblichen Getändenewinnes gelang es noch nicht, den Marrerüaen^ auf dem die französisch« Flankierungsarm«« tontfntrlrrt war. wirksam unter Feuer zu Nehmen D«r S. Mär, drachl« wiederum «inen Erfolg auf dem Ostab-j Ichnnl das V. Reseroekorp, konnte di, Bau, vor<> drmgen. jedoch ohne daß e» da» gemeinsam mit, dem III Armeekorps angegriffene Fort zur Ueber-l gab» zwingen konnte. Im Westabschnitt drangen die Truppen bis zu der allgemein als! „toter Mann"!>»Iasnlen Doppelböhe 285.245 vor. i Tr Schwierigkeiten wurden jedoch immer großer,! >we. Korps waren von den Kämpfen unter un-i gü-.itigsten Verhältnissen bereit» so qbgekämpft und ae'chvacht datz sie berausgezogen und aufgelöst wer^r" mußten Am 30. März fragte die Oberste He re leitung abermals beim Armedobetkommand« an wie es sich den Fortgang de; Kampfes denke. Da- Dderkommando. das ein „FestbeißeN" vor jieidun auf jeden Fa» vermeiden wollte, empfahl na>t «men Teilongriff am O stufet zu verbuchen und non dessen Erfolg die weiteren Entjchließun aen ,i!-hängig zu machen. Dazu sollte es aber nich med! kommen. In den letzten Tsigen des Apri 'war General Petain anstelle de» Generals dl t'anflr an die Spitze der „Heeresgruppe Mitte'! getrel-n, während General R i o « i I «, ebensall-i ein - ütäii'cher Emporkömmling, seinen bisherigen Po'ren übernommen hatte. Run standen zwei enere gitck-k und verhältnismäßig junge Generale an d.k "ritze der französischen Verdunarmeje, und während die deul'chen Truppen noch mit d^r Vorbereitung de:-!neuerlichen Angriffs beschäftigt waren, tarnti) ifcvrfi die Franzosen mit einem kräftig geführte!» l5e u nilosz zuvor, der ihnen allerdings keinen wesent lichen Iirakegi'chen Ruhen brachte.! Am Zveltuler kämpften, nachdeck da» VI. Re -eii-<!orps herau-gezogen worden war. da; XXII -tzs'.-velorps. tietzterem gelang e» ,» 20. Mai s ,n vorbildlich geführten Sturmangriff dl« K.'he de- „Toten Mann" zu nehmen, nachdech ou.b "-e Heist umstritten« i. Höhe 304 j trtlii wo:,den war. Rach diesem Erfolg kam ade-il auch hier die Offensive ,um Erlähmen. Erst dies ersten Tage des Juni brachten ckieder Bewegung in dt zu erstarren drohende Frönt. Am rechtest Uie: lustntc der deutsche Angriff vorgetragen wert den. weöci sich Teile des Alpenkoros auszcichneteni W-eber! erschien e» eine Zeit lang so, al, oh d>< Fksinzosen sich zurückziehen wollten. Diesmal war »j Ioffr«, der seine llntersührer anzu< ieue: ^wußtr. indem er ihnen vor Augen hie», dast ms zu der kurz bevorstekenden Somme. o"i ' hurchgebalten werden müsse. Am 21. Juni drostnie Kanonendonner vom nördlichen Teil de» Wr'i'ront herüber. Die Feinde hatten mit einem Zastundi.-en Trommelfeuer ihr n Angriff an der Somme cinge.eilkl ,!u gleicher Zeit wnren dis Rulltil und di« Italiener .zur Entlastung zum Angriff uderneqangen. Das Armeekommando 5 wurde vor eine Ichier unlösbare Aufgabe g> stellt: trotz Abi (W'-r von Truppen an die schwer bidrängten Oestek' reicher aus dem östlichen Kriegsschauplatz sollte der Auer,'' vor Verdun fortgesetzt werden und zui aleich wurde anbefohlen, „den Verbrauch an Mens rchen fl-o Material nach Möglvhkeit einzuschräni ke," linier diesen Umständen kann es nicht wunder! nehmen, wenn dee am 21. Juni durch eine Bü ichrestiiöa mit Grünlreu'munition eingeleitete An flri'r jpi.u zu einem Erfolge, ober nicht dis zu de-!