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Der Schild · 1929-11-15 · 46/47 (15.11.1929) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
8 (1929)
Issue
46/47 (15.11.1929)
Date
1929-11-15
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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er sich in Sicherheit gebracht. Cr ließ den Tadel nicht aus der viani), bis einer sich hinter ihn schlich und iwn einen Hieb über >en Kopf versetzte. Als Berek schon in einem Strom Blutes lag. da haben die Feinde noch an ihm Rache genommen. In Stücke haben sie ihn förmlich gsriffen. Seinen Leichnam retteten noch polnische Soldaten und begruben ihn mit großer Parade. Ein Wischer U-Boots-Mann In einem der früheren Ic lichten wir die folgenden Briefe Leo Basch, der auf seiner leht den Tod fürs Vaterland fand U-Boots-Flottille Flandern, Abll und hat, wie aus den Briefen her Fahrten mitgemacht. Wir ged: U-Bootskrieg besonders charc! schlichten, aber anschaulichen Bi hrgänge verösfentdes Torpedoheizers en U-Boots-Fahrt Cr gehörte der g. Steinbrück, an vorgeht, zahlreiche n einige, für den kteristische, seiner iese wieder. Brügze, d. 5. 3. 1917.; Werte Familie R . .! Sage Ihnen meinen besten Dank für ders werten Brief und üir die Zigaretten, habe mich sehr darüber Nückkehr von meiner zweiten Reise fand ich _ Freude verschiedene Post vor, darunter auch Ihren w. Brief, hätte gewiß sonst früher geschrieben. Auf bei Reise erlebten wir auch sehr schöne Abenteuer, wir erzielten das Resultat von .'0 feindlichen Schiffen, welche wir versenktes. Die Namen der Lchiffe der zweiten Reise werde ich mir nöch abschreiben, die meisten der ersten werde ich aufsühren. denn sich hörte schon, dah unser 'Boot, mit Herrn Oberleutnant St .; als Kommandant, in der Zeitung stand. Am Anfang unserer! zweiten Reise, welche vom 24. Februar' bis 2. März war, schien uns das Glück zuerst nicht hold zu sein, aber mit der Zeit bekamen wir klares Wetter, und so soslten wir doch noch einiges erreichen. Ungefähr am dritten Tag unserer Reise sichtete unser Kommandant plötzlich einen großen Dampfer, begleitet von fünf Torpodobootszerstürern, dix gefährlichsten Feinde der U-Boote, ein Zeichen, datz der Dampfer wertvolle Ladung an Bord hatte, die Alarmgloche erlönte, alles lief auf Tauchstation, und nach einigen Sekunden waren wiv auf zehn Meter Tiefe, so dah der Kommandant noch mit dem Sehrohr eben die Wasseroberfläche überschauen konnte. Es kam das Kommando: hinteres Rohr (Heckrohr) klar zum Schuh, ich meldete zurück: ist klar. Nach einigen Minuten: Heckrohr — Achtung — fertig — los, ein Druck auf den Knopf und der Torpodo saust los, lautlose Stille, alles hält den Atem an da — ein Krach, ein Zeichen, dah der Torpedo gesessen hatte. Nicknand hatte bisher einen so gewaltigen Krach gehört, und selbst per Kommandant sagte, der mühte Munition gehabt habe». Dieses alles sind Sekunden, denn kaum ist es geschehen, müssen wir forttauchen, sonst werden wir mit Wasserbomben, Netzen, Rammen und mit noch mehr dieser schönen Sachen bearbeitet. Poch eine kleine Sache des vorletzt«: Tages. Der Tag ivar schön, die Sonne schien warm, es hieh Freiwache an Deck, ich hatte aher gerade Wache, diese schadete mir aber nicht viel, denn ich hübe in der Zentrale Wache und komme auch oft auf den Turm.! Drei Uhr nachmittags sagt mir ein Matrose, oben ist viel zu sehen, ich krabbele rauf sauf den Turm), keiner sagt' etwas, habe Glück, denn ein Fernglas ist noch frei, und was sehe ich vor uns, drei, auf der linken Seite (Sveuerbord) je zwei Fahrzeuge, ses kam Kommando: Ans Geschütz! und schon beim ersten Schuh stiegen die Besatzungen der kleinen Schiffe aus, deshalb waren sie auch die ersten, welche versenkt wurden. So icht an der feindlichen Küste, die Bevölkerung sah uns zu, wie vir ihre Schiffe versenkten. Ein gröberer Dämpfer machte uns inigen Kummer, die Besatzung war ausgestietzen, nur der Kapitän blieb auf dem Schiff, er versuchte uns zu rammen, denn die Maschinen liefen auf dem Dampfer noch, er war uns schon bis auf zwanzig Meter auf dem Pelz, da, ein Schuh aus unserm beschütz, und der Kapitän mitsamt seiner Kommandobrücke oaren einmal, wenn er ausgestiegen wäre, keiner hätte ihm . twas getan. Dieses sind solch kleine Abwechslungen auf unserer Fahrt. Werde die Dampfer der ersten Reise, vom 6. Februar vis zum 20J Februar, welche wir namhaft machen konnten, aufillhlen: 8. H., nachm., Segler S. S. 495, G . . T . .. Unbekannt: am 10. 2. versenkten wir den Dampfer S . . v. B . .: am 11.2. die Dampfer O . .. B. . und L . ., von dwsem nahmen wir as Geschütz mit. Am 12. 