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Der Schild · 1936-01-10 · 2 (10.1.1936) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
15 (1936)
Issue
2 (10.1.1936)
Date
1936-01-10
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite Nr. 2 / 1936 Bnbtitn [fieidxn lagen iu sehr eingeklemmt tn Holz und Stein. als das man fie völlig hätte heraussctasfen können. Nun war leider der Tod der -Verschütteten -nicht mehr zu bezweifeln. ustd schweren Herzens muhte ich nun sehen, chie ich. am besten für die Bergung der Leichen sorgen konnte. Wir hielten es für dasi Belte, die tapferen Kameraden dort ruhen z>t lassen, wo lie den Heldentod fanden. Ein Zukäckschaffen der Leichen oder auch nur einer Einzigen Leich» war „ausgeschlossen"! der jene Tqge mitckrlebte. weih-, daß diese» „ausgeschlossen" eine schmerzliche Notwendigkeit war. Und sm liehen wir die Toten und schlossen den zurj (?>rufr gewordenen Teil des Unter standes mit Stollendreltern zu einem gemein kamen Grab,in dem die Braven unbehelligtvon dem furchtbaren Trommelfeuer und dem Feuer bcr folgenden Monate ruhen können. 'JJufj Deckung d. h. au' der Erde ein Grad schaufeln. war unmöglich und Harle die Aus der Fronf/olda enbewegung des Auslandes tngung iw jüilischen fronfftämpfee Polens 3 £-*■)• kichere durch zester Gefahr mit sich gebracht, dah das Grad »e zahlreichen Granaten binnen kürkeil aufgewühlt -worden wäre. Tie ffirabfti tte, die wir den Tapferen gaben, in jeder des U tteri:andc; nach fahren noch zu erkennen nun des Tie »itz: Au Beautr derung schab. Warsch»», K. Januar (: saal de« Warschauer Stabt ir Lanbeslongretz de« B«Ss»d, »... an den p»t»isch«a HmHIIi gtgk» sich eröffne«. An der EiHÄngs Venreter der Negieru teil. Unter den Anwesenden kriegsminisrer General G Daprocki als Vertteter Koszialkowski. der Vizeinn« r wecki, der Ühef de« polittst >« Auhenministettum khadeu z Vizestadtpräsibent von W > viele andere T<eTffnli<tteftf Vcfxn*. I« Eitzung«- t« wnrd« der zweite jüdischer U«ü«du»»r!«it«kr»pse» feiernahmen auch me beer« g Und der Armee »«fanden sich der Vize uchowckk, Staniülaw Ministerpräsibentrn minister Henrvk Statt Departement» im Gwiachowski. der rschau Hlpinski und n de« öffentlichen eil zu rinden, da ganz bestimmte Reite lein werden. U-id die Lage des Unter in!n unseren Karten kestgelegt. -tellung in nicht mehr in unserem Be 'ang Januar »ahmen wir unsere erste Linie, än diesem Punkt um 300 Meter zurück Es vst der Teil der Sommerronl. der Ende Dezent »er und An'ang Januar kaff täglich i.l dem Heeresbericht erwähnt war: l Serie ont - Ancre». Aus der gegebenen Schil» werden Sie erkennen, dah alles ge m unseren braven Neumann zu retten. Ern nichdem. d-e Gewißheit des Todes ge> .-.eben und det Leiche die letzte Edrung in noch erwiesen war. als es der :u’:(h. gab ich den Be'edl. den zu räumen. . Neum-:nn war ein guler Soldat Wie »ich der Brave, als er. von der Berzg ge;ie>>-„. im Oktober wieder zum Ne -"-bete und ich ibm erurbl:». da»' N eg i m e n l s k »m m a n d e u r t t er-Nurc t wurde über kein tav'eees envor ltieurn. und dah ich die «ne lt^d.tm?.:-- benuchte. um auch mcinero!i >i n «e 7 - m i^n erschrockenen ea n ,i r.-i der ö. Kompagnie zu er- Möge es der «chwergepsü'ien Mur U Trost dienen sich sagen zu dürren. bi-m .'. '.'(i.tcn!nt Unii-ri 'Nd H..C . Ri-. »teure »ich d ID-nMl 'ä »te itiL»'ont zl,ru :oU >: dem i.'