- gesteckten Ziel, der Einnahme des Forts ccM'I’r führt« j! am l. Juli die feindliche Infanterie z» eine - j>',cneralangriff auf die deutschen Ttellungen -ä der Somme oorging. rstußte die Hecr.sgn..»e Deutscher Kronprinz Truppen zur. Unter-, stützu-'» abgeben, womit der Gedanke einer Fort, lest,m<z> der Verdun-Osfensioe praktisch aufgegeben war Ein neuererfolgloser Angriff auf Souville "endete die erste Berdun'chlacht. An jenem 11. Juli ging heim Armeeoberkommando! in Ctenay der Ae edl der Obersten Heeresleitung ein: „Da die lur heute angefetzten Angriffsziele trotz Aufwand von kstrünkreuzmunition und Kampfmitteln aller »ri tichl errricht sind, wird der Heeresgruppe D»utl<f,er Kronprinz strikte Defeosior anbefohlen". Emag billig erscheinen, heute an jenen Vor» Sängen Kritik zu üben, nachdem man sich au» der Fülle der Veröffentlichungen esn einigermaßen llare; Bild vom Verlaus des! Kriege» machen raun Aber di« Ereignisse um Verdun sind von >o entscheidender Bedeutung gewesen, daß es wohl trotzdem nötig ist, sich ernmal Klarheit darüber zu verschaffen, «ine Aufgabe, di« natürlich im Nahmen einer kurzen Abhandlung nicht gelöst werden kann. Möglich ist nur, kurz di« einzelnen Punkte anzudeuten, die in ihrer Gesamtheit zu dem tragischen Ende der mit s» viel Blut he< Een Kaufhandlung geführt-hyben dürften. US ist weiter oben bereit» davon gesprochen worden, welch« Gründe Falk« nhayn dazu beim Quartier lagen, gin§ das b. Ciijt J3tber halte etwas zu wtzglen, in jenem Augenblick da» > Geseß de» Ha,»- de.n,^ an sich zu reißen. Schwerer zu entscheiden v°*er »b e» richtig war, auf all« anderen Op»rationen zu v»rzlchte» und gerade km ««sten an,ugr«if«n. Berufen» Krlkfker stehen auf dem Standpunkt, daß etn» Offensiv« In Tirol, Wenn wir Erzählen los berichten, von den, Ereignissen — von sich selbst drängte es ihn zu sagen. Oft lag das Quartier an >der Landstraße oder im Dorf, ringsum alles ein Trümmerhaufen, kaum ein Zimmer, das unversehrt geblieben ist ... es konnte auch ein Gehöft sein, in dem der Bauer sonst sein Tagewerk getan, mitunter lag es sogar In einer i großen Stadt, wo die 5»äuser Reih« an Reihe standen und in i srer Unversehrtheit fremd und seltsam auf den Frontsoldaten wirkten. Aber vo es auch immer war, das Quartier war eine Abgeschlossenheit. immer ha lc es ein Lager für den müden Körper! und seine vier Wände schienen wie ein. Wall, der alles Unheil abzuwehrsn im Stande war. Oft denke ich zurück an diese Stunden im Quartier. Erinnerungen tauchen auf. uiid die Gedankejn formen sich. Zch sehe wieder, wie leicht und schnell Tornister und Gepäck abgeworfeiO werden, von den harten und beschmutzten Schuhen löst sich der Staub und gie Erdkruste bröckelt ob vom Waffenrock. ,wie aus einer eisenharten Umklammerung c^ber befreit sich die Seele. Ob Sturm wider die Fenster prasselt oder die Sterne klar arit Himmel stehen oder der Donner der Geschütze aus 0er Ferne herüberdröhnt... mne kurze Spanne Zeit vergeht, und habest dip Dinge des Alltäglichen erst wietzerfür dich ihren Sinn, dann atmest du hefreit undalles, was dich wohl vor wenig Augenblicken noch zu ängsten schien, fällt von dir ab und weicht zurück- 2a. wenn sich aus den Schatten deiner vpcelc wieder die einfachen du erkennst, das Lebens zutiefst haltende verbor» en ruljt. Das