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Der Schild · 1936-02-07 · 6 (7.2.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
6 (7.2.1936)
Date
1936-02-07
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Untere Lote« balMWl grltMatar. ScHtaa.ll* In. «wm »«tz*. Intla, C|*rta«Mi Der fconlbanfi in fflßßft«i(|d|tan6 Bemuit* reue Bestimmungen ü ier >as Verwundelenabzeimen , Der Reich-minister des Innern und! der ^iieichsarbeitrminifter haben eine Verordnung luber da» Verwundetenabzeichen vom 30J Jan. |l936 erlassen, die in Nummer 8 de» Neichszesetzblatte» vom 30 iit wird. Folgend« »rvnung werden au von Interesse sein: Die Berechtigung zum Tragen des Verwundetenabzeichen» wird durch Vas Besitzzqugnis oder die ordnungsmäßige Eintragung Verleihung in einer Militärdienstzeitbes aung, einem Kriegsrangliften- oder Linearsiammrollenausjug nachgewiesen. Bsechttgungrausweise können auch als Ersatz füs verlorene oder sonst abhanden gekommen! litzzeugnisse ausgchellt werden. In Abänderung der bisherigen Bestii gen. die 3 oder 4 malige Verwundung voraussetzt«. können den Berechtigunasa, »weis für das mattweiße silberne» Verv undelenabzeichen alle Kriegsteilnehmer «rl alten, bei denen die Verwundung oder eine s listige Ztriegsdienstbeschädigung den glatten Verlust einer Hand, eines Fußes, eines Augipfels oder den Verlust des Gehörs auf leiden thren zur Folge gehabt hat. fern r die 3chwer-Lirnverletzten und solche Kriegs ,«schädigten. di« abstoßend wirkend« und de, Umgang mit Menschen erschwerende Entfiellungen de» Gesicht» erlitten haben, los« m in allen diesen Fällen Krieg» dienstlx schädiguua vorlicgt. Eine solche liegt nur vor wenn die Dienstbeschädigung auf d«e besonder m. nur dem Kriege eigentümlichen. Berhältni se zuruckzuführen ist. d. h.. wenn sie im unmittelbaren Zusammenhang« mit der Kriegss lhrung steht. Ferner können ohne Rücksicht auf di Zahl und die Zeittolge der Verwundungen d m Be« rechtigungsausweis für da» mattgelbe <g o l« dene> Verwundetenabzeichen lbisher mindestens 5 Verwundungen) alle Kriegsleil lehmer erhalten, bei denen als Folg« von Verwundungen mehrere der vorgenannten Ml rkmal« zutteffen. sowie durch Verwundung erl lindete und schwerhirnverletzte Pflegezulaaeemp länger. Die Berechttgungsaurweise werden mir auf Antrag ausgefertigt. Die Anträge s nd bei den zuständigen Versorgung««,ltern ZU. stellen. Der Antragsteller muß Rei, »sdeutscher sein. Den Reichsdeutschen find de Angehörigen eines fremden Staates oder Staatenlose gleichzufttllen. di« im Weltkrieg einem deutschen Truppenober Marineteil ai gehört haben. Die Antragsfrist beginn! am I. März 1936 chid endet am 31. Dc^mber 1986. Anttäge, - die nach dieser Frist eingereicht werden, können nur Berücksichttgu,g finden. wenn der Antragsteller den begri ndeten Nachweis erbringt, daß ihm eine rechtzeittge Stellung de» Antrags nicht möglich war. Für di« Anttäge sind Vordrucke zu verwenbsn. welch« di« Bersargungsämter unentgeltlich abgeben. Die Beschaffung de» Verwund tenabzeichen» selbst ist Sache de» Jnhabei» des Berechtiaungsaurweises: eine Derleihurg und Aushänoigung des Abzeichens durch die