Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 5 (1.2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Schriftleitung in der Einführung für die vorliegend« Art der Schlachtenschilderung „Flandern" gegebenen Begründung kann man nur zustimmen. Ter Band vermittelt in der Tat ein derartig tiefgründendes Bild von der unendlichen Gewalt dieser Schlacht, wie es gewiß nicht zu zeichnen gewesen wäre, wenn man eine Art der Darstellung gewählt hätte, die, allgemein hergebracht, von der Schristleitung z. B. auch für die Schilderung der Sommefchlacht gewählt worden ist. Ueberhaupt liegt in der Mannigfaltigkeit der Darstellungsarten eine der Hauptstärken dieser Schriftfolge, die der Verlag heute schon mit berechttgtem Stolz als das umfassendste und verbreitetste Kriegswerk der gesamten Weltkriegsliteratur bezeichnen kaniz. Der im Anhang beigefügte klare Ueberblick. über di« Schlacht aus der Feder des Obersten a. D- Lange ergänzt Beumelburgs künstlerische Leistung in vorzüglicher Weise. Der Verlag hat wie immer auch diesem Bande der erfolgreichen Veröffentlichung eine ausgezeichnete Ausstattung an Bildern llnd Karten zuteil werden lasten. - Sport-Echild i e**r»ir«WK i» Crtft«t«MC Bert«», o.. Hallen tratning. Turne«. Gymnastik: Jeden Montag. Dienstag, Donnerstag für Dame». Mädchen, Männer Jugend. Schüler in allen Stadtteilen. — Handballtraining it ii fr Waldlauf: Jeden Donnerstag und Sonntag. — Turn a b « n d e : Jeden Mittwoch. — Auskunft erteilt di« Gejchästsstelle. C. 2, Burgftrae 28. Telefon: Norden 8803. Trai»i»gS1««e frer Ji»-JitIn-8rn»v« des RjF. Montag: Training der Kampfmannschaft. — Mittwoch: Hitriu* für die Kameraden des Bunde». — Donnerstag Hurfua für An fanget. — Traintngsräume: Schöneberg, Hohenstaufen Str.;ii, Kellerlokal. — (Säfte willkommen! Kameraden de» Bunde», besucht unser Training! Neuer Anfänger-Kursus. Die Jtu-Jltsu-Gruvve beginnt am Donnerstag, den 31. Januar, einen neuen Anfänger Kursus. Meldungen >u diesem Kursus erbitten wir in unserem Trainingslokal. W. 30. Hohenftaufru Str. 3t. Ecke Münchener Str. iKellerlokalj. irden Montag und Donnerstag abend« oder schriftlich an die Geschäftsstelle der Gruppe: W. Beck. Hohenstaufen Str. 32. Ein. Wort zur Indenfrage Unter dieser Ueberschrift bringt die in München erscheinend« „Deutsche Kriegsopfer-Zeitung" folgende bemerkenswerte Ausführungen. Das darin erwähnte Vorwort zur Statistik Ecksteins stammt vom Dorf, des bay. Landesverbandes des RjF., Kam. Tr. Alfred Werner in Müncken. Wir wollen keinesfalls irgendwie zu der heißumstritlenen Frage in politischer, religiöser oder rastentümlicher Weise Stellung nehmen, denn unsere Aufgaben sind andere, als daß wir uns mit diesen Tingen befassen dürsten. Eines aber ist für uns notwendig: ein Wort hinsichtlich der israelitischen Kriegsopfer. Kürzlich ist eine sehr interessante Broschüre des Bamberger Rabbiners. Dr. Eckstein, (Philo Verlag y. m. b. H., Berlin SW 68, Preis Mk. 180 drosch.) erschienen "unter dem Titel: „Haben die Juden ein Heimatrecht in Bayern?". Die Schrift befaßt sich eingangs mit geschichtswissenschaftlichen Unter suchungen über diese Frage. Einen großen Platz derselben nimmt aber dann eine Zusammenstellung über die Beteiligung der Israeliten am Weltkriege ein. Es finden sich hier Statistiken über die im Weltkriege