Ewige verquickt ist es vb es in Wah Um die Fest» Kampf. Der W Nebelschwaden und nüchternen Dinge schälen... wenn dir beachttnswer! erscheint, was der Sturm der Zeit in seinem Wirbel von dir fortgerissen hatte, dünn hast du aus der Enge einen großen L chritt getan ins Freie, Weite, dann Haft du.wieder Mut, wenn in diesen Dingen deines )as Ewige und dich Er . wie sehr verwoben und mit allen deinen Wege». Ich will von ei lem Erlebnis berichten... heit ein Erlebnis war? ng Derdun tobte der nter lag mit Schnee und ber den Schluchten und Wäldern. Wir hatten den St^lrm auf ein Zwischenwerk hinter uns und lagen nun in einem Wa^dabschnitt der Panzer feste Daur. Dieser Wald., dieser höl lischt Walds'Nein. es gibd keine Sprache, um das furchtbare Ringen in diesen Wäl dern um Berdun zu schildern. Wir lagen in hastig aufgeworfenen Grüben, eingr« wühlt in den naßkalten Boden, anqc kauert an die Erdwände, die Zeltbahn über uns gesva int wie ein Dach, als ob es hätte Schutz geben sollen! Der höl lischt Wald .. das Feuer der seindliche» Flachbah igeschütze bestrich ihn. die Granaten schniiten wie Messer über de» Boden, haarschirf wie Messer, und die Bäume sanken hin. die Leiber der Menschen aber werden zerhackt. Fcuerübersall auf Feuerüberfall. wie in einem riesigen Dom hallt das >Echo der zerplatzenden Geschosse und d^r Aufschrei der Getrost fenen..., wir aber hockte» in den,Gräben. und das Wort erstarb auf unseren Lippen ... wir dachten an das Stückchen Zeltbahn über uns, hörten kaum den pfeifenden Singsang der Granaten mehr und warteten... warte»» nur darauf, daß die Zeit, der Tag. die Nacht oder die nächste Stunde irgend etwps an uns vollbringen würde, gegen dessen Gewalt es seinen Widerstand und kjeine" Flucht ggb. Hin und wieder Ikamen dennoch Feuer pausen. Wir krochen aus unseren Höhlen, wagten uns ein wenig vor und rieben die erstarrten Glieder. Auf^ dem nassen Waldboden sanken uiüere Fuße ein, über das Gewirr der Zweige und zerfetzte» Stämme sickert Wvsser, faulende Blatter und der Schnee schmutzig gelb von schm.' seligen Dämpfen, wie häßliche, trübschim mernde Flecke. Nutz nur cs still im Walde, aber diese Stille!ham mit ihrem jähen Schweigen über uns ivie eine neue Last. Die Gräben zogen sich in parallelen Linien durch den Wald, es warei^ itompagnien verschiedener Regimenter, die hier lagen. Ueberall"!To e. Wie eine Faust hatte das Eisen in die Gräben csklangl. Wir standen läiiAtr vo" einer Gruppe Gesät lener und starrten sie an. deiner sprach ein Wort und dcr'Atei» stockte in der itchle. Als wir ui s endlich wandten, blieb ich zurück. Ich w iß nicht, was mich dazu trieb, aber aus dem zerrisseuen Tor nister eines der Toten lag zwochen den Habseligkeileii ein ich sah schwarze,' Gebetbuch war Buch, ich hob es'auf., üarke Schriflzuchen.ein ein jüdisches Gebetbuch Mir n ar. als ob ich nie ein 1 Voran I. die Zitadeik solches Buch zur Psalmen, Sorüch« der ersten Seite wie Ne Eonrad v. Hötzejndors wollte, Erfolg versprochen hätl«, unB' daß auch «in deugungsangriif gegen Rumänien dem Kamp Berdun oorzuziehen gewesen wäre. Für den S punlt Fallenhayns läßt sich allerdings anfü 1 daß die Schlacht bei richtiger Anlage und > sicher Durchiührung zweifellos einen großen öji bedeutet halte. Welche Untlardeiten der Falienlzaynlche enthielt, ist ebenfalls