Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 6 (7.2.1936)
- Date
- 1936-02-07
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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rr. i«ftaltirn: die noch nicht vorhandene Distanz ünkllim. künstlerisch in? Unendliche erweitern, ilfo «as (Geschehen ins Zeilloe entrücken, zum -nmblol erheben. Dar versuchte Mar sam - er ix der kleinen Er, äblung „D er Gast", in >er ülcrfMupf leint 3ulxn äußreren. Äm fei icr Jnfel. unter deren Bauern einik ein »^chittirüchiper iich ansiedelle. werden die Nachlom nen chieies «inst gleichberechtigt Aufgenom nenen als fremde, au? Fernen Kommende. iach fernem Sehnsüchtige empfunden. >-ie >ür'«!s entweder nur noch aut verengtem Le aensraum bleiben oder müssen weiter wandern, ^ie wandern. Jeder Jude wird dar Gleichnis som Ewigen' Luders, vom heutigen Juden iüb en. Aktuelle Substanz ikt aus unaktuellem Steffi entwickelt, in leiden'chafrloien sachlich' llaren Sätzen. zwi'chen denen viel Unaurge ckrochtnes webt. In den letzten Zvoeben erk da: nach langer feit wieder ein Berliner jüdischer Schrnkjtelier üdilche Gegenwart wirklich als jüdilch« telegen vark. ja als Rukunft ne'childert, noch dam. im siegematz zu allen bisher genannten Werken, nnerhalb einer im isirundton heileren, ja Nel, enwejie bumosisti-chen Rsmans. Riidoli Jrank er-äbll ,'n „Ab nen und Enkel" )on einer türuove jüdischer Menschen, die von k^ingän nach Birma auswandert und dort glückbotl Hede':. Sie tragen mutig und tüchtig ihr Zchicklal. tragen es in den fernen Dstliun gel. aus manchen wunderejollen tsieiäiichten, die lee ri-ai: an Freitag Abenden von ihren Ahnen erzählen. wiiiend. daßhie nurdas schick lal ihrer eben'o lebenslavferen Boriabren .weitertregen. und dass ffe vie.es schone aus Landschaft. o" esisii-üte u^d ilutrt. das ne in Deutschland liebten wie diese Boriabren. »n» 'Pi tragen. . Heiter in auch der Grunpton iln Borkraa eines lehr ernsten Buches, das freilich ^nickt unter 'gegenwärtiges Schick'al -piegelt. in Soma M o r'g e n st e,r n s: ..Der 3obn des ver j r. rii t n 3 o h n e »". Aber es gestaltet mit viel stsicusisten und Jüdentumrkenntnis aind «benkci rf<i! Darsteliungskunir ein Motiv, das beute!und immer aktuell in: den .lulammen oral! lusif.hen tor,-.treuem, traditionellem lau^ deutlich mit der Großstadt Akstmilatton. inj Trei'ß::.eines vornehmen, ottbodoren -sirr'n grundäentzerr ckus dem Csten mit dem ^Sobn eines abtrünnigen Bruders in Wien. Dien r Äe.t'd wendet nun den TLeg nach Often -»u., T’.ui. den emn der Ba'er nach Westen gina. Dies :Bucki uberraat an kirnitleriichem Wert -d-e ech.rb!r-.>- P.-.-dultio-a, der letzten Jabre. Bon ji.mt'ier indischer Dramatik deal scher .dünge in wenig an den Tag gekommen. v.'ieirrti» di. Bubnenittorten der Kulturbünde weil r-r-n dramakiichcn M«'"ias oifen-tekien. Die Bed'ukiuta einiger in Westdeukichland autgetubrkcx neueren Sl-.cke, die jüdisch bistor-ichc Droild behandeln.- .in recht anfechtbar, au.d wem,!ie. He Wols« ohn in ,»Jo ' epb den Aisattbias". bas Thema, hier die Le benc-ae'chi-l'ie des jüdi'chen Ke'chickr-ichreibcrs Flapius Jo-'eobus. aus Mentalität und Sprock we-'e der -»eaemva« zu formen suchen. En. wahne'-swcrt in der Versuch Alfred Auerb a ch s. in' ..B ü h n e n f v i« I c n für j ü d i -- i ch e Fi >- x N n n d e n" da- Laien>pi«! zu bleben und >». erneuern durch Derwentung der neck"!:! von 'Horkriel und Lürechchar. Eine Schau größten Ausmaßes, Schaustück wlr dichterilche .'Biäon. in Franz Werre Is korben als Buch erscheinendes, an das initial' slKrfi.i:- :e!i!r’ie: anknuof er.d-e Bibel r-iR „t er r V c r h o i ß u n g" da» i er-. ibardt in New Pork zur Auf Tut,:.!