gefallenen, beschädigten und vermißten Israeliten, dann ein Verzeichnis der mit hohen Frontauszeich nungen belohnten jüdischen Kriegsteilnehmer und weiter zahlreiche Abbildungen eigener Ehrenmale für die Gefallenen. Tiefe Schrift gehörte eigentlich in die Hand eines jeden, der sich irgendwie mit der Iudenfrage befaßt. In einem Vorwort hier heißt es: „Daß wir jüdiscken Bürger des Deutschen Reiches und Bayerns im Kriege unsere Bürgerpflicht erfüllt haben, beweisen wir nicht, um uns zu rühmen. Wir sind nicht der Meinung, daß unser Opfer eine besondere Leistung darstelle und eines besonderen Lobes würdig sei. Es ist uns selbstverständlich, daß wir jüdischen Teulschen ebenso wie unsere andersgläubigen Mitbürger dem Rufe der Pflicht gefolgt sind, und daß das Los des Todes unsere Gemeinschaft ebenso treffen mußte wie diese. Wenn wir der Oeffenttichkeit den Beweis der Tatsache vorlegen. die.jedem Gerechtdenkenden selbstverständlich ist. so geschieht es in der Abwehr. Nicht mutwillig tragen wir das uns heilige Andenken unserer auf der Walstatt gebliebenen Bürder in den Streit des Tages. Wir tun es. weil blindes Vorurteil und politische Leidenschaft dieses Andenken geschmäht haben." Man braucht diesem Vorwort eigentlich nichts zuzufügen. . Wir als Interestenvertrrter der deutschen Kriegsopfer müssen, wenn wir unsere großen Aufgaben ehrlich — nicht einseitig ober parteiisch — erfüllen wollen, verlangen: Gleichgültig, ob Für oder Wider das Judentum Berechtigung haben, darf nie die Tatsache vergessen werden, daß auch die jüdischen Gefallenen auf dem Felde der Ehrt für unsere deutsche Heimat geblieben sind. Gleich allen unserer gefallenen Kameraden müssen wir fordern, auch diesen Toten das gebührende Andenken zu bewahren und dieses nicht durch politischen Kampf zu schänden. Es darf keinesfalls angängig fein, daß jüdische Frontkämpfervereinigungen von Gedenkfeiern für die im Kriege Gefallenen ausgeschlossen werden. Eine Totenehrung darf nicht Werkzeug parteiischer oder politischer Agitation sein. Würde es anders sein, so würde das heilige Andenken an unsere teueren Kameraden in gröbster Weise geschändet und entwürdigt werden. Jeder ehrlich Tankende wird dies verstehen. Darum Ehrfurcht auch vor den gefallenen jüdischen Kameraden. Achtung auch vor den Kriegsbeschädigten Israeliten, denn auch sie tragen die Male des Kampfes um unserer deutschen H-e i m a t willen. Oberstleutnant Eiegert f Wilh lm Eiegert, der Schöpfer der deutschen Fliegertruppe, ist im Alter von 5b Jahren plössiich verschieden. M nnhast trat er in dem Vorwort zu unferem Fliegerbuch gegen den Antisemitismus auf. Wir behalten unS eine besondere Ehrung des Toten in der nächsten Nummer des Schild vor. Acht»»«! K»rlas »»r slir Kamerad«» fres Banfres. Auf Wunsch einiger Kameraden des Bundes richtet b>« Jiu- Jttsu-Gruvp« «inen Kursus, der nur für Kameraden des Bundes bestimmt ist, ein. Sämtliche Uebungen werden der Letftungssäbtgkeit der Kameraden angcpaßt sein. Wir vrrwetse» an die gleichzeitige Bekanntgabe durch die Beztrke und erbitten umgehende Meldungen an die Gelchäsisftclle der Gruppe, ,. H. Kam. W. Beck. W. 8», Hohenftaufenstr. 