Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 3 (17.1.1936)
- Date
- 1936-01-17
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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l> ng bei jüdischen Palästina zu Kilfe gekomn «n sind. Allerdings halten wir — aus Gründ n der Verantwortung — eine streng sachlich n lichterne Beurteilung der Entwicklung des Pall lstina-Prvblem« für unerläßlich. Das Pall >ftina-Amt Berlin hat unter dem 10. Januar 1M6 bekanntgegeben, daß von dem "Vinter v :chedule 1935/36 (ee handelt sich also um ein halbes Jahr) für Deutschland noch 340 Zcrtif kate (abgesehen von HO Flücdtlingszernfika ün) zur Verfügung stehen. "Vir bedauern im! Interesse »es zur Auswanderung bereiten Teils unserer Jugend diese relativ geringe Ziffer,;umal wewn wir allein an die rund 15 0<*0 Zertifikat-Anwärter im >5echaluz denken, von »enen alid auck nur höchstens 3 drei wm wundert ibren Auswanbeningswun'ch >ach Palästina ersüllt sehen werden. ilm so!deutlicher wird hieraus, daß neben! er Blickrichtung aus Paläuina auch die Blicklichtung auch anderen Erdteilen absolut > lotwendig ist. Vir dürfen sagen, daß wir in I er Bruppen-iuswundening junger Menschen! lach Übersee gerade jlgt in enger Verbini ung und sdankenswerter ddilssstellung mit dem ^ilssverei^> der Juden in Deutschland Eri olge in dj> Vege leiten konnten. Es wird an > nferer Z:':iiakioe nicht seblen, unr kiele weiter > uszubaueb -Cluct» auf zionisnicher Seite ivird > um dies anerkennen, man wird dorr einseben nüiTen, d.sß die Polasrina-^luswanderung den!.N'ächlich vordandenen- Bedürfnissen allein! VW ragung der jüüllchen /rontkömpfer Polens Ober den Auftakt des Landeskongreises des jüdischen Frontkämpfer-Verbendes in Polen berichteten mir bereits in der notigen Nummer. Nicht ui ' Nögückke dn'.den j So gibt i illdi!. line-n nick iwafrliche 7 nügen .'. rinag. und daß jede andere T die erich'oüen yird, vom gesamkiran \ \H nur öegrüstr werden dark * es kauin ein Bediel jüdischen (.'ebener Au-zzbe::. dem die ^ronlgeneii,r aki.-. - gnrereste, ihre kamerad- Ein'a. o.-reitschafc zuwendet. Venn ein die inwort tur o,e geiitig - charakterliche n'.an soldatisch nennt, so ar>e und doch so inbaltsichwere f. i ch I. Bedinguirgslose Pflichr-?r der Bemeinl|t di, I H ilrung in>? ist;; dae Vörrencn jrfnlliin.'. "meinen 'Hjjft. Eine M'd rinlerördnung des Individuums rar 'ic charakteristische Fordeär.-nksr d-atrn und ist unsere Karsinalsord^bui'- für da« Iudenruin in Deutschsind. Di« „ i . : ch : l, ch e Erziehung ssllsgaber di? 5er VjF seit je in dieser Hinsicht annr der. drängt in der Begenwart auf enticdenste! Verw-.rkl-.ckung. Vas bei den Lite- . 1 .. Benemkioncn nicht zum Bonerl unseres Aldilch-'N ~' früher nicht überall ver- (»irtlickr chrrden konnte', muß bei der Jugend. ie einer narien Zukunft enrgegenwächst. ver s.>irkrr.i,: fn;n Dre ^Irbeit der Frontgenejanvn an °,ii 4 mir rer Jugend in diesem Berste ist ui s'rcr doickttgsten Anliegen. Der Spo.^ijun.' de« 7\in. stellt nach dieser iV ck:.:. eine oeuriame, von niemandem zu ^ber'rd 'e ^,.stung dar; daß er im Babmen r 's chseich ausschiiüejudü'ch-'r"Evorrverbände .'auf paritärrsch -r Brundiage mir dem Sportber- , and ,-c zusaniinenarbeiiet, ist ein bed>ch,ren>-iv>ch r-s 'Moment. Über den Sportbunb iiia-rai-r <cu Beist r.m unserem Beist, soll l.