Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 4 (24.1.1936)
- Date
- 1936-01-24
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/4911661-5448578-5449565--030-4915719- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Mittet! MN <&| Englands toter König und sein Nachfo!lger l>. w. Berti«, 22. Januar 1936. Tf* Vrinsh Empire, das englische Volk trautrt. Mit ihm trauern die Völker der Welt um lKönia Georg V.; der in der Nacht vom 20. kutn 2l. Januar 1936 zu< seinen Vätern einaing. Samuel äl« Innenm Kommissar von Palä k> Ormiby-Gore erst «re» staatslekrelär für di, Minister für öffrntli gegenwärtige Parlandi legten Jahres das en \l Llbaeordnere, darunte konservativen Fraktion drpr. Jahre später die Vermählung des dVrzogs oecx, Euinberland Ernst August mit der preußischest Prinzessin Viktoria Luise, -der Tociiccr Älilhelms ll.. begangen wurde, trat Georg V. alt jlAast Berlins zum erstenmal penönlict» in da»! Blickfeld unserer > Generation der svscMtgeneraston, wie wik ein Iabr später kür dre Dauer un'eres Lebens beißen »ollren. 3in vierten Jahre seiner Negierur^ tritt sein Land Gelebickre Ergebcnbeilsadresse, d ries of British Ieivs dieser mir einem durci Iobn Gilmour übern nister und als Hohen ina; den konservativen rere Jahre als Unterjkolostien, dann als e Arbeiten.. In das nt bat - im November ische Volk 17 jüdische neun Mitglieder der gewählt. Dre rief« Verehr« ng der Iudenbeit de«' britischen Neiches für König Georg V. kam zu überzeugendem Ausd uck, als ganz England und mir ibm di«, i stell im Mai vorigen Jahres das 25jäb ige Negierung«- I u b i l ä u m diese« 2)!onarchen mit außerordentlichen Feierlich! >iren beging. Auf eine ~ ." Bi ' Ctt war un vorigen Jahr, «st seiner bekannten Friedensred« in der Queens-Kall, wo er u. a. die Worte sprach: »Ich glaube, daß es keine bessere Körperschaft von Männern geben kann, um di« Hand der Freundschaft den Deutschen entgegenzustreeken, als wir Frontkämpfer, die gegeneinander im großen Kriege gefoebren und dre nun alle« vergessen haben." Aus dieser Initiative ergaben sich im vorigen Sommer die Besuchsreisen von Delegationen der British Legion nach Berlin, Prag, Budapest und nach Wien, wo die Vertreter der Britischen Legion, unter ihnen Major Brunei Eohen, auch dem Bund Jüdischer Frontsoldaten Österreichs ihren Besuch abstattetcn und die Friedensmission des Frontsoldatentums ohne Glaubens- und Rassenunlerschiede unterstrichen. Ata türk, «oll« aus den nalitäten des Landes «in« türkisch« Nation «ach«». Do, erst r er darmm daß sie sich in und erst in zweiter Reihe demokratisch, den Juden verlan« c R'ih« als Surf« als Juden fühlen soll«. Veßtimmnnge» übet die arische Abstammung im Ssstungsgewerve Der Reichs- und preußisch« Minister des .innen. nehmigung zur Aufrechterhal ung der in tv ordnung zur Wahrung der Zeitungsverlagswesens entha über die ariscd« Abstammung Anordnung bleibt daher i Kraft, auch soweit einzeln« Unabhängigkeit de» tenen Besinn,i!»nqen «Neilt. Die g.iamu nveränderi ,n e der Board of Depu- und die Anglo-Iewish Association an den K mig richteten, antwortete Weltkrieges distbei auch, das einschlägige englische Schnfttuno »ikiwzr