bereiis erwähnt worden. . tommt aber noch, daß der Generalsta »schef die Angriffsdisposilionen, die. von dem krön irinzlichen Oberkommando entworfen waren, adänderl«, sodaß dem Plan sein« einheitliche Geschtosimheil fehlte. Ohne Zweifel hätte di« O,f«nfio« zu einem größeren Erfolg, wahrscheinlich zur Einnahme der Festung geführt, wenn sie, wie der Kronprirz es wünscht«, votz Anfang an aus beiden Seite > der Maas geführt worden wäre. Die nötigen Truppen hätten sich damals ebenso bereilstellen lasser , wie einig« lag« später. Zumindest hätte aber fl alke.-rhayn di« dem Kronprinzen zugesagten Rijerven hergeben müssen; denn dann hätte wenigster» der Erfolg aus dem Ostuser ausgenutzt werden Hnnen. Aber Falkenhayn schwebte zuerst in der stärdigen Furcht, di« Engländer könnten im nördlich.-! l Teil der Front angreisen, ein« Ansicht, gegen tie gewichtig« Gründe sprachen, und di« sich auch al» falsch erweisen sollt«. Ueberhaupt wurden die Operationen zw isellos durch die unklaren Befehlsoerhältnisle un zünstig beeinflußt. Der Kronprinz schildert in seinin Erinnerungen, wie der Kaiser ihm am 1. - llugust 1414 mitteilt«, daß er zum ^Oberbesehlshaber der 5. Arme« und der General Schmidt». 4nob e I » d o r f zu seinem Eeneralstabschef aus »sehe t sei. Der Kaiser schloß mit den Worten: „Star er Dir rät, muht Du tun!". E, versteht ft. i ooo selbst, daß diese in Gegemvart hoher Oisiziere, u. a. de» damaligen Äri«g»mmift«r» v. Falk «Hayn getan« Aeußerung di« Stellung de» Krön ytlnzen von Anfang an zwiespältig gestalten muht-, und »»-Ist auch erklärlich, daß General ». gallmhoy» -• (Ardllrblld H|P > später meisten», inter Ausschaltung der Perlon 'des Kronprinzen, nur mit desien Stabschef verhandelte, umsomehr al» die Ansichten de» Generals o. Knobelsdorf di nen Faltenhayns in den meisten Fällen mehr ents »rachen,. als die seines Oberbesehlshabers. Der Kronprinz war gegen diesen unhaltbaren Zustand mach.lo», da der Ka.ser all« unmittelbar an ihn zerichleten Anliegen se.nes Sohnes auf den Instanzen weg verwies, und er konnte ihm erst dadurch «in £noe bereiten, daß er die Abberufung seine» C ptfs verlangte. Das geschah aber 'erst zu «ineck' Zeitpunkt, al» di« Schlacht bei Verdun bereits r ttungslo» festgefahren «gar. Weiterhin waren aber zu Beginn des Kampfes bereit» einige der Vorbedingungen, die Falkeahayn al» unerläßlich bezeichnet Halle, nicht mehr gegeben. Bor allen Dingen war es di« Eröffnung de» unbeschränkten U-dootkrieg«j, di« ja erst im Verein mit der Osfepsioe England zum Nachgeben zwingen fslltc, die ober aus Wunsch des Reichskanzlers aus geschnoben worden war. Da» war gewiß nicht di« Schuld Falkenhayns, aber mit Recht wird ihm der Borwurf gemacht, daß er nicht di« notioendi >en Folgerungen daraus zu ziehen gewußt Hab«. Ein« zweite Virbedingung für di« «rsolgreich« Durchführung de- Angrifse» war sein« Geheimhaltung. Es oer teht sich von selbst, daß dies« Vorbedingung nie >t mehr In vollem Umfange bestand, nachdem l er Angriff. um 10. Tage hatte verschoben werden müssen. Die Absicht von einem deutschen Angriff bei Berdun ist offenbar von mehreren Seiten den Franzosen hinterbracht worden, Ätzd nur ihrtm allzu großen Mißtrauen diesen Meldungen gegen über ist «, zu danken, daß sie nicht bester auf den Angriff vorbereitet waren. Ein