Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 9 (28.2.1936)
- Date
- 1936-02-28
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/4911661-5448578-5449575--079-4915763- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
i; Srfte 2 / Nr. 9 / 1< i Persönlichkeiten können nicht, sozusagen g« wicbtsloS, aus dem luftleeren ^aum^om »len,sondern müssen festen organisatorischen Hoden unter den Lüsten Kadenz sie müssen von der drcircn Grundlage der grosiön, le dendigcn-Bewegungen und Körperschaften Judentums getragen fein; sie müssen das si«rke persönliche Vertrauen groncr ak rivenjudii'cher.Gruppen eindringcn können. Z,e sollen also ..^rganisaiionsveörrcter" int deiren und wirklichen -Zinne des Korkes sein . . und schliesilich sind ja wo>>d,.lr?r aanisatioüsverkreker" und „ Versonlien keil" kcins'gegensiiglichen Verrisse; wer sich dris Vertrkiuon einer starken p^esolch'chasi errungen dar, iir deren nftasuen und M'.I deren cd'u er i'prn unO ban de!» kann, ,-ak den Ven-e:s ddr?-,l»rs-rper nuiln 'keir erdrachr. chZenit wir die Derft.tenftige derüüren >'o baden >vl. ausier een, Präs kialauAschusi. unk denen anuu-g d e jü »ischen i^rup >-- -n htr* iiUr nch vorivicgcnd dcschä' iigen, den V nniteirkorpen der?seichs verrrekuii-'. im »luge. piier, >'o die HiaeUi ' che r'ur^';;!"eung der Geschäfte und die praktisch. »Irdeik liegt,, nämlich unter d-n »lenen" »??-irtar.'eitern der?vei<i,sv;r:v. tung, ennis-'u wir Venre'-'r des irront --t-und-.s un" 'einer p^esinnuna ü'ollkomine». V» diel-S -'-uft.ii.e:'.d.' und -."'r den Käme .ar!! unseres Vundes nicht üiaer verkret - are??!anko nier-r. dei'e:k>gr -si, werden an >re ^rupn-n. die d:.''"7 ''äwn die vdrNlg n -reit D-'ftn mit ... sir oder minder Srsoig ch'!-. - N?-'cpr.,ftu'.?.!ikenchesettr baden, ibr-n . e > t r nv . n d . n wünsche fttglis'-' i .ru;f '•■ ,: a munen-?tc (ein manchen ch;-;-? - .ch-d,,rt?.'rmel .?'«> läsir sich V. - ui. 't IU ..1; üden. weil sie :.r?a°'.:'.ae ru-'-- aere-chr nsird. Saü es iu.si'r sie» und?»ichrn^nisren edew. ne,.' ein -J'-'fto* u->d eraengc''sulies gidil * ii ,T r ,i r....;■ u t- »pabrend ilderal. IN der chch>it eeodachten ,'t. lsasi man k:r |vuv.-:un- :;:r!>r>'iirkämpft-r aera und ■'!»i!k', ui ■ an •■.inncrrtiina uiui ö- II Tiölk-'ris imf ... ül-errraact' i!>at, >- Ul. .. 'T-‘ fi- -» .'-'ausnc Dcuri.' . au,ds >;u'. aum -.bluv und imrer »leider ' U'd,d e; . v;;t[ r;;::, klnerkennung du- '; dies. 'Anerkennung mm- .. . e; tatiäi.-Iichlm Ausdruek IN - n,.'sige:'li»..-n??slNoirsung der von UNS zu ü,.■■■■■■;i??'ürtiKr an per iriibruna der judiin en '»iiiaeiegenbeitenftindeii musi. li.gt im . >iig verstandenen, ^'csanUinrer -.r d.-r f ..'. n z?emeilisch,':sr deutsch. NUldS 'l i tu ..--fft-n. das; die öfsenklicheu ia: nin'.:>nrlrchen innersüditchrn »lus .!; >.-r Nt.'il öcit ui einer Klärung i :=. .Kraitverbälmiste und der Ziknäk en s.'.i 'en. der-'N Ärgernis den jü - ii.'de.! -iis.vaslsgedan5>sn nuiim.'.ir - äi . tru n a ' i euiar. ' Dr. Larlebach Qdtrrabdiner von HaLlburq. Kamdurq. I er i; u.v 7»sraclitilckv 2nmt-!N—'! m C; era; i.iior Tr. 7> >«7 - li dacch i 'ii? C l errabbmer d«4 Sam . . ^'niiä! ü^raelitiiä'en ^Zunagonenrer ' >,"S. ti i£,ir!raij ir oieleb Kameraden .',r-!> 7 üü-,. Lärigtrir .an der Lürronr iu»fc i, gutein fli! redenken. Nackdeml er luerst bei einem )j.ieLraväi''ivaiüilMri T'ieiot getan daite. wurde er ,ur Leitung des judiicken.