Der Schild
- Journal
- Der Schild
- Volume
- 8 (1929)
- Issue
- 5 (1.2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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mann. 6tn Jahresbericht und einen Rückblick -er t'eiftunaen -er Ortsgruppe. wie auch des «undeS. Dem «assierer. «am. B ü t o w, wurde nach seinem erstatteten «assenbertcht En lasluira durch die Versammlung erteilt. Dann wurde die Neuwahl des GefamtvorftandeS voraenommen. Die bisherigen Boistandsmtt- «lieber stellten ihre Posten lue Beifügung, mit der Begründung, dast nunmehr duck andere Herren sich in den Dienst der Lache stellen sollten. Rach längerer Aussprache wurde dem bisherige» Borstand das Vertrauen der Bersammluna anSgesorochen und der bisherige Vorstand einstimmig wiedergewählt. Die Herren nahmen die Wahl an. Kerner wurde beschlossen. Mitte Kebruar einen Maskenball zu veranstalten, wozi» wir heute schon die Nachbargruvven Landsberg und Kranksurt a. Ober her,lickst etnladen. Das lüjäbrive BunbeSinbiläum soll gefeiert werden. Ebenso wird der Besuch der Veranstaltungen der Bundesleitung in Berlin emvfoblen. Landesverband Riederlacklen. Rinteln. Die Ortsgruppe bat ihren Bericht sür das Jahr 1928 herausgegeben, der in ersreulicher Weise die rege Tätigkeit dieser Ortsgruppe und das gute Interesse der Rtntelner «ameraden sür unsere BundeSarbett vor Augen führt. ES haben 12 M natsverfammlungen stattgesunden, austerdem eine austerordentliche Versammlung am 14. Kult in Anwesenheit des LandesverbanrSvsr» sitzcnden, «am. Kuerft. sowie des «am. Blumentbal aus Hannover: am 18. Oktober wuide das Ltiftungsseft in V rbtndung mit einem Limchas-Ttora-Ball in wotlgelungcner Weise begangen und am 7. November bat ei» Werbeabeud statigesunden. Auste,dem wurde am 11. Kebruar 1928 ein Purimball veranstaltet: am 17. Avril wurde die MonatSversommlung mit einer besonderen Abschiehsfeter für den «ameraden R o s e n , w ei g - Hameln verbunden. Ein Lommcrausslua am 17. Juni bat trotz ungünstigen Wetters die Teilnehmer in schönster kameradschaftlicher Harmonie znfammengeführt. Kn Rücksicht auf de» festen Zusammenhalt der Rtntelner «ameraden und die dadurch gewährleistete rege und tatkräftige B-indesarbeiz hat stch die Ortsgruppe Rinteln, die bisher der Ottsgruvve Ham,ln angeschlossen war, ln der Monatsversammlnng vom 2. Mai als selbständige Ortsgruppe konstituiert: Vorsitzender ist «am. Wilhelm Lehmann, Lchriftführer «am. D. Rosenthal, Kassenwart «am. Albert Brill. «tdingen a. Main, Generalversammlung vom 29. 12. 1»28. Der 1 Vorsitzende, «am. Fritz U l l m a n n. begrüstte die Versammelten, erstattete einen kipzen Tätigkeitsbericht und besprach verschiedene unsere Ortsgruppe»interessierende Kragen. Er gedenkt mit tiefem Web des uns lei»r so früh entristenen «ameraden Ludwig S l » g m a n ». und^iruS seinen Worten klang der Sinn: Die Ortsgruppe des RjF. «itzingen betrauert den Heimgang des Verstorbenen, des charaktervollen, offenen Menschen, des lieben Kreundes und des humorvollen Gesellschafters und ste wird es als eine heilige Aufgabe betrachten, fein Andenken stets in ElGen zu halten. — Der «astenbericht des «am. Willi Schwab wurde geprüft. dem Lassterer Entlastung erteilt und ihm vom Voriinen» n der Dank für feine Tätigkeit aüsaesvrochen. — Die sich anickliestrnde Wahl ergab die Wiederwahl des Vorstandes durch Akktamation: 1. Vorsitzender Fritz Ullmann. 