kennt,'der weiß, daß mindestens uv'!',.,! im Lause der'vicr Iabre die End- Entscheidung zugunsten der Mittelmächte und damit zuunaunst.!, auch des Landes Georgs V. an einem '"denen Faden ding. ' llstrer mren H.crnchrern im Weltkrieg >'ab die Br-.tische Macht auch einen Juden: den verstorbenen General Monaih. den Kommorrdierjstd.n der A:rstral»'chen Streirkräsie, >>!m das' englische Krieasichnstrum dar Ieuartis cineh glänzenden militärischen Begabung ausgestfÜ: dar. In jene vier l-Iur-zcn Iabre unter der Negienmg Georgs V. lallt aber auch ein Ete«gdie fernere jüdische Gei'chichk?- bober Bedeutung war: Die oisour-Dcklaration über die Errichtung -:>r»r na:iont'-en Keimstätte in Palästina. Im Iuge die,'s örinstben Aktes wurde nach dem Kriege dann 1922 das Palästina-Mandat z*ng!anbs von: Völkerbiind-srat bestätigt. gieiiiing Georgs ni»l das für l a stpltuna v.'-n und. u'-iürend überall in der Wellt iFalw.cn rin Georg V. H-rlbmast weben, die uerkundgebuna.-n kür Nnkus D. Iiaacs. rque-s or Ni.:dnig, in fti'cher Erinnerung, zu den höchsten Würdenträgern der Krone sr-rs gehörte: der Mann von jüdischem m::, und Gl moen, dem der verblichene r'.s. er d-e »ochsten Ämter und Würden des i!v. :rr-:ir, der Mann, vor dem als Bn:'""g " Indien die britischen Schrns- -'ekHünc l en ddm: "lalnt abgeftuett. sind er nicht d,t c>nzio,e seines unseres .in---, der nnrer der Nigierring Georgs 3'.' des Empire stand, der britisch«» deren Ausbau und Fcstiaung Beaeonsiield) unter Königin tor:a schon,io entscheidenden -2lnteil gehabt. 3iu diestr Tradition laben wir Sir' Alft«d M md llcrd Melchettl als Minister für ff mrüch-: Arb-uren. Edwin S- Montaau als ais'-k-.-..-.io ' s>ir Indien, Sir Herbert die?f> M der G Sr Hc Ne, St au b " er 29«ltn ein t >*• Georgs V. älrcster- König Eduard?bron besteigt, -ist an Er ist und fühlt sic» Fronrgcneration. Den den Innenminister Sir irrelten Telegramm, in welch:,« die Gefühl« »er Zuneigung der jüdischen Bevölkerung gewürdigt und dem Vertrauen aut^ibre ferner: ergebene Treue gegenüber dem Tbron mir »erzsichen Worten Ausdruck verstehen »vurde Das Königejubiläum gab überdies Anlaß zur Pflanzung eine« -König Georg-Waldes in Paläftina. Noch bei dcm letzen große« Treffe« der jüdische« Frontkäarpfi r Engkauds End« vergangenen Jahres, a» das wir t» »Schild" hiuwicse», bildete di: Verlesung des Begrüßnngstclegramms des König« durch de« Schatzmeister »er Brir scheu Lesiio», de» schwerverwundete« Major 9 irttttd Co Heu, deu Höhepunkt de« nach der gro >e« Parade abgehafteneu Festbanketts. Tief fühlt mit alle, Völkern und Gemeinschaften des britische, Neiches da« englisch« Judentum den Heim;äng dieses Herrschers. Alle Svnagoqen-Gei reinden Englands bereiten große Trauerfei wlichkciten öor. Die aus allen Teilen des Em »ire eintteffenden Nachrichten sprechen von ler.stefen Erschütterung der dorr lebenden j ädischen Gemeinschaften über das Ableben- Kö ng Georgs V. Der Voriitzcnde de« Board >f Depuries of Brinsh Iews, Neville Laskn, sagt in seinem Nachruf: älnsere Dankbarkeit ur ibn ist unsterblich. Sein Andenken wird von uns Juden immer bockgebalken werden. Namens der Anglo- Iewish Association er! (arte Leonard G Montesiore. in jedem jüdisi yen Hause herrschte tiefster Schmerz über bei Tod dcs allgemein geliebten und verehrten- Königs. Auch wir nehmen an der Trauer unserer dnriichen Glaubensge »offen tiefen Anteil. Sohn, der nun als VIII. den englischen 23.1»mi 1894 geboren, auch als Vertreter der nft der Weltkrieg was das große bestimmende Erlebnis seiner srmgen Mannessahre. Schon si'm November 1914 ging er nach Flandern.