«siymng . ''ums -in K-. - no beruien. wo! er wäinend d'r DesatzulNiZ ,-.ir eine iegeusrckche Tatiqleit entfaltete und fiel) euer, in der Leeliorge für uricre Kameraden an der ü-mroni vietiacti ö rovrtat. ÄIs L dei'rabbiner von Altona war er meknfam als Redner und bei den ^usanrmenfan'ien vcr Altonaeri Cm und --vortgruvte 'des R'ris. anwekei« und bekund -eie groses '.'ieriiändnis für «tifcre Arbeit. " i- 1 Prof. Samuel ft taufe 70 Jahre- Wien. Am 18. isebruar wurdt der liebügire (sieburtstag des Rektor; des 2»diicken Theologischen Zeminars Proiellor 7Tajmuel K r a u h begangen. An Weit« und Tiefs des Wissens darf er mit den Altmeistern jü-iicher Wisien.- schaft, mit Zun;, lsieiger und nTieinschneider oer^lichen werden, unter den iLekenden am eheiten noch mit 2smar Elbogeit. Zeine Ztudien;ur Geschichte im bn;antjnischen Raum _ 11914) waren so wesentlich, das; il>m dafür die griechische Regierung 1320 den Titel eines Kommandeurs des griechischen. Pkiönirordens verlieh. Neben seinem umfangreichen reliqionswissenschaftlichen Werk hat er koeüell Ärbeü . ten zur Geschichte der Juden iü den öiterrei- . chisihen Landen veröffentlicht <1»2b: „Joachim Edler von Povver". 1920: „Tie Wiener Geserah"). Eine Zchrifl über di« Geschichteder lüdischrn Aerzte im Mittelalrer. die nach Kriegende preisgekrönt worden war. wurde vor 6 Jahren publiziert. H. L- Kamerad, Dihh geht es\ an / fSchluß) Man mufe seine Zugehöri merad, sowohl gesinnuogsmä di« Tat beweisen. Die Gesinnung, die wir politische sondern die Ausvra liehen isirundhallüng. ditz teil die Kameradschaft in der har. Jener Geüi der ssr mir „Militarismus", aber sc lichem Beritändnis für der gebender vilfsbereilickaft u iosialer isierechriakeit zu tun wach bleiben. Dieser sirontg Einsatz für die Gesamthrit '.üienichen. für unsere Gemc feit m uns. Ko ig als auch durch ordern, ifc leine ung einer men'ih. -m fremd ist. aec; :amvfzon« erlebt der fo; w«tiz viel mit "Mensch Siächften. westd Ztreben nach, bat. muh, in uns fordert vollen, der uns nächsten aichaft. - it u Di« Dcrhntwortung für diese G« m i n s» a ft gibt uns. als Erstes und Selbstve ftändlicheii auf. in unserem Kreise für , ein zui ijtvolles, bescheidenes und somit würdiges B< nehmen einzutreten. Wir sollen daher ,ede: imwürdsge oder gar ehrlose Verhalten im privaten - wie im geschäftlichen Leben als un crer Gesinnung widerstrebend sogleich und oh re Ansehung der Person ächten. . Wir alle mi ssen auf unbedingte Sauberkeit rn unseren Ri ihen achten, denn je «r von uns soll stolz aus seine 2uge^ hi rigkrit zu unserem Bund« sein können. ll iler aller Verhalten soN stets so sein, dafe wiristtiostsoullstswung uilii oorslisloslene Tore Die einu anJerun'gspo>{itisdii' Lage der Gegenwart guden (nÄeursch-. cnbafrifa näch wie vor ein ungemein gussichis- Der Hilisverein der ignv übermüielt uns fo zende Darstelluag 2\: ivanderungspolüische L qe sleke zur Zeit i:ii Zeichen mehrfacher Segei füge: In minichaftlicher Einsicht befrei! ' vor allem her -.ut-V' Kontra'! zwilchen der i'oluiig der wichiigfren ü b e.r rv a n d e r u n g; l ö n d e r . w 'iiien. «5er auch Ärcheiilinien^!i-:d nichi zuletzt den Lerein '■r fair unverändert schweren : :elcn europäischen Landem, A’:l Taufender von deutschen :rt>chreitenden Ere ril ch e n ^in> : -cütmjrila, Braiunralien. Kanada isen Staaten, und Wirischairstrise in « 'noch 1933 