Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 4 (24.1.1936)
- Date
- 1936-01-24
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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T 1 : ein besondere- Wort notwendige, so nütz- Var OßcbanDspfichdien von I Jakob Picard über was nicht alleist aus dem Kriegserlebnis heraudoch geschrieben worden, damal- und seither und in den lehren Jahren gümat! über alle-, so scheint e-. Und doch gibt eti nen Gegenstand, über den meine- Mistennoch nie i verloren worden ist, eine so llche, so.— Menschenfreunds che Sache, wie über da- Verbandpäckchen. Ihr w Ihr Jungen, die nicht mit brausten waren, wißt es vielleicht nicht, nicht einmal vom Hörensagen mehr, was es um diese unscheinbare kleine Sache auf sich bat. Aber wir anderen, wir von damals, wisten Bescheid. Und doch bar keiner bis setzt je ein rechtes Wort darüber < esagt, undankbar wie die Menschen nun einmal stn >. ... Mir wenigstens ist nicht bekannt, dast jemand über das flcine graue Päckchen Stofs mit den groci Nadeln, das so vielen, ja, das Leben ger «et hat, einiges zu sagen der Mübe wert gef»,den habe. Und doch müßte man ihm viele 3 Zone widmen, einen Hymnus geradezu, diesem n ^artigen Gebilde aus Mull, Leinwand und Heftn. dein, das wir alle im Augenblick, da wir feldinc rschmästlg ausgerüstet wurden, zum Abmarsch der ir, zusammen mit der Erkennungsmarke und zulet t nach allem anderen, aber nicht als Unwichtigstem, wie wir gleich sehen werde«, ausgehändigt bekamen. Bundeslettung Um In Zukunft eine möglichst große Zahl von Kameraden in wechselnder Folge an den aktiven Arbeiten des Bundes zu betelltqen, werde ich die Besetzung des engeren und weiteren FührerraK alljährlich neu vornehmen und von den bisherigen Mitgliedern nur eine geringe Anzahl von Kameraden alljährlich wieder in den Führerrat abordnen, um eine gewisse Kontinuität der Arbeit zu gewährleisten. Ebenso werde ich bei der Besetzung de- Dundesehrengerlchts verfahren. Dr. Löwenstein, Bundesvorsitzender. 6t doch, was das ist? Grenzmark Die Erkennungsmarke, liier sie wollen wir uns ein andermal unterhalten, i bwobl s i e gerade und genau besehen, auch mit dem Verbandpäckchen direkt etwas zu tun hat, t irekt mit ihm in Be ihr wißt, wann sie in wenn das Verband-, und eben keinen Sinn ziehung steht; denn ... nun Aktion 5zu treten batte .. Säckchen nichts mehr nützte mehr batte, so ist es. Die beiden Dinge also bekamen wir kurz vor dem Ausmarsch überreicht. Es war ein feierllcher Augenblick geradezu; denn <» war da« Zeichen dafür, dast es nun ernst wurd:. Das kleine länglick» runde Päckchen, es war w e ein Geschenk, wenn der Kammerunteroffizier es nun ausbändigte, trugen wir von da au in jetjem Augenblick, da wir brausten waren, in der Fqlie unterm Nockzipfel jahrelang, bis ans Ende; oder, ja, bis e» seinen Zweck erfüllte, bis wir uns i ines Tages im Wüten des Feüers, unter den Einsct lägen, dem Zischen der Jnfanteriegeschoste seiner erinnerten, an dos wir all die Zeit achtlos nicht ui ebr gedacht hatten, es hastig lösten, auftiffen, um, am Boden liegend, unsre eigene Wunde oder, was viel häufiger gescbah, die des Kameraden, wenigstens für kurze Zeit zu verbinden und zu stillen, für einige Slun den -vielleicht nur, manchm. l aber auch für Tage, bis der Arzt kam, oder bi > wir ihm vorgelegt wurden Unterm Geruch von Jod und Karbol und zwischen den Seufzern der anderen und ihrem Schreien aus der Zeltbahn oder der Bahre ... Und erst