-.c Bennnun ' , dleibenders 7'?- - schen Mel.s - seen h'ebenfs für hi: I r-. Sra::t". p j.Vr. <s,.;iT..4 5je S'.ntfjiefi-i:! Deurschmftid der Ar> }t . ee - rlmbrüch , jilristben srroiitsoldaren ihre 'üewall dorr den jungen jüdin us.- >ren, wo ne für den schwebt öerangehilder werden. Das gilt E ck u l e ,-oiIt aber auch für r k r i s ch : r Ausbildung jeder wir daran erinnern, daß •y!. ül.rschrchlung der Juden in l.iro c4g<^,-nstand vorausschauen-? war. als lange vor dem I hre« Ist.'>3 das Augenmerk für I diese Problem-' anderwärts noch gering war.! Vir wisien, daß der Beist der Pflicht, das ' Bewußksein der Bervstudlimg der Bemeinschaf:; gegenübc: trotz aller geiwichrlichen Alann- , stgnale noch ,längst mchr '.i* Judentum in Deutschland rn allen ersaßt hat. Die 4 Iahl der n. dst von ihrer jüdischen Berantworj tung aus» jenr immer noch nickt erfüllt nnd, ist i, groß, ist zu ' groß. Eie stehen jenseits aller ° Kruppen, aller fterper'chanen, welche für unser Judentum arbeiten, und wähnen, stch um billi- - gen Preis dein'vollen menschlichen Einsatz enl- ' ziehen, rin die Entscheidung drücken zu können, i Sie »ernennen, daß der Pflichrbegrisf und der ihm immanente Bemeinschastsgedanke im tiefsten Erdreich des Judentums wurzeln, das auch der Boden ihres eigenen Sein« ist. Denn Judentum heißt - seit der Botschaft vom Sinai durch »ie Jahrtausende — Verpflichtung,! Heilige und schwerste'Verpflichtung durch'göttlichen Auftrag! In dfr Mobilmachung der Beisrer zu jüdischem, zu soldatischem Pflichrbewußksein erkennt der jüdische Frontsoldat seine besondere, ihm Historisch zugefallene Mission. Der stärkste Einsatz des jüdischen Frontkämpfers für die jüdische Gemeinschaft ist eine Förderung, die nicht von uns, sotzdern die von der Geschichte selbst für uns gestellt wird. hw Fahnenweih« polnisch-jüdischer Freiheitskämpfer. Warscha», (3.T.A ). Anläßlich des in Warschau tagenden i^andeskongres» ses der jüdischen Frontkämpfer fand im Rahmen eines ^eftgottesdrenftes in der Warschauer Großen Synagoge die feierliche Uebergabe einer von der jüdischen Bevölkerung Warschaus gestifteten Fahne an die jüdischen Frontkämpfer statt. Der Feier wohnten Dize-Innenminifter fteoeii, der Skadtvräsident von Warschau Stasinski. der Vizepräsident DIvinski. Major C;üruk als Vertreter des Warschauer Stadtkommandanten. der Lkreishauptmann .Wassilkiewic» und andere Vertreter der Zivil- und Militärbehörden bei. Abordnungen militäriicher Verbände waren mit ihren Fahnen erschienen. Der Gottesdienst wurde mit dem „Ma tauwu" eingeleitet, dem die Rezitation von Psalmen folgte. Heeresrabdiner Major Steinberg hielt eine eindrucksvolle Ansprache, in der er die innige Verbundenheit der Juden Polens mit dem polnischen Staat seit den ältesten Zeiten bis auf den heutigen Tag hervorhob. Da; von Qberkantor Äpfsewicki mit Drgel und Ghorbegleitung gesungene El mole rackamim für den verstorbenen Marschall Polens. Jolef Pilsudski, wurde von der Versammlung stehend angehört. Die militärische EtzrenabteilNN« »rifentierte da» Gewehr, die Fahnen der Abordnnngen senkte» sich. Mit der polnischen. S,mne und dem ..Ada»» Aulom^ fand die Feier in der Stznagoge chren Abschluß. In geschlossener Formation zogen die Frontkämpfer aus den