Sa» iden wareit. J«sbe'-.ndere lind es die L«n er des o l d b l o it s", alf» vor allem sira, Schweiz und Belgien itrotz üie'em Lande», die nach imme unier der fttii« leiden und schi lüdi'ch« Zuwanderung nicht zumal Sie Wirischa'iskriie .d» Sie vtefetzgebiing und Berwa kreich, Holland, hi« )er AbwenuNg in cNif das schwerste deshalb »für eine «Trage kommen, wiefafr überall ung im fremdlnü-indl-chen Zinne beeiwstitzi r »t. Das Höchst« ah ni Hoffnungen, das man bezi regen, darf, wird doliin. gehen Ser dori^'chon anfälligen "ii,i weiter verichlechten: eib Zuwanderung kann böchfren-: Ä-.-s-iahniefgllen oeraniwöriei 1-benUich schwer lasier die. Zeit a jft, nach auf der Tfche hoflowakei, inper er zwei Jabren noch Taülei iuüuchi ,'uchlen und zunachfk nähme -anden l-ri-hieler in diesen Landes. >ai''iliche Lage jede neue haben die glücklicheren europi ischen Länder, wie insbesondere England und ■ it -t*m Pfund block angeschlossenen stand ravischrn Staaten ioor allem Schweden), durch Mahnakmen dafür -gesorgt, de;, sorrschrrilenden winschastlichen Wanderung von Ausländrrn nenncnswerlen Umfang nicht liehen wir insgesamt vor der dah die europäischen Center für die ®itv Überhaupt kaum Wanderung deutscher luden noch in Irag« kojninen. Die einzige wesentliche Ausna 'tali«n, für das feitein re . be ruf ches Gebie 7>n den g ander» in ohen Staaten .Südamerikas. Lrafilieir und Chile, besteht glich dieieq Länder dah sich hie L,g« äichen silsichilitige e weiteres jüdische in ' den »lrennen werden. , Auster- »lirkfchajrsttis« zur )« deutscher Juden eine - gastltzh« Äif- : schon di« ®jrt» Einwanderung, 1 so scharfe gesetzliche trotz ihrer schuell irhvlung-eine Zuin irgend einem folgen kgnn. So Tatsache, bUder zur ^eil ger Zeit besandere Möglichteiien 'des itapitaltra isfers befrehkn. die. auch in nicht unerheblichem L ismahe .das Interelle lüdlscher Ztrelse finden,' zumal 'seitens der -lalieniichen Regierung der Djederlassung jüdischer Kaufleute und Industrie ier im allgemeinen feine Schwierigkeiten in den "Üeg gelegt werden, t^ah allerdings auch di» '2 uswanderung nach xllalien mit einem gewiifen J ißko verkünden, ist, wird niemand verkennen. 'm Gegensatz zu den 'Mrl Izafisnölen und geungen Einwanderungsmögli hkeiten fast aller .-uropaiichen Länder dielen > »ichrigc überseeische Btaoterf das Bild sch eüer Erholung, ja icilweiie. völliger llberwindu :g der' Wirtschaftskrise Bor ollem steht Süd »frika augenblicklich ln einer Periode der Ho< ikonjunkrur, wie ste das Land kaum jemals erlebt hat. Diele'Tatsache hangt mir der Ausgabe des" s ildstandards durch den Pfundblock zusammen, wi durch di« südafrikainiche Goldproüuktiair <info z« des gestiegenen Goldpreises) zu auherordenrli her Akrioitar angefiachelr wurde. Insbesondere der Baumarkt ist zur .Zeit ungemein lebhaft.,so dah gelernt« Handwerker in dielen Branchen leicht und zu verhalmismahig hohen Löhnt» lobeir,finden; aber auch in der übrigen Industrie wirkt fich der Auf» schwung des Landes stark aus Diese Tatsache ist für die jüdisch« Einwanderur g aus' Deutschland von um so gröherer Bedeurur g. als ja Südafrika für die in den Grenzen des I «urigen Reicher geborenen Juden oerhöltnirmäj ig leicht zugöngsich ist. d. h. es wird im allgemeine n mir «in Dorzeigegeld von mindesten» £ 100.