2. Vorst'enden «>eafr«ed Stiebel. Kassierer Willi Schwab. — In der anregend verlaufeMN Aussprache streift «am. Hauvttebrer E i n st ä d t e r folvabe Punkte: Wablpropaganda, Stedlungsgedanke. Svottaedanke. Gesallenenebriina. Das Buch vom Hetmatrecht der bäuerischen Juden, von Dr. Eckstein, wird kur» besprochen und in ea. SO Eremvlaren sofort vom Verlaa bestellt. Der Vorsitzende schlost die vom Keifte echter «ameradschast getragene Versammlung mit dem Versprechen, der Generalversammlung bald eine gemütl.che, gesellige Zusamm.nfunft folgen zu lasten.» Landesverband Rsrdwestdentschland. Siel. Am Sonntag, den 18. Januar, batte die Ortsgruppe die graste Freude ihren BiindeSvorsttzendeii. Sam. Dr. L ö w e n st e i n. als Redner zu begrüben. Der aeschätzte Gast sprach über die oer- »ettsgen Aufgaben des Reichsbundes jüdischer Krontloldaten. Seine Aiibfübruneen fanden bet den «ameraden und Gästcn starken Beisalk. Besonders interessierten auch die Mitteilungen über die Bestrebungen de» ReickSbnnde» für jüdische Siedlung: Die meisten Anwesenden traten nach dem Vorträge di-sem Bunde bet. An der Aussprache beteiligten stch unser «amerad Herr Rabbiner Dr. PoSner und Herr NniversitätSvrofestor Dr. Ovet, die von ihren Standpunkten aus die Siedlungs-Bestrebungen unterstützten. Herr «am. Dr. Löwenstein bean'wortete alle Kragen aus der Versammlung und zerstreute auch religiöse Bedenken. Herr Louis Lewin gibt Beweise jüdischer Tapferkeit aus dem Kriege 1879/71. E'uen besonders schönen Abschlub fand die Veranstaltung durch dle Vorträge unsere» «ameraden Rolf Salbera vom Stadttbea'er in «iel. der anlöstlich des 299jäbriaen Geburts'ageS Gottbold Ephraim Lefstnos Szenen aus dem Lustspiel. .Die Juden"' und aus .Nathan der W'tse" wirkungsvoll »u Gehör brachte. Der Vorsitzende. «am. Lask. schlost um Mitternacht die würdig verlaufene «undgebuna mit besonderen Donkesworten für unsere «ameraden Dr. Löwenstein und Rolf Salberg. Kür diese Veranstaltung batte der Vorstand der Ortsgruppe die von der Bundeslettung gesandten AiiSfübrungen des Gsi'erdirektors D»k in Ermangelung der Widergabe durch ein Gemeiudeblatt vervielfälttgen und iedem Gemetn">emitgl'ed ein Eremvlar zustellen lasten. Unser Bundesnorstt-ender wird die Ueberieuaung mit nach Hause genommen haben, dast auch in der änstersten Nordmark des Deutschen Reiches die Jntereffen der jüdischen Krontsoldaten treu gewahrt und fletstig gehegt werden. Landesperban» Oberschlesteu. Ratibor. Au» Anlast des 19jährigen Bestehens des Reichs - blindes jüdischer Frontsoldaten stielt die Or'sgrnvve Ratibor am 22. 1.. dem 299. Geburtstage LefslnaS, eine Versammlung ab. ES waren 22 «ameraden erschienen sowie von den Gästen Herr Rabb. Dr. Srengel, Herr Wacksner, in Vertretung des Gemeinbevorstefters. und Herr Dr. Block als Revräfentantenvorfteher. Der erste Vorsitzende, R.-Ä. S t r o h e t m. begrüstte die Gäste nnd die «ameraden und gedachte mit kurzen treffenden Worten deS zehniästriaeu Bestehens des Bundes: er wies auf die bereits geleistete Arbeit sowie aus die rtesengroste noch vor uns liegende hin. Mit Rücksicht darauf, dast die Bersammluna gerade am 299. Geburtstage LessinoS ftotifand. gab «am. R.