- Als Frontsoldat r ät er m den politischen Gesichtskreis rmd auc > in unser Blickfeld ein. / u hifäu ms-Ä u sticllung i - A- <-f.-llnn» im JüdisJten Mustum ■ lad) der Ansiiellung Breslauer Künstlet ft: ,im 12. Jaguar hie Ausstellung Havv und Fmgesten ercOner worden. Da die Ausstellimg „Altes Kulrurgerä: aus Privatde'itz" noch im ersten 2ual zu lehen,.ist. lo mußten b«d« Künstler i>, den Hinteren E>ang. der lein Tagpslicht bat und nur iür Eravhik gedacht ist. Hoffentlich werden die ,'algenden. Aussteliun gen im Raum mit Tageslicht Veranstalter, deinn di« jüdischen Künstler sind fast nur für Ausitcllungen aui das jüdische Museum angewiesen und darum sollten lie dort in der wirkungsvollste-- Art dem Publikum gezeigt . weiden. Pie Vilder von Henri; H a v o, die nicht [nr groß im irorrnat sind und keine starken Harben baden, wirken nicht übel bei künstlichem Licht, aber bei Tageslicht würde di« Schau trotzdem bestechender fein. Henrn öaop iss erst nach dem Kriege Maler geworden: et war Beamter bei der Reichsbank, sväter Prokurist in einem Bankhaus. Als Landchafter hat er es zu kehr beachtenswerten «sultaten gebracht, eine gesund« unaekünelte Anschauung, eine schlicht«, allen Mätzen abhold« Technik kennzeichnen seine Bilder. Sie lind wir grschaksen für kulttoierte Wohnungen, geben dem Laien keine Rätsel ctuf in Bezug auf Technik und schließlich wird auch der Nichkrachmann emollnden. daß die Bilder von einem ehrlich ringenden, begabten Maler geschaffen wurden.! Petsr iringesten. noch nicht zwanzig Jahre alt. i!r heute schon rin beachtenswener Bildhauer. Daß sich junge Künstler gerne an besonders „tiefgründige" Themen heranwagen, sst eine brannte Erscheinung. Fmgesten beäugt sich mit einer sninbolischen Darstellung der „Ewrakeit". Aber da es in der Kunst picht auf da» ,.Tl>o»". sondern auf da» „Me" Rtuin<äl[& 0ll<ci!* ’ Hinrichtung einer Hteressynagoge in Warschau Warschau, 17. Januar l3-T-A). Wie der Jüdischen TeleAraphen-Agentur mitgereilk wird, haben die Militärbehörden dank best Bemühungen des Feldoberrabbiners der polnischen Armee Major Steinberg, dem Heeresrabbinat »ln Gebäude überlassrm das als Synagoge de« jüdischen Soldaten der Warschauer Garnison eingerichtet werden soll. Die Znslandseyung und innere Einrichtung des Gebäudes für seinen neuen Zweck wird au» Mitteln der Heeresverwaltung bestritten. Auf ihre Kosten wird auch ein Kantor für die Garnisonssnnaqog« engagiert. Der Synagoaenchor wird aus jüdischen Soldaten gebildet. Es ist dies die erste Garnisonssynaaoge von solchem Ausmaß, Mt in Polen von den Mrlitärbehörden errichtet wird. Ausscheiden von Iuveit auö öffentlichen Ämtern Zn der .Deutschen Zustiz" wird «in Runderlaß des Reichs- und Preußischen Minister des Innern vom 21. Dezember 