-. bei der Landung verlangt. Tatsächlich ist auch in denletzien-Mönaien die Einwanderung m ch Südafrika sdie 'chon bis End« 1935 mind« rens AX» deutsche Juden ins Land gebracht hatte) sehr stark gewelen; doch bietet di« Immigration! er letzten- Zeit sehr arohe Schwierigkeiten der- 1 nierbringung.' weil -rag aller Warnungen «ine grohe Anzahl von ftaufleulen, für die im Lande. Jetarigüngsmöglichkeiten kaum vorhanden 8nd. n u eingewandrrt ist. Jnfolgedellen sind di«. Löhne für kaufmännisch« Angestellte stark gefallen, und >ie Aussichten, bald Arbeit zu finden, sind schlech. Dagegen ist für Handwerker, qualisizien« «rbeifer und Ingenieure n sich auch Ibi« Achtung eine» Gegner» t{. zwingt. Wir sollen Sinne kamer« jedem Kameraden tdschafllich entgegentr« f „ darf es bei uns. i >ei Front, nicht gebei ipme. Förderung nach;e Aufrichtigkeit und ». gewähren und sie gle können. Wer nur en seitig feit in Anspruch neh^u wenn vielleicht auch kechend zu kameradscha sein, ist kein Karn Kameradschaft kann sich an: auf «seittgkeit aufbau« lenunterschiede orauhen an >x siche Anteilno » mögen, äuherlt feit sollen wii zurückfordern , meradschaftlickski ohne seinen. Kräften entsp st ung bereit m besten «n. ttlas. enou wi« . Mensch. gestem Verl uverlässig. chermofeen Kai en will, schwachen tlicher Leirad. dem, Zeit eh, starker Kontrast zwischen dem lchchellen Wil-tschaftsausjchwung auf der einen i ite und de j noch fast unverändert fortbestehende i rigoroser Ciizwanderungsbeschränkungen aus de' anderen. Fast alle füdamerikanischen Lander är d zur Zeit vom Tiefpunkt der Krise schon weit enrerni; von Brasllien — dem aus natürlichen G ünden weitaus zukunftsreichsten Lande des jü »amerikanischen Kontinents — wird man ohne Ui «rtniüuns^ sagen können, dah di« Krise vollko nmen überwunden ist. Leider ist aber eine A »Nutzung her durch den Wirtschaftsaufschwung di ler Landes gegebenen Arbeitsmöglichkeiten für de m'che Juden zur Zeit nur in sehr beschränktem II nrange möglich, weil die strengen Einwanderc ngsoorschrmen nur einer kleinen Zahl von jüdi chen Einwanderern die Landung gestatten, — piaklijch gesprochen säst -nur denen, die entweder di üben nahe Verwandte (in Brasilien können auch F «und« die notwendigen Anforderungsschreiben ai sstellen) oder erhebliche Geldmittel besitzen. Es stht aber Zu hoffen, dah die sortlchreitende C panston dfr Wirtschaft zu einer Lockerung der C nwanderupgsbestimmungen. führen wird; ist dich insbesondere in Brasilien bereits ein ausgesprochener Arbeitermangel in manchen Zweigen justbär. iltotzdem ist in Brasilien augenblicklich, w e das ausgezeichnete Informations-Bulletin der H CEM. mitteilt. infolge der letzten politischen C eignisse sogar -die Ausstellung van Chamaden >4 nforderungsschreidenj für Einwanderer sehr er- - sck wen worben; doch handelt es sich hierbei jedenfalls nur um eine kurzfristige Mahnahme.) Im ganzen wirkt sich in den füdamerikanischen Lndern jetzt die Tatsache aus, dah diese früher fa t ausschließlich Agrarprodukt« exponierenden uid Jndustriewaren einführenden Länder gerade di rch die Wirtschaftskrise zur schnelleren Ind, strialisierüng gezwungen wurden; denn bei dem n edrigen Preisstand solcher Slandardprodukte. wie Kaffee. Weizen, Walle usw., reichten die Er- , lö e nicht z»r Bestreitung der üblichen Jndustrie- ' C nfuhrmenjgen aus. Durch diese Entwicklung, die di irch die Zöllpolirik der meisten Regierungen zielbi muht gefordert wird, werden zweifellos die