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Der Schild · 1929-05-24 · 21 (24.5.1929) · p. [Seite]

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Journal
Der Schild
Volume
8 (1929)
Issue
21 (24.5.1929)
Date
1929-05-24
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Besuch auf Europas ältestem jüdischen Friedhof Mitte« im vier,',eit non P r n n , iti der foiu'inniitieii .V'ieplKstadt, licRl,- eiygekerkert .'.wische« großen ««d moderne« Häusern, das alte jüdische Ghetto mit seinem Rathaus, dem Friedhof, de« Synagogen, der Alt-Neuschule und de« Museen, Hier, mitte« in einer modernen Weltstadt, im Trubel großstädtischen Verkehrs, liegt das alte Viertel völlig unberührt. Hier wickelt sich das Leben immer «och auf der Straße ab, hier blüht der Handel von Hand zu Hand und hier kennt einer den anderen. Nachdem das Reich Juda ausgehört hatte z» existiere» und das jüdische Volk im Jahre 70 n. Chr. unter Titus für immer stine Teutschlands sei. Ausgrabuugen ii» Prager Ghetto erwiesen,- daß . die Prager Grabsteine um uicle I waren, und so hat sich daim eine Studienkommissio^i die diese Nachforschungen anstellt. Lange.Zeit Hindu man in Prag an besonders alten Gräbern drei Grab zwar aus den Zähren 000. 01^ und Ott» n. Chr. Dem also im l». Jahrhundert eine jüdische Gemeinschaft die wenige Jahre später beschloß, eine große 2 bauen. 2o entstand die berühmte Alt-Neuschule, dix Wormser Gotteshaus däs. älteste. Vethaus der er »ii staben übet i^hre alter gebildet, ch kannte teine, und nach blühte in Prag, agoge zu iebe» dem ropäische» TV -:-V^4v; politische Selbständigkeit verloren hatte, zerstreuten sich die ' Kinder Israel nach allen Himmelsrichtungen. Das alte iVolk des Monotheismus war Heimat- und vaterlandslos geworden. Von der Scholle vertrieben und von allem politischen Einfluß ausgeschlossen, oft den Ijärteftch Schlügen und wütendsten Verfolgungen ausgesetzt, bewahrten sie sich doch immer den unerschütterlichen Glauben an ihre Zukunft, und mit bewunderungswürdiger Widerstandskraft und Zähigkeit vermochten sie ihre Eigenart zu retten, ohne im Strom der Jahrtausende unterzugehen. Alte Chronisten ^zählen, daß schon^in den ersten ' Jahrhunderten Juden in Deutsmland gelebt Hütten. Die Städte Worms, Speyer, Frankfurt, Trier, Sinzig, Prag wurden dir ersten Ansiedlungsstätten der Juden. Die Dokumente, soweit > sie in der damaligen Zeit angefertigt wurden, sind im Laufe . der Jahre natürlich abhair^en gekommen und vernichtet. Es ) gibt fteind anderen Wahrzeichen als die Friedhöfe in wenigen i Städten. Ueberall wurden diese Ruhestätten zur Beurteilung! der Anwesenheit der Juden in-Deutschland verwandt. Bisher ’ nahm man allgemein an, daß der Wormser Friedhof der älteste Juden war. Die Alt Neusyäqgoge in Prag, eine >eule noch bestehende Sehenswürdigkeit, mußte den damaligen Bestim mungen entsprechend unter der Erde gebaut werd >n. Ganz zufällig wurde das Hafis bei Ausschachhingsarbeite^, und freigelegt. < ->- Die Geschichte der Prager Jude» ist bekannt. Verfolgungen ivaren sie -ebenso ausgesetzt ivie all. Tausende und aber Tausende wurden gelötet, aber die Willenskraft der Juden konnte nicht unterbunden Schon nach kurzer Zeit waren sie wieder die, die von Stadt zu Stadl betrieben. Besonders bekannt Prag ein Mann, der in tzen Jahren um 1ä.',0 lebte! Meisel, ein Rothschild des'Mittelalters, baute Brü^r das Ghetto aus. pflasterte das Judenviertel, leitungen, errichtete Ladehäuser 'und unternahm «■ seinem Alter, eine Reise zum Papst, nach Rom zu n den Juden mehr Rechte zu verschäfskn. Kurz vor se wurde Meisel Ratgeber und Finanzmann des Kaise wirkte durch diese», daß die Synagogen Freistätten oe entdeckt Zahlreichen anderen, ungeheure werden, n Handel wurde in Mordechai en. baute Wasser s noch in achen. um nein Tode s und er ffj«-jeden >71

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