Behörde erfolgt nicht mehr. Anttäge von Hinterbliebenen sind ausgeschlossen. Den Anttäge« sind die im Besitz d» Anttagftellrrs befindlichen Beweisstücke beizufügen lMilitävvaß. Kriegsranglistenl m»zug, Knegsftammrollenauszug. Miljtärdien lzeitbeschemigung. Rentenbescheid und dgl.). Selbstverständlich behalten die bis »erigen Besitzzeugniss« ihre Gülttgkeit. — Di« neuen BeUiminungen «möglichen nur, das Verwundetenabzeichen auch setzt noch zu eikalten, wenn dl« Voraussetzungen gegeben sitzd. der detteffende Kamerad aber bisher das Abzeichen nickt erhalten hatte. Im übrigen bleibt die Verleihung von Kriegsorden und Ehrenzeichen nach wie vor ab ge schloss :n. so» daß Anttäge auf nachkägliche Verleihung iwecklo» sind. Personen, di« die bürgerlichen verloren und sie bis zum Ablauf ttag»ttist nicht wiedererlangt haben. 8erechtigung»au»weis nicht ausgefert!n» Da, . nrechte arf der den. Da» gleiche gilt für Personen, ldie die deutsche Staatsangehüngleit durch t"' nung verloren haben. Zu Unrecht ausgefertigte Berechtigungsau»- weste können von dem Versorgung»« mr oder der ihm vorgesetzttn Behörde wieder «nt werde,,. )r. RjF. und Gemeint eu Kn fiel. 1kn'«r Kamerad Regierung > Dr. Mar G r ü n b a u m - Kassel » Vor st eheramt der Israelit fen worden. Wir freuen un» über nennung um so mehr, al» Kam. 1 bäum «n der Ortsgruppe stets mtt hat. »rat i.R. in da» n beru» dies« <vc- Grün- »earbeitet Tr. Kameraden! Bitte beachten Sic unter« Rubrik „Stellemnar kt" un 1 1 sichtigen Sie die dort n 1 Angebote und Octuche au i Kaineradcukraiae. Köln. In Würdigung de» Erfordernisses, da» Zusammenwirken zwischen der Bundesleitung. den Landesverbänden und den einzelnen Ortsgruppen so eng wie möglich zu Seitalten, finden von Heit zu Zeit Vortragsreisen maßgeblicher Mitarbeiter der Bundesleitung i nach den Ortsgruppen im Reich statt. Diesmal hatte der Westdeutsche Landesverband den Kam. Dr. Dienemann, Mitglied der Bundesleitung für eine Reihe seiner Ortsgruppen gewonnen. Kam. Dienemann sprach zwischen dem 15. und 25. 1. 1936 in folgenden Ottsgruppen: Koblenz, Köln. Aachen. Gelsentirchen, Dortmund, Hagen, Marburg 1. W. und Kassel. In Bonn und Düsseldorf fanden eingehende Besprechungen mit führenden Kameraden statt. Die Ortsgruppen berichten übereinstimmend, daß Kgm. Dr Dienemann bei den zahlreich Versammelten durch seine sachlichen und von genauer Kenntnis der Materie getragenen Ausführungen überall starken Widerhall gefunden habe. Insbesondere hat Kam. Dienemann durch seine ungeschminkte Darstellung, die von Mannesmut und hoher jüdischer Pflichtauffassung getragen war. lebhaftes Echo geweckt und manchen Kameraden dazu aufgerufen. erneut mit Nachdruck an den Bemühungen unseres Bundes um die Gestaltung des Schicksals, der Juden in Deutschland mitzuwirken. ' l Nachdem das Schicksal der Juden in Deutschland durch die gesetzliche Regelung ausschließlich auf sich gestellt worden ist, ist jüdische Tradition und Geschichte mehr denn je Ausgangspunkt der Bund«»arb«it. So legte Kam. Dr. Dienemann seinen Darlegungen eine eingehende geschichtliche Bettachtung der Ent- Wicklung der Verhältnisse der Juden Deutschlands