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Der Schild · 1936-02-07 · 6 (7.2.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
6 (7.2.1936)
Date
1936-02-07
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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H ERAUSGEBER: REICHSBUND JÜDISCHER FRONTSOLDATEN E.V. EmMtfJatai Frtitaf ad Varia«: E •cU»*«B.TO- Fhraspr.iJl HMbll: UllAaMndi «■d fiOakaaduif aavarlaog t Bai NIobtUe '«vag Mit der I lluetrierten Beilage „DHE KRAFT** für Sport und Jugendertüchtigung freb 20 PfaMif 1&, Kwi>.»uwt1«mni 800 (fMchrtnnl jflilisahir Vtoaf- Bnpfnli: Bll Olt kn Monat tazttgUcb rnsttisstallgnlrl Antdfttprtk: Din 18 gespaltene Bfamarck 7418,8883,8884. Postscheck:. Berlin 70888. B« InkUonrnblnBi Jndnn Dienstag ror Flr Aufnahme stagetaoder MaaaAiipta wird keiaa Gewähr obna Verschulden kein VtrgQtangunapnioh. Rr. 6 / 15. Jahrgang MQlimetor-ZeUe Bll 0,16. Stellenangebote and -Oesuche, FamUiensnieigen RM 0,10. Anzeigen •eblnS: Jaden Dienstag rer Erscheinen. Man rerlange gananea Anzeigentartfl Aasigen* remttng: Bepa-Verlag Ben«kl A Pakascher, Berlin W 60, Begensbarger Strafle SL Fernspr.: 84 Bavaria 6607. — Postscheck:'Berlin 88689. " Berlin, 7. Fe binar 1936 Mi . Ergänzungen 'zu der Sonderausgabe vom 29. Dezember 1935: Süds« bei dev Luftwaffe" PP‘ jnoMUlbQtt [ m Lüste | " Erganznng«klfteder jüdischen Kriegsflieger. I» der Sonderausgcll» .Luden bei der Luftwaffe" vom 27. 12. 1935 war im Schilt»" «ine namentlich, Aufstellung der Kriegsflieger un- Makkadäer der uns bekannten jüdischen ter der tzauptüberschrift Luft«- veröffentlicht. Dort hatten wir festgtstellt: „Wir g« hen aber bestimmt nicht fehl, wenn wir den jüdischen Gesamtan eil ans 200 beziffern". Unsere Aufstellung hatte, wie wir ausdrücklich bemerken mutzt m. auf Vollständigkeit keinen Anspruch erhoben. Schon jetzt, wenige Wochen mich Erscheinen der ersten Sonderausgabe, sind wir auf Grundder1 uns zugegangenen S Meldungen in der Lage, «ine Reihe weiterer jüdischer Kriegsflieger namentlich xbannt zu geben. Natürlich ist auch bar itt die Ehrenliste noch nicht abgeschlossen. Zn unseren Akten ist noch ein« Reih« von Hamen enthüllen, die jedoch erst der Nach »rüfung bedürfen, da wir bei der Bekanntgabe unserer Unterlagen mit der gebotenen Sorgfalt und Zuverlässigkeit verfahreil. Und sicherlich gibt es noch weitere jüdisch« Kriegsflieger. deren Namen uis noch nicht bekannt geworden sind oder uns vielleicht überhaupt nie bekannt wei den sollen. Jeden, fall« spricht der Umstan», datz wir so kurze Zeit nach BeröffenUichui ig der ersten! Fliegerlist« bereits folgende weitere sechs Namen jüdischer Kriegs lieget aufführen können, für sich: Pa»! Km David. Frank rfaab, o. M-, Pilot in Pilot an der $gtt| Terf, Erfurt, £l wchftonl. Ottfl Erich Bloch. Emckeudtoge», Ltn. Etich Rflg, Frankfnrt a. M-, Fleger*. Bad JMegwfnnto n. a. bti FeldfL-Adt. 212 n. A.293. Zu der Ehrenlist« De« Fliegerto tritt hinzu der Nams: Mar Ired, Kallir, Ltn. 1. 