32. Es werden geübt: Gvmnafiik, Ervauderztehen, Schwerathletik entsprechend angepatzte Jiu-Jttsu-Grtfse. Unser« II»-Jitsu»Gr»vv« i» der E»frru»fr«. Am 23. Januar fand die Endrunde des Winterturniers des Neichsverdandes für Jtu-Jttfu für sämtlich« Berliner Berbandsvereine statt, an dem 52 Kämpfer teilnahmen. dessen Ausscheiduugskämvfe seit Mitte November v. I. ftattfanden. Dt« Jiu-Jitsu-Gruvve konnte von Anfang an mit einem Siege in diesem Turnier nicht rechnen, da sse nicht in der Lage war. in allen Gewichts- und Leistungsklassen Kämpfer zu melden. Es wurden 7 Leistungsklassen mit stets mebrercn Kämpfern, darun'er ein grotzer Teil Ansänger, von den Kameraden der Gruppe bc legt. Das Resultat war. datz wir in iedrr belegten Klasse unsere Kämpfer in die Endrunde bringen konnten. Wir errangen in 7 Klassen: 4En)stegernnd3Zwette! Sieger des Turniers wurde der 1 Berl. JI.-Elub. der alle Klassen belegen konnte, die Jiu-Jitsu-Gruvve wurde Zweite. Dritter die Post. Vierter dir Dresdner Bank. Ein Resultat, das ssch noch verbessert, wenn man unsere Kämpfe gegen den ftärkstcn Berliner Club, den 1. B. I. E. betrachtet. Dann hätte der RjF. mit II Punkten gegen 10 Punkte gewonnen. Die einzelnen Resultate lauteten: Unser Erstling Arenstein, der mit seinem Endqegner schon einmal unen schied-» gekämpft batte, verlor durch «inen überraschenden Arm'-rbel in 33 Sek. lt ii fl e t als Erstling verlor nach 13,35, nachdem er ebenfalls mit seinem Gegner vorder unen schieden gemach« batte. Reumann gewann schon in der I. Rund«, der Anf'N'er Oppenheimer wurde Zweiter. Unser al«er, bewäbtter^, Friedlaender erledigte glänzend seinen Gegner in 2 Min.. I wäbrend Steinhardt schon nach I.I5 Minu'en siegte. Ebenfalls In der ersten Runde schon ssegte unser Erstling Krotos ch i n. Wieder ein schöner Erfolg. Mitteilungen der Buudesleitnng i-,- Kstr »»»erl«»«t ■■» »»«ebeufre Artikel ks»»e» »ir keine Brra»t»«rt»»« übernehme» «fr e»»fehle» orr Et»sr»d»»g eines Artikels frei »»» »»znsraie». I» einer i» Plane» «I»b«r»fe»eu Beria»»ln«a a» >5. Dezemter 1828. I» frer der Borsitzend« des Landesrerbandeo Mitteldeutschland. Kam. Dr. Alfred Jacat»»Leipzig, das Hanptrrferat hielt, iss die „B e r i r k S « r » » » c 8 » « t l a « d" «« arü«d«t morde». D«»k de» »ackende» A»Sf»hr«»«e» de» Sa«. Jaeot, iss dies« Bezirksgrnoor mit «i»«r ssattliche» Anzahl Mitglieder kafart tatkräftig j» die BundeSarkeit einartretrn. Wir legrütze» die »Bezirk»«rnppr Bagtla»»" u«d spreche» de» Kamerad«» n»'ere» Donk aus mit denk Wunsche für mei!er« erfolgreich« BundeSarteit. AnS den Landesverbänden vnd Ortsgruppen Saudesnerdand Baden-Pfalz. Ma»»b«i«. Dieser Tage starb hier der älteste Kamerad unserer Ortsgruppe, Moritz W ü r zw e t l e r , Beteran des Feldzuges 1870/71, im 81. Lebensjahr Der Verstorbene nahm hier im Tabakbandel eine geachtete Stellung ei» und wurde im vergangene» «ommer anlätzlich seines 80. Gebuttstages sehr gefeiert. Er schrieb damals seine Erinnerungen des Feldzuaes 1870/71 nieder. Stets zeigte er grosses Interesse an den Bestrebungen unseres Bundes und besuchte fass regelmässig unsere Veranftaltüngen. Wir werden dem verstorbenen Kameraden ein ehrende» Altdenken bewahre«. La»des»«rba»fr Brandenburg. Küssri». Am Mittwoch, den 16. Januar, fand in Süssrtn-Neustadt im Hotel „Mark Brandenburg" die Generalversammlung der Ortsgruppe statt. Nachdem der Borsstzende Dr Asch die erscht:neuen Kameraden begrüsste, erstattete der Schrtftführer. Kam. Land- 38