-A. R e ch n t st in klarer, eindrucksvoller Weise einen Ueberbltck über das Wirken und schaffen des für uns Juden unvergestlichen Lesstng. Vom Wochenabschnitt ausgehend ergänzte in geistreicher Weise Herr Rabb. Dr. «rengel diese Ausführungen und erläutette die jüdischen Ideale dieses grosten deutschen Freigeistes. Herr W a ch S n e r ergrisf das Wort, um dem Bunde die besten Glückwünsche der Gemeinde zu übermitteln, indem er betonte, dast die Gemeinde stet» die Arbeit des RiK. besonders hoch geschätzt hätte. Mit groster Freude wurde es allgemein begrüstt. als «am. Dr. K r ö h l t ch stets objektive und über allen Patteien stehende Leitung d n besten unserem 1. Vorsitzenden, R.-A. S t r o b e i m. dem Begründer der Ortsgruppe Ratibor. für feine rührige Tätigkeit und für—seine Dank aussvrach. - ... Landesoertond P»««ern. Stirsar». Am 14. Januar erfreute die' hiesige Ortsgruppe Sam. Deutsch- Stettin durch einen hochinterenanten Bortrag über seine Erlebniffe während der Sjäbrigen Gefangenschaft in Sibirien. In grobe» Zügen beleuchtete er die damaligen inner- und autzeuzlwkttiichen Vorgänge in Rubland, die weleutlick sind, um den llitkskur» im Jahre 1917 verstehen zu können. Auch an dieser Stelle sei dem »am. Deutsch nochmals unser herzlichster Dank ausgesprochen. Leider war der Besuch durch die «ameraden aus Staraard sehr schwach, um so mehr willen wir den Besuch zahlreicher «amerad,n aus Stettin zu schätzen, die unter Kührung ihres Vorsitzenden, «am. Jacks, uns bei jeder Gelegenheit mit ihrem Besuch erfreuen, «am. Jack» knüpfte an den Bor,rag an und betonte, dast wir jüdischen Krontsoldaten auch aus solchen Ausführungen, lernen können und daraus das sür uns W.sentltche beherzigen sollen. ES wurde» dann noch einige geschäftliche Dinge besprochen. An den Festlichkeiten aus Anlast des lü.äh.igen Beliebens in Berlin werden sich einige «ameraden beteiligen, austerdem werden wir Ende Kehruar selbst in würdiger Form den Ehrentag begehen, anberdem werden wi< regen Anteil nehmen an den Besprechungen für eine würdige Geftqltung der Trauerseier sür die gefallenen «ameraden an dem dasür bestimmten Sonntag. — Die Secelabende finden auch sernerhin jeden Monlag statt. Staraard. Für eine Svendensammlung des Vereins eben,, «olberger Grenadiere hat der Vorsitzende unserer Ortsgruppe Staraard, «am. T r e t t e l. unsere «olberger «ameraden zur regen Beteiligung aufgefordert, dem Vorsitzenden des Grenadiervereins entsprechende Mitteiluea gemacht nnd hierbei den an die für eine gemeinsame Sache Gefallenen zu erstattenden Dank und Wunsch der guten Kameradschaft aller derer, die auch an der Front stets ziisammengehalten haben, »nm Ausdruck gebracht. — Der 1. Vorsitzende des Grenadiervereins bat unserem Stargarder «ameraden lolgenden handschriftlichen Dank unter dem 19. Dezember 1928 »ugeheu lallen: .Für die hochherzige und so reiche Spendung der Weib- »achtsgaben die es uns ermöglichen liesten, i unseren mindeibeiiiittelten Kameraden,- Veteranen, Witwen Und Uindern. eine Weil nachtsfrende zu bereiten, sage ich im Namen des, Vereins meinen herzlichsten Dank. . ..... Gerade dieses Fest ist in erster Linie geeignet, die Nichftenliebe und «ameradeupflickt auch durch Ta'en ausziiuben. und hierzu haben Sie durch die Spendung Ihrer Gaben hervorragend betgetragen. Ihre Zeilen vom 29. 