zugrunde. Er wies es nachdrücklich zurück. Geschichte so zu sehen, als ob unsere Väter alle» „falsch gemacht'' hätten. Jede Zeit sei mit ihren eigenen jüdischen Bestrebungen aus sich heraus zu verstehen und könne nur aus dem Gesamt-Aivekt ihrer eigenen Epoche gewürdigt werden. Wie man aber di« Ding« auch betrachte, und welch« Schwächen nach unserer heuttgen Würdigung das Emcmzivationszeitalter bei den Juden hervorgerufen Hab«: es bleibe doch soviel des Wertvollen aus dem emanzipatorischen Streben der Juden des vergangenen Jahrhunderts, daß unsere eigen« Generatton und die kommenden Geschlechter ohne die Erfolge ihrer Vorfahren nicht gedacht werden könnten. Der^ ungebändigte Schaffensdrang, der immer vorhandene Mut und das Streben der Juden! nach höchsten Werten berechtigen uns auch heute, trotz aller Schwere der Gegenwart. nicht zu verzagen und uns mit ungebrochener Kraft den umfassenden Neuaufgaben zuzuwenden. Bei allen Bemühungen stehe; die Kriegsopferoersorgung für den Bund als heilige Ehrenpflicht an vorderster Stelle^ Das bleibe auch weiterhin so. Neben der menschlichen und wirtschaftlichen Betteuung der Kameraden trete darüber hinaus der Einsaß für unsere Jugend immer mehr in den Vordergrund. Di« Jugendprobleme rufen den Bund zu äußerstem Einsatz seiner Kräfte auf. In Erkenntnis seiner Verantwortung wür» dige der RjF. nicht nur, gewissermaßen „akademisch" die groben Leistungen der Pioniere Bundes, in der religiösen Wertgebung den Kern des Judentums erkennt, der kann sich für den Aufbau Palästinas, auch nur von diesem Wege aus einietzen. Daß Palästtna nur ein Weg zur Zukunftsgestaltung unserer Jugend bedeutet, sind für diejenigen Jugendlichen. welche in Deutschland ttotz aller Bemühungen für die Folge eine Verwurzelung nicht finden können, Möglichkeiten in Uebersee zu finden. Durch Zusammenarbeit mit dem Lilksverein der Juden in Deutschland und der Jca ist es schon jetzt gelungen, für eine Reih« von Jugendlichen in kollektiver Weis« Ansiedlungsmöglichkeiten zu schaffen. Weiter« Erfolge werden Nachfolgen. Daß gegenüber den Bestrebungen um eine planvolle Auswanderungsarbeit der Einsatz des Bundes für, die bisherigen großen Aufgaben, die sportliche und geistige Ertüchttgung tm Sportbund und di« berufliche Eingliederung in Deutschland, auch weiterhin nicht erlahmt, versteht sich von selbst. Zum Schlüsse seiner Ausführungen wandte sich der Vortragende besonders den wirtschaftlichen Verhältnissen der Juden in. Deutschland zu. Ein Bemühen um die Erhaltung des Eristenzplatzes sei nicht denkbar ohne eine gefestigte weltanschaulich«, vot allen Dingen lüdisch« Grundlage. Der Bund Hab« kein „Programm" aber eine klare und «indeuttge Grundlinie. Von dieser werde jeglichez Schaffen in der Zukunft auszugehen haben. — Wer wahre Verantwortung in seinem Le . den verwirkliche, der trefie auch in wirtschaftlichen Dingen keine ^.Nervenentscheidungen", sondern lasse sich lediglich leiten von zwingenden Erwägungen. Wer vorzeitig seinen Platz räume, der nehme vor allem den jüdischen Angestellten, insbesondere den Jugend lichen, in schwer zu verantwortender Weis« den Lebensraum. Vertrauen