Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 8 (21.2.1936)
- Date
- 1936-02-21
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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/ Nr. 8 , 1936 bleibt jedoch schon darum hinter der Wirklichkeit zurück, weil weder di« seit 1914 bereitgefallenen Kriegsfreiwilligen noch diejenigen berücksichtigt sind, die! sich am Stichtag gerade retten al« Verwundete oder Kranke in Laza- oder bei . Ersatztruppeßkerien befanden ist diese Zabl sich nur zu crei jener Zudenjüvischen Gcirem zu: niedrig Sine Zuverlässige Grundlage überhaupt nicht, inan braück inneprs daß sich auch die zäblune. ermittelte Ziffer d sallenesi einwandfrei als bei erwicftn bar. Einen besseren Libcrblick ühcr den jüdischen 'Anteil an den Kriegsfreiwilligen de«, Front», beer««' gibt ein Blick aus die, berühmt gewordenen Langemarck-Regiipenrer. E« waren >ene Reierveretzimenrer mit den „hohen Kausnummern" von R Z -R. angefangen. die zum großen Feil ay* Kriegsfreiwilligen, namentlich der berliner Garde» -regimenter, bestanden und i,.: Kerbst 1914 in Flandern ibre Feuertaufe cmnsingen. Zn jenen Leihen, die mir dem Denrick landlied Äuf den Lippen Dirmuidcn und Lan nmarck stürmten und ^um unvergänglichen eispiel einer von Kerossmus erfüllten Zligend» geworden sind, befanden sub za bl reiche jüdisch, e Krieg« freiwillige. Der ..Schild" vom 12. s^oveiiiber 1934 «13. Zamrgarrg Nr. 421 bat atzt einer Ehrentafel der nsir in der Bpern- Schlachk vom 'l>. Oktober t>4? 24. Ikovember 1914 bei der 4. Armee gelallcnen jüdischen Kämpfer allein ISO Namen bcrössenrlichr, die auf Gnu" des GefaUcnen-zpedenkbüches " s RjFufcsrgcstcllz und. jv'.röfior der Blutanteil! an den Krtegskreiwillt gen» Regimentern ranätl liri' war. ergeben die oenigen Feststellungen. die ßch nach zwei ^abrzeknren noch iieuer ließen. Kennzeichnend iir. daß beisp:---' weise be> i n . r c i^, z -. e ii K o n p : g n i e .de»?!es.-Znf.-Rtg:. 2*13 acht jüdische Kriegsfreiwillige. die;>« den . Slikabertera" eing- treten> waren, die Fland.-rnkäi-pfe ntttmachten. zu gegen auvi> die veiden jüich.üen Kriegsfreiwilllgin die'' r ^KdinpagtH». der 16xäbrigc 'Natbänkonn und e.r 17:.rbnr-.' Waller Sa», gebörwn. 2n d»k-u-, *,upt jüdischen Kriegsfreiw-ili, e:n:r K>-.-.:raan;e firfe vier innrrbalb der -rü-n g-t z?!?r.-;e des Krieges gefallen.. Ähnliche F-frskefliwoen und überall bei ’tm >^ug?sre!'i':lligen-Re-'.rmsrrrern zu machen, de re»;!o tkad.:n:ppe»t.'i>e 'üb aus einer Gegend t.iit t’t.jiuiu iud'.'L.'N. Beo-lketiingsanteil rekrutieren i'.liic B.-rl'-ie». d barakterimsch und Prcffr- >u -d'.if,e!>. >!-on,ch sich bei den jüdischen cmdenk '> Berl-induiigen -es K id die gesamte Aktivij? - krieg-rreiwillig gemeldet bat. überdies such zsiltlrcich-7 Alte .Zerren. Nickt anders galt >"> al«; Ehrenpflicht bei jüdischen Akademikern und.?!icht-»2lkademikern allgemein. Auel O >'t; r r u ß e n liegen folgende Ziffern vor: B n tor ackamren jüdischen Bevölkerung d -r Pti -inz r' ' «»27 Seelen) waren insgesamt l----4 also ea. lö v. V>., eingezogcn: unter ihnen sich 1412, alto ca. 7h v. K.. Frontkämpfer. K r r c g s s r c i >v i I l i g e ivaren in Koijir derg 25! ' o. ch.:. in Allem'tcin 21 I' -.->.*»» -2luch "er Sänger Ostpreußen?, W a l j. r Ve . in a n n . .r-ar gl« KriegsfreiiviUii 'b;,inc.is.'