Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 6 (7.2.1936)
- Date
- 1936-02-07
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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f / Erinnerungen von der Fliegerschule * Ein Brief Hund» seid. 5. 7- 18 tniggel. Eikern. Höfte Euch im Be meiner div. Schreiben! und danke Papa für feinen Ib. Brief von der Rei-e ifdxn bin kf> hier grobe Kanone" lfrden. wie Ihr. meine Lieben, aus bei idem Schriftstück er-eht Es ist die; «ine driik aus dem Tagesbefehl, der >ämt der Fea 11 unterstellten Schulen d: gegeben wird. Dienstag regneie es in Strömen und fliegen war nach jon'rkgem ErmeFen -rlcht enken: da wurde ich!von unserem Adju en geftagl ftein Flustlehrer gerrauke sich zulftiegen > ,-b ich die ebrenooile Aufgabe über nehmen wolle: Nu scheen! Ich wurde schon sollen Flugzeugführern befvottell. dast ich „verftarpen" würde und die, Maschine fchmeitzen würbe und was nichk alles ilchöne machen. Alm ich starte los und!kaum v/)M Baden mir meiner Rumpler ' da htde ich auch schon im tie'sten Wolken dreck drin. Ter Regen klakichke gegen meine. Balle, sodatz ich fast garnichks 'ehen konnke. aber gan> egal, der Auftrag muh erfüllt wer heg. Nach langem suchen, erreich« ich dann in:ca. 2» m Höhe die Tder. deren Lauf ichiunenkwegk folge, so komme ub mnächsk bis Cqldu. Jetzt muh ich rechts abschwenken. um nicht, einen Kirchturm ober sonn «in dobes Ger» lud« mitmnebmen. Außerdem ist es sonst lebr gefährlich, bei der jetzigen B«>chaft«nbeil des Benzolsso niedrig über Städte zu fliegen. Tie einzig« sorg« i't nur. wirft Tu ^auw die Oder wieder ft«ften..Eb« ich mich oder verser«. hin ick in. >. D wieder über derselbe!. Nun aber Kurs beibebalten dis Brieg Eine groize Unannehmlichkeit kommt noch hin jlas find die Böen, di« von dem Waller Oder ausgeben. Na fchliehlich habe ich Brieg gefunden. Gas weg und runter: febe. ick aber keinen Menschen unten und kein Landekreuz, was mir anzeigt. in er Richtung ick beremzulomden Hab«. Milche al,o «in paar Kurven und Hab« end lick i aus wie die Windrichtung i:t. Nack glat ter Landung roll« ich nach der Hall« und ’aiY alläs nach>«ben. Tann gebe ich zum Adju. gt m. gebe meine Post ad und will wieder i. T-a komm: eine Ordonnanz mir nach lagt, ich falle »ofort lzum Kommandeur. Hakttmann Hildebrandl. kommen. Ich denke: t letzte Kahrt gr i s -V d e Krai W n Uehetiührung de: B|F.. Bildarchiv Eil Qefatfenin jüdischen krontfliegers Lt. Weil unter militärischen Ehren nanu, was will denn >er von vir! Rachder er >jch meinen Namer -notiert Hat etc. eto lagt er zu mir: f> s-pre che Ihne! meine Anerkennung aus und bin^voll des Lobe» über sovie schneid eines schil lers." Lab« mich natür ick butzerorbentlich da über gefreui. besonders da er der Höchstkor mandierend« der gan,er Abteilung üt und! nof über unserem Rittmeis er sieht.'Erstaunt war ich nur. als gelrern t nfere ganze Abteilung untreren muh und der beifolgende Tagestb e f e b l verlesen . wul Je. Jetzt staunen fse natürlich all«. Ich ba,e mir. nun auf I An regung unseres Fluqlei ers eine Abschrift, machen las'en die er öud, > seine Anterichrisj bö glaubigt. Jedenfalls z? es immerhin ein gH Mi"«- Zeugnis. - - Tur deute vbne ine4r..cher;Iich>r Euer P. 2 Bitte mir Hemden. Taschentücher Ende nächster Wochebi: Mar. umgebend Unterhioser, > nd Strümpfe zu TÄider ich in Brieg. L.I eine Orks seim sorr. Gi»!EIl«rnab«nd des BD-I-I^-Hannovcr am. 25. 1. 