dann, wenn wir e-: eines Tages so dringend brauchten, sahen wir, < us was es bestand, es war ein rötlicher, steriler Gazebausch, manchmal auch gelblich innen; und zul tyt, ja, da war es nur noch Papier, das darf nich: verschwiegen werden. Di« Gaze legten wir auf die Wunde, aus das Blut, einen Bausch und oft mehrere, und oft reichten viele nickt; und festge Kunden wurde dieses leimfrcie Zeug mir einer langen weißen Mullbinde, die gleichfalls in den Päckcken war. * j Hber, wo« ist es schon, daß ich hier versuche, tbeorerisch zu schildern, wo u man das venoandte. V3enn ich. ein Beispiel erzä ile, das ich erlebt habe, so wird man am besten erb nnen, was das für eine Bedeutung batte, das sie u is so mitgaben. Denke ich nur daran, wie wir, n ilcr halber M.G.-Zug, an jenem Juninachmittag (bei Nollot unsre sämtlichen Bäckchen hergaben, lim den Offizierstellvertreter Jsteber zu verbinden um wenigstens zu versuchen, den Blutstrom, der aus seinen beiden, von einer Granate zerrisienen ' -einen wie aus Röhren quoll, etwas zu hemmen, wa« uns auch zunächst zu gelingen schien, obwohl der Anne später doch hat sterben müssen... Ur d vergesse ich nicht, wie ich meinem Kameraden »n Gewehr, dem Kill maier, als ihm der ilnte arm durchschlagen war und der Knochen weist I erausragte, ein großer Splitter, mit meinem Päi chen und dem seinen ein wenig Beruhigung verschc ffte, wenn es auch nicht viel sein konnte, denn er r >ar daheim Friseur» und damit mußte es nun zu knde sein; er wußte es und jammerte. Nun, Heu e ist er Briefträger mit seinem einen Arm, und et geht ihm ganz gut, wie Ich vor einigen Jahren hörte; ibr könnt also ruhig L-'D.-Tagvng Schveldemichl. Am 12- 1- 36 fanden sich in ' Schneidemühl die Ortsgruppen des Landesverbandes Grenzmark zur Landesverbandstagunq zusammen. Hierzu ent'andte die Bundesleitung den 5tam. Dr. Rosenthal. welcher über die Tätigkeit des Bundes im letzten Jahre eingehend berichtete. Ter Landesverbandsvorsitzende Kam. Tr. K r o n h e I m dankte dem Kam. Tr. Rosenlhal kür seine interessanten Ausführungen und bat ihn. die Bundesleitung der treuen Gefolgschaft ihres kleinsten Landesverbandes zu versichern. Niederschlesien tiürfinber# i. Sch!. Der letzte Sonntag <12. 1.) vereinigte die Grünberaer Orts- und Spongruppe mit ihren Untergruppen Hchwiebus, Crösten, Züllichau. Neural; zu einem Kameradschaftsabend. an dem zur großen Freude aller auch Kam. Ballack. Breslau und Kameraden der Ortsgruppe Glogau-Frenst-dt mit ihrem Ortsgrupxenleiter Kam. Markus teil* nahmen. Nach der Gefallenenehrung erariff Kam. Ballack das Wort zu leinem Vortrag über „Jüdische Geschichte und' positiv^ jüdische Arbeit in der Gegenwart". Er zeigte prägnant und tiefgreifend die Geschickte der Juden in Teutschland von vorchristlich'r Zeit bis auf die Gegenwart auf. um dann?uk die besonderen Probleme und Erkorberni 'e -der Jetzt'eit ein'uaeben Seine von ernster Sach lichkeit und höchstem Verantwortungsgefühl getragenen Ausführungen fanden das regste.In teresie der lehr gut besuchten Versansmlunz. die mit ihrem dankbaren Beifall nicht zurückhielt. — „Erinnerungen an die We «front" ries der Ortsaruppenleiter Kam. Tr Metis durch eine Reihe von Lichtbildern (Fotos und Ansichtskarten aus Kameradenkreisen) wach, mit denen er die Kameraden in ernte und frohe Kriegserlebnisse in Stellung und Ruhr ouartier zurückversetzte. Der Abend brochte weiter heitere Darbietungen de» Kamt Markus und der Svortkameraden Grätz (Svortgr. Glogau). ein