wirtschaftlichen Aussichten für «ine so ,überu irgend städtische Einwanderung wie die der di urschen Juden auherardenliich vergröbert. Im einzelnen scheint es, als ob zu den bisher schon i> gröberem Mähe von der jüdischen Einwanderung berührten südamerikanischen Ländern L r g e n t i ä i e n . Brasilien und Chile .n iuerdings ^auch einige wenige fortgeschrittene, a »er ebenfalls aussichtsreiche Staaten, wie vor alem Columbien und Peru, treten aürden; sind doch in Columbien die Einwander ingsbedinghingen für di« in Deutschland geb »renen Juhen oerhältnismähig leicht zu erfüllen!i s wird nur ein Vorzeigegeld von 100 col. Dollar o »rlangr), und die bisher vorliegenden Berichte si id aus beDen Ländern überwiegend günstig. War dir Bereinigten Staaten betrifft, st ist in letzter Zeit die schon vorher nicht leichte Einwanderung eher noch mehr erschwert worden; jedenfalls zeigen sich die amerikanischen Konsulate b:i der Erteilung der Bisen zur Zeit auherotdentlih zurückhaltend. So aussichtsreich« und dünnb ivölkerte Länder wie Kanada, Australien und Neuseeland bleiben nach wie vor jüdijchen Emigranten aus Deutschland fast ausn ihmslos verschlossen. Sind «rlso im Augenblick -fei« Einwanderungsn öglichkeiten noch sehr beschränkt, so darfman, i, »besondere im Hinblick auf di« rasche Erholung d r grohen südameritanischen Länder, eine Besserung der Loge für eine nahe Zukunft e, hoffen. Unverändert bleiben freilich die aus der Berufsgliederung der deutschen Juden erwachsendi n auswanderungspolitischen Schwierigkeiten; d nn wahrend für Handwerker, gualifizierte Arbeiter und Landwirt« und nicht zulegt für weibliches Personal in Südafrika wie in dn meiste« füdamerikanischen Ländern sehr Herr ledigend« Aussichten vorhanden sind, ist di« IIilerbringnng von «aufleuten. selbst wenn sti ausreichende Sprachkennrnisi« haben, schwierig, u, ü die von Akademikern (Mit Ausnahme der Ingenieur« und Chemiker) ein noch viel hecklere», ja oft unlösbare» Problem. Di« sich hi rau, ergebenden Forderungen für dl« Beruf»« aü»bildung der jüdischen Jugend liegen auf der Händ. Da sind immer noch manche t rnd untch ihnen oielleickit auch Du) die da fra en: „Wa;s bietet uns dänn der Bund, was nitet er?" Diesen möch» ich so antworten: Z hr seht in unserem Bunde anscheinend nur noch lein« Vertretung nkich auhen. die Leitun,, die Lr ganisation, die Interessenwahrung sie iirfb zwar lebenswichtige, entscheidende l nd bedeätungsvolle Organe des-Ganzen: der Bund aber, das sind die vielen tausend« und aber tausende in «hm zusammengeschloss« ien Käme raden. von deren Gesinnung unt kameradschaftlicker Einsatzbereitschaft sein An ehen, seine Geltung, seine Auswirkungsmöglichl sit und so mit seine Leistung für den ein^lm n wie für die Gesamtheit abhängt. Die Organisation!», nur das Barjd. das die grohe Zal l der Kameraden Zusammenhalten sollen, da nit sie fle meinsam erreichen, was der Einzeli e nie wr möchte. Kurj gefaht: Auf jed^n von uns kommt es an. denn erst unfjrr aller Einstellung ut d Haltung bestimmt den Erfolg unserer Br ndesarbeit. Unsere Führung hat die bei der Gründung unseres Bundes eingeschlagme Ruztung trotz aller Wirrungen und Sttömunge i in den verflossenen 15 Jahren unoerände: t e i n g e - halten; das verdient Vertra >en. Diese Stetigkeit beweist, dah man in dir Leitung unseres Bundes nicht kurzsichtig unter dem Eindruck des- Augenblicks