.czo.',en, er. denen .Ostpreußischer L,'.i.'sturm- und andere Kriegsgedichre aus ver k' ''' erik - 'n Kintcrlanensckaft der Front nickt .. ">'e,i iii'd -^r der die prophetischen 2!enr f .Uk ..Wer immer Von Euch fällt Der fällt gewiß für mich . find ich io!l übrig bleiben. Warum denn ich?" '21m Januar 1915 zablte der kriegsfrerwillige jüdilcht Dichter Walter Kevuiann bei Soissons inil seinem Blute.ilnb Kriegsfreiwilliger ivar auch George '21. Goldschlag. unser beiingegangener Dicbrcrkamcrad: ..Wir schliefen nicht. Der Tod ging um Die letzte Nacht im Graben. Und drüben liegen blutig stumm. Die ihn getroffen haben. Brennzünder gehn am Horizont* K4hl weht der Morgenschauer.' Uad unruhvoller grollt die Front — Ein Raubtier auf der Lauer . . " Kriegsfreiwilliger war Richard Rojcn - burg,. der am 4. Dezember 1914 riet, und in dessen j Kriegsauszeichnungen man folgende Satz« fand: war eine böse Zettl Die Zeit eines grausamen Kampfevoll Niedrigkeit und Gier. Wir kannten nur den eigenen Vorteil und hetzten nach Gewinp. Aber unsere Seele war tot. denn sie batte nichts, für dasie leben Tonnte. Za. wir standen fest mit bbiden Füßen auf der Erde, zu fest! Wir klebten am Boden und warekt stolz darauf und freuten ununserer Zslu^heit, und wir lachten der wenigen, deren Sinn sich zu den Wolken schwang? Gwar eine Zeit de- Grübeln- und Zweifeln-, denn wir grübelten über viele Dinge, aber wir konnten sie nicht erforschen. Diese- Zeit war ohne Ehrfurcht. Wir beugten unnicht vor dem tlnverstandenen, wir lachten über es. So gingen »vir in der Zrrc und waren große Zweifler. Zweifelten*an Gott und der Menschbeit. Zweifelten an knserer eigenen Kraft. Da kam der-Krieg! Kam furchtbar wie der Geirzitterfturm und regte hinweg alle-, was schkechi und klein an unwar. And er machte un- "stark und aroß. Schmiedete uns zu Männern. Zetzt füllten wir. wawir vorher .nicht zu crgrübeln vermochten. Fühlten'- im Äerzen. was wir vorher verlachten. Aber jetzt spotteten wir nicht mehr, da wir sahen, wie stark es in uns war. Wir glaubten wieder. Vcrderbcnschivanger bängt die Gewitterwolke über unscrein Daupte. Aber wir zagen nicht. Mag den Nebenmann der Blitzstrahs zerschmettern, njcht vergebens. Zch fübl den Odem einer neuen Zeit. Anser Blut düngt.den Söhnen den 21odcn. Stärker und reiner werden wir aus diesem Krieg kcbrcn. Srärker und rciner wird aus ibm das* kommende Geu.--locbt wachsen." ‘ Wcr selbst zur jüdischen Zugcnd von 1914 gehört bar. wird bcstätigcn, daß drren geistig- >7 üiickc Siruarion kick nicke klartt und schärfer ersaiien, daß dcrcn inneres Erlebnis bei Krieg-- airsbruck sich nickt wabrbaftiger und erkenntniskiarer bekennen ließ, als cs indiesen 2lufzeickit.'ngcn geschehen. * . ' Über b i c D0»chk hinaus" 2üie damals io Ncbk beule da« Wort als kategorischer Zmperariv über unserem jüdischen Weg. Gefviß. di« DörauSsetzungen waren damals grundlegend andere tind auch das Ziel, das unserem Wollen winkle. Aber die sittliche Forderung ist die gleiche geblieben. Sie scheint mir der Linienführung jüdischer Geschichte immer wieher verknüpft, durch jüdisches Schicksal immer wieder als Alarmruf entfacht zu toerden. dtr atis dem „Gewittnsturm" uns anrufr. Zackte Voraussetzungen sind andere; aber der Gei st der jüdischen §tticgsfreiwilltgen von 1914 will durch die jüdische Zugend dieser Zahre von neuem gelebt und bewährt sein. Wie damals der Krieg kam und unsere Zugend zum Glauben, zu Opfer, Stärke und Reinheit aufrief. wie sie damals zum Einsatz drängte .