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Mitteilungen des Daniel-Bundes · 1920-04-01 · 4 (4.1920) · p. Seite 29

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Journal
Mitteilungen des Daniel-Bundes
Volume
1 (1920)
Issue
4 (4.1920)
Date
1920-04-01
Page
Seite 29 (sequence 5)
Language
German
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mdBrnbariam« drar Manschen ‘ scbingen und noch admxen werde». zabeiton berufen sind .. i vk# ägyptischen Monumentalbauten konnten agerdfag» ohne <fl« SMavogri dar KroOndottrieSea ^«feillMnMImded ötebt erbestwerden. - Moses wollte Jedoch da» Jüdische Volk von der Sklaverei des beoxteamäßigen Großbetriebs. der tnr Abstumpfen» der ineividadlen' Fähigkeiten und sittlichen Krlfte der Menschen führt befreien. Als er aber m Pharao kam und ihm im Namen der Juden sagte, wir wollen in die Wüste geben lind Heber böigem und dursten als ln Knechtschaft und ohne Ideale zu leben, da schüttelt Pharao den Kopf und sprach: „Lässig seid ihr. lässig“. Dann Defl er an-seine Werkführer den Befefcl ergeben, man sollte den Juden mehr' Arbeit verschaffen, denn sie sohetaen wenig zu tun zu haben und verlustigen sich atn unsinnigen Geschwätz“ (2. Moses, 5, 9). Der ägyptische Herrscher bat.es wirklich gut gemeint mit seinen jüdischen Untertanen: was kann aber Moses dafür, dafi ihn Pharao ebenso wie später viele Schriftgelehrte. Theologen und. Philanthropen wenig verstanden oder' völlig mißverstanden haben: Die Juden scheuen nicht die Arbeit ^als solche, sondern die knechtische Arbeit, ,<fle den Menschen zum Mittel erniedrigt die darum unsittlich ist und die menschliche Gesittung nicht vorwärts zu bringen vermag. Die Befreiung der jüdschen Massen von der Knechtschaft tn iegticher Form bildet den Grundstein der mosaischen Gesetzgebung. Die ersten Paragraphen des biblischen Zivilrechtes sind dem Rechte der Sklaven und der Erleichterung ihrer Befreiung gewidmet (2. Moses. 21). Zu wiederholten Malen wird den Juden im Pentateuch eingeschäfft, daß sie nur Gottesknechte (aber keine Knechtesknechte, fügen die Jüdischen Weisen hinzu) sein sollen. Tatsächlich ist der Fretheitsdteng bei den Juden derart ausgeprägt daß sie sich z. B. in Fabriken als schablonenmäßige Arbeiter durchwegs sehr gedrückt fühlen. Sie werden daher unsichere abeT freie selbstständige Beschäftigungen — selbst wenn sie ihnen große Entbehrungen atoferlegeig — guten gesicherten Stellen in fabrikmäßigen Betrieben stets vorziehen. In der Bibel drückte sich diese Gesinnung der Juden so drastisch in dem Ideal der heimatlichen Scholle aus. in der gärtnerischen Kleinsiedelung, in dem Bestreben, daß „Jeder unter seinem Weinstock und Feigenbaum leben soll“. Der Intensive Gartenbau in kleiner Einzelbewirtschaftung war der biblischen Judenheit das Ideal eines freien wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Die Gartenprodukte bildeten fast ausschließlich Ihre eigene Nahrung. Auch Brot fertigten die Juden ebenso aus Baumfrüchten wie aus Getreide. Das letztere diente ihnen vornehmlich als Austanschoblekt -lm Handel mit anderen Völkern und als Naturalien zum Entrichten von Steuern. (Siehe „Die Volksnahrung des biblischen Judentums“, „Israel. Familienblatt“ Nr, 30, J919.) Daß die letzigen Jüdischen Kolonisten ln Palälästina den Gartenbau fast ausschließlich zum Erzeugen von Exportprodukten treiben, Ihre eigene Nahrung aber mit Vorliebe aus tierischen Produkten decken, ist ihnen zum Verhängnis geworden. Auf der einen Seife, wurde dadurch die Knechtschaft, die der privatkapitalistische Plantagenbetrieb mit sich bringt, systematisch großgekogen. Auf der anderen Seite zogen sich die ifldlschep Getreidebauer und Viehzüchter Infolge Ihres erheblfcben Boderibedarfs und damit bedingte Ein Schränkung des Bodenbesitzes der Araber, die Peindschaft der letzteren zu; diese kann mit deth Britetzen det Wdöehen MasttäkelteMte Hon kt Palästina ftr dto Joden noch werden «teste schon letzt Ist So tst dU'FÖrafrhmg der gärtnerischen Ktetnslodshwg -frÜteMfcdnog mit einer möglichst rein vegetaniChsis -Bt1nähruhf ortet dm JftÄaehen Kokettsten efcTdtis-' gendes Gebot für dle Ztonteten; abgesahm^vob dem sittlichen and gesundheitlichen Wevtr>dM’ rein pflanzlichen Ernährung in Palästina, nof ute wir noch in diesen Blättern rarückkommen wenden. Daß die alten Fennen der landwirtschaftlichen Sledelung in Palästina dte ifldlsche Arbeiterschaft von der Knechtschaft der privatkapitalistischen Arbeitsmethoden nicht befreien können, gebt .ins der beifolgenden Zeichnung, ebenso wie ans der in Märznummer des Blattes, erschienenen graphischen Darstellung für den Bodenbedarf für 100 Familien usw. deutlich hervor. Aus der hier 'abgedruckten Zeichnung ersehen wir insbesondere, daß alle Vorschläge für die Verbesserung der alten landwirtschaftlichen Methoden nichtstaugen, daß wir vielmehr nach den Plänen Sosklns die Palästinensische Kolonisation auf einer ganz neuen Grundlage der gärtnerischen Kleinsiedelung aufbauen müssen, , wenn wir eine freie und gedeihliche Entwicklung der Juden in Palästina erzielen wollen. fttnar.l naaPoMnOft’ nach Auerbach nadtRuppln Freizügig« Arbeiter Die erste Figur zeigt, daß nach Oettlnger, dessen Schrift „Methoden und Kapitalbedarf lüdtscher Kolonisation in Palästina“ »unter den Zionisten leider seht populär geworden Ist, mehr als ~V* des palästinensischen Bodens sich tn den Händen der Getreidebauer und Viehzüchter befinden würden. Nach Ruppln shtd es nur 44% «und nach Auerbach im ganzen 22% des palästkienrisshan Bodens. Der nach letzterem für den Getreidebau verminderte Boden sott einer gröflema Anzahl von Kleinsiedelungen Zugute kommen. Ferner soll

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