-: . tv;i ::;r! wilrd. Jüdiichr» Scsickfglbrin't h;e/ ür.*c: : ncj und Cbr. in T''e"'ta.t einer .. c:\ ’> •? Israels tn einer üeit.o en ki Tick Gemeinde mi: ihre it' :~cr iu;.i :eh 2nucu rv:! f.ürimelt 'icki.i der ,5rnat.t-jr. r.J des Dvrnchs darren, der Mer fr; Täncki.-I entscheidet. Der Rabl.! le.::: r.. t: »er aer.a zu ,«>en.Und der eite 'Xi? :. ll fr i’ii'ien für den' neuen JI-C e - ri de ainnt." D'« Vsrleiunq geh: ..L: rriS- Spiel der Gestalten au» der Bit-e. .. r-' ::' den Er-v'ttern über Moke. die Me-i -'..'l Ui :ö Propheten, bis zur Zerstörnn-: Jekisi uTf i'ls* d.-ch -o. daß immer da» Snna iU'-i.C" :rf J i'.i Sr-iel mit dem Dibeloolk ist durch h r' .Ki-agerr. iwei'ei und Jubel. v! ls deir Sprach der Auökreidiing verkündet wird. •M:c riia: -ich du nusziekiende Gemeinde mir dem ,;u i der blrliichen »'eitalten. um der End eli: rnuaegennurandern. Ai:r fun^ über einander nc.aae.nen Buhnen gebt das Dviel >.>sr ’i.li lodi'i dar Nacheinander und Beben einander .oeiecn i>lekch<hens -.um 'D'Ntinauder wird, 't.. ll'ucl'ianoee auch die biblischen 'Bor gange mi: dem -eitlich -eirlo.fen 3cbi<tral der 'Semeikche. E-i: aro--es 'Wagnis scheint h:e>. geglüht, zumal 'Wer'el in Demut und Ein faLbeir sieb an das Buchder Buck-er wagte und .,..s Wort der Lchriik nicht nur in der hjnLentPN.Byr.elung des Rabbi, sondern oft auch ich Munde der Bibel'iguren be'ieben läßt, sicherlich in Wier-'els Werk unter dem Eindruck der Ercmnssse un'erer Zeit entnan dcn. ' und er zeigt in dichterischer leonn, wie ^ieiiisches ins Beillote erhöbt werden kann, um als kros'.endes, -utunftioeilendes Dnmbol z-a! .' L-ierinlk lind die itiebiete jonglier jüdischer Dichtung deutscher Sprache durchschritten.. durchSllgdrri die -eitgenössj'chen Welke von' der ewigen Wanderung. Manchem mag es ichmerLM sein, das; gerade dies Thema zum Hauptmolia der gegenwärtigen jüdis<chen Diä>- jung kourde. Aber es wäre ein iereoel nicht nur an den Dichtern, sondern ebenso an den Leiern, das Ergebnis dieier Ri.ck'chau ver fälschen zu wallen: Das leidvolle Wandernmüfien ' das Eewandellwerben. die erst« Un Ileligieit. von lNon verhängt als ewiges Leid und ewige ^ukunfisqaranüe. irt als 3nmbo! wie als Tatsache die «üeslalt, in der das Cchickfal un'erer Tage viel-äliig zur sänchlerifchen cheitallung ward. — künftigen Generationen sicherlich «in .erschütterndes Dokument kür das. wa, un» am tiefsten erschüttert hat. Aus Jüdischer Gegenwart ZlonlfiM« Oeiegiettentog Delegiertentagung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland: Die 2ö. seit Bestehen dieser Organislaiion. Und die erste seit vier Jahren — vier ereignisschwangeren Jahren. Eich -Vorgang im jüdischen Leben, der BeobachMng und. Beachtung, auch anderer Kruppen rcchrsettigt. Nicht nur angesichts der Situation in Deutschland, sondern mindestens so sehr Unter dem Aspekt der KcschehNisle ln und rund um Palästina, dar ja — auch diese Tagung bestätigt es — naturgemafz der Brennpunkt aller zionistischen Gedankcngänge in. Das Kernproh,lem, das im Verlauf der Tagung meist von anderem übcrichattcr. von Dr. Lubiiisst ober einmal ganz klar und präzis herausgcstellk wurde, ist die Sorge um die Unterbringung der Taufende