wir auf unsere eigene Krafti. Lassen wir uns von jüdischem Opfersinn ttagen. verwirklichen wir. die groß« Idee kämeradschaftlichen Frontgeistes in jüdischer Gemeinschast. So kann und muß es eine bessere Zukunft geben.. Die Versammelten, welche dem Redner für sein« Darlegungen aufs Herzlichste dankten, blieben in den verschiedenen Ottsgruppen späterhin no chmit ihm in angeregtem Gespräch« beisammen. Ortsgruppen und Landesverband werden es auch für di« Folge an tteuer Mitarbeit nicht fehlen lassen, so wie die Bundesleitung die einzelnen Bundesglieder immer wieder ihrer mitsorgenden Arbeit versichert. S. sttndlge berückitget eilten unterem veöentziastl'welhe tofl O.O. Tost O. S- In Anwesenheit des Vorsitzenden de» Oberschlesischen Landesverbandes des RjF. sowie von Vertretern aller oberschlesischen Ottsgruppen wurde am Sonntag 19. Januar' 1936, in der Synagoge des kleinen oberschl. Städtchen» Tost (Kr Gleiwitz) eine Gedenktafel für di« au» dieser Gemeinde im Weltttteg gefallenen Helden in feierlicher Weis« eingeweiht. Au» diesem Anlaß hatten sich prominente Bürger dieser Gemeinde, die zu den ältesten Oberschlesiens zählt, nickst nehmen lassen, den alten ehrwürdigen Tempel, der in prachtvollem Lichteralanz erstrahlte, renovieren zu lassen. Nach einem durch Oberkantor Pteisinger-Gleiwitz eingeeitetem Minchagedet hielt Rabb. Dr. Feinberg -Gr. Strehlitz. die Festrede.Nachdem er in wundervollen, einem zu Herzen aehenden Worten der jüd. Frontkämpfer de» Weltkrieges gedacht und dabei bi feinfühliger orm auch die gegenwärtige Wandlung für as deutsche Judentum gestreift, folgt« im Aufttage des Landerverbänorvorsitzettven al» nächster Redner Kam. R- Ä- Dr. W o l ff»Gletwitz: er sprach von Mut und Ausdauer der jüd. Frontkämpfer. die ebenso wie alle anderen im Feld« ihren Mann gestanden haben und von jenen 12 000 Gefallenen, von denen die soeben enthüllt» Tafel «in beredte« Zeugnis ablegt und die au» der Geschichte de» deutscheil Judentum« nicht wegzuwischen sind. Herr Rabb. Dr. Hirschberg überbrachte Grüß« und Wünsche der (Bernmbc Oppeln und fand zu Herzen gehend« Wort« über Vergangenheit und Zukunft de» deutschen Judenrum». Nachdem der Vorsitzende der jüd. Gemeind« Tost Herr E ch ü f t a n die Tafel in di« Obhut der Gemeind« genommen hatte und Kam. R. A. Dr. Böhm au» Petskrettcbam, al» Einladender zu dieser würdevollen Veranstaltung den Erschienenen den Dank ausgesprochen/" schloß di« Feier mit einem durch Herrn Rabb. Dr. Feinberg vorgetragenen Abend- , und Schlußgebet. j Die au» ganz Oberschlesien zusammenaeömten RjF.-Kameraden. von denen sich viele relang nicht mehr gesehen hatten, verbrachten danach noch einige Stunden in kameradschaftlicher Gemeinschaft. Die Namen der vier auf der Gedenftafel oerzeichneten gefallenen Kameraden sind: Cohn, Arthur, gef. 24. 2. 15 Lohn, Georg, gef. 25. 10. 18 Cohn, Kurt, gef. 22. 4/16 'ITotzeß, Otto, gef. 12. 11. 