1935 veröffentlicht, der Richtlinien für das Ausscheiden von Juden aus öffentlichen Ämtern gibt. In dem Erlaß heißt es: 1. Rach ß 4 Abs. 1 der Ersten Berordnung zum Reichsbürgergcsetz, vom 14. November 1935 sRGBl. l <c. 1333) kan« es« Jude <8 5 dieser Verordnung) ein öffentliches! Amt nicht bekleiden. Di« Berordnung ist am Ill.iNovember 1935 verlündet und damit am 15. November 1935 in Kraft getreten. Jüdisch« Träger eines öffentlichen Amtes sind somit am lo. November 1935 kraft Gesetzes aus. ihren Ämtern ausgeschieden, abgesehen von den Beamten, für die 8 4 Abs. 2 Satz l der genannten Berordnung ein« Sonderregelung trifft. 2. Für den Fall, daß enfftstechend« Anweisungen bisher noch nicht ergangen sein sollten, ersuch« ich, umgebend Bestimmung zu treffen, daß jüdische Träger eines öffentlichen Amtes ihre Tätigkeit sofort «instcllen. 3. Träger eines öffentlichen Amtes im Sinn« dieser Bestimmung sind außer den Beamten, für di« ein« Sonderregelung getroffen ist, die Personen, di« dazu bestellt sind, obrigkeitlich« oder hoheitlich« Aufgaben zu erfüllen, wie Iz. B. Schiedsmänner, Fleischbeschauer, Stempelverteiler. 4. Bestehen Zweifel darüber, ob es sich um ein öffemliches Amt im Sinne dieser Bestimmung handelt, so ist unverzüglich die ^Entscheidung der Vorgesetzten Dienstbehörde einz»cholen. l Mental AtatürkS Forderung Saloniki, 16. Januar <I.D.A.>. Di« Salonikicr Zeitung .El Tiempo" berichtet, der einzige jüdische Abgeordnete der türkischen ^Nationalversammlung in An ... . ihrer Bestnnniunuri, Anforderungen an die Reinh it des Blutes stellen die über 8 5 der Ersten Ber »rdnunq zu», y.c.i*. bürgergesetz hinausgehen. Der Präsiden! ser Reichsprcflekammer veröffr rtlicht hierzu ,->ne Berordnung, durch die zur Angleichuna der Anordnung zur Wahrung d« r ffnabhängigke,: de, Zeitungsverlagswescns vom 14. April I93o an ,\>n Sprachgebrauch des Reichst« irgergesetzes der Ze- " durch .Abstammung oder arrvenpaiid:en Blute«"' ersetzt wird. Demna, l> heißt es in der ordnung. daß für den Berech iqten im Verlag und deren Ehegatten der Nachw is der Abstamniung von Borsabren deutschen Blutes bis zum Jahre bringen ist. oder artvenvand,^-n 18 00 zurück zu er- Vertrieb von vrven tön nnr Vnrch Keic, Im „Reichsanzeiger" wi des Reichs- und Preußisch^ ster» veröffentlicht, in der den Vertrieb von Orden Ordensbändern getroffen Vertrieb sind danach nui stellen zuzulassen, in denen Betriebes und nach Art dqr lenen Waren üblich und Orden. Ehrenzeichen und einbar ist. Zugelasien werd; Verkaufsstellen, deren 2n > wörtliche Leiter Reichsbüig Verordnung vom 14. Nc Ausnahmen hiervon könnet ausländischer Orden durci > lassen werden und bedürfen des Ministers. In einer Bemerkung zu heißt es. daß die Beschränk auf Reichsbürger einem E den Vertrieb von Orden deutschen Orden) dem jüdi ziehen. Mit den Begriffen antwortlich« Leiter" sollen ternehmer und Geschäffsfsi die verantwortlichen Leiter erfaßt werden. d Ehrenztichen Sbürger d eine Anordnung n Wirlschaftsi" ni- Lestimmungen über Ehrenzeichen - d oerden. Für cn solche Verkäufer nach Ari der übrigen feilgc! rlder Würde 'er Ordensbänder rer' n können nur loicheaber oder veranter im Sinne