junger Etüden aus Deutschland, die nach enotgtcr. Ausbildung aur den Einlah nach Palästina barrcn. Man wird an dieser Stelle keinen Tagungsbcrichl erwarten. Aber es bleibt uns einiges zu bemerken, unter den unmittelbaren Eindrücken aus dem Sitzungssaal in Berlin, auch wenn unsere Pcrspek, twe zu jüdischer. Kr schichte und jüdischem Lchick'ol -wangsläu-ig eine andere als die -zionistische stk. weil unsere Schau nicht.vom Blickpunkt eines politisch empfundenen Judentum» äusgedk. Ader auch innerhalb dieser zionistischrn Kruppe, wie sie durcb die Z.V.f.D.' umgrenzt zpird. sind ja. wie sich b.'käkigt, die "Blickpunkte'nicht bei allen übereinstimmend, und die K.sichlsscISer überschnciden sich. Es fiel von einem Redner dos. kluge und ostene Wort: Würde män 10 Menschen in einem Raume ein'chlicßcn. um sich über där Wesen , ihres IliS-.-niums zu einigen, er würden zehn ocrWedcne Aus'afi'ungcn dabei herauskowmen.. Der dies sprach, war der Wortführer der Srchodo.ven- Rfchkpng im Zionismus, des Mis'rachi, und der' Schiuh, dcn .er zog. war dies, daß eben die Thora ^nd das-verbindtichc religiöse Schristruw die Keietzlichkeit des Judenmms eindeung and bleibend sestgelegt hänen.- Man darf binzü'ügen. daß 1? bei der Tagurw nichl ohne scharr hervorkxetende Kegeniäge gerade.mit dieser 'Richtung ädging, daß aber in einer für die psnchologische Dituakion gerade in-Deukichland kennzeichnenden Wci'e sür alle bersnt^ uikd positiv religiösen Akzente ein deutliches Echo zu spüren war. Allerdings auch die Blu't. ■€:; zu kiberbrücken. wurde ichließlich ein B.-ichluß geiaßt. der eine Revision der organnaiorischen- Skellung des.Misrach:s ivnerhalb des. Kesamtgc'üger zum Ziel. Kat. Wenn in der Tal innere.Spannungen laus die wir nur kurz hindeuien,-. wBl wir weder Einnliilchungrzwecke noch Ver-'chärsimgsahsichlen venol- E»! deutlich bemerkbar wurden, so widerlegt dieser Züsiand am b'esien die Rnrik. die sich der gedrkickie B.r:ciu 'ür den Delegienemag am. 'Reichsbund jüd-fcher ilranr-oldaten und "an seinem »Führer prmzip" gesialiek. Kerade 'diestr. Satz mag als charatier-.'kisch >ür die gewollte öderungewollte, aber jed.'n-at!s bedauerliche Verständnislosigkeit,, die immer noch als Velasiung der. jüdisches Simalion sogar auch in manchen .suhrenden ziönistischen Köpfen unterem Frontsoldatenbund gegenüber herumi'pukt, hier wörtlich zilien 'werden: »Durch Übernahme de; 'Führcrprin'zips tn -die eigene Organisation versuchte der RsF. sich den Veränderungen in der deutschen O-si-atlichkeit anzupäsien und als gleichartig zu erscheinen." - Wenn uniere Kameraden dies leien, werden sie üb:r diese eigentümliche.Auslegung der autoritären Lriiunq unseres Bundes .einigermaßen destcmSct überrascht sein. Das Prinzip, nach welchem un'er Bund heute ge'ührt wird, ist jedem alten Soldaten. wohl vertraut: es gründet sich au' ein in!an.r-n Fahren geschas-ener.P c r! r a ü« n und vcrdürgi in schwieriger und harter - Zeit, diejenige Disziplin und Einsag'ähigkcit des Blindes, die inan in unierem Kreist' eiowch iür eine Selbsioerliändlichkeit und darüber hinaus siir eine jüdische Notwendigkeit hält, wie sie dem Büdcmum cigentlsth inseiner Gesamtheit oorschwcden mühte. Vielleicht waren die Beobachtungen und Erfahrungen bei dieser» Deleaiertentag ein praktisch« Unterweisung für die zionistische Führung, wie wertvoll und zeitgemäß eine autoritäre Leitung wäre, wenn man — sie gleichkall, hätte. Tatsächlich zeigt di« einstimmig! angenommene neue Satzung der ZV.'