- e ru Ierlie-ie.! >ei S R e . zahlen :er daß k> r Sodn sich die Achtung 'einer Borae'ebie i und die Lieb« »einer Kameraden m seltenetll>e:se ermorden hatte: für einen V e n e: n schwere Aufgabe: »io;»r J.m 2chu nicht schwer gefallen. Mit kollegialem «nrune Ihr ergebener ' gez. Tr. R Komoagnie'ührer. Neckksanwalt in Breslau» „Lis rum letzten fioudr -Nack» der Eröffnung dtc Tagung ehrt« der Kongreß da« Andenken - siarscball Josef Pils u d « k i « durch eine M riMte de« Schweiaen«. Sodann hirlk der Vorsiyenl t de» Verbände«, Leo Vregmann, eine Anspr >che, in der er die Entwicklung des Verbände« in den letzten zweieinhalb Iadren schilderte. In der; Verband sind h«»t« 5« >«X) Mitglieder organisiert hie in 65 Abteilungen zusammengefaßt sind. Al« »eine Aufgabe siebt es der Verband an, die drei i ttillionen Seelen stark« jüdische Bevölkerung Polet» im Sinne ihrer Traditionen und der jüdischer Anteilnahme an den Kämpfen um D«len« llnab «ängigkrit auf« innigste mit dem Staate zu verknüp sn. Ter Redner wandte sich sodann gegen die antis rnitifch« Hetz« und betonte, daß keine Macht ir stand« sein werde,-Di« Juden, die seit tausend Jak :en mit polnischer Aulrur und.Iivilisation verbun xm sind und ihr Schickial a« Entwicklung und Ar schwung de« polnischen Staate« geschmiedet baden ' au« dem öffentlichen Leben binauszustotzen. - ' Xacddem der Kongrrsi ai den Staatspräsidenten Mofoick, an den Generalin pekkeur der Armee und »>-.n den Ministerpräsidenten Hüldignngstelegramme aligesandr hatte, ergriff Di ekrieg<«i»Ister General Gluchowski da« Wort z» ei»« lll»geee» Begrünungsrede. Er wie« dar« if bin. daß za diesem «konareß Menschen grkom ,en seien, di« Schule« an Schulter mit den übr gen Freiheitskämpfern unter dem Vefebl Marsc all Dilsudski« zu dem unsicheren und ungleichen! kampf um Dolen« Unabbänqigkeit binausgezog«,, 'sind. General Glu- -chowski führte eine lange Neid« iüdifcher Freikeirskäinpfer^an, Pie ihr Lqi en für die ijnabbängigkeir Dolen« dingegeben bäl en. Er betonte sodann, daß der Kampf fort dauert und weitere Opfer erfordere. An die Mitglied« r de« Verband«« richtete der General den A^ »ell. dje Z u g« n d zu Spendet unferen Kriegsopfern! j •)uvi laq. Was 3nlji! nen, qe-j fug fqnö riict). scbii' i'crn l -ccrro Auch ^ijldansche ctuöicn l‘*14 18" nennt Lai he iem im Akfred i'rotte Berl'W-r'ani, soeben erschienenes Buch. Cvicio entfielt umfassen, saqt das ls!'er;elchnis. Es sind sieben etalio- :<be:'. Höhepunkte des qrotzen Kcieh'n denen sich jener Leitsatz aus den 'Ü3fltd iei> des coltmten:. „Die Ehre des eoldi>:en lu\u im bedingungsloseiT Eini einer Person für Bold und Dalerbtö zur z7pterunq, seines Lebens, ae e.'tf-.'.lenluaend i*t der kämpfe- Mül E» fordert Härle , und Enleltbc'tt ^eiqheit in schimpflich. 3auuns.'tf.-.lisch". in ruhmvollem.Beispiel rikijättc. B , zum l e tz l e n H a u ch:. rin m.hi ai-:- 12IIX) unserer Brüder ÜBcrweifu Paftfd'eJtBont’B Rtidisbundjüd. ‘i (Kriegsopfit ,Carmen" im Bei gen erbeten auf Berlin!4o2o8 ontfoftfaten e.V. a Steifung') guten Soldaten der polnischen, Armee zu erziehen und ihnen Diejenigen als Beishtel hinzustellen, di« ikr Leben für da« Vaterland geopfert baden. Protest Polmst^Südtscher' FreiheitskämPf«. Gegen die anliiühischt» Unsschreilungcn in Pole». A»twerp«» <2. T.A ». Da Verein der jüdischen Teilnehmer an den Kämpfen um Polen» Unabhängigkeit hat in Antwerpen