der oember 1935 Und. für den Verlried Ausländer zu,e der Zustimmung nit dieser Anordnung ung der Zulal'-.ng rfordernis entspreche, usw. (ittsbeTcgtbcre ijchen Handel zu cnt- Inhaber oder vernicht nur die ilnhrer, sondern auch juristischer Personen! U-k"’! tu -Jze MLICATORl^ da» »ina y u t e Lo detwroren UNSERE VERKAUI SOESCHAFTE. üntara. Dr. Abrevava, redung erklärt, der Prüsidesst der Türkei, K e m a l Hab« in einer Unter- BiHln. Tiaatittaitrik 16 Haisbari. Jnotfcnitkf Kol» a.Rb.. Hohcartk 11) Eilto, Uabtditnk 10 Wuppertal-Elberfeld Ei ms, Am Heaptbahnhofll B n e b a m. KortuDttnle 67 Pr inkfart M.. Rolmarti iS Z< ntrato. OKtobtcb i M I linofanto 36 ankomnit und bei bei Beorteilung eines Bildhauers auf sein eit Irisches Empfinden und seine Darstellungskro ft. so soll zuerst festgestellt werden, daß F ngesten beides im hohen Maße besitzt. Das r irite Werk, besonders im Hinblick auf die Jug^ nh des Künstler», ist der Frauenkopi „Debori h". im Besitze des jüdischen Museums. D e Formen sind groß und einfach, durch inner« i- Empsrnden belebt und veredelt. Ueberhaupt zeichnen sich die meisten Köpfe durch eine B:se«l»mg der Formen und eine gute Charakteri tik aus,, wie der naturalistisch aufgxfaßte K mf des Herrn Steintbal, der etwas stilisierte Nädchenkopf und,vie beiden. säst - an ägyp! ische ~ Plastik erinnernde vollends stilisierte Masken „Schwestern", bei denen ein kleiner mondäner Einschlag, wie man in Titelblättern moderner Zeitschriften mit . „neuer Linie" sieht. Ibesser weggeblieben wäre. Fingesten gestaltet st»as Jüdisch« würdevoll, ohne es zu verschönern, wie man e« von einem Jugendlichen, der in einem Bund aufgewachftn ist, nicht anders erwartet. In einem vorder n Saal ist der ,L«ilige Berg" vor Dr. Afted Nosslg nicht, wi« man mir im Mus ucm lagt«, »ausgestellt", sondern lediglich zu: Diskussion geteilt. Di« Arbeit ist nur als gute jüdische Gesinnung zu bewerten, ein«' Ligenschaft, die viel« besitzen. di« aber nicht gleichbedeutend mit Kunst ist. Mag fein, daß der „Heilige Berg" aus Laien und Sachves sandigen wegen des biblischen Themas Eind ~ud macht, aber den Beifall der der bildend en Künstler wird er nicht erringen und gera »e solch«, di« wie z. B. Arno Nadel, mit ik rer Kunst ganz im Judentum wurzeln, lehni n besonders in der heutigen Zeit eine so! he Arbeit ab, denn auch beute muß in erst, c Reih« die Leistung' stehen und Idee un» Gesinnung, zur Plastik gestaltet, muß zuer is den Anforderungen entsprechen. die ein K: nstwerk haben ^muß. (Auch wir möchten bei wr kultuHellsn Ausgostaltung des jüdischen Leb^nsraumes vor „nattonalem Kitsch" rechtzeitig warnen. D. Schr >.; Kam. I. R Mendelsfohn-Gedenkfeier Dem Gedenken Mendelssohns war ein Abend im Jüdischen Frauenbund aewidmet, an dem Dr. Erich Lichten st «in in der Form einer Hörfolge dt« Geschick« der Fgmille Mendelssohn skizziette. Den Ausgangspunkt bildet selbstverständlich der klein«, groß« Moses aus Dessau, der nach Berlin zieht und! berufen wird, die geschichtliche Aufgabe des Pefteiers des deutschen Judentum« aus Mittelalter Und Ghetto, des Reformators, der das Judentum auf die neuen Verhältnisse, di« Emanzipation, ausrichtet, zu