Synagogenhof. wo die Zeremonie des Einschlagens von Nägeln in die Fahnenstange vollzogen wurde-. Den ersten Nagel schlug Minister Kawecki ein. den zweiten Stadloräsident Slastnski. An der Benagelung beteiligten sich ferner der Bizestadtpräkident Dloinski und die übrigen Vertreter der Behörden sowie hervorragende Persönlichkeiten der jüdischen Gesellschaft,- unter ihnen Pros. Dickstein, Senator Prof. M. Scharr, Richter M. Fryde. Vertreter der Warschauer Jüdischen Gemeinde, des jüdischen In--' oalidenverbande» usw. Hieraus zogen die Frontsoldaten unter Borantritt einer Musikkapelle zum Denkmal des Unbekannten Soldaten, wo ein firanz mit einer die Widmung des jüdischen Frontkämpferbundes tragenden Schleife medergelegt wurde. . . Der zweit« Tag de» Fro«tßämpferho»grefle». Der zweite Tag des Kongresses der jüdischen Frontkämpfer Polens war den Beratungen der Kommissionen gewidmet. Es be-. «leben eine ideologisch-gesellschaststche, eine statutenrechtliche, eine Kommission kür „allgemeine und brüderliche Hilfe", eme histörisch:, eine Kommission für Prelle und Propaganda, eine Finanz- und Budget-Kommlssivn’ und eine D rganisations-Kommisiion. Die größte Bedeutung kam den' Arbeiten der ideologisch-gesellschaftlichen und denjenigen der Statutenkommission zu. In diesen Beratungen soll die Grundlage für die gesamte wertere Entwicklung des Verbandes in jeder Richtung gescharfen werden. Es wird erwartet, daß auch die Fraae der Heranziehung der Jugend zu der Arbeit der Fronthünpfer im Dienste des polnischen Wiederaufbau» in den auszuarbeitenden Resolutionen entsprechend berücksichtigt werden wird. Unter den Referaten ist da» de» F e I d - rabbiner» Major SteinLerg über die Zusammenarbeit der jüdisch«« Freiheits¬ und Frontkämpfer mit den Militärbehörden bei der Beaufsichtigung und der Fürsorge für jüdische Soldaten besonders bemerkenswert. und über die Ansprache des Vlze-Kneusmlnisters | £). bdtr. Der Seim-Marschall hat die Tagung der jüdischen Frontkämpfer telegraphisch begrübt und ihren Arbeite, Erfolg ge. wünscht. Auch zahlreiche andere Begrüßung» telegramme waren zur Eröffnung des staugresies eingettoffen. | Am 8. Januar wurde der 2 Canbestonarrjüdischen Freiheitskämpfer in Warschau geschlossen Die ZliüenjnM in Der iDittrdiafy Berki» <JT«.>. Wie der „BSlkische Beobachter" meldet, hatte der Gauwirtschaftsberater für den Gau Köln-Aachen der NSDAP, im Aufttag von Gauleiter Staatsrat Grobs die Vertreter der Pattei, der Behörden und der Wirtschaft aus dem westdeutschen Grenzgebiet zu einem Aussprache-Abend mit in die Kölner Jndusttte- und Handelskammer geladen. Ueber das Rheinland hinausgehende » Bedeutung hatten, wie der „Völkische Beobachter" schreibt, di« Auslassungen de? Obervräsidenten der Rheinprovin^ Gauleiter Staatsrat Terboven. über die Judenfrage im Wirtschaftsleben. Er hob nachdrücklich hervor, daß der Nationalsozialismus von feinen programmatischen Erklärungen und seiner Stellung zum Judentum nicht im geringsten abgehen wird. Der realpolitischen Einstellung der Pattei entsprechend. sei es dem Endsiel jedoch nicht förderlich. durch unnötig« Maßnahmen m der Judenfrage die Wirtschaft und letzten Endes auch damit den Staat zu schädigen. IRy,!r9<äl&>lill«Sfc Dereitngunz der Gemeinden Stuttgart und CaNnstatt. Stnttgart. Die