14. D£ prö iah. ffinfielm Zohre Ortsgruppe Monnhetm Mannheim. Am l. Februar beging die Ottsgruppe ihren 15. Gründungs tag in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal« des Cast Burbaum, dem größten der Ottsgruppe zur Verfügung stehenden, im Beisein des Kameraden Dr. Ras« n t h a l von der Bundesleitung, des Landesverbandsvorfitzenden Kam. Dr. Rosenfelder und zahlreicher Ortsgruppenvorfstzender aus Baden und der Pfalz, sowie Vertreter des Synagogenrates. Der Vorsitzende, Kam. Dr. Glas«.r» begrüßte di« Anwesenden, gedachte der Treu« jener Kameraden, dl« seit der Gründung ununterbrochen im Vorstand oder Dereinsrat unermüdlich im Dienste unserer Sach« standen, der Kameraden Dr. Götzl, Dr. Bachert, Liebhold, Dr. Lauser, Lermann Mayer, Dr. Strauß. Moritz Strauß und Kolman Weil. Er gab für jede der genannten Persönlichkeiten «ine k«r»«, launige und tteffende Schilderung ihrer Wesensart, di« bei den Kameraden viel Anklang und zustimmend« Leiterkeit auslöste. Dann leitet« er über von her Treue der Lebenden »ur Pftichttteue der Gefallenen. Di« Versammelten gedachten der im Feld« Gebli«. denen in einer Minute stillen Gedenkens, in der die Musik leis« die Melodie vom »Guten Kam«, raden" ertönen ließ. Er schloß mit einem Appell au dt« Anwesenden, di« gefallenen Brüder dadurch zu ehren, daß wir des Lebens Last stolz und selbstbewußt, männlich und soldatisch trügen. Wir sollte« Leid und Schmer, nicht Herr über uns werden lasten, fanden, eingedenk sein des Dichtenvortts: »Der Schmer» ist der große Lehrer der Menschheit, unter seinem Lauch« erst entfalten sich die Seelen!" In diesem Sinn« war der zu Beginw der Deranstaltung von Kamerad Dr. Götzl verfaßte und voraettagen« Prolog ausgettungen, mit dem er großen und »erdienten Beifall geerntet hatte. Die Ansprache des Mitgliedes der Bundes^ leitung Kam. Dr. Rosenthal wurde von den Kameraden mit größter Spannung und nach, halttger' Defriedigu^g ausgenommen. Er sprach über schwere und verantwortlich« Dundesarbeit, über die Erfolg« und über das, was noch angestrebt und erzielt werden sollte. In seinen klaren Worten umttß er das Bild mühevoller Kleinarbeit, die bisher geleistet worden war, und die unermüdlich noch weiter geleistet werde» wird. Biel« Lindernist« seien durch »in offenes, ioldatilches Wort an der ttchttgen Stelle au» dem DZeae geräumt worden, und die Kameraden sollten Verttauen zu der Bundesleitung haben, die niemals vor der Notwendigkeit des Augenblicks ihr« Auaen verschließ«. Reicher Beifall lohnt« fein« Ausführungen, und der. Landesverbandsvorsitzend« gab dem Dank der Kameraden an di« Bundesleitung in Worten Ausdruck, di« ,vom Beifall aller Anwesenden gettogen waren. Die schlichte Feier wurde durch musikalische Darbietungen eines jüdischen LuaNett» ver schönert. Ünter rauschendem Beifall spielte der zwölfjährig« Sohn unseres Kameraden Leo Kadn ein« Fantasie aus Traviata als Flöttnsolo, dann spielte der junge. Künstler gemeinsam mit seinem Vater altfranzöfisch« Weisen in einem Flötenduett unter nicht endenwollendem Beifall. Kammersänger Liepmann sang meisterhaft Walfsche und Schuhmannsche Lieder, und zum Schluß sprachen die Ortsqruppenvorsitzenden Kam. D u r l a ch e r-Leideloerg, Kam.-R a p p- Wein- Heim, Kam. Klein- Ludwigsdafen, Kam. Marx- Lahr und gaben ihrem kameradschaftlichen Empfinden in gewählten Glückwünschen Ausdruck. 