wichtiger! tundesgenosse der Franzosen war da» Wetter. Dern nachdem an den ersten Tagen der Schlacht leichter Frost aeherrscht hatte, setzten bald wieder ftar I« Regensälle «in, di« da» Gelände unwegsam und den Ausbau der Stellungen vbllia unmöglich machten. Besond«r» die Gegend westlich der Mo.,» glich zeitweise einem Morast, Hand gehnl't. ich lasi , Gesielt und hier, auf mit schwerer Hand qeschriesi'cii die Wo te: '„Für meinen Iu» gen ... möge der wigc dich beschützen Mutter..." ... Ich weiß nicht. 'liws^inich üsicrkom, wie ein Fieber tibf t» meinem Blut, wie eine Welle von j irgendwo her brandend wider mich.. .—meine Augen kamen nicht ab von der Schvift. Was war es nur'? Da lag der, für den die Hand geschrieben hatte, vor mir, entstellt, entseelt, nie mehr wird sein Arm sich austtrecken, nie mehr wird es für ihn cm« Rückkehr geben und^ vergeblich iehm zu Hause sich das Herz. du lag-rr vor mir, ein Jude, ein Soldat, wie ich, ,ein großer, starker Mensch, Ka merad, wie ivir alle warcil. r. Blut halle der Boden Nuler shm getrunken, s/in'wär ‘ nies Blul hatte yie Erde in sich gesogen, .und diese Erde trug Kolonnen, die mar schiert««, trug uns alle. ditZvir »och Le sie» in uns hatten und marschierten, wie er gegangen war, für ein Ziel, ein Wolle», bewegt, beseelt für dkses eine Ziel^ so trug uns diese Erde. Der jüdische Kämecäd — stärker kamen die Gedanken auf. aber sie hatten sodaß das Heranfühlen von Kriegsgerät manchmal tagelang stöckle. Se'.bit die Injan'.erie konnte nur mit größter Anstrengung in die S.lellungei. gelangen, und mancher Soldat, der die schweren Kämpfe glücklich überstanden halre, mußte dort im Schlamm den elenden Erstickungstod sterben. Da bei war es zeitweise amh unmöglich, den Truooei. die hinter der Front in Ruhe lagen, auch nur einigermaßen menschenwürdig»- Unterkünfte zu schaffen. Welche Folgen hat der monatelaugc Kampf um Lerdnn gehabt? Die Festung ist nicht erobert worden, - und auch der von Falkenhayn angestredtei Erfolg, da» „Ausbluten" der Franzosen, ist nur dis zu einem gew,st«n Grade erre.cht wordM. Aus der anderen Seit« smd aber Ströme wertvollsten deutschen Blute» v»e— Berdun vergossen worden,^, wenn auch die deutschen Verluste nicht annähernd an die. des Feindes heranreichten. Richtig ist, daß die feindliche Offensive an der Somme mit noch größerer Gewalt hätte durchgesührt werden können, wären nicht die feindlichen Vorbereitungen durch den deulschen Angriff empfindlich gestört worden, aber aus der anderen Seite wäre dann auch di« . deutsche Abwehrsront bester vorbereitet zewesen. Die Folgen de» Hölleakampfes um Berdun önnen kaum besser gekennzeichnet werden al, durch die Worte de; Generals K a b i f ch in seinen - „Streitfragen des Weltlrieges": „Nicht nur, daß der Kampf uns unerhörte Opfer an unseren Besten - kostP«, nicht nur. daß er uns in stark geschwäch. tem Zustande,. ohne zureichende Munitionsvorräte, dem Sommeangriss auslie.erte. Nicht nur, haß die Niederlage von Berdun im Zusammenhang mit den österreichisc^ungarischen Mißerfolgen in Tirol, Galizien, Bukowina, auch Rumänien p>m offenen Anschluß an di« Entente geführt hat. Da» Schlimmste war doch. die Einbuße an kriegerischem Deist, die di« Schrrckniss, dieser Kämpf« heraufbeschworen haben. E» begann da» Grauen vor dem männermordenden Westen". H. J. e