.D. Ansätze zur Stärkung ihrer zenttalen stellen. So ist. künftig der Geschästsführende Ausschuß mit Zustimmung des Landesoorftqnde» zur -.'i'ndcrung des Statuts in außergewöhnlichen Fällen ermächtigt.; Kurt Blumen seid, der aus Jerusalem erschienen war, um der Tagung die Note seiner Anwesenheit zu geben, hat mit vernehmlicher Betonung mehrfach gegen die Haltung des Protestes, gegen den naiven Irrtum, daß eine Demonstration mit Wotten Politik sti, gesprochen und die hübschen Sentenzen geprägt, daß Versammlungen kein adäguoler Ausdruck des Machkslrebctis seien und daß eine Diskrepanz zwischen! Theorie und Praris auf die Dauer nicht ertragen werden könne. Er hat damit wodl nicht nur. dcn hier abwesenden, unsichtbar aber doch im Soal manchmal spürbaren Revisionismus gemeint, sondern wohl auch manche durchaus physisch im Sitzungsraum vertretenen Kruppen. Man »kann nicht jgleich,eilig die »Totalität" und womöglich noch etwas mehr im Judentum Deutschlands fordern, wedm die gebieteri'che und bittere Notwendigkeit ein!vernun>tiges Zusammengehen und eine oernünstiger Abgrenzung mit anderen wichtigen jüdischen (Srupprn fordert, die nun einmal der Aufjasiung sinks und bicibcn, daß sich an die nationalpolitischen Begrissssornicn anderer Gemeinschaften nicht eine Menschengemeinschait einfach assimilieren kann und loll, deren Geschichte und Lcbensbedinguncicn io grundlegend andere find, wie es bei der jüdischen dcp Fall ist. Man kaiin sich nicht selbst die Krast zusprechen. allein das Schicksal der Juden Deutschlands zu meistern, wenn die Verantwortung so ungeheuer wie zu dieser Stunde ist, io daß jeder wahchast Verantwortliche kckne wesentliche Kruppe aus der Mitocrankwortunq entlassen' zu sehen wünschen kann. (Die bereits bekannte Entschließung^ die dcn zionistischen Führungsanspruch zum Inhalt hat, wurde mit einem Zu'atz angenommen, der die zionistische Führung ermächtigt, ihre Vertreter aus der Mitarbeit in solchen jüdischen Gremien überhaupt herauszuziehen, wo ihnen ein maßgeblicher Anteil an Einfluß unleriagi blei'bk.j Pan soll sich — sogar auch in sahnengcschmückien Solen — besonders vor jedem Illusionismus hüten. Man sollte auch jenes Wort von Kutt Blumenjeld. daß kleine und er, ge Angelegenheiten mehr zu interessieren scheinen als große, im eigenen Lager recht genau beherzigen. So wurden lange Stunden hinter verschlosienen .stommissionstüren de: Bereinigung der gemeindepolilischcn Sorgen der Z.B.s.D. gewidmet. Die Bildung eines zentralen Kcmeindeausschussts wurde in der neuen Satzung vcrankctt und durch einstimmig jicsaßle Entschließung eine straff zentral -usammengciaßlc und einheitlich dirigiette zionistische Kemeindepoiilik und -arbeil künstig angebahnt. Ohne Bestätigung kann künitig kein' Mitglied ein Amt anlreten. keine Kandidatur übernehmen. Für alle grundsätzlichen Fragen, Wahlabkommcn, Verlängerung von Wahlperioden usw. ist der Gemcindeausschuß Maßgebend, der die zionistische Disziplin überwacht. Es darf in jüdischen Gemeinden Deutschlands nun nur noch eine einzige zionistische Fraktion azben. deren Mitglieder der Z.B.s.D. anehören oder sieb als Hospitanten der Fraktionsisziplin unten'tellcn müssen. Damit zugleich fand der bekannte Kansiikl im Berliner Gemeindeleben seine Erledigung, der sich in dem Neben- und häusig auch! Gegeneinander Zweier zionistischer Fraktionen lder [ 8.3.8. und dxr