übernehmen und zu erfüllen, der ein allgemein anerkannter populär-philosophischer Schriftsteller von eleganter, anmutiger.Form wird, der der Freund eines Marmes wie Lessjng ist und sich der Schätzung Kants «rfteut. Auch di« menschlichen Hinweis« fehlten nich«, so! die teilweise Wiedergab« der bekannten rührenden, aber legendären Erzählung Derthold Auerbach« (»Zur guten Stunde') von der Vertauschung der Buckel, mit der Mofts Mendelssohn tu»« Herz der Braut gewann. Das berühmteste ftifter Kinder ist die hochbegabt« Doroth«a,die!ond«r Seit« des Kaufmanns Veit kein GenLge findet und schließlich den deutschen Romantiker, Literaturhistoriker und Kritiker Friedrich Schlegel heiratet, mit dem sie ein« schöpferisch angeregt« Eh« führt. Ihr Bruder Abraham hat sich selbst und sein« Stellung in der Familie witzig und bescheiden dahin gekennzeichnet, daß er erst der Sohn eines berühmten Vaters, dann aktzr der Vater eines derühmten Sohnes gewesen wäre. Dieser berühmte Sohn war Felir Mendelssohn - Barth o l d y, der mustkalisä« Wunderknab«, den Goethe fast enthusiastisch pegrLßt, der dann mit siebzehn Jahren die Ouvertüre zum .Sommernachtstrau»»'' schreibt, der Komponist der Oratorien .Paulus" und .Ellas!' und dazwischen vieler Lieber nach Goeth^che» U»d Lwüwsch«« Text«« gen sind. Er entdeckt den vergesse i«n Johann Sebastian Bach neu und führt seine ,c -assion" auf; er wird, auf Reisen nach England, ei» berühmter Gastspieldirigent, der Chöre von 20 0 Mitgliedern leitet; die Uraufführung seines .< rommernachtstrauins" findet im Neuen Palais in Potsdam siatt, König Friedrich Wilhelm IV. ma ht ihn zum Gencralmusikdirektor. Der Tod sein cr Schwester Fanny trifft ihn und ihren Man», den gleichfalls bekannten Maler L e n s«l, ti es und es ist ein Schlag, von dem beide sich nicht me >r erholt haben. Überhaupt hält eine zättltch« 1 lebe die verscbiedenen Glieder der Familie zusao men, die verschiedene weltanschauliche Stellung o >«r Stellung zum Judentum macht sich allenfa Is in einer gewissen Distanz zueinander, nie aber in eigentlichen Gegensähen oder Zwistigkeiten gel> end. Sie alle sind >ung gestorben haben 'ihr Leben früh verströmt, aber «ine große Leistung-in eim r kleine Spann« Zeit gepreßt. Erst mit Pauk, dem Gründer des bekannten Bankhauses, begin »t ein gemächlicheres, stabileres Geschlecht, das i vch heute bemerkenswette Bettreter sein eigen ««nnt. Wie verschiedenauch die Generationen .dies x Familie von ihren» Ausgangspunkt zu sein sch« nen — e« find in ihr dieselben Gesetz« der Entwi klung wtrffa«, dt« di« deutsch« Zudenheit geprägt »oben. Zu dem Vottrog und der verbindende« Watten Lichtensteins las Erna Fel d-Leonhard Proben aus Wetten Moses D endelssohns f.Phadon oder über di« Unsterblichkeit der Seele", Dibelübecsc y ung) und aus Briefen »er Familie. Mit der lebendigen Darbietung vort Kompositionen Feist Mendelssohns-Barthvwy ( klnen .Sei gttreu bis in den Tod" aus dem Oratorium .Paulus, .Höre, Israel" aus dem . Elias", Lieder .Es m ein Schnitter, der heißt Tc d", .Auf Flügeln des ., .Benetranifchc» Gonsann« Lanvsberg' _ , erntw Fabian am Klavier verständnisvoll unterstsitzt, viel Applaus. Kam. I-. R- I 4 i