ein« Versammlung» dogehalten, kn der die judenfeindtichen Ausschreitunaen und Mahnahmen an den polnischen Hochmrulbn besprochen wurden. Es wurde eine Nesolutton gefaht. di« der Empörung über die UeberfSIle auf schutzlos« jüdisch« Studenten Ausdruck gibt. Es wird dabei betont, daß diese V«rfäll« im Widerspruch stehen zu den humanen Ueberlieferungen Polens und es wird die Hoffnung ausgesprochen. daß die staatlichen Organe und die gesamte polnische Desellschatt mit voller Energie gegen Erscheinungen austreten werden, dir den guten Ruf Polens hr.der Welt schädigen. Der volle Wortlaut da Resolution ist mil einem enlsvrechendm Begleitbrief dem volnischen Gesandten und bevollmächtiaien Minister in Brüssel. Tr. Thadeusz! Iackowski. übermittelt worden. Rundblick Abj«g»fLhigkeit non SQnagogenfttaern. Serif». Durch einen Runderkaß des Reichsfinanzministers vom'3.. Dfzember 1935 si«d eine Reihe von Zweifelßfragen aus den Lohnsleuerbeklimmungen geklärt worbe». Hiernach rechnen die von öffentlichrechtlichen Religionsgemeinschaften erhobenen Steuern im Rahmen der Lohniteuerbesttmnnm» gen zu den abzugsfähigen Sonderausgaben, wenn die Religionsgemetnschaft als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt ist und es sich bei der Zahlung um eigentliche Steuern bandelt, nicht dagegen »m freiwillige Leitungen an diese Organisationen. Emanzipationsfeier der Ungarischen Juden. Bekennt»!» r» Religio» »nd Vaterland. B»d»»«ft. <2TA) In der Generalversammlung der Repräsentanz der Bester Israelitischen Religionsaemeinde wurde der 40. Jahrestag des Inkrafttretens des Rezeptions- (Emanzivattonsl Gesetzes feierlich begangen. Hofrat Samuel Stern. Präsident der Israelitischen Landeskanzlei und der Pester Kultusgemeinde, gedachte in feiner Ergffnungransprache der denkwürdigen Iahrerroend«. wobei er betonte, daß heute kein Fest'gefeiert werden könne, da das Gesetz dem Buchltiaben nach wohl fortbeltehe. in ihm jedoch. nicht mehr die Seele und der Geist der Epoche leben, in der das Gesetz entstand. Er gedachte der Männer, die die Vorkämpfer der Rezeplion und der Emanzipatton waren, und widmete ‘ Worte dankbarer Erinnerung Ludwig-Kossuth. Franz Deak. Baron Ioief Eötvös, Alerander Wefule. Defider Sztlagq^Baron veliderBanff» Graf «TMn a*aftL Baron S olanb Eolvö,' Baron Juli», Mw, wi Helm Vazlon,,' Mar Szabolrri. Moritz M«:« i. Ludwig' lagyi und Tugen Vazlonyi. Tie ungariich. Iudenheit betrachte auch heut Religion und Vaterland als eine heilige Einheit und kenne sich nicht als ungorisäe Iuden. sondern al» jüdische Ungani. Sud) heute iint wir vom tiefen Glauben und Vertrauen z», Heiligkeit 'des ungarischen G» jedes und der ungarischen Verfassung erfüllt. Aber neben if*. setz und Verfassung ist un» auch eine leite Burg das Bewußtsein, daß i,ir über »n!er« Kräfte hinaus unsere Pflicht gegenüber dem Vaterland« erfüllt haben. Sch oere Zeiten sind über uns hereingebrochen. H zndel und In dustrie haben gegen eine Kri e cmzukämpsen Es stockt die geistige Arbeit. I i den slaallichen Aemtern findet sich für die (itaalsbürger jüdischen Glaubens kein Raum inb auch in den Pnvalunternehmungen wird schon dem lon sessionellen Zahlenverhältnis der Angelleülen nachgeforscht. Die Lernfreihe t steckt in den Fesseln des Numerus clau'us diejenigen un lerer Söhne, die zum Sludiun zugelas'en wurden. halben Erniedrigungen; n erdulden. Ich vertraue aber