über die Pflicht hinaus" —: so scheint uns der i i e f st e Sinn der ungeheuren Wende jüdischen Schicksale teil 1933 wiederum in der Mahnung sichtbar zu werden, daß Einsatz über die Dflicht hinuus von uns Juden gefordett wird. Kein jüdischer Mensch kann heute sein Gewiffen damit beruhigen, daß er seinen Verpflichtungen der Gemeinschaft gegenüber nachgekommen sei. Bloß« Pflichterfüllung allein genügt beute nicht mehr! über die Pflicht hinaus gilt e« zu ringen, zu öpfern. zu -leisten für und um unsere Gemeinschaft! Freiwilligkeit, freier Wille zur Gemeinschaft und ihrem Bestand, zu höchster Energie gespannt, begeistett. gläubig, nickt verzagend, auch wenn .verderbenschwanger die Gewitterwolke über unserem Haupte hängt" -- das ist hie historische Mahnung, deren Befehl wir beim Gedenken an unsere Kriegsfreiwilligen spüren. Wenn die jüdische Zugend von bcute den ^Odem einer neuen Zeit" im 2lusbruch elementarer Entladungen zu fühlen, zu erahnen vermag, dann wird sie stärker und* reiner aualler Erschütterung und Prüfung hervorgehen. Dann, in der?at, war das Blutopfer der Kriegsfreiwilligen von 1914 kein vergebliches Vorbild! ttif* im Preffß'fttio Der Bericht über die Sitzung und* die Vrrtrauenskundgebung der Landesverbandsvor- Ntzenden des RjF. bei der.Bundceleikung am 9 Februar 1936 in Bcklin (vergl. vorige 2Üummcr des .Schild") bat im jüdischen'Leben die Beachmng gesunden, die zu erwattcn war. E« ist völlige Klarbeik dcrrühcr geschaffen wordeit. daß irgend eine Neuordnung im jüdischen Organisationswesen nicht: denkbar ist. ohne daß der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, der im jüdischen Raum eine Der großen Strömungen der Gcgenwan repräsentiert, dabei.ein maßgebliches Work mir zur eben Kälte Itzd bei der Gestaltung der Dinge,- wo immer - im jüdischen Leben sei, m l! z u w i r k e n b r r u s« n wäre. * Auch ün der jüdischen Preise, soweit sie sich nicht auf einfach« Kennmisnahme von der Sitzung des 9. Februar und ihres Ergebnisies beschränkt, gelangt die Bewcttung des Reichsdtzndes jüdischer Frontsoldaten züm Ausdruck. Das Gemeindeblatt der Jüdische» Gemeind«;tt Berlin, das Organ also der' bei weitem c.ioptcn und dementsprechend maßgebenden Geitcinde Deutschlands,.beschränkt sich.nicht qllein auf die Wiedergabe de« Berichte«, sondern widmet in der Ausgabe vom 16. Februar 1936 Sem RjF. einen- Leitartikel unter der ‘ Überschrift .D i e jüdische -Frontgenerationspricht".; Zu der Forderung des Bundrsvottitzenden nach einem maßgeblichen' Anteil an der Führung des Zudenmm« in Deutschland - für den RjF. wird gesagt: .Gegen dieses Verlange« an sich wird wohl von keiner Seite ei« Bedenke» erhoben werde». - Die Männer der Fromgeaeratio». di« Menschen, di« in entscheidender Sttmd« ihre Person für di« Gemeinschaft eingesetzt haben, dürfe» mit Recht Gehör verlange», wen» Weg tutb Ziel der jüdische« Gemeinschaft bestimmt werden.** Der Aussatz fährt dann fort: -Ir. Löweustein brauchte nicht zu betonen, daß. dft Reichsbuud jüdischer Frontsoldaten zu keiner Zeit Sondervorteil« für sich beansprucht hat. Aensihen, die im Dienst.für di« Gemeinschaft ihre Drägung gesunden haben, oerslehen, daß ihr Leben der Allgemeinheit gehören muß und daß ihre Arbeit ihrem Dienst« gilt. Deshalb muß eine Organisation wie die des Reichsbundes jüdischer verontsoldoten ihrer Natur nach auf Überbrückung d^r Gegensätze, auf di« Stärkung de- Gemeinschaftsgefühls gerichtet sein. Wir können im jüdischen Leben eine Erstarrung der Fronten nicht vertragen. wir vermögen eine Entwicklung