Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 2 (10.1.1936)
- Date
- 1936-01-10
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Abend mit Rudolf Frank und Edvard Moritz. Berlin.' In dem. schönten Heim der Jrrau Toni Ftttnsfutter fand «in likerariich-mwikali scher Abend statt, an dem der Autor des tim „Schild" bereits gewürdigten) Romans „Abnen ynd Enkel", Dr. Rudolf Frank, uno der bekannte Hamburger Komponist Edvard Moritz, sich persönlich einem küwtleri'ch inter essierten Äublikumworstellten. Edvard Moritz Kielte selbst sebr ausdrucksvoll zwei Klavier stücke nach Motiven aus dem Pemen und ..Drei damenirische Tänze" von denen de>on ders der letzte mit seinem energischen RbnlKnius einschlug.! Andere Komvo'itionen von Moritz - ein „Psalm am Be^uv sSung der Juden zu Portili)" „das Lied vom Mutterland tSang der jüdischen Auswanderer»" und zwei . Lesling'chj Fabeln wurden von dem klang schönen Sopran der Frau Summte Lands berg -Holländer hervorragend zum Aus dtuck gebracht. Rudolf'Frank erwies kich als «in aus gezeichneter cprfdxr keines ^ilkrts: ichnneg (am unds stark, in der leisen «nute wie im Zorn. Ist ein paar einleitenden Morren de , grüszte ei einig« anwesende „Enkel" jener „Ahnen" eines Buches und wandte »ich lemve ramentvoll dagegen. da!z ,,-ch!uck>zen kein müs'e, nein gedichtet wird". In der Tai 'irr leine lebt hüb ch au'aedauten und durchaus und oollkiimmeu chichieri'-ch erzählten <5«'chühton Dokumente einer tlvelt .und Rak'.-r''reude, ein.r Heiterkeit, die schwere Tinge Hart und bändig: Rur in b ir ausgezeichneten Er-äl,lnng „Lar-r^ und Länmchcil" s-s einen getrocknete Trane.: jene Heit-rkeil zu durchs^immern: es ix die E«schichte von?«m jüdi ä>en Arz:. der in den leeren unts verlassenen Häu'xrn der verbrannten stabt Bi iae" Kranke vklegt, woraus beimade eine klein ' I: d:nrerfalgu:>g enk-tanden wäre. D 'Mt iätt >er Hu'nar Franks «ich rjötlig los in den Eilenden „T i e r! e g e n d e n" aus w« erhiUt Rguüo»Zettifitzoiek Wir erhalten folgende Mitteilung« Di« murr dieser Spttzmaske i» der «Jüdische» Rnndsthan^ erschienenen Der «uttbarnnge» de« PaläftinaAmtes Berit» über ^gndistisch« Zertifirate bedürfe» der Srgäi Dir Leitnag der Iisroel in Deutschland erach> auch solche» Jude», di« »i«l Agnda steh«», den Weg zum. nud damit zugleich de» T ebnen. Für solche Jngendl. Lehrknrse eingerichtet, Mt jüdisches Wisse» n»d jüdisch« Ledemchraxis vermitteln. Di« erfolgreich« Absolvierung dieser Kurse berechtiat um Sbttritt i» den Noar Agudati. de» aDtbisti scheu Band, und damit zunächst Hachscharah^L teilen. Wen» die allgemeinen scharah bezüglich beruflicher werden diese junge« Leute erhalte«. Pilistiu-Ctglrile d«r A(udu JisroeL es att ihrr ^^icht ans de« Bode» der erlirfertru Judentum I nach Palästina zu hat fl« daher eigene Shalnztmdir agnMstischr» gnnge» der Hachusblldnag »erliege», udistisch« Zertifikate Deutsche Landestagung igu rcht der Agudas Iisroel . Ul Tier,'" er ,zr' 'Bo Ir 'txrkie :■ t:: vT: ■ et ' v die 2I-: .irnrfrK-t la:- r ^-r.: Vr^ xm« Juden Lange und die e im Par-tdi.'se, sie belegt die gab. solange es sein werden, ss .'«raus errroulich un? Beitali keiner Kam R- Frankfurt a. M. Am W. utzd ' ud.dcr diesiahrige Delegic Landeeorganisarion der Agud > stärker TZe'rdlciung durch di« üarr. Tic Eronnungssinung mirreg brachte zwei grundl^g. Tf. Iiaak Breuer und inpnn über die Linie der Az ,'täudg.Arbeit, die die Cirun » g.-dednrcn Erörterungen der Unsere Leser werden in die : ob allem die Ebrinannschcn enjeren. weil dieior mcbr die damit rusamm> in diesen nnmen sidertwlr erwäbnr wurde, we Df. Ebrmann legre vor allem deurung der Aguda-Arbbik dazti enzeren. wen cieier arbcir und die dann bepandelre. Dan in a >j p l a n t c A b k > 3". Dezember 1935 iteniaa der deutschen ,s Iisroel bei sehr einzelnen Gruppen 'am Sonnrag vorzcnd« Referate von .am. Dr. S. Ehrzuda-Politik und der lag« für die ' aus zwei Tagewaren. . em Iufamn^nhang ütisfilbrungcn inter r.gktlsche Palastma-! nliängenden Fragen nlerungen auch das mildem R j F. i zu erwgrtcn. Kain, twr, das, es die Begebrächt bade, daü Er ö! der Weg nach Palästina nicht allein über di« »ionistifche igrgänisation und ihr« Einrichtungen führ«, sondern daß durch M« Mandatarraacht auch die Lebensimd Existenzberechtigung des Palästinaausbaus auf tboratreuer Grundlage durch die Aguda« Iisroel anerkannl