handelt,: das heihi aber nicht, dah man dort entschei »ende Veränderungen der Gesamtlage Übersicht und un berücksichtigt!läht. . Wir dürfein auch weiterhin die Eewihheit haben, dah unsere Bundesleitung nichts lfm wird, was der Achtung und den Belanacn des Bundes und seiner Mitgliedei abträglich sein könnte. Wie steht es aber mit Dir. Kan erad'? Biß Du immer tt annhaft und überzeug» nd für m seren Bund - ingetreten, oder war Dein« Rede nicht manchmal lau und hat schon I adurch lenserer Sache Abbruch getan? — Ta wir un seren Kamen iden in der Leitung ur seres Bi^n des lauterste» Wollen und einen bsseren Ein blick in die löeschehnisse und Möglichkeiten zu erkennen dü» fen, sollten wir auck nicht zo gern. Diszivi n zu wahren. Wir so! Iten immer erst dann uPeilen, wenn wir uns über all« Umstände uäd Zusammenhänge unterrichtet haben. Die Einführung des Fnhrungsgru idsatzes bei unserem Bunde bedeutete ja nich etwa 4in autokratisches „Regieren" von Berli r aus. vidi mehr bestand von Anfang an e tgste Füb lungnahme ünd Zusammenarbeit; vischen Ver Leitung und> den Verbänden im Rüche. Diese sichert schnellste und zuverlässigste Unterricb tung über die Lage in den einzr nen Bezjr len und verhindert Mahnahmen r om grünen Tische aus. Dede Anregung, auch jede fach sich« Kritik ist erwünscht und wir bitten auch um Dein« Mitarbeit. Kamerad! Anerkennen wir aber auch die schwierige, von Enttäuschungen und Undank i«wih nicht freie Arbeit, die von jenen Mäm ern m der Leitung unseres Bundes nit so vie Ier Hingabe und so viel Jdealis nus ehren amtlich geleistet wird! Wir wollet überhaupt alle kleinlichen Gesichtspunkte fallen lassen, denn sie sind unlär nicht würdig und rperden dcdi Ernst dieser Tage nicht gerecht. Wir mdssen uns zu einem dvillen rwd einer Tat finden at di: Bedenke, Kamerad, die I u g« zu uns Frontkämpfern w-artet van uns zugleich Vor Wegweisung. Hier gilt es. Gesinnung ju bewäh r en! Uns soll aus der barten Schule, durch hen muh, den einen Gewinn d< Das Erlebnis der Kameradschaft, .ihr unsere Frontkameradschaft v dann wird sie die für alle Länder gültige Erkenntnis unseres Lebens Rur Gemeinsinn und eine von ihn Lebensauffassung können eine ( über starke Erschütterungen hinweg erhalten. Neben der kameradschaftlichen E« wird als deren sinngemähe Ausr i Kameradschaft der Tat von um Hier gibt es einen arohen SpielraU: beweisen, was wir so selbstverstän; Front geübt haben. Die Zugehörigkeit »um Bund« nügt allerdings da nicht: man m» Kameraden in Fühlung kommen Selbst wenn man „immer verreif^" schäftlich stark in Anspruch genom man sich di« Zeit" absparen, um einig« der kameradschaftlichen Ben »der Stammtischabende zu besuö t setz« sich dann aber nicht rmmer »i Bekannten, sondern suche neue Mi ren Interessen und Schicksale kem Wir dürfen bei solchen Gelege; nicht darauf warten, dah uns e ten" wird: wir selbst müssen radschaftlich bieten, dann werden d blick, k: sie er i l d und verlangte re Jugend die sie ge vonftagen; Wenn wir o rleben. und Zeiten beherzigen: getragene Gemeinschaft am Leben befriedigt nach Hause geben »nd der Veranstaltung ist erreicht. Da« and««« Worten: sinnung irkung di« gesordert. da» zu an der i im, blich >b ii nl allein ge mit den;d bleiben. und ge- Ist, kann wenigsten, nstaltünaen »n. Man denselben mschen. deenzulernen. iten auch » ,^geboirn» kamewft nie um der Zweck heim mst n k< ti ai £