darauf, daß be irre Zeiten kommen werden. Dieses verltüm, teile Land kann Den Fluch Trianons nicht r och dadurch erschweren daß es eine arbe isame, nützliche Schicht der Bürgerschaft, das Judentum, von der dem Fortbestand und d-m Slusbau der Ration gewidmeten Arbeit tusschließt. Als gleichberechtigte Bürger unse es Vaterlandes geben wir unsere staatsbürgerlichen Rechlc uin keinerlei Minderheitenrechte v ilien auf. Un»er Weg bleibt auch weiterhin dc r eines unlrenn bar miteinander verschlungenen Judentums und Ungarn tums. Mit.dem Gelöbnis des m garifchen Ratio nalgebetr wurde sodann der 4). Jahrestag der Rezeption im Protokoll der < sitzung verewizl. Es sprachen noch, nachdem sic» die stürmische» Beifallskundgebungen für der Präsidenten gelegt hatten. Oberregierungsr» t Mar Kramer als Präsident des Pester L eiligen Vereine. Oberoausmitglied Dr. Ludwin Lang. Direlior Adolf Wertheimer. Oberhau-Mitglied Eugen Vida. Dr. Stefen Földes u td Dr. Leopold Osztern. Sodann genehmigte die Generalver fammlung mit Slimmeneinhel ligkeit den Bud getvoranschlag für 1936 un > alle übrigen Punkte der Tagesordnung. S ) Der Prä» Alerander Fleißia Neues jiidisches Mitglied «s Ungarischen Oberhauses. Budilpeft, 5. Januar (IT! dem der Budapester Börse der vor kurzem vom Reichs irrweser Horlh» mit dem ungarischen Verdiei stkreuz l. Klal'e und dem Titel „Ertellenz" au -gezeichnet wurde, ist in das Ungarisch« Oberha rs gewählt wor den. Außer ihm gehören noch Oberhaus an. Das Werst eines Italienisch-Jüdisch« i Rom (2. T.A ). Der ii schjchtsschreiber Prof. At L e v i, hat soeben ein umfani >r kritisches Werk über die impi" alten Rom veröffentlicht. D terrichtsminifter De Veccki l eine Einführung geschrieben, scherarbeit des züdischen Gel» vorgehoben wird. Historikers. utzge jüdische Ge ilio Mario . eiche» geschichts riale Politik des italienische Unzu dem Buch in der di« For ten lobend her 'irrer Kulfurbund „ä tiö; . rr i'.fno. Der 800 Kilometertfewüiln'.grsä: r»;r 1. Armee'. „Die Tokesbc lailläne von Borowo. Der Op'erganq ber v'tbeurlchen Freiwilligen". „Die Winlerschlllöku - in Maiuren", „Loretto 11*15 Das Drama von Earenciz", „Das letzt« Ausaeböt. Der Freihcitskamps Tirols 1915", „Brennende Champagne. Di« erste Dopptloffensive an der Westfront". „Ltitd und werde. Umergang und Äuferstetzung dcr serbischen Armee" —: das sind!die Kapitel des Buches, mil 5)eld«yblut geschriebene Kapitel des Weltkrieges. Unsere Kameraden waren an ihnen brleiligl, dcr ein« an diesem, der andere an jeneiit, viele an mehreren. Das Buch ist des Pnlfresses alter Soldaten sicher. „Wir wissen heul« selber nicht mehr, woher und worgus uns die Kraft erwuchs, jenen fast übermenschlichen Forderungen, die an Führung und Truppe gestellt worden sind, nicht zu erliegen". So schreibt Neichsarchiviat Major a. D. George Soldan. in der Einleitung. Es ist mit. daß wir alten Soldaten durch diese Lektüre daran ermnett werden, daß wir damals fast Uebermenkchliches zu leisten vermochten, — und daß I wir es auch unserer Fugend sagen. Fünfzehn Kartenskizzen sind dem sorgfällijg ausgeilatleten, mit einem Quellennachweis versehenen Werk beigegeben. Preis drosch.' 4.20. geb. 6.