nicht zu begrüßen, di« die Grenzziehung zwischen den Organisationen verdeutlicht. Was wir brauchen, ist die echt« Gemeinschast, di« zwar in sich Differenzierungen ausweisen mag, aber doch das Gemeinsame betont. Den Weg zu diesem Gemeinsamen scheinen uns die Beratungen am vergangenen Sonntag zu weisen. Indem der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten eine positive Beteiligung an der Führung der jüdischen Gemeinschast fordert, stellt er sich erneut, wie seit seiner Begründung im Jahr« ISIS, in den Dienst dieser Gemeinschaft, vermag der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten auch Persönlichkeiten zu entsenden, di« im Geiste des Gemeinsamen und im Sinn« der Gemeinschaft wirken, dann wird ihr Anteil an der Gestaltung des jüdischen Geschicke« gewiß der hervorragenden Bedeutung des R,F entsprechen" * Da« .Israelitisch« Familieublatt", welche« in der vergangenen Woche gleichfalls Sitzungsbericht und Verttauenskundgebung veröffentlicht hatte, übergibt in seiner neuen Nummer der jüdischen Öffentlichkeit eine ausführliche Würdigung des RjF. tmd seiner Arbeit: Das Bestreben, der Leistung und Lmltung unseres Bundes, der eben doch ein realer Faktor in der jüdischen Wirklichkeit ist. gerecht zu werden, darf durchaus angemerkt werden, auch wenn das Wesen und die Eigengesetzlichkeit der Frontsoldatenbewcgung noch nicht voll erfaßt scheint. Unter .Neuttalisierung" bzw. Neuttalität verstehen wir sicherlich etwas anderes als die .Neuttalität" des Familienblattes. .Zweifellos steht (so stellt der Anfsatz fest), schon rein zahlenmäßig, der RjF. »ft sei«« Mftgliederbestand »nd durch de» Umfang seiner Grnppenardeit in der vordersten Reihe-der zentrale» Organisatione« der Jude» Dentschlands." Di« Bundesarbeit wird so charafterisiert: .Di« Tätigkeit des Reichsbundes ttägt einen doppelten Charafter. Sie umfaßt ebenso dir Wahrung der besonderen Belang« der Zuden, die während des Völkerringens als Kriegsteilnehmer in deutschen Leeren gekämpft haben (richtiger: als Fronckämpfer. D. Schild), wie da« ständige Bemühen, in die Lerzen des vom RjF.-Gedanken erfaßten Teils unserer Zugend die Traditionen zu pflanzen, in deren Zeichen er. der Reichsbund, nach dem Krieg« entstand. Beide- Ziele — das Organisatorische im engeren Sinne des Wottes und jenes zweite, das hier {in KelterstanlllMi, für General Mimst, Mcidoirne Februar (ITA.) Im Frühjalj soll in Melbourne ein Reiterstandbild dt; rerstorbenen Obetbefchl»h«der» des au'-tratz, scheu Armeekorps im Weltkrieg. General I-tz« Mo»,sh. aufzeste:» »erden. " Die Mittel für das Denkmal sind durch n*t in ganz Australien durchaeführte Sammluch aufgebracht worden. Für die Ausführung dL Denkmals wurde ein Preisausschreiben anstaltet. das der hervorragend« Bildbru« W. L B o w l e s gewann. Für das Denlmch wurde ein Platz in der Nähe der australj, lischen Ehrenhalle bereit gestellt. Der jüdisch« General Sir Föhn M,n,st gilt al» der a»str«l.sche Rationalhe d des Mestkrjeze» »nd einer der tzttvorraaendsten Heek, führet der britischen StreitlrSfte im Kriej. In seinen Erinnerungen aus den Kriegsjahrei, nennt ihn der frühere Ministerpräsident Lloäd Eeorge den fähigsten Soldaten der eni, lischen Arme« und erklätt, daß Sir Iom, Monash wahrscheinlich Oberkommandant dsr gesamten englischen Stteitkräft« gewordtt, wäre, wenn der Krieg weiter gedauert hälie In der letzten groben Offensive des West, krieges spielte die „Pankee-Divtsion" unterdes Kommando von General Monash eine eit scheidende Rolle Die jüdischen Bürger von Reu-Südwal; haben dem Generalgouverneur oji, Australien. Sir Isaac Iiaacs, an!