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Mitteilungen des Daniel-Bundes · 1920-03-01 · 3 (3.1920) · p. Seite 21

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Journal
Mitteilungen des Daniel-Bundes
Volume
1 (1920)
Issue
3 (3.1920)
Date
1920-03-01
Page
Seite 21 (sequence 5)
Language
German
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H»«’. viel Böden im Süden Palästinas and in dterJordangegend noch weniger als 1 Mann an! dem qkm aut* weist Diese Gegenden lassen sielt nach dem Gut-* Nasjsab ii;u* flachten vieler Palästinakenner. durch moderne Bewässerungsanlagen in fruchtbares Gartenland verwandeln. Im Jordantal könnten fast alle Südfrüchte. u. a. auch Datteln und Bananen gedeihen. TTOtSch SotKlrv. 90 ha. fbjoosis ln Palästina aasüü;;YvflW*V-. » -Familien 6elretdebeuer _ cfiter E£23 Pflanzer Klein Siedler Häusler Sonstige Die zweite Abbildung zeigt die fortschreitende Zunahme der Einsicht der palästinensischen Agronome von Oettinger bis Soskin. Wir ersehen daraus. daß man auf gärtnerischer Grundlage etwa 10—15mal mehr Kolonisten ansiedeln könnte, als in der gewöhnlichen Bauernwirtschaft. Die dritte Abbildung veranschaulicht eine genossenschaftliche Obst- und! Gemüseanlage, de von jedem Kolonisten auch einzeln in dem ihm zukommenden Oartenanteil individuell gepflegt werden könnte. Die Gartenkomplexe sind so eingeteilt, daß etwa die Hälfte der Kolonisten als ausschließliche Berufsgflrtner je 9000 am. de andere Hälfte als Gewerbetreibende Lehrer. Arzte usw„!e 1000 bis 2000 qm Garten fläche zo bearbeiten hätten. __ Die Sledeftmgen sind als Gartenstädte kedeebt, die Jedoch nicht in der Nähe der Großstädte zu sein brauchen, da sie Infolge der größeren Konzentretion der Ansiedler fast alle Bequemlichkeiten and Bildungsmöglchkeiten der Großstädte, aDerdtass * In kleinerem Maßstabe bieten könnten. Am zweckmäßigsten wäre es. wenn lode Kolonie einen Kotnplex verwandter Qewerbe und entsprechender Bildungsanstalten einrichten würde. Zur größeren Ausnutzung des Bodens werden In den Obstgärten Zwischenkulturen angebaut Die OetretdeteMor befinden sich außerhalb der Sledelung und werden mit der Ziaiahme der Bevölkerung immer mehr in Gartenland verwandelt Zur Erzeugung von Milch und Eier werden Kleintiere gezflebtet Der Pteischgenuß müßte in diesen Kolonien äußerst eingeschränkt und für die neue Generation ganz abgesebafft werden. Der große Vorzug dieser Art von Siedelungen besteht darin, daß eine große Anzahl von Juden sich in Palästina ansiedeln könnte, ohne daß der Bodenbesitz der Araber irgendwie eingeschränkt werden müßte. Würden aber die Araber nach Vorbild der jüdischen Gärtner zum intensiven Gartenbau übergehen, so könnten noch große Bodenflächen für weitere jüd. Ansiedler ln Palästina frei Verden. „Solche Mustergärten müßten", wie es Dr. Soskin empfiehlt „in den verschiedenen Teilen des Landes ins Leben gerufen, alle die angeregten und noch viele andere Vorschläge durchgeführt werden. Mustergärten. Handelsgärtnereien, Versuchsgärten usw!. müßten angelegt und die ersten Kolonisten angesiedelt werden". (Jüd. Rundschau". Nr. 52 v, J.) Die ethisch-soziale Bedeutung der Gartensiedelung werden wir in einem besonderen Aufsatz behandeln. 6. Die Wunder der Jüdischen Geschichte. „Wir modernen Menschen“, sagt Dr. med. Wilhelm Winsch in einer seiner exegetischen Schriften, „haben den Wunderglauben nicht verloren, sondern er hat sich nur vertieft und erweitert und das kindliche der früheren Denkweise abgestreift; und so ist unser moderner Wunderglaube zu einem Teil einer höheren Gotteserkenntnis geworden." Hätten unsere Diplomaten und Organisatoren wenigstens diesen modernen Wunderglauben, $o würden sie die Jüdische Frage von anderen Gesichtspunkten betrachten und dementsprechend auch nach anderen Lösungen als den bisherigen Umschau halten. Wir müßten mehr Vertrauen auf Gottes Führung, auf die sittliche Kraft des jüdischen Volkes setzen und als moderne Menschen müssen wir auch Verständnis für alle neuzeitigen humanen Bestrebungen und technischen Fortschritte besitzen, um der gegenwärtigen materiellen und geistigen Not der Juden zu steuern. Unserem Volke sind stets zur rechten Zelt auch die richtigen Führer und Retter ln der Not erstanden. Wärtf dem nicht m, die Juden wären schon längst untergegangen. I Wollen wir unter diesem Gesichtspunkt die bevorstehende Massenemigration und -Kolonisation betrachten, so müssen wir zunächst einen Blick auf die Vergangenheit richten. Ais vor ein paar Jahrzehnten die Lage der Juden Im Osten sich empfindlich verschlechterte und eine Massenauswanderung nach Amerika einsetzte, da fand sich ein Mann, der fast sein ganzes königliches Vermögen für die iüdische Kolonisation zur Vertilgung gestellt hat. Gehört es nicht zu den größten Wundem der jüdischen Geschichte, daß Baron Hirsch mit der von ihm geschaffenen ICA- Organisation den Anforderungen. der Jüdischen

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