Biotinsolo des Kam. Kafier. sodann eine lustige „Lichtbildwochenschgm" die alle Freude und Heiterkeit hervorriefen. Zwischen den ein-elnen Darbietungen brachte ein aus 9 Mitgliedern der Orts- und Sportgr. Grnnberg aebi'detes Kammerormelter klalsi'che und leichtere Musik mit verständnisvoller Liebe zu Gehör und erntete damit rei chen Beifall. Erst die Polizeistunde chgchte der in bester kameradschaftlicher Harmonie verlau'enen Veranstaltung ein Ende. , Ter Ortsarupvenoorsitzende von Glünberg, Kam. Tr. Metjs. der für die Säche.des RjF. beispielhaften L'nlaft leistet, batte die'es Orchester das feige Feuerprobe gNnlend bestanden hat. zusammengestellt: um die Proben des kleinen Orchesters regelmäßig duvckführen zu können, kommt,man an Wochentag-Abenden einmal in Grünberg, ein andermal auch in anderen Orten zusammen. Auch dev, Lichtbilder-Dortrag war von Kam. Metis mit viel Geschick und Liebe zulammengestellt, worden. Die Leistung dieser Ortsgruppe findet ihre Anerkennung nicht nur bei den Kamerad»«' Schlesien» und im dortigen jüdischen Leben überhaupt, sondern nicht minder in der Bu.rdesleitung.; Westdeutschland ■ Bielefeld. Die Ortsgruppe veranstaltete am 16. Januar einen gut besuchten Kameradschaft«- abend. Wie freuten uns, «m diesem Abend den Landesverband-Vorsitzenden von Niedersachsen, Kam. Walter Fürst- Hannover, begrüßen zu können. Kam. Fürst referiene über die Bunde»- arbeit der letzten Wochen. Ljnnich. Die Ortsgruppe hatte am 29. 12- 1935 eine Veranstaltung, an der auch der Vorsitzende des Landesverbandes Kam. Süßkind. Köln, teilnahm. Ter Vorsitzende Kam. Dr. Weber begrüßte die zahlreich Ershienenen. gedachte der im Weltkrieg Gefallenen und umrih in seiner dlnsprache mit klaren, eindringlichen Worten unsere heutige Lage und Stellung. Nach jhm ergriff Kam. Süßkind da» Wort. Kam Gottlieb brachte einize Gedanken über Ehanukka. Das Htiiptrefeiat hielt Herr Dr. Solomon, Köln Sein Vortrag lüste lebhaften Beifall aus. Württemberg Ulm. Die Ortsgruppe veranstaltete am 39. Dezember eine Abschiedsfeier für den von Ulm scheidenden Kameraden Obcrleh7er Adler. In allen Ansprachen kam seine große Beliebtheit zum Ausdruck. Ter Vorsitzende hob besonders seine außerordentlich rege Tätigkeit als langjähriges Ausschußmitglied und als Kassierer der Ortsgruppe hervor. Bon den Vertretern des Vorsteheramts und des Radbinals wurde seine eriprießliche Arbeit als Lehrer gewürdigt. Tie besten Wünsche der ganzen Ortsgruppe begleiten den nach Stutt gart verziehenden Kameraden, -dem als Erinnerung vom Vorsitzenden eine Ulmer Radio" rung überreicht wurde. Berlin und Mark Fest der Gemeinschaft Ortsgruppe Gharlottenburg. Als. »Feit der Ge meinjchaft" hatte die Ortsgruppe eine größere Ver anstalrung im Brüdervereinshaus aui ll. Januar aufgezogen. Nach einem von Kam. Walter Gutmann wirksam zu Gehör gebrachten B o r j p r u ck rollte ein künstlerisches Programm von höchst de' achtlichem Niveau vor dem ebenso vollzäbligen wie gepackten Auditorium ab. Sängerische Kräfte wie Paula Salomon-Lindberg, Kam. Wilhelm Gutr mann, Erika Samson, ein Meister von Weltruf wie Andreas Weißgerber waren für die feinfühlig zusammengestellte' Folge 'musikalischer Genüsie auf geboten. Dep Beifall war immer wieder außerordentlich und — verdient. Auch Leo Taubmann, der am Flügel einfühtend begleitete, hakte hieran seinen Anteil. Der Nest des' gelungenen Abends »vor der Geselligkeit gewidmet; eine besondere Attraktion war die ungemein reiche