— NM.. 301 Seilen. Ein zweiter Band der soldatischen Stühlen befindet sich in Vorbereitung ere hat der Kulturbund Lieg errungen, der. jungen Oper hinter sich neuen, außerordenllich denn dies« Aufführung Aufgabe, deren Inangesten mußt«, gegen-di« Zweckmäßigr zu sprechen: di« kleine Etat, der keinen Aur- Mit der Earmen-Pre nicht nur einen künsklen all« bisherigen Talen uns» läßt, sondern zugleich ei) starken Moralisten Erfoli bedeutet Bewältigung grissnahme für ein Dagnii Lo ziemlich alle» schi reit der Wahl von »Carmi Bühne zuerst: sodann , _k . .. staltungs-Lufwand zuläßt Und keinen großen Thor duldet: und außerdem noch die Besetzunassrage. Stand doch für die schwer», selten genug wirklich ersüllte Titelpartie nur eine hinge Kraft von zwar erwiesenem Talent, aber n uh unerprobter Fähigkeit für Rollen so großen Stil l, zur Berfügung. Run. die Carmen von Susanne Löwen st ein war. um e» gleich vorweg ßu nehmen, eine erstaunlich« Leistung: man mag Ich diese, Figür äußerlich gewinnender, innerlich gl Wender oorftellen. jedenfalls sah man eine Gesto t von psychologisch zwingender ltzeschlossenheit u, tz bewundert« man «ine Sängerin von überleg«' »er ltzestaltungskrast und stimmlicher Ausgeglichenhi it. Und welch überzeugender Don Jop stand chr zegenüber: Bett Meyer lder sich im ,Batt>iet7 so votteilhaft eingefühtt hat) zeigte sich hier, in seinem -igentlichen'Fach. erst recht al» ein .ganzer Rrrl'.tewperarnenwoll und er preisend wahr im Spiel, und ein Sänger von prächtigen Mitteln und ungewöhnlichem Rönnen. Nicht ganz ebenbürtig diesem Paare iticheinen zwar der E»ramillo Fr^ Lechner», her im drämattschen Stil noch zu wenig geschütten! lelcaMo-Sänger». und di« gesanglich nicht durchweg , leichmäßige Mcaela Ruch W o l f f r e i m » : doch de de halten da» Riveau der Aufführung: und auch die kleineren Rollen)sind gut. zum Teil vorpiglich be »tzt mit St u t l#a n und Pechner, den gewiegte ( Schmugglerni mit Rita Atlasz, deren schöner» h ilbrr Sopran wieder auf- Mt. und Thea St uch e n s ch m > d t (Frasquita und Merced«,), mit Wal) er O l i tz k i (Zunija) und Hetnttch ttorn (Mpralesj, Doch nicbt die Summe d :r Einzelleistungen ifl au*- schla«»b«no, sondern der Geist, in dem all« Kräfte t zum Ganzen zusammenwi ken. Roch nie ist ln einer Opernauffuhrung de« Kul urbunde» so aut Theater aespiett worden, wi« dt««m zl: «in« meisteehoft» Real« lenkt di« Elnzelperscmen wi > die Gruppen und Massen sinnvoll und zteldewußt, fügt all« BtteMgten zusammen zum Organismus eines wirklichen Dramas. Der bei den gegebenen räumlichen verhältnlsien so schwierige und dabei so glänzend gelungenen Arbeit der Regie hat Hein; C o n d e l l al» Bühnenbildner aus» denkbar beste vor- und in die Hand gearbeitet: stine Bühnenbilder illustrieren gleich der Inszenierung den Satz, wonach sich in der Beschränkung erst der Meister zeigt. Spürbar wird die Beschränkung eigentlich nur im letzten Skt. wo die Dekoration nicht ganz die beabsichtigte Wirkung ergibt und der groß« Aufzug der Ouadttlla fottkallen muß, geschmackvoll ersetzt durch da» Szrnenbild einer hingettsienrn, scheinbar das glänzend« Schaugepräge erblickenden Bolksmeng«. Auf Joseph Rosen st ock» musikalisch« Einfkudie- -rung und Leitung Hot man gewiß von vornherein Kohr Erwartungen gesetzt, doch wo» man in dieser Hinsicht ettebte, übettraf i«d« Erwartung: in so überwältigendem drcnnattschen Bno — nicht zu sprechen von den geschliffenen Ensemble«, dem verblüffend virtuosen Orchesterspiel. den vorzügllchen Thören — bekommt man die TanneivPattitue auch an größten Opernbühnen nur selten