Jüdischen Bolkspaneiausdrückle: auch in Berlin wird eine neue gemeinschaftliche Fraktion gebildet. Da wir jüdische Fragen nicht vom Standpunkt kleinlicher »Parteitakiik" aus zu beuneilm pflegen, buchen wir die Bereinigung dieses innerzionistifchen Konfliktes als günstiger Ergebnis des Dclegiertentages. Die Wiedervereinigung Bäuerische ldyüe im Kulturbund-Theater. Tas Schauspiel ,,'si.r ü n e '7r e.l d e r" von Prrez .sa irsch dein ist ein Wer! ostjüdilcher Jarqon!i:era:ur und aenießt als solche» einest aewis'en Rus. Die Wi'.n icr iudi ckie Kiinstler tNivve hak e» vor rund oionein Sabren.' astcki im Februar und,, wenn wir nicht irren, cu n im Theater in der Kommandaiitenstre'ße. O'-fi’ioit. da» jetzt das - Heim de» Llerliner Kzillurbiind-Tbeaters geworden ist. In dieser Dri-.inai asiuna haben wir e» damals ge'ebcn. Dfe „Habima" har es. in l>ebrni>cher Fat'unz aß' ihrein Svielolan. Es-ist ali'o verständlich, dr-- der Kulturbund seine Mi'lglieder mik die iem Wer! bekannt macht.- Eine neue Fassrjnn von Leo Hirsch.' die es di'mrHychleut'chen annäftcrt. aber etwas vom ur'prünz-!üi-e:i Rbntbmusretten möchte, im ganzen, alierdinzs unter Einivren 'nng.foitder'ickier und rxrai'e.er deutscher Wendungen, leben.'ig. ist, ba-'tek dazu die Grundlage. - -. E rüne Fe der! Das Leben von Bauern enkkaltet sich, die ihre Aecker bearbeiten.- ihr Biel, oer>oraen. melken und buttern und'nnmAvoli wi'fem der in die Ställe fällt, um die Kuh au reißen, lind dsteie Bauern sind Süden. -- »idi'ckie Bauern lanw vor der'Beüedlung Pa iästinas durch die neueren jüdüclten Bauern, die Ehalu im. Wir sind im [ihmi-Aen Wutzland p. Ende de» 19. Jahrhunderts: in dem 'grölen weiten Rußland, Und die. jüdischen Baizern' sind groß und stark geworden und haben eoobne und Töchter. - richtiefe BducrNjungen und Bauernmädchen, und einer dieser BaUernlunaen fällt die in seinen Augen'vernichtende Kritik, alierdinzs am falschen Lbjeit» nämlich an einem werdenden Rabbiner, daß der ja nicht einmal einen Pfrrdeschwanz aufbinden könne...! - 4 Aber diese Bauern haben ei.tk kleines stchkcnh-' je» Cewii-en, nämlich dem Judentum gegeniber. »obre Kinder wachsen roh und ungebildet auf und wissen nichts vom Judentum. Sie blicken neidi'ch nach der Stadt, wo richtige Jude» wohnen, die einen Tempel haben. wo man beten kann. Und so kommt es, daß ein junger Mann, ein wandernder künflizer Rabbi, ein armes, heimatloses Waiienkind von ihnen wie ein Bote aus einer höheren Welt empfangen, zum Bleiben genötigt als Lehrer der Kinder und schließlich als... Schwiegersohn verpflichtet wird- Wir wisen die ehrerbietige Verbeugung zu würdigen, die hier 00p den jüdischen Dauern dem tsieist^ und dem Judentum zugleich er« wie en wird. Aber der dieie Verbeugung enti gegennimmt. ist der Repräsentant einer veri gangenen Erscheinungsform des Iudentumsl mit der wir nichts mehr anfangen können. Wenn der junge Rabbi bieich. schmächtig! übernächtig blin elnd in die Sonne dieser gotidurchglübtdn Natur tritt, wenn er, wie vor der Sünde, vor den bloßen Füßen eines jurgen Mädchens in mönchiicher Askese zu seiner „oüanten flieht, — so empfinden wir, daß er ein Gespenst der Ehetto-Dcrgangenhcit ist, und daß die Bauern, die Sassen auf eigen« Scholle, die schon halb Befreiten, die I»- stinktst^ärkeren, Zukun tsvolleren sind. Und woil das Stück nicht das Schwergewicht auf dtts bäuerliche Moment legt, empfinden wir es als so „historisch". I Das ist ^der eine prinzipielle Einwand, ddr »ns dem Stück, mit seiner im übrigen gewiß nicht all u'tarlen künstlerisch-dichteri'chen Suoitani, kritisch gezenüberstehen läßt. Was dasn noch kommt, ist ein lustspielhaftes Spiel um den Mann. Er. der zukünftige Raw, repräsentiert hier in dieser bäuerlik^n Welt, vollswirt'chaftlich gesprochen, den Begriff der „S«ltenheitsmertes". Es ist denn auch ganz hübsch, wie das große Geriß um ihn anhebt, wie sie ihn um die Wette einladen, wie einer ihn dem andern auszuspannen sucht, u'w. Bis eines dieser Bauernmädel, naiv und bauem- Aiau, die Initiativ« ergreift, die mögliche Rebenbublenn klaß mit dem Bruder verborgt und in dreistem Draufgehen sich den «l«r -tontfttjchen •fnrtiAuiilulii dient größeren Klarheit In dm VerAur «rmchL verhältniflen, und Klarheit im großen ganzen ui, innerhalb der einzelnen Gruppen wird hofsniM die bessere Voraussetzung für, die Zusammenuchch aller bieten. " Do, größt« Anliegen de« Zionirmü, freilich sunt gewiß ein großes auch für das Judentum über. Haupt) heißt Palästina. Mit geschickt dosinu, Mitteilungen wurden die zionistischen Delegiert, nicht von Dr. Lubinski allein, sondern auch gg, Kutt Biumenseld immerhin aus die Wirklichkeit hin. gelenkt: den Bormarsch der arabischen National, idee, die 8000 Erwerbslosen, den ^Gesetzgebende, Rat, die Verknappung der Einwanoeruna, di« b* vorstehende Erschwerung im Landaus, die üb*r, teuerung der Bodenpreise, die jüdischi Landflucht j, die Städte — kurz auf die »sehr erliste Siluaiion" In einer Resolution heißt e» eindeutig: »Mt um so größerer Besorgnis ibctracbtct der n bc Delegierrcntag die empfindliche Einengung der ub< 1 Re 19a HCJ ila: ori Einwanderungsmöglichkeiten, wie sie in der hinter den wirklichen Bedürfnissen der Baläsima Wirtschaft weit zurückbleibendcn Zuteilung v», Aist'eitcrzerrifikaten zum Ausdruck gckoinin'cn isi. Rcucrlich bekanntgewordenc Plänö der Mandaoch kgrmgcdt, darüber hinaus auch die Einwandcrunq anderer Kategorien, insbesondere durch facraus seyung der bisher gültigen Bermögcnsgrcnze, einziischränkcn, müsicn stärkstes Befremden erwecken. Tausende ausgebildet« und in Ausbildüng b-efindlickicr Ehaluzim warten darauf, dah ihnen die Tore des Lande« geöffnet werden. Tausende jüdisckicr Familien, die über auerei cticnde Beirtcl und wirtsäraftlicbe Erfahrung oersiiaeii, warten darauf, sich in Palästina eine neue Erisr.nz errichten zu können. Der Delegicrtenta: r>nz erricvrcn zu Ivnnen. a«cr -zeeiegierrenraz der Zioniftisckien Bereinigung für Deutschland ierderr die Erckurive der Jcwish Agcncv auf sich mir aller Entschiedenheit solchen Plänen zu widerseiien und dafür Sorge zu tragen, daß ent iprcchend den ständig sich verstärkenden Bcd-ün nisten der Golah und der sorrgefeyt sich ver grösiernden Aufnahmefähigkeit des Landes die jüdische Einwanderung weiterhin aoachscn k>«n." Der Delegierrenrag »anerkennt die Rotwendij, keil der l^muhuiigen, dcn auf Jinniigratien an gewieseii-e» Juden aus Deutschland auch außerbald Palästinas Ai.swandcrtMgsmöglichkciten zu erschließen. Er we-isi auf die Dlorwendigkcit bin, die gesamte planmäßig zu gestalten, die Auswanderer beruflich, vorzuberciren und ibr Vermögen durch geerdnerc Liguidation zur Errichtung einer neuen Erisrenz verfügbar zu machen." Aber die Kluft zwischen dieser Erkenntnis und dcn wiederholten Angriffen aus die Jiidische Ausii-anderungsschule verrät jene »Diskrepanz zwischen Theorie und