0« BunPesDOtliftenöe in 0 testen Dresden. Di« Ortsgruppe hielt am 25. Januar idre Lauptverfammlung ab. Die Veranstqltung erdielt durch die Anwesenheit des Bundesvor sitzenden, Kamerad Dr. L ö w e n st> i n , Ihre de sondere Note. Waren doch zwölf Jahre ins Land gegangen, seitdem der, Vundesvorsitzende zuletzt die Dresdner Kameraden besucht hatte. Nachdem am Eingänge der Versammlung der Gefallenen des Weltkrieges und der Nachkriegs kämpfe gedacht und nachdem der Bundesvorsitzende und ander« Gäste mit berzlichen Worte» ’ begrüßt worden waren, nahm Kgmerad Dr. Lö wenstein das Wort zam Bericht über die Arbeit des Bunde« im vergangene» Geschäftsjahre. Vorher gab er feiner Freude Ausdruck, im Kreise der Dresdner Kameraden zu weilen, wobei. er besondere Worte der Anerkennung für diejenigen Kameraden sgnd, die im Jahre!9t9 die Orts gruppe Dresden gegründet hatten und die auch heute noch treu zum Dust de stehen. In feinem Dettcht schilderte Kamerad Dr. Löwenstein ausführlich die vielgestaltige Arbeit de« Bundes. Er sprach über die Entstehung des Gefallenengedenkbuches, über den Aufgabenkreis, der dem Bunde durch die Übertragung der Sorge für die nichtattschen Kriegsopfer erwachsen ist, über alle Folgerungen, die sich aus der Attergeseyqebung herleiten und. erörterte insbesondere die Frage ders Betteuung der Jugend, Fragen des Sportes, der Auswanderung und schließlich auch noch die Stellung des RjF. zu innerjüdischen Fragen. Die Versammlung quittiette mit reichlichem Dank für die aufschlußreichen Ausführungen. Der Ottsgruppenvorsitzend«, ergänzte den Dericht kurz durch den Liniheis auf die im letzten Jahre von der Ottsgrsippe geleistete Arbeit. Er verfehlte auch nicht, für eine weitere Ausbreitung der Spottbewegung zu werben. Nach Erstattung de« Kasicniberichts und Entlastung des Kaflierer« und nachdem der Kriegs opferobmann all««- Anwesenden durch seine warmherzigen Ausführuygen^die Notwendigkeit -der Knegsopferarbeit vor Augen geführt batte, wurde der Vorstand wie folgt bestellt: 1. Vorsitzender: Kam. Dr. Wiens k-e» w » n . 2. Vorsitzender: Kam. Lerbett T r e i t e I, Schriftführer: Kam. Leo Eohn, Kaffierer: Kam. Georg Brandt, Schatzmeister: Kam. Siegftted L ö v y. Der Abend, der bei allen Erschienenen eine» nachhaltigen Eindruck hinterließ, wurde durch * den künstlerisch vollendeten Dorttag., des Adagio aus dem F-dur-Quartttt und des Allegro aus dem O-dur-Quattett-^von Mozatt durch das RjF.-Üattett umrahmt. — Kurhaaann - Waldeck Kiffet. Am Sonntag, den 26. Januar berichtete da, Mitglied der Bimdestettnng Kam. Dr. Dienemann -Berlin, in einer sehr aut besuchten MttgUederversammlnng über die Bunderarbeit. Rach einem hiftonschen Rückblick auf die Geschichte der Juden m Deuffchland, kam der Redner aus da» eigentliche " 'ilhette in anschau- ' "t Arbeit de« _ __ behandelte er kttschafilichen. die Soorlt». Jugend- und Au»wand«tung»ftagen. Die anwesenden Kameraden folgten den Ausfichttrngen de» Kam. Dienemann mit gespannter Aafmrrksamkeft und dankten ihm zum Schluß durch lebhaften Beifall. i 2348230201485353538923534848235323532323534823

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