zu hören. Da, war Inteepretatton ganz großen Format». Da, Ganze ein ttelgreisende» künsllerischc» Erlebnis. «in großer Abend für all« Beteiligten, namentlich aber für den Dittgenlen, dem da» Publikum vor jedem Akt besonder« Ovationen bereitet«. Kam. L. M. „Komödie der Irrungen" 4L . - - l)ÜWDUign RMRNMM9OXK1. Hamburg. Mit ihrer Neuinszenierung von Shakespeares .Komödie'der Irrungen" in der Rothescben Bearbeitung hat chie Hamburger Kutturbundbüyne einen ganz großen Treffer zu verzeichnen. So viel Ottginalttat, >o viel Spielsteubigkett bei dem gesamten Mstarbeiteestab vom Schauspieler bi» zum letzten technischen Arbeiter, der hier auch sozusagen offiziell mitspiest, so viel unbeschwette Fröhlichkeit in Tanz »nd Musik sinket man selten betfammm. Roth« hat die Shakespearesch« Komödie aller ihrer Schwere entkleidet. va gibt e« kein« langen Monolog« und Dialoge mehr, kein« Gersthtsverhcmdlungen mu tragischen Drohungen, da gibt» nur leicht«« Getändel, frvdllch« Gesichter, tn» bumottsttsch« mnaefchlagen« Phuosophi« und pttsifllern Wichtigtuerei. Dazwischen sttpoeben neckisch« Tänz»rstm«n, der Umbau und vie Pausen gehen bei offener Szene >or sich, Beleuchter Techniker und Bühnenarbeiter t eten selbst aus, die Musiker halten den Kontatt von c den nach unten und von unten nach oben — kurz H inz Burbaum hat mit seiner Regie hier ein Nein t» Meisterstück ooU- »aß die Wiedergabe l. t nicht leicht, schon rpoor« vorhanden Ähnlichkeit erwecken sollen. Man hatte diese Schwierig keilen der Beietzung bracht, und e« ist nur zu hoffen, nicht aus Hamburg beschränkt blesbt. Die Ausführung diese» Spiele» deshalb nicht, weil drei Gesthwi sein müffeitt die di« Illusion der aus da» glänzendste gelöst, nicht halb, weil die Künstler.sich dem der Rollenbesetzung an unterord >eten und eben ge acht Juden dem >um mindesten deslegiffeur schon von . dem traditionellen Klau» Brill und mächtige» Doppel- Heinz Josse und » Dromio, und die Luziana lagen bei r und Anneliese Sonst noch hervormeinsam Theater spietten, ohne aijs Fach de« einzelnen zu bestehen. Lerthold S e g a l l waren so ein exemplar de» Anttpholu», Carl Fritz Melchior nicht minder d, schönen Schwestern Adriana unl Lotte Müller-Oppenheirn I ö p s e r in den besten Händen, l zuheben Kutt Appel al, Pali (tft, Willy Kruczyn»ki al» Goldschmied, di, temperamentvolle Edich Herrslick al» Emmelin! und die dekoratto wirkend« Liselotte R 0 s e n al» Ii lia. Bei d«r Eigrnatt dieser Aufführung verdienen auch dl« Büdnrndilder Anny G 0 w a », di« Kost im« Kät« Friedheim», die Musik von Kutt Nehren« und die technischen Einrichtungen von I» cob Kaufmann und Franz Leo! Dott« de» Lob >», selbsttedend auch die Tanzszenen Ettka Milte» mtt chrrn graziösen Gesährttnnen. Zu schildern sind solch« Aufführungen nicht. Sie huschen vorüber wi« die Gestotter einer Märchenwelt und machen gerade in diesen Tag, 0 di« Menschen froh und leicht So wurde e» denn e n ganz großer Erfolg. der in Hamburg schon einig« iu»v«rkaust» Hauser brachte und aus den wir all« a ideren Kulturbünde im Reich neugteng machen möch len. Kam. l- I NA «M ■uirickivilIK Sammlerkondsdialt •uoh« leti su Lf«bi Ört«f«U«r Li orflainw stiig 1 WILLI BRANDES Berlin W SO, Augsburg« Tatooho« s B4, Bavarta »0*3 , tbarpfaiaan a«* klaaalaenan lar. Saaimlunfl*" bar bavorxugt Ii d StraB« SS, I-

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