jüdischen Gemeinden Stuttgart und Cannstatt sind mit Wirkung vom 1. Januar zu einer Gemeinde zusammengeschlossen worden. Anläßlich der Bereinigung fand in Stuttgatt eine Festsitzung des Oberrats der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs und des Israelitischen Gemeindevorstcheramts Groß-Stuttgart. statt, die vom Präsidenten Leopold Levi mit einer Ansprache eingeleitet wurde. Stadtrabbiner Dr. Rieger-Stuttgatt gab einen Rückblick auf die Geschichte der beiden -Gemeinden. Rofttck. Die LandesversanuAlung der Zfraelilischen Landesgemeinde Mecklenburg hat den Anschluß an den Preußischen Landesverband Jüdischer Gemeinden vollzogen. „Das Elternhilfswerk fit die indische Jugend", e. D.. war in den vergangenen Jahren in der Lage, in vielen Fällen' helfend einzuqreisen, um die matenelle Not jüdischer Schuilinder zu lindern, und Hilssmittel füt in der Berufsausbildung begttffene Jugendliche zur Verfügung zu stellen. Um das Elternhilfswerk in dieser Arbeit zu unterstützen, haben sich Frau Paula Sakomon-Lindberg und Herr Michael Wittels, mit einem Musikabend in den Dienst der guten Sache gestellt. Die Veranstaltung findet am Sonntag, dem 26. Januar 1936. abend; 8.15 Uhr. im Logenhaus Kleötstr. 10, statt. Kattoftel» für die Hilssbedärstigen. 2m Laufe des IonuarIgibt die Jüdische Winterhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin den von Ihr betreuten Köln (ITA.). Die „Kölnische'Zeitung - „erichtet über die Ausführungen von Dbervmsident Terboven zur Judenfrage in der Wirtschaft. daß sie. ohne grundsätzliches Konzellionen zu machen, sehr realoolitisch eingestellt gewesen seiest und in der These gipfelten, daß jeder wirtschaftliche Rückschlag, der bei der heutigen schwierigen Wirtschaftslage Auswirkungen auf die Aufbauarbeit haben können, zu vermeiden fei. Er unterftttch bei dieser «de kegenhekt die außerordentliche Bedeutung de; Erports, der auf jeden Fall sichergestellt werden müsse. Er stellte weiter fest, daß jegliche Tarnung und damit Unmoral in der Wirtschaft vermieden werden müsse. Staatssekretär Posse schloß sich den 2!us fassungen des Oberpräsidenten an und er klärt«, dah sich der Führer und Reichskanzler ein« Erweiterung der Nürnberger Gesetze iui das wittschaftliche Gebiet Vorbehalten labe und daß. solange die Entscheidung nick» ge fallen sei, Eingriffe nicht gestattet leien HilsdedÜrstigen eine zusätzlich« Lebensmiiieiratton und zwar -6 Pfund Ikaritosfeln pro Kops. Diese Kattoffeloersorgung eriolgt neben der sonstigen Dinterhilfszutettung, da!mir dem sonschreitenden Winter die Not der chilfrbedürsiigen immer größer wird. Es ist deshalb notwendig, daß dt« Gebefreudigkett der Gemeindemitalieder unvermindett erhalten bleibt. Jeder muß da, große soziale Hilfswerk der Jüdischen Winterhilfe mit allen Kräften unterstützen. Jeder send« so mich al» möglich eine Spende der Jisdischen Wtmer- Hilfe. Die Postschecknummer Ist 93'<46, die Geschäftsstelle befindet sich C 2, Rosenftrahe 2.4. K«u»«». 