Praris"... Der Appell zum verstärkten zionistischen Einsatz, der Appell an die national-jüdische Idee und das nalionale Kapikal, dcn Blumenfeld in breiter Fuge an seine Situationsschilderung anschloß, wirbnolwendigerweise in der südlichen Welt verschiedenen Widerhall stnd.n, je nachdem, ob sie von zionistischer Liderzeugung er'üllt ist oder nicht. Er selbst glaubt, dah die „pyst-assimilaiorilche" Judenheit. diejenigen Teile also, die unter Be-dingungcn wie die Juden i» Deutschland stehen, hierfür geöffneter ist al» die anderen: er mag — vielleicht — rech! behalten: aber sind nicht die in der Emanzipation lebenden Gruppen — z B England, Amerika — aufs ganze gesehen sehr erheblich?! Der Gelamteindruck, den der objektive Beobachter dieser Tagung mit sich nimmt, ist von der »Diskrepanz zwilchen: Theorie und Praxis" durchaus nicht frei. Nach dem Gesamtbild zu utteilen, crbrachle sie leider keinen entscheidenden Beittag zur Sammlung aller Kräfte im Judentum Deutschlands. Hoffen wir. daß die ferner« Praxis in Arbeit und Polisik der Z.B.s.D. günstigere Rückschlüsse aus die Bereitslhan erbringt, dieser dttnglichltcn jüdischen Notwendigkeit Rechnung zu ttagen. Der 'Reichsbund jüdischer Frönlsoldaten hatte noch vor dieser Tagung seine Stimme erhoben, seine Meinung und Forderung zur Geltung gebracht. Hierüber hinweg zu gchcn, wird nicht gut möglich sein. uCl ob V« la ft sitz flti au füi ter bei Kr eir ob CI 3i di, ga ge al! P bii de rü ba st« Umworbenen holt. Aller »Zank, alle Intrige, die vorher um den jungen Mann stattfand, endet nun in einer tränenfeligen Versöhnungsl ene voller Eewein, voller gerührter Umarmungen und Küsie, — einer Szene, die wir als mehr russi'ch denn jüdilch empfinden. Das Eigenwüchiige und auch ethnographisch Bedingte der Auttührung der Wilnaer Trupp« tonn!« und wollte die Inszenierung der Kulturbundes nicht bieten. Aber sie war dennoch sehr ansprechend: Fritz I e ß n e r hatte in liebevoller Einstudierungsarbeit ein lebendiges Zusammenspiel in lebenswarmer Athmosphär« geschaffen. Nur die Heulszene des Schlußes könnte eine Dämpfung vertragen — das Schicksal fordert von heutigen Juden nicht dieie unverbindliche Tränenieligkeit, sondern Härte und nochmals Härte. Heinz C 0 n d e l l» geschmackvolles Bühnenbild zeigte in heiterer Sonne ein Bauernhaus — ein jüdischer Bauernhaus. Die bäuerlichen Väter waren Sigmund N u n b e r g und Fritz Lion, von denen der erste. mehr die jüdische, der zweite mehr die bäuerliche Note betonte. Ihre Frauen wurden von den Könneriimen Lilly Kann und 2enny Bernstein-Schaffer gegeben. Den ältesten Sohn, den echten Bauer, spielte Herbert Erünbaum, der seine Figuren recht gut anlegt, aber im Affekt sich noch nicht genügend zusammenhäit. Frisch und sympathisch wirkte der jüngere Bruder in der E e taltung Berthold S e g a l l s. Die dreiste Bräutigamsirerberin war Ellen Moses, die gewiß eine Theaterbegabung ist, aber sich vor der Ueberbetonung hüten muß: ihr zurückhaltendes Gegenspiel ist Gina Friedman. Ten lungen Rabbi gab, in einer ein wemg an Ernst Deutsch gemahnenden Art. in der feier lichen Eehaltenbeit junger Priester und Schwärmer Nikolai E 1 j a s ch 0 f f. Kam. L- R- : AN* hier antfcsHgtta Rfldter und audi amfe*e können betn. : j *«n werden dord» dt« Bodih«ndl«ag MARTIN SALOMON j j Berlin NOM, Htinf A-Rollfr-Strit« 31 - T«L: E3. 3$ j| j 'wwwH<t«mtHiii>inmunmifn N ti fi S Ir r d u b i b ) r t S 1 1 r r > i i