1936 in der Turnhalle (Bergftr). ^arbfnenvackung im Parkeft. Ueber'üllung auf! )er Galerie, eisgekühlte Beine und gespant te Mienen der Besucher, bildeten den dusch'en R.abmen unftrer Erwartungen. Ju:gens und Madels. ganz neuzeitlich in T ich! rreihen, marschieren auf, Trommelwirbel und« Tromveteasgüale empfangen ne.' lstr!chc Wanderlieder zaubern un'er Iugendlanh herauf, das doch so ganz ander; auslchaiu e. 7C leuchtende Äugenoaare zeigen uns d:e ' Kraft und den Idealismus unserer heutiges jüdischen Iunend. k samulon ftll uns nach dem Programm Degrüd.ngsrede haiken. Ter ehemalige > ingfübrer sagte uns viel mehr. Wenn der'iZTII. nach zweijähriger Pau^ vor die Oeffentlichkeit trete, io geschehe dies nicht, um Feste zu. feiern. Man wolle «inerseits durch den Erlös der heutigen Veranstaltung etwa: -sorge bannen und andererseits den Eltern ^igen. wie ihre Kinder im Bund geschult! würden. Fahrt und Lager. Wald und Sternenhimmel. Zelt und Seen. das seien die äuhleren Voraussetzungen zu den inneren Werten der Erziehung, der Disziplin, der Kameradschaft. Der .Bund" verschlieh« seine Augen nicht; Zeit und Umgebung 'bedingten Auswanderung. Diel« sei aber nichr mehr Schicksal des Einzelnen, sondern vieler Bunleskameraden. Ter Wechsel des Lanoes .lei j>doch kein Wechsel der Geftnnung, Es sei n oralisch nicht zulässig, als Nichtzionist m Palätina ju leben. Man denke deshalb an übers!«isch« Siedlung. besonders in Südamerika. Mit den Worten: „Unser Weg ist schwer, hoch wir werben ihn gehen", schlieht Sanyllon sein« bekenntnisreich« Ansprache. Rrbolf L«r»berg rühmt die vorbildlich« Pfli< ittreu« der gesamten Hiesigen jüdischen Iugcnd im Dienste der Jüdischen Winterhilfe und bebt den grohen Anteil des BDII. her,, vor. .Ein Wehgefübl beschleiche uns. wenn wir an da» Zukunftsfchicksal dieser Heranwachsenden füdischen Eetzeration denken. Er gibt von der Gründung einer jüdischen aufbauenden Auswand«runasschul« Kenntnis, über di« kein« Polemik geführt werden solle: denn die Schule bilde «in« Position und kein« Negation. Derantmortungsbewuhte Männer ständen an deren Spitz« und Namen wie Heinz Kelkermann. Sobofta und Dr. Sommerfeld gäben der Jugend Gewähr, dah ihre Rechte!>ewahr1 würden. Für den hiesigen Bezirk eien er und der Unterzeichnet« in das Kura« oripm berufen worden, um den engen Könner mit der Jugend und den Eltern zu pflegen. Mit neuem Mut wollen wir unser schwere» Schizkfal tragen. Dr. Schorch erläutert die 3 Säulen, auf die ikich die Welt stütze: Gottes lehre. Gottes» dien» und Erweisung von Wohltaten. An allen 3 Pfeilern würde beute Abend mitgodaut. Werner Lilienfeld, der jugendlich« Au» :or des zur Aufführung Nückes ^ige vraktisch Idbre im Judentum, neig« in wenigen Tageb zuwandern: er sei. em dilcher Mensch zugleich Milieu des Elternhaufe. Lebens und den Dier b kannte und erfüllte. Uft Not gelte als drittes Abends. „Aus Kindern wertiet Erhaltung unseres 3uq«! Auszug aus dem Tagesbefehl vom 3.7.18. Brie g, den 2. 7. 18 Ter Flieger Nuszbaum von der Zweigfliegerschule vundsfeld. Flugschüler mit 10. Bedg, ist beule nachm, bei slrömerzdem Regen und niedrigster Wolkenhöhe in 30—50 m Höhe Dort Hundsfeld nach Brieg und zurück geflogen, um ein eiliges Schriftstück zu überbringen. Ich spreche für diele Leistung eines Schülers meine besondere Anerkennung aus. gez. Hildebrandt Ich freue mich über die Anerkennung der LeHlung der Fliegers Nutzbaum. gez. Freiherr von Beschwitz Rittmeister und Führer der Zweigfiiegerkchule Hunbsfelb. lm gezimmerten Flugze^ Grund zu entgleiten, Lieber die bewaldeten Rhön, Heber die Dörfer und Oebreiten, Ueber die ruhende Erde zu erhöhn. — Frei von der fremden Motoren, Bis die Maschine verschm mit dem eignen Organ, Stark und bewußt und dof: verloren, Die erfüllt von Vf’oHcai und sich aufgetan. — Immer höher zu steigen los getragen Von einer unsichtbaren Atemzug, Selber als Wolke und dernder Wechsel von Heb«r die Fläche der segelnden Flug: So müssen Qötter bewußt Räume durchreisen, Schwerlos, nirgendwoher wohin, Wunschlos m der Erfüllung Kreisen, Einsam, nur im Gefühl sucht: ich bin. Aufwind trägt sie von se sie ‘sich rühren Geber der Berge schroff Massiv. Jenseits lassen sie sich wärts entführen. Näher zur Erde hinab. A tief. Wenn sie dann freilich-tfi merung irgendwo landen, HoH sie das Dorf, das acker zum Begrenzten z Doch das Gefühl des mal vorhanden, Hängt noch als Hauch in noch verglühend als Glüi Kam. O (Aus Segefßqg g dem starr an nen Hänge des flachen bunten ' len Körper g.-löst benzingesptiMer l/t und verwichst :h an die Kaum« Sonne und Winden j «löst und schwer- ^ehnsucht riesigem d und als wan- Tjagen e zu gleiten un und träge die auch mrgendvon unabsehbaren gestillten Sehn- und ohne daH entgegengestelltes gleitend nach abdie Erde liegt in der l)ami nd II st hall nal G; hölz, der Sturzilrück. G«l< 51 d :n A. Goldschlag dem Nachlaß). kommenden Theaterbte Idee der Gottes- Philipp Goldmann bädas Schiff, um ausjugendlicher und jüh gewesen. der aus detft den Gottesdienst de« it am Judentum exk d die Linderung der Ziel des heutiges Ihr Bauleute zu^ ntums!" Paus«. — — ,f£s war zur Zeit des Hadnanus Caesar, des mächtigen Kaisers der Römer, als das Gotteswott über die Söhne Israels ging, sie aufs neue ju ftriemen" .. <Emat und aufgewühlt verlädt der 18 jährige Verfasser nach dem von ihm selbst gesprochenem Vorwort die Bühne.... Wir Zuhörer erlebten mehr als das Anhören eines Primaner-Schauspiels. Wir fühlten, wie ein junger Mensch mit und in seinem Erstlingswerk ringt, wie er in den Schlund des Brunnens steigt, um ganz unten in der Tiefe dir Lieber KameradI Als wir nt^ch den feldgrauen Rock trugen, war es uns jüdische Pflicht, zu beweisen, dah wir an soldatischer Leistung; Opferbereitschafe und Kameradschaft keinem anderen nachstehien.; Und wenn wir heute ehrfurchtsvoll unserer Brüder gedenken, die solche Pflichterfüllung bis zum äußersten durch den Heldentod bewährten, $o ist uns dies Mahnung und Gelöbnis, ihren Geist in die jüdische Gegenwart und Zukunft hineinzutrageh. Leistung, Opferbereitschaft und Kameradschaft entspringen einem seiner selbst bewußten Judentum. Stolz auf echte jüdische Art, wie sie von unseren Vätern überkommen, jüdisches Ehrgefühl und jüdische Gläubigkeit sind die sittlichen Träger des jüdischen Frontsoldatentums, verkörpert im Reichsbund jüdischer* Frontsoldaten. Sein Bundesorgan ist „Der Schild". Er vermittelt dem Judentum Deutschlands, nicht zuletzt der jüdischen Jugend, jene geistigen und ethischen Werte, die unser bestes Vermächtnis bedeuten und uns die innere und äußere Haltung gewährlasten, die wir als wichtigstes Erfordernis in harten Zeiten » erkannt Staben. „Verantwortungsbewußtsein!" das ist das Losungswort, das ungeschrieben stets über unserem Bundesorgan steht Lieber Kamerad,-Du wirkst für das Judentum Deutschlands, wenn Du für den RjF. wirkst! Und Du wirbst für die Sache des RjF., wenn Du für den Schild wirbst! Wenn Sie Bezieher des .Schild" sind, werben Sie ihm auf dem