wurde. Der Agudas Iisroel wurden in den letzten ll Monaten löst Zertifikate und von der letzten lschedul« von 1000 Zerrifikatcn wieder 33 zur Verfügung gestellt. Di« Aguda erhält etwa lO Prozent aller Zertifikate: dieses DerdältniS richtet sich immer nach dem Derbälrnissatz ihrer Hachschar«keiln«hmer zur allgemeinen Zabl der Hachschatateilnebmer/ Eelbstversiändtich wird die Bewilligung von Zertifikaten nicht nur von einem gewissen Mindrstmah jüdischen Wissens, sondern auch von einer g «s e tz « s - treuen Lebcnsbewährung der Anwärter abhängig gemacht. ' Di« ideologisch« Erundlafle der'Agudapolitik debandelte Dr. Isaak B r e si e r in ausführlicher Weise und verwahrte sich mit Entschiedenheit gegen den Borwurf des Eeparati^mus, Die Aussprachen der Afluda-Delegierten brachk.-n am Eonnlag nachmittag und am zweiten Tag Klarbcit über orgatzisatorische Fragen der Dei'.'cgling. Dem geplanten Abkommen mit dem RjF. stimmte die grcsic Medrbeit der Delegierten zu, nachdem auch der Dertrttcr de« Rabbinischen Rates, Rabb. Kunfradr lFulda) die Billigung dieser Etellc mitgcreilt batte. Der eigentliche Einn des Delcgienenrages war die geistige und organisatorische Borbereirung der Kencssio lfiedaulobl, die dieses Jahr nach Daläuina einbcrufen ist. ' Dr, Isaak Breuer und Kam. Dr. Ebrmann weilren bereits in London, um mir dem Wcltpräsidentcn dar Aguda, Jakob Rosenbeim, Berbandiungen über diese Fragen zu siihrrn. Irr. ,eD>« Laubhütte", deutsche israelitische Zeitung, die in Hamburg bereits im 52. Jahrgang erscheint: widmet den im „Schild" erschienenen Beiträgen wr^ Auswanderunasfrage auf der ersten Seite eine besondere Betrachtuna. aus der wir f-lgenden Schlufzabsatz wiedergeben: „Wir glauben, daß die Forderung des „Schild": „Zusammcitfas'ung, Eruppensiedlunq und Ausschaltung des Parteiitreites" sicherlich Anklanq in allen jüdischen Kreisen finden wird. Wir sind davon überzeugt. setzestreu« Judentum Lebensntöalichkeiten er. hält, sowohl bei der ffiruppJnTieblung afs auch sonst überhaupt bei aslen die Auswanderung betteffenden Angelegenheiten Wir wollen im Zusammenhang hiermit ti dankbar anerkennen, datz gerade der Reichsbund jüdischer Fröntsoldaten für das religiöse Judentum in der jetzj. gen Zeit der schweren Not Iden Weg zur Hilfe und Mitarbeit gefunden hat. Da; religiös-traditionelle Judentum verdien' c, wahrhaftig, über den Streit der Paneien und Meinungen hinaus Uaterstützung jp allen Kreisen zu finden. In! diesem Tinn« begrüßen wir den Artikel des „Tchild" und wünschen seinen Beslrebuhgen den l'-'n-n Erfolg." | Der Reichsbunb jüdischer Frontsoldaten und dementsprechend auch sein Bunhesorgan lind wie bekannt, weder orthodor noch liberal, noch haben sie sich überhaupt einer bestimmten re!igiösen Richtung verschrieben, lflerade die> neutrale Haltung verpflichtet uns zur Dbje!„ vität und damit zur Berücksichtigung ouä, der konservativen Gruppen, die ja unter den Kn meraden unseres Bundes vertreten lind. Es bereitet uns Genugtuung, daß diese un-.-z« Haltung in der „Laubhütte", diesem a>igc lehenen religiösen Blatt, gewürdigt und anerkannt wird. a>»edildu»s«i»r« sitt iS»»»« S»tiaiacheU. rtc rtmttuiiÄ CutcUunfl Aenrraliv»dliah««iielle bfjbnqemeinlam mit dem IlldsilDkn grautedund »inen NN maligen »inlädeige» Ausbildungstur» für dislt!» Losialarbeil In Berlin einzurichteb. Der kedraana Zoll eine Äusdilbung in Theorie und Brori» der Züdäa-co -äoiialardett iLozialpoUttk, Woblladttdpsleg«, Zua.n». »iirsorge und Zugendpsiegr, Jüdische piegcnwartekuni. usir.» Umsätzen. Dorausseiiungen zur -pusnabme »si > , weidlich« und männlich« Teilnehmer »oliesideles A). reden - >adr, Ausbildung in rinem anderen Beruf oder dern!» ausgeüdt« Täriglrir. Die »oraustzchnich tntsledenden Au dlidungskotzen werdrn monauich TiN. All bi« t>i-r>i. ydekragcn. I Der pebraan« soll im April b,w. Mgi liUs brgmnn. wobei für bi« einzelnen Teilnehmer eine mednos.' porprasi« dis zum Brginn brr, Ausbildung in einem lutschen sozialen Betrieb geplani ist. Jnteretzcnien bitten n sich mit einem pedenslaus, Ztugnisabschristen über ih: Ausbildung und berufliche Tätigkeit «»glichst umg.-denizu melden bei ber Dieichsrertretung der Auden m Deiitschland, Abt. JentraiwodlfahrtsstLse, Berlm-edar loktenburg 2, stanistr. lös. [ Altenburg Freiburg I, Br. Kaufhaus M/3D S. Cohn! 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