2. torpedierten wir unter Wasser einen Dampfer. von diesem konnten wir auch keinen Namen feststellen. l3. 2. Segttr L. I. 134 und B. M. 244: am 14. 2. die Dampfer F . .. G . ."und M . .. die letzten beiden sind ehemalige Deutsche. '2. die Dampfer K . . und A . . 16. 2. die Dampfer B . . und Q . . 17. 2. nichts. Am 19. 2. hatten wir. viel Glück, denn wir erledigten einige kleine Dampfer (Fischkutter) und mehrere ''rohere, tchssühre sie nacheinander auf: B . .. S . B . .. Z . ., . .. P . .|82 und ein Unbekannter. Werte Familie R . .! Bin am 1. 4. von der dritten Reise zurückgekehrt, welche wieder mit Erfolg gekrönt war, denn wir versenkten^lli ziemlich große Schiffe. Eines Morgens hieh es: Erster Torpedo klch^. zum Schuh! Dann los, kurz darauf ein Krach, ein Zeichen, daz er sein Ziel nicht verfehlte, im Nu war er untergegangen und die ganze Besatzung schwamm im Wasser. Ter Dampfer hatte 150 000 Zentner Zucker, so dah nach BerechnuKg unseres Kommandanten jede Familie in Deutschland hätte % Pfund davon erhalten können. Ein anderer Dampfer hatte so viel Lebens- — mittel, die in 28 Güterzügen mit 32 Wagen hätten untergebracht werden müssen. ,Wir hatten sehr schweres Wetter, nur drei gute Tage, und in diesen versenkten wir diese Schiffe. Die Schiffe. — die wir nun versenkten, waren nun direkte Erfolge in den letzten zwei Monaten, fast ein Schock. Die der zweiten Reise hat sich niemand ausgeschrieben, weil einige kleine darunter waren und wohl Kaum bekanntgegeben worden sind. Die der dritten Reise sind: 24. 3. 17: Segler B . .. Segler H . „ Dampfer K . ., Dampfer I . ., Dampfer G . .; am 25. 3. Dampfer P . .. Dampfer A . ., Segler B . ., Segler Z . . und am 28 3. Dampfer S . .. Dampfer F . .. Dampfer D . ., Dampfer W . ., Segler L..; Segler, den Namen konnten wir wegen schnellem Untergehen nicht ermitteln, und Feuerschiff G . . Als wir einfuhren, hatten wir ein Gefecht mit einem Hilfskreuzer lpngl.), wir machten ihn manövrierungsunfähig, muhten aber /schnell forttauchen wegen zuviel Geschützfeuer. , J Werte Familie R . .! Erhielt heute die Karte von Herrn R . . aus dem Sanatorium und freute mich sehr darüber, sage dafür meines, besten Dank. Es war mir leider nicht mögl ch. gleich nach der Reise zu schreiben, trotzdem wir uns bald wieder zur nächsten rüsten: Unser Ergebnis mögen Sie wohl in'der Zeitung gelesen haben. Wir erledigten einen grohen englischen Kreuzer A . . und vier große Dampfer. Diesen Brief schreibe ich in dem jetzt dauernd trommelnden engl schen Geschützfeuer. Bin gesund und hofse von Ihnen allen ein gleiches. Unser Kommandant hat uns mit der letzten Reise verlassen, und ändert sich die Adresse jetzt: statt Abtlg. St . . Abtlg. F. . Der Kommandant führte solange ein BU-Boot und soll auch ein CU-Boot ganz gut sahren. Matrose £et>l von 6. M S. „Emdcn Der folgende Brief, der uns zur Verfügung gestellt wird und der seinerzeit in der „Rhein-EmK-Zeitung^ zur Veröffentlichung gelangte, soll unseren Kameraden Kenntnis geben von einem unserer Freunde, der, .wie so viele.Tausende andere auf den Schlachtfeldern, seinen Heldentod auf der „Emdengefunden hat. Der Brief lautet: Malta, den 1. März 1915. An die Angehörigen des Matrosen Leoi ' in Lauenau a. d. D. In dem Gefecht bei der Kokosinsel. wo die Tätigkeit der „Emden" ihr Ende fand, starb, auch den Heldentod fürs Vaterland der Matrose Levi. Ich bin vom Kommandanten des Schiffes. Herrn Fregattenkapitän von Müller, beauftragt, Ihnen zu dem schweren Verluste, der Sie an diesem Tage betroffen hat, sein herzlichstes und wärmstes Bei.eid auszusprechen Auch im Namen der übrigen Offiziere. Deckoffiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der „Emden" und ebenfalls für mich persönlich versichere ich Sie unserer aufrichtigsten Teilnahme Wir alle bedauern mit Ihnen den so frühzeitiges Tod des Heimgegangenen, dessen junges Lebep zu den schönsten Hoffnungen berechtigte, und der durch seinen großen Diensteifer und sein kameradschaftliches Wesen bei Vorgesetzten und Kameraden gleich beliebt war. Im Endgefecht der „Emdenhat auf seiner Gesechlsstation er als Seschutzmatros« sein Bestes getan und tapfer ausgehalten, bi» ilp» «in« englisch« Granate einen kurzen und schmerzlosen Tod bereitet«. Im Herzen der Ueberlebenden von S. M. S. „Emdenwird das Andenken an den tapferen und beliebten Kameraden allezeit unvergessen bleiben. (gez.) Prinz von Hohenzollern, Leutnant zur See. « 371

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