untenstehenden Bestellschein ^inen neuen Abonnenten! Falle Sie es noch nicht sind, schneiden Sie den Bestellschein aus und senden Sie ihn ausgefjlllt und unfrankiert als Drucksache an unsere Anschritt i fniai jtuetf tlr mit An den t* .... Verlag des „Schild (Reichsbund jüdischer Frontsoldaten <S. O.) .. Berlin ® 15, gurffirftentamm 200 Hierdurch bestell« ich di« Wochenschrift .Der Schild" im Postabonnement für RM 0,55 (zuzügl. Postbestellgeld) otz « r für RM 0,35 im Abonnement durch meine Ortsgruppe. Iwicht5Irr» »«chgriich») Name: Ort (Ortsgr.Jt- Anfchrift: sein Judentum zu schöpfen artesischen Brunnm zur D' zu lassen. Wir wollen uns wie Begabung oder Taler ein« vennnerlichte, religiöse ethischen Werten erkennen. Und gleichsam angesteckt der jugendlichen Begeistert: Darsteller und Darstellerini nicht etwa seine Roll« au vergast Zeit und Ort und wenig« Stunden den Sprt zuftellenden Person. Aller und geformt durch Rudolf der mit den primitivsten und Beleuchtungsmittem die über bas Dilettantenhaffe Fips Golbmann. den ven Marcellus Rufu» zt verleugnen und bekennen Spitzenleistung der überttech gende. „Wo ist Jerusalem, pel*?*'. der Aufschrei einer ' genden Iakobsnatur. Al» Karo durch ihre unaufdrin in ihrem Zwetfelskampf zw Mutter. Karl Hermann Salomon Herrberg spielten die assim Juden mit der ganzen in Antwott liegenden Tragikomtz mir denn an. dast ich ein „CItIs Romanus sum". Es logien. Ellen Scheiberg sah mtsch-mondän. erwachsen und erwähnen sind ««bedingt > Karl Heinz Steinhatt, die sü kindlichem Anmut in ihre Ich möchte über den mit Bar kochba und dem _ Hintergrund eigentlich noch den. werstt es mir nicht der verböte. Und nnr aus die; ich alle anderen Rollenttäger Ion. Peter Herzfeld, Jacher bolf und Walter Gottschalk. Werner Rose, Herbert Per ner. Lore Eveier. Wolf Äp andere, deren Namen ich einem einzigen .^Bravo, ihr d«l»" abrun. Ich verfolge die Entwickelt! feit vielen Jahren und leim ,.Kametad«n"-2mPenkchaft lein", .Plaue Swar'' zum mir oft im Zweifel gewesi fortwährenden Kommen un' erhalten bleibe« kbnne. A tauchte aus der Mitte ein die Fähigkeit besäst, in di« Vordermanns zu treten od gen zu verbessern. Und wem morgen Dirk und Übermora: das Leben hinanszieht — erholten, der selbst- und stolz fein Lied ertönen läs Kerle". Der Reinerttaa des RM. 160.- für die 2-W und gleich einem brrfläche schleudern '' üblichen Worte, enthalten und In Scl Adr oder Ab« rd« K»w. ßwll Ra »i JugapddwaCT—t R 1 tna do» Bunde» t Weg „ von den ■usarsftt «l n, ob bei de» td Gehen der Bund tr immer wieder Junge auf. der istfaofen fein« dessen Leistunheute Fip» und der nächst« in r Bund bleibt —lufst straff und a,. e i r sind, i tn ll non! ergab über' Sitl HaanoTM iF. NbimMbNa i tsems, einst ein- Haaren, glän/t Seele mit hohen von dem Feuer mg spielten die ten. Man „sagte '*. sondern man . identifizierte für eci t«r mit der dar- : Eifer gebändigt K cakauer (Anders), 8 lühnen-, Kostümt Vorstellung weit 1 inaushob. gelassenen Sllan und glauben, sehen, war di« -jenen Hiobs-Leoo ist der Tem- ,!t dem Engel rinl lecha geftel Eva t iliche Schlichtheit schen Jüdin und isnd Han» Rudolf lierten römischen der Frage und ,^la. Jirht man Jude bin?" - >ibt gewisse Anaal» Eloelia röreizend aus. Zu Peter Seckel und mit natürllchem ollen versentten. alt de» Stück«, bräeraufftand im viel mehr schrei- »eschränkte Raum m Grunde muh wie Dirk Samu- Gompertz, Ru- Hellmuth Stern. . Karka Schleis¬ und noch «nia» ticht kennt nm ' ungen» und Mä-