5. 1917. AI» Ergänzungen ulti ^Makkabäer der Lüfte Homburg. Uoffz-, i FeldfL-Ab ' d faude» . Leipzig, gef. ferer Aufstellung sind auf Grund der uns inzwischen noch gewordenes Informationen ferner folgende Einzelheiten nachzutragen:! Willi tzitschfeld, war zuletzt Offizier, nicht Oftizierstrllvertreler. Max Nukbaum flog beim Armeeflugpark 18. Flieger-Ab teilung 202. Aus der Liste der jüdischen Kriegsflieger find auf Grund uns zugegangener Hin. weise zu streichen: Kurt Lämmle. Löser. Katzrnstein. Der MW« f rontflißgßr Aus einem Brief im Herbst 1915. ( Liebe Eltern! Mit herzlichem Dank iflr Eure lieben Jüngsten. Zeilen teile ich Euch heute mit dab ich ab 1. Sjept. zu den Pliegern nach . . . kommandiert bin. Eltern können derartige sjehritte ihrer Kinder nicht billigen, aber versucht. meine Gründe, die mich veranlabt haben, zu verstehen. Nicht Ehrsucht hat mich bestimmt, zu dieser Wjaffe zu eilen. Ich will mehr leisten in diesem furchtbaren Volkergemetzel alsj meine Pflicht und Schuldigkeit. Meine kräftige Körperkonstitution hat In tnir den Glauben und das Vertrauen erweckt, dab ich bei den Fliegern meineij Platz voll und ganz ausiüll^n werde. Gatten und Väter sind hinausgezogen In den Kampf; sollte ich. ein junger kräftiger Mann, zurückstehen! Ihr werdet! sagen, ich sei gefühllos! Nein, nein und nochmals nein. Schreibt mir bitte keine Briefe (sie mOgen noch so stark von glühender Liebe getragen seih), die mich weich machen. Ich brauche nun viel mehr Kraft und Sicherheit,, als das tägliche Brot. Es ist gleich, wo man steht in diesem riesigen Kampfe, ich sah es auf verschiedenen Kampfschauplätzen. Hauptsache ist Pflicht und Schuldigkeit, dann ist alles recht! Lebt wohl! Mit herzinnigen Grüben in Liebe Euer treuer Max. Maa Moltlngmr, Ftteger/evtnant bei der bayer. Feldfllegerabteilung 390. Geboren, 4. November 1803 In Fürth, gefallen, 10. September 1917 Im Lu ft kämpf. (Aus „Gefallen* deufsdte Juden. b rbntbriefe 1914—lb") vor Dem Weltkriege Nach Erscheine» der Sonderausgabe „3ubett bei der Luftwaffe" find uns »u dem Thema „Dom jüdischen Anteil an der Eroberung der Lust" noch weitere Hinweis« zugegangen, fodah wir unsere damaligen Mitteilungen ergänzen können. Ein Ueberblid ergibt sich au» der nachstehendest List«: Daoitz Schwär». Erfinder eines lenkbaren Luftschiffes starren Systems. Oberin«. Mar CUas, Ingenieur auf Heeres lustschiffen vor dem Kriege und ist, Kriege. Tr. ing- Karl Arnftei». Ehefkonstrtzkteur in Friedrichshafen, jetzt Ehefkonstrykteur in USA. ■ , j , Oberin«. Paul Jaray. Konstrukteur ln Friedrichshafen. Erfinder und Inhaber der Stromlinirn-Patente. jetzt technischer Direktor der A -G für Berkehrspatent«. Luzern. «»»»pick. Konstrukteur der Rumpler-Taube. Pionier de» Flugzeugwefen». Wiener, Schöpfer der Albatros-Wcrk«. De. pchll. Llfstuier. Aviatiker