7. Januar I (ITA.) Der in der italienischen Marine-Akademie ausgebildete ja bische Schiffskapitän M. Scheffer, der als erster litauischer Bürger ein Diplom als Kapitän eines Handelsdampfers erhalten hat. wurde von der Regierung auf einen Beamtenposten im Hafen von Memel berufen. Sofia (I. T. A ). Der bulgarische Innenminister General Svow veröffemlicht die Mw teilung, daß die bulgarische Regierung die beiden Organisationen „Narodna Zaschti:a" (Heimwehr) und „Nationalistische Liga" aui- «hat. Die beiden Organisationen waren s einmal aufgelöst, aber im Vorjahre abermals zugeiassen worden. Sie haben von je eine scharfe antisemitische Terror-Politik ge trieben. Da» Konsistorium der bulgarischen Juden hatte unter Hinweis auf diese Terror volitik beim Jnnenminsiterium gegen di« Wi« derzulassung dieser Organisationen Einspruch erhoben doch wurde ihm seitens der Regierung erklärt, daß die Leiter .beider Bünde versprochen hätten, sich lediglich nationaler Politik zuzuwenden und dem Derror zu ent sagen. Dieses Versprechen wurde nicht ge halten. i Bildende Kunst Liebermann-Ausftellunll Zur ersten Wiederkehr des Todestages e> Mar Liebermann» im Februar dieser Jahres bereitet die Jüdische Gemeinde Berlin in den Räumen de» Jüdischen Museums ^ne Liebermann-Ausst e l l u n o vor, die «s Werk des großen Meisters von den Anfängen bis zu seinen Altersbildern in ausgewähllen Proben vorführen wirb. Nach der AusstMmg des Meisters Arthur Legal melden sich feine Schüler: „2ie neuen Naturalisten" stellen in einer leerstehenden Wohnung au». Abge» wendet von den Überspitzungen des Expressionismus finden sie eine Bildgeftalmng. die nach ihren- Watten .aus gründlichem Raturstudium, aus Ettenntnifien der modernen Malerei und übsslieseruntzen alter Meister" entttcht. Anneliese Ratkows ki.Braun zeigt imponierende Leistungen präziser opttscher Formung. Max H e i m a n n s Bilder allf Holz und Pappe sind charakteristische Qualitätswerkej die sehr etndttngicch an die Seaaksche Richtung erinnern; Ricatau» Braun, der schon auf der vorigen Frühjahrsausstellung im Jüdischen Museum zu sehen war, schafft mit kraftvoller Dniensührung romanttsche Wiedergaben erlebten Raturstudium,; Gertrud Dreifuß-Bursch gibt noch sehr impremontstisch?etöMe Enwfindunyen wieder, verrät - aber den star< en Einftuß odjektwer DirNichkeitsgestaltung neunaturalistischer Schul«. sl. Lotte Loferstei» stellt in den'Räumen der hilfsbereiten Frau Weil au». Ein' große« Talent zeigt hier seine wachsenden Lüftungen. Feinfühligkeit, an» dächttge« Raturstudium, dann aber wieder kraftvolle und wuchtige Aestaltunarkrast,füllen die Fardflächen ihrer Bicher, die auch bei schwieriger, figurenreicher Darstellung gelingen. Ihre Porträt, wirken treffsicher, beinah« altmeistettich lebendig.' Di« Landschaften find plastische Wiedergaben eigener Innerer Bewegtheit. So sieht man Bich auf Bild der schwungvollen und rhythmischen hatten und wetchrn Liniensührung Lotte Laserstetn». die zweifellos zu ein« der führenden jüdischen bildenden Künstler heranretfen wird. Das im Reichsoerband der Jüdischen Kulturbünde neugegründet« Sekretariat für Bildende Kunst wird fortan regelmäßig Ausstellungen von Werken jüdischer Berliner Künstler im Klub heim. Berlin W. 50, Marburgerstr. 