ä>il«i> der Beendigung seiner Amtsperiode ei^c Adresse überreicht, in der dem Generalgouv» neur nach Versicherung unwandelbarer Treie zum Thron der Dank für seine unabläsiigen Bemühungen, das Prestige Australiens in Nr Gemeinschaft der Nationen des britischen Bei ches zu erhöhen, ausgesprochen wird.; Lir Isaac Isaacs bestätigte den Empt .^g dieser Adresse mit folgendem Schreiben: „Ich nehme Ihre Adresse in dem Geiil« entgegen, in dem sie dargebracht wird, nämlich in Anerkennung und dankbarer Würlü gung der Tatsache, daß in Australien ebou|o wie überall in der britischen Völkergemei, schaft religiöse Ueberzcugungen kein Grund sind für Unterscheidungen welcher Art immtr in Bezug auf die Pflichten und Rechte der Bürgerschaft oder auf den Zugang zu öffentlichen Drensten." Der Flottenstützpunkt Haifa Im Rohmen de» Ausbau» Palästinas als britischer Stützpunkt spielt di« Befestigung des Hasen» von Hatza eine besondere Rolle. Hierzu td" .Popolo lj'Jtalia" folgende Einzelheiten mit (zlt. nach Mil. Dochbl. Rr. 27): Vom Abhange de» Rarmelberges aus wird ein Wellenbrecher gebaut, der sich von der Rüst« quer durch die Bucht erstrecke» soll. Ein zweiter Damm wird den für die Rrleg»- schssfe bestimmten Raum abschließen. Sämtlich« Rai» sollen außerdem so oergrößett werden, datz auch stärkere Rriegsschlsfe anlegen können. — Besonders interessant erscheint ober ein Plan, der einen Ronaldurchstich von Haifa aus längs der Jordansenke, zum Toten Meer bis nach Akaoa am Roten Meer oorsteht. als pädagogischebezeichnet sei — haben west über die Kreise des RjF. hinaus gesamtjüdische Bedeutung und beanspruchen sorgsame Beachtung aller Teile des deutschen Zudentums." Weiter heißt es: „Wenn mit einem Wotte die Summe aus den hier nur in Grundriffen skizzietten tatsächlichen Leistungen des Rcichsbundejüdischer Frontsoldaten gezogen werden soll, so kann (welche Einwänd« gegen seine Z d e o l o g i e immer erhoben werden tind vielleicht naheliegen mögen) dieses Wort nur heißen: R e s p e k t." Der Aufsatz streift dann das Thema RjF. - Zionismus und wirft die Frage der „Neuttalität" auf: „Die Frage nach der .Neuttalität' regen wir ohne Lintergedanken über di« jüdischpolittsche Gesinnung des Reichsbund«-, sondem vielmehr gerade deshalb an, weil wir diese Grsinnung respektieren. Denn diese Äesinnung - die Kochhaltung kameradschaftlichenVerbundenheitsgefirhls, die Wertschätzung der Gemeinschast, di« innere Disziplin, die eigensüchttg« Regungen (das, wa« der Soldat des Groß« Krieges „den inneren Schweinehund" nannte) nicht hochkommen läßt, sondern dem Nächsten Hilst —ist all das nicht ein Aktivum, mit dem gleichermaßen Juden aller Richtungen und jüdischen Ziele an ihre Arbeit gehen könnten?" (Sperrungen lt. Original.) *. Nach diesen Zitaten mag ein weniger aktuelles, doch zeitlos gülttge« aus Goethes ^vahlverwandtschasten" den Abschluß bilden: „Rur. ttzlde« «an sich über das Bekannte völlig versÄndigt Hai. taa» «a» «lteimnrder zm» ll»b«ka»nten fortschrefte»." Ä«ZTEKONGRE88 In Palästina 21. bl» 24. April 1936 Einziges ■ offizielles W Reisebüro PALESTINE EXPRESS Co. fRIEDRICHSTR. IOO «ttrekt mt Behahot PtMridiMT. . TiMon A « Merkv am Besonders > ermäßigte ■ Preise Äußndtm, Ls vants-Mmssa In Tal Aviv Passach In Jarusalsm Qssallschaltsrslssn nach U.9.A