und Frnker-Konftrukteur. De. W- Bleistet». Konstrutteur bei Schütte- Lanz. jetzt Great «eck. Lang Ist. USA- Freiballouführer und Luftschiffer. Dr. Fränkel <mit Andcke auf oem ersten Polarflug verschollen): Wechslest: Eugen Lehr. Beuthen O./S- <der einzig« Freiballonführer in O./S): -Paul Spiegel. München—Themnitz: Dr. S R Berliner. (Anfg. 1914 bei einem Weltrekordflug nach 47ftündiger Fahrt nach Asien verschlagen): K a ft a n. ««»: PaulvMerzbach <jetzt Buenos Aires): Hermann Apfel. Leipzig (imKriege Fesselballon Fl. Abt- 13). er stellte seinen eigenen Ballon der Heeresverwaltung zur Verfügung: Adolf Reumann, Frankfurt a. M und sein Bruder Otto Reumann. Frankfurt a. M j SAMMc B»rkri«,»pil»lr». Die Lifte au» der Sondernummer vom 27. 12- .1935 bedarf keiner Ergänzungen. M Unsere Materialsammlung über den jüdischen Anteil ,^m der Eroberung der Lust" hat also «ine weiter« Ergänzung erfahren, ohne jedoch darum auch nunmehr etwa auf Bollzähligkeit Astspruch erheben zu können. Sie reicht aber aus, um für eine künftige jüdische Leschichtrschreibung sicherzustellest. dab auch unser« Dememschast an der Piouierarbett für diesen gewaltjgen menschlich«» Fortschritt eine» nicht unbeachtlichen Beitrag oetgiftet hat. \ - Jade« bei de« bayerische« Flieger»^ Das Buch „Haben die Juden in Bayern ein Heimatrecht?" führt dreitzig jüdisch« Flieger bei den bayerischen Truppen auf. darunter den (zum Christentum übergetretenen) Pour le-mörite-Flieger Wilhelm Franst. Unter anderen ferner Lt. Arnheim und Siegfried Wit kowsky aus Ansbach. Lt. Kurt Königsberger aus Fürth, Leopold Ballin-München. Alsted Grünfeld aus Niederstätten, Mai Holzunger- Fürth. Lt. Lauer-Nürnberg, Lt. Paul Mayer- München. Lt. Adolf Mari, Lt. August Michelbacher, Oblt. Otto Sedriidorf-Nürnberg. Lt. Willy Wolff-München. Württembergisch« Fro«iflleger. Bo» acht fiele» mer. Aus Württemberg sind mindesten» acht jüdische Frontflieger festgestellt worden. Vier davon sind gefallen: Lt. d R- Pappenheimer aus Mergentheim. Lürndorfer aus Reringen, Weil aus Ulm und Kriegsfreiwilliger Flugzeugführer Eugen Levi aus Stuttgart. Aus Stuttgart sind ferner die Kameraden" Hermann Schmidt, Willy Rosenftein. Lt. d- R- Wolfenstein und aus Oberdorf Bopfingen Uff^ Flugzeugführer Siegfried Heimann. Diese Feststellungen stammen aus den Darlegungen von Kam. Dr. Mainzer-Stuttgart bei dem Fliegerabend im RjF., über den im „Schild" vom 22. 2. 1935 berichtet wurde Fli»tmh«rlMteul Hin FriedUnder Aas Breslau stammend flog er von Anfang 1915 bis November 1917 an der Westfront, dann in Palästina, wo er nach hartem Luftkaaspt von einem englischen Geschwader abgeschossen, schwer verwundet in Gefangenschaft geriet. Zwei Geschosse wurden ihm entfernt, das dritte, das den Sehnerv verletzt hatte, ho—4». nicht gefunden werden and fihrta nach mehreren Operationen im Jahre 1937 sam Tods.

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