Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 46/47 (15.11.1929)
- Date
- 1929-11-15
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Die Sieger Süsgruppe bei djer Arbeit Bon Kamerad Gustav Lask. 1. Vorsitzender der Ortsgruppe Kic«. Unser vetehrter Bundesvorsitzender hat einmal gesagt- .ein Tag ohne Wirken im Sinke des RjF.". Wir jüdischen outsoldaten. die wir hier fast an der äußersten Nordmark ‘ Deutschen j Reiches sitzen, betätigen durch eilen engen Zuomenschluß .Treue und Opferwilligkeit und jieiveisen währst echte Kameradschaft wie einst im Felde. Ilnsere Zahl ist Kiel, wie überhaupt in Schleswig-Holstein Altona ausgemmen, dessen Interesse aber in Hamburg lisgtj, nicht sehr Lichtträger der Synagoge in Kiel trotz, aber der Zusammenhalt und die Tätigkeit st vorbildlich, -'s ist uns gelungen, die Kameraden in Neumünster. BadSegeerg und Flensburg zu uns heranzuziehen. Rechlich fünfzig difche Frontsoldaten stellte die Stadt Kiel im Weltkrieg, von -eiien neun gefallen und zwölf durch wirtschaftliche Berhältisse verzogen lind. Die übrigen umschlietzt das Band treuer uneradschaftlichkeit in den monatlichen Zusamm:nkünsten, bei iusflügen und geselligen Unternehmungen, bei den kulturellen eranslaltungen'des Winterhalbjahrs und dem öf entlichen Einicten für die Ehre des jüdischen Frontsoldaten. Der Leiter der leler Ortsgruppe ging davon aus, seinen Mitgliedern belehrende id unterhaltende Vorträge zu bieten und ernst: Arbeit mit inen zu leisten^ Co gelang e? uns, hervorragend« Männer als iortragende zu gewinnen und eine Resonanz in der gesamten Gemeinde zu finden, durch die unsere sämtlichen Veranstaltungen l>r gut besucht waren und durchweg ein lebhajtes Interesse -nden. Auch nych außen hin war die Ortsgruppe stets lebhaft « der Abwehr antisemitischer Angriffe und durch Versand der usklärenden Theilhaber-Fliegerbücher tätig. Die Gemeinde hat -s vielseitige erfolgreiche Streben der Kieler Ort-gruppe anercnnt und ihr einen jährlichen Beitrag in ihrem Etat ausge 'orfen. Tie Kameraden selbst haben die Staffel» ng der Mitliedsbeiträge ur d das Förderersystem auf Veranla sung unseres mneraden R. A Gerson beschlossen, den wir auch zu unserer benderen Freude mit unserem bewährten «Schriftfüh:er, Kamerad roher. in den Cemeindevorstand wählen konnten. Vergessen se nicht die Gerson-Lask-Stiftung, durch die schon lancherlei Guten geschaffen wurde. Die Ortsgruppe ist statutengemäß streng neutral, so daß es m Leiter besondere Freude machen mutzte, als bet der Landes- 'rbandstagung.in Kiel vor zwei Jahren die Vertreter der vermiedenen religiösen Richtungen das Bekenntnis abgaben, daß ihre Interessen bei der Kieler Ortsgruppe gut und gerecht vertreten feien. Allen aktuellen Vorgängen des jüdischen Lebens trägt die Ortsgruppe besonders Rechnung, da sie in unserem unermüdlich schaffenden Kameraden Rabbiner Dr. Posner eitie ganz besonders kraftvoll-schaffende Persönlichkeit besitzt. Unser Verjbältnie zu den anderen militärischen Verbänden, zu den staatlichen, städtischen und militärischen tzehörden ist ein gutes, dem Freudenberger-Vortrag wohnte ein«! ganze Anzahl hoher Seeoffiziere in Uniform bei. bei Dr. Urias war der Oberpräsident zu! gegen und bei allen öffentlichen Veranstaltungen waren christliche Frontsoldaten in größter An,zahl anwesend. Ter Volksbund , deutscher Kriegsgräberfürsorge hat den Vorsitzenden der Kieler Ortsgruppe des RjF. in seinen Vorssand gewählt. — RjF.-Ortsgryppe Kiel, Gef« llenengedenktafel Besonders weihevoll sind die Volkstrauerlag und zu-Beginn des Ueberreichung eines jüngst von unschl Lichtträgers mit Holzfundament zum fallcnen bildete ein unvergeßliches Er fcn unserer kleinen Ortsgruppe. Schluß unser verehrter Bundesvorsitzie und die Kieler Ortsgruppe auch ferne^' Kr l eine: „der b e st o r g a n i s i e r t e n u Deutsch la n Gefallenengedenkfeiern am -nidre-Gottesdiechtes. Tie er Ortsgruppe gestifteten Andenken an tinsere Gechgnis im Leben und Schafzu Beginn, so möge am nder zu Worte kommen, hin von ihm genannt sein n d r ü h r i g st e n i n d". ' , Ein Mahnwort an unsere Kameraden in Hamburg Von Kam. Albert Stellv. Vorsitzen derder Ort Steinberg. sgruppe Hamburg. In diesem Jahre 1829. das än zehnjährigen Gedenktagen reich ist, blickt auch der „Vaterländische Bund jüdischer Front- (oldaten" in Hamburg auf ein zehnjähriges Bestehen zurück. Zu inem solchen Rückblick will ein langjähriger Mitarbeiter des Sundes, .den fein! Kaufmannsberus ia der nüchternen Praxis es Tages leben läßt, einige schlichte kqmeradschaftliche Gedanken iutzern. Eine feierliche Rückschau will ich mir ersparen, aber es sei daran erinnert, daß dieser Bund in notvoller Stunde als ein Zusammenschluß gedacht war zur Verteidigung der mit furchtbaren Blutopfern im Kriege — Kamerad Urias weist an anderer W -367