11. sind bet Jtra Verein und bei mir auf fruch baren Boden gefallen. Wir begrüstcii es auf das wärmste, dast uns in Znkunst das Band der «ameradschast miteinander verbinden soll, ist eS doch eine unserer vornehmsten Pslich'en. «chtnng. Liebe und Treue aiiszuübeu au jedermann, dem das Wohl und Webe unseres lieben Vaterlandes ol ne Anseben dek Person über alles geht/ Wir sreun uns darüber um so mehr, als mehrere Ihrer Mitglieder auch unserem Verein angehören. In aller Hochachtung mit treudeutschen Grützen gez.: « u m m e r o w, 1. Vorsitzender." Scklawe i. Po«. In der Ortsgruppe macht sich infolge der Rührigkeit des Vorsitzenden, «am. E a s v a r i, anhal ende» Jn'e esse» bemerkbar, welches sich durch guten Besuch der letzten drei Monatsverfammlunaen auSwirkte. Auch die Geselligkeit wird gevfl gt und als gutes Mittel erkannt, die Kameradschaft zu erhöben. Die letzte Monatsversammliing beschloh zur Keier deS 19jährigen B-steh-ns des RjF einen Kommers am 9. 2. 29 abzubalten. Kam. Prediger Moses wird der Gefallenen bei-der nächsten Andacht gedenken. Stralsnn». Unsere kleine Ortsgruppe kam am 14. Januar zur Jahreshauptversammlung zusammen. Kam. Lemke gab den Jahresbericht, der sich ja in der Hauptsache-mit der Tätigkeit deS ReichsbundeS und seiner Stedlungsaktion befchästiate. Er empfahl weitere tatkräftige Unterstützung de» Bundes. Allseitig wurde seinen Aiisfübrungen betgestimmt. Kam. Gans gab den «a:enberickt. Die Entlastung wurde erteilt. In Gemeinschaft mit dem Jugcndbund fand eine Cbanukafest statt, welches harmonisch ve lief — Der alte Vorstand wurde wiedergewählt, und »war die Kameraden: Lemke zum 1. Vorsitzenden. Lehmann zum stell». Borsitzenden. Gans »um Kassierer und Schristsührer. Landesverband Mitteldentlckland. GründnngSterlcht der BezirkSgrnvve Vogtland, Am 15. De,. 1928 fand in Plauen gie Gründungsversammlung der nachmaligen Beztrksgruove statt, in der als Referent «am. Dr. Alfred Jacobv auftrat. Die hervorragenden Ausführungen Dr. JacobnS rissen die Versammelten mit sich und es kam sofort zu einer Konstituierung der BezirkSgruppe. Schon am 19. Dezember 1928 konnte die erste Mitgliederversammlung mit :>2 aktiven Mitgliedern etnberufen werden. In der Folgezeit bat die Beztrksgruvpe stets mit dem Eentralveretn oei der Abwehr örtlicher antisemitischer An- und Uebergrifse bestens zufammengearbeitet. » Dresden. Unsere Tätjgkett in diese in Winter begann mit einem GesellschaftSball im November. Der Reinertrag des Festes mit ca. Mk, 299.— wurde der Unterftützungtzkalle für in Not geratene Kameraden überwiesen. — Unsere Gemtralversammlung fand am 8. 1. 29 statt und war sehr gut besucht. Ter Vorsitzende, »am. Dr. Wiendkowitz, referierte über die Siedlungskundgebung in Berlin und die erfolgte Gründung de» ReichSbundes für jüdische Siedlung. In einer lebhaft anschliestenben Debatte wuiden von einzelnen «ameraden die Schwierigkeiten,/ geschildert, mit denen zu rechnen sei. und mit Interesse siebt mast der in Aussicht genommenen grobe» «undaebung in Dresden entgegen, «am. Tr eitel berichtete aussührlich über die «unbes^auptversammlung in Berlin und hob hervor, dast es unsere wichtigste Aufgabe ist. alle dem Bunde noch fernstehenden «ameraden zu erfallen. und dast dabei jeder Kamerad Mitwirken muh. E« fand dann die Neuwahl 39