Tombola. Dem Gemeinsckaftsgedanken. auf den diese Veranstaltung in ihrer Benämsung Bezug nahm, hat sie gewiß durch ihren harmonischen Berlauf gedient, — sicherlich auch noch hinterdrein durch ihren Ertrag. Kameradschaft der Tat. — Denn nur wer in der praktischen Bundesarbeit steht, kann die ganze Fülle dingebender Arbeit ermessen, die dem Gelingen eines solchen Abends vorausgeben muß. Niedersachsen Hameln. Nach langer Pause fand am 17. Januar wieder ein Kamerädschaftsabend unserer Ortsgruppe statt. Der Vorsitzende Kam. Moritz Stein¬ Der jüdische Frontsoldat in Gesetzgebung und Rechtsprechung Wichtige Fragen zum neuen außerordentlichen Mietküödignn^-recht nach der zweiten Verordnung'zum DkeichSbürgergrsetz. — Schlußtermin: 31. Zcknuar 1936. Kündigung von Tclephouverträgen. > Durch die I zweite Verordnung zum Reich»- bürgergesey gewinnt der 31. Januar 1936 eine sehr erhebliche Bedeutung: Spätestens am 31. Ja nuar 1936 muß die für den 3l.März 1936 erfolgende außerjordentliche Kündigung des Miet- Verhältnisses über Räume dem Vermieter zugeden. d. h. in feinem Besitz fein. Das außerordentliche Kündigungsrecht steht folgenden Personen zu: Beamten im Sinne de« § 4 Abs. 2 der ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz, die beim Übertritt in den Ruhestand nach den allgemeine» versorgungsrechtlichen Bestimmungen ’ ein Ruhegehalt noch nicht erdien» hatten oder die überhaupt keinen Anspruch aus Ruhegehalt haben, ausschetdenden Notaren, denen die Gebühren selbst zufließen, und A n g e ft e 111 c n von Notaren, die durch das Ausscheiden des Notars stellungslos geworden sind. : Wird dieser Termin versäumt, so bestehen nur noch die sonstigen verttoglichen oder bürgerlich-rechtlichen Kilndigungsmöglichkeiten. . Da« außerordentliche Kundigungsrecht erfaßt grundsätzlich nur Mietverttäge über Räume. Da« Kammergericht Hai e« aber was besonders für Notare beachtlich ist über den Gesetzeswortlaut hinaus auch auf Mietverttäge über die in den Räumen befindlichen- und nur in Verbindung mit, diesen benutzbaren Fernsprechapparate erstreckt, so- - fern die Räume, in denen die Fernsprechapparate angebracht sind, gleichfalls außerordentlich gekündigt werden (Urt. v. 18.11.19.44 U 3653/34,"flbgedr. in Hvchstrichterl. Rechtipr. 1935 Sp. 334 f ). Denn es würbe, wie da» Kammergericht meint, einer vernünftigen >md sinngemäßen Auslegung widersprechen, wenn man emer e>on der Arier gesengedung betroffenen Person zwar das Recht zur Kündigung eint« Mietvertrages über Räume, nicht aber auch zur Kündigung eine» Mietverttäge«, über die in diesen'Räumen-befindlichen und nur in Istrlündung mir ihnen benutzbaren Fernsprechapparate zugesieben wollte. Da« Erfordernis, daß auch zugleich der Mietvertrag übex die Räume außerordentlich gekündigt fein mtzsie.' leitet das Kammergericht aus der Erwägung her. daß nur in diefem Fall eine Fortsetzung de« Mietverttäge« über die Ferizsprechapparate für den Mieter gegen-' standslo« wird. Da» Urteil enrdält zwar ckestie authentische Interpretation, ist aber bei dem Ansehen de« Kammergerichk« von großer präjudizieller Bedeutung. Dr. Erwin Spiro. '»iMMMWnRIiüMMIlII seid begrüßte die Kameraden, gedachte der Gefallenen, um sodann den weggezogenen bziv. au«- gewandenen Kameraden ein Abschiedswort nach- , Anrufen. Ferner widmete er Worte wärmsten Danke« dem seitherigen Vorsitzenden Kam. Mar Birnbaum. Auch dem seitherigen Kasienfübrer Kam. Otto Münchhausen, der mit seiner Familie nach Übersee