5, I veranstalten Di« erst« dieser Ausstellungen, di« allmonatlich wechseln soll, wurde am 5. Januar 1936. eröffnet und zeigt« Arbeiten von Paula Reufeld und Herbert Kohn (Herkö). Musik I» einem H,»»Io»^rt bracht« der junge Pianist Gustav Sabel, der sich schon mehrfach bei Veranstaltungen de» RjF. rühmlich hervorgetan hat, «in anspruchsvolles Programm (Brahms, Schumann. Chopin) zu Gehör. Er bewies auch diesmal «in ansehnliches technisches Können und eine urwüchsig« Musikalität. die besondere Hoffnungen für. seine weitere Entwicklung begründet. Bei seinem starken Temperament neigt er einstweilen noch etwas zum Draufgängertum: aber die Verfeinerunp der Klangsin,» und die Dertiefung in die Region de» Lqttschen ist bei solcher Begabung wohl stur eine Frage der Zeit. Di« mitwirkend« Sängerin Frioel Grünb a u m, zeigte in Liedern von Brahms, Schumann und Hugo Wolf eine gut geschulte Stimme und unverkennbare musikalische Intelligenz. Kam. L. M. Kinissders. Pr. Heut« steht vor dem breiten. rostroten Borhana der Synagoge, der den Thoraschrein verhüllt, Ossy Renardy, der junge Geiger aus Men. *- Und schon geht über die Gesichter der Hörer «in Lächeln: Denn dieser Oslo Renardy ist ein echter, rechter. jüdischer Junge, mit einer sportlichen, festen Gestalt, mit nackten, braun gebrannten Knieen und einem aufgeweckten, lustigen Gesicht. Und di« braun« Jungenshand versteht es. den Bogen zu meistern! Da» zeigt besonder» da» Biounkonzert D-<dur von Paganini und di« Sonate für Klavier und Violine A-dur von Cesar Franck. Aber ttchttg in seinem Element ist Osiy erst, wenn er Bravourstücke seiner Kunst zeigt: Di« Serenade esvagnole von Chaminade-Kreisler, den Zapatadeo von Sarasate und Variationen von Tartini-Kreisle r. di« Corellilew. Frankfurt «. M. Mehrere Kräfte des Fron! furter künstlerischen Nachwuchses hatten sich zu einem „Abend italienischer Musik" verbunden: Käte Ettlinger» üppiger, dramatischer Sopran und Hans Assenheimr großschwingender. gepflegter Bariton fanden in Opernarien und Lledern best« Entfaltungsmöglichkeiten. Gleiche Beifallsfreud« weckten die Leistungen des Geigers Theo Rainer, der sehr soielfertia und musikalisch instmktsicher (z. T. von Kreisler bearbeitete) Werft älterer italienischer Meister bracht«. An Mlln Salomo» hatten die Solisten zuverlässigste instrumental« Stütze. — o — 4>ee«te*. 4. »»»miemenekonHere, her S b t M 3STO. wie de» e»Uf*«n «an». 4»tlh«l» •uttoann D«tt>», m, e*eet »vtm <s<i>l»erow) .T ««*»»»* eonM* »etaie such diesmal, da, er seMen sHo» u SetrLcheNch« L»be eseteMeU M nl itm «rage «afsade» wnuUen tarn; mtsm Mukli ^«Oelut»* eeomm» »me des ttnube, »es ma» sich de« dtefem wstte MriltSem» freabif erwarte«, «e ie, da« an der nach wepdisußd>’n 3-hl der 9M«|e. — Die «kuratefse des Cfm»« mm in diese» Werke wie i» de» drei k -»ch>»Us-gd«e»eeee»- BO» kene» 6. 0*T Jbübfibet Dambaßrmit Osm de, ionderern Schnei» «»»räche wnrde, tadellos, w ft»; besleillma da« e>«c Um, (geo»o«bS»T ,e*-»h»i darch^Mr«; di» »lAtinii der Sv» War beit*** »lei» in eutea tlate». WUdel» OuttWaa» »räch« sein elf «mamm mmsessendes -prosiramW ta einer überraschen» e—H«eraten Frische fefate« a,«eeW»«ner Dartton« >a «rh»r Mari»« Aim) gibt am 18. Januar i« Rahmen der «eramtaltungen ides Berliner Kulturbunde« einen Abend im BechsteimSaal- Isseph Lchmitzt, der berühmt« Tenor, wird ans Einladung btt Berliner Konzertdtrekllo« L Tmibe am 29. Januar ln der Berliner Pchlkharmonle ein Konzert geben, vlefer Beranstattungl dl» im Rahmen de», Reichsverdemdt« der SüdtßÄ» K«ll»id»>de stattsindet. so»« »etter« Konzerte Sol«h Schmidtin Frankfurt a. Main und Beutheß folgen-