auswandert, sprach er für seine , korrekte Kästenführunq den verdienten Dank aus; als ^-künftiger Kasiensükrer wurde Kam. Hermann Hamm ers ch l a g bestimmt. Nachdem die reichhaltige Tagesordnung erledigt, .wurde noch beschlossen, von jetzt.ab allmonatl i ch einen Kameradschaftsabend abzuhalten und bei der nächsten Versammlung den Landesverbandsvorsitzenden Kam. Fuerst zu einem Vortrag zu bitten. _ sein. ... Was einent nicht alles einsällt, n enn man sich da» mit den Verbandpäckchen überlec t ... An den Killmaier habe ich lange nicht gedach , und die Sache ist schon annv 15 passiert, bei Loo > war e«. Natürlich hatten auch die anderen l iese gute Einrichtung, oft konnten wir französisches oder Nlssische« Verbandzeug benutzen. Wie vir dazu kamen, wird man sich denken können. Und es muß sogar gesagt werden, daß dieses fremde nanchmal bester war als das unsre. Noch heute, wenn Ich auf Skitour ins Gebirge gehe, finde ich immer in der Vordertasche de« großen Rucksacks ein Verbandpäckcben, das ich nach der Schlacht um Riga, an der Straße naih ILenden genau, dl oben in Livland, als Ersatz mitgenommen habe, >,o sie nur so her Umlagen, weil der Rüste ein wenig schnell laufen gegangen war und mit änderest Dingen a»ich seine Sanitätswagen hatte zurücklafffn müssen. Das trug ich dann bis ans Ende bei mir, weil es schön in Kautschuk, in Gummi, gehüllt war und darum einen solideren Eindruck machte als die unseren. Wo gab e« denn im Jahre 1917 noch Gummi bei uns. Dann brachte ich es nach Haus, und seither begleitete eS mich,- wie gesagt, auf die Gipfeltouren, und es war ünmer ein beruhigendes Gefühl, es unter anderem fürsorglichen Verbandzeug der mir zu wisten; ja, ich.habe das abergläubisebe Gefühl, mir könne nicht« passieren, wenn ich gerade da« bei mir habe; jetzt fällt es mir ein. Nähme ich es In die Hand', so steht klar auf dem Stoff der Stempel der Fabrik und des Handelskaufes, die da» Ding mit hunderttausend oder gar Millionen anderen ver russischen Intendantur, den lieben Bundesgenosten, geliefert haben. Denn, wie lautet der Name? Seht: I. Akikusa, Tokio steht darauf. Die kleinen fixen Japaner haben ein gute« Geschäft au« dem Krieg gemacht; von den schweren Feldhaubiyen angefangen, die uns am Naroetschr fee so viel zu schaffen machten, bis zu den fleinen Verbandpäckchen haben sie den BundeSgenoffen selbstlos geliefert, mit denen sie jetzt nicht mehr gerade so gut steben; man weiß ja wanim. ... DochUrst erfunden wurde diese« praktische, diese« so wichtige Ding von einem Deutschen. Das ist fteilich lange der. In den Befreiungskriegen gab es da,einen einfachen preußischen Feldarzr e» sind jetzt Hunderkzweiundzwanzig Jahre seitdem , der noch nicht einmal ein richttger Arzt, sondern ein Sttident war und zuerst bei den schwarzen Lüyowern als freiwilliger Jager eingetreten war und schwere Kämpfe mikgefochten batte, dann aber ' gegen seinen Willen als Arzt verwandt wurde, weil sie daran großen Mangel Karten, und er schon' einige Semester Medizin studiert hatte. Aber die praktische Erfahrung batte er eben schon, da er zu erst ein richtiger Kämpfer gewesen war und wußte, was not fat. Krimer hieß er, Wenzel -Krimer. Er stammte . aber au« dem Österreichischen, au« Mähren;/ doch war er ein preußischer Soldat geworden und blieb auch später ein Preuße. Nack dem Krieg wurde er Arzt in Aachen, und dorr infeldj£/men tu r^e rkau l«ndeshul »r Leinen* und Gebfldweberei F. V. GRONFELD Leipziger Strebe 20-22 Kurtürjfend’amm 227