Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 12 (1865)
- Issue
- 38 (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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150 t für alle unfm kommenden Tage. ffi«blan! mag jftli'mm um uns lieben, mögen wir viel verzehrt in! reinbeik und viel Verwender haben auf baS Tod» e- Untreler Ihr hcure bin vor Len Ewigen Mlt dem festen Wi len: hinwegraumen. will ich au» meinem Leben da» Un eia« und bas Todre, komm, Leben m Reinheit, kommt, Zbr j geistigen, sittlichen, religiösen Heilszwecke, die Jbr das k eben seid. Euch wähle ich für immer — dann komm: doch der; S.gcn LeS Herrn aut Euch nieder, Ihr sehet das fand!voll Milch und Honig! — .. Hi. Und er endigt: ..ich habe gehört auf die Stimme de» Ewigen meines Gottes, und gerdaa ganz, wie Xu 1 mit geboren." Hast Du dies wirklich? Kannst Du dies! ''agen, und vor Gott ftldsik Ober hast Du auf inrs j Andern Stimme gehört, und bist eines Andern Sri nme gefolgt und hast getban, was sie Dir i)ir#? Fürwabr Du dast gehört auf Deine eigene Stimme, und dieser bist Du gefolgt. Was Dein Verstand dachte, Dein Herz w llre, Deine Begierde verlangte, Deine Leidenschaft gebot, zui'ammengenonünen macht die Stimme in Dir aus hast Du gehört und davon ließest Du Dich leiten Du uitterscheid.st nicht einmal klar und bestimmt, in dieser Dein e Stimme das Wort des Verstandes, des Gewiss nswas Begierde und Leidenfchan Du verwechseliL sie in Einem fort, und machst uulectdan^ bald Deinen Verstand Deiner Leidenschaft, bald D Verstände Dein Gewissen, >'o daß Du tharest, war an Widerstreit dagegen in Deiner Seele lebte. Oder es wabr, daß Du jedesmal od.c doch öfters Deine . Summe mi: der Stimme Gottes verglichest, daß bei jed.m Schritt? und jeder Tvar Dich frugest, spricht die Stimme Gottes', und was Deine eigeneZ Gehör gabst? Und was ist der Unterschieds Siehe, Kleine eigene Stimme ruft Dich immerfort auf, Deinen äißerr lichen zeitlichen Vortbeil zu verfolgen und Dernem leibt chen Genüsse zu leben, aber die Stimme Gottes ruft Dick auf. Deinen innerlichen dauernden Dorther! wadrzunrhmen un > den Genuß des S.ekenfriedens allem andern vsrzuziehen; 2 Kine eigene macht Dich zum Sklaven Deiner selbst, dicStnme Gottes zum Herrn Deiner selbst; Deine eigene schaff Dir immerfort Unrude und Kampf durch ihre immer gk )ßere Begehrlichkeit und :dc steigendes Bedürfen und Derla igen, Gottes Stimm« deschwickrigt Dich, führt Dich zurück un > also;um Ziele. Siebe z. B. Deines Gottes Simme ruft Dich zur Mäßigkeit, zur Sparsamkeit, zum stillen de^ckcigen j Schaffen und darum zum sichern Erwerb, und laug iLen Genuß, aber Dein« eigene Stimme ruft Dich zur Üppigkeit. zur Verschwendung, darum zum wilden Stürm n in Spekulation und Wagnrß, bi- Du eigenes und Ar derer Gut verloren hast, oder doch Dein Leben in roll nben Sorgen und Aengsten verbringst, in stetem Auf und Nieder, bald 'auf den Wellen bergehoch, bald mit den Wegen abgrundtief! Siehe, das ist der Grund der Un< glückes so vieler Familien in unsrer Zeit, daß die Sr mmr Gottes, ausgesprochen in seiaem Worte und verkörpirt in seinem Ge'etze, nicht mehr gehört, ja nicht einmal mehr gekannt wird, daß der Mensch bei seiner Schwache darin allein stark ist, sich selbst zu überschätzen, sich Lllein zij vertrauen und daran man jetzt so vielen dres und ja, was was ist. nem auch rare gene Duwas und der Höhe und de» Aufschwungs; darum ist heute nicht medr, der gestern war. und pilgert morgen aus, der heute eingepilgert; darum ist es nur scheinbarer Segen, der verbreitet ist, kurz ist der Schein, und statt de» Segens wird sichtbar, daß es nur — Fluch war. Nein, Geliebte, nicht darum werbet^ sondem um den wahren dauernden, echten Segen, den Segen Gottes auf sein Volk! Aber können wir hintrelen, diesen Segen zu erflehen, wenn wir auf feine Stimme nicht gehört, und n^rr gelhan, was er uns geboten! kann Ungehorsam und Widerspenstigkeit darauf Anspruch machen? Ader die Gnade de- Herrn ist neu alle Morgen — hörst Du heute auf!°eine Stimme, so trägt er Dir nicht nach, daß Du sie gestern verschmähtest, rbust Du heute, waer Dir geboten, so oergiedt er, daß Du gestern noch bawidergehandelt. DaS wisset, bas erwäget, bevor di« Zelt um ist, und das Unbeil gekommen, und der Unsegen Euch verzehret hat. O Israel, welch Heil ist Dir geworden! Siehe, der Herr ist nahe, und feine Hand ausgestreckt Dich zu segnen — siehe, das ist schon Segens die Fülle «n Dir und um Dick, wenn Du hintrelen kannst und sprechen: „ich habe Werke der Barmherzigkeit gelhan, wir und wo ich nur konnte; ich habe nicht in Unreinheit und nickt für bas Tobte gelebt, sondern für geistige, sittliche und religiöse Zwecke, und habe in allem Dem auf Deine Stimme gehört — und nun schau herab aus Deinem Sitze, aus den Himmeln, und segne mich und mein Volt und daganze Land, darin ich wohne, und alle Menschen, die Dich bekennen und Deinen heiligen Willen thun!" dann öle Deine unterdrücktest und der Stimme G>tt.s; (gjjjf ^Ötöbcl gLgLN Ölt UItÖlllöfÖUtfCtt. unlrrzugehen; darum dort unk :rurz und Untergang nach kurz« r Zeit sieht Don Benjamin Franklin. AlsimZahre 177s der Bruch zwischen dem Mutterland« Großbritannien- und den Noedamerikanischen Kolonien unhellbar geworben,veröffentlichte Benjamin Franklin, dergroße Bürger Nord-Amerikas, der Erfinder de- Blitzableiters, der als Abgesandter von Massachusekt sich in London bemüht harre, das Einvrrständniß womöglich wieder herzustellen, bevor er diese Stadt verließ, folgende Parabel: „Und es, begab sich nach diesem Allen, daß Abraham vor feinem Zelte saß um die Zeit, da die Somre unter- „Und siehe, ein Mann, gebeugt vom Alter, kam des Weges her aus der Wüste, auf seinen Stad gestützt." „Uno Abraham stand auf, ging ibm entgegen und sprach: „..Ich bitte dich, kehre ein dei mir. und wasche deine Füße und bleibe die Nacht in meinem Zelte; dann magst du am Morgen früh aufsiehen und deine- Weges weiter ziehen." " „Ader der Mann sprach: „ „Nein, ich will bleiben unter diesem Baume." " „Und Abraham nölbigke ihn fast sehr, daß er einkehrte und in da- Zelt ging; und Adrabam buk ungesäuert Bcod und sie aßen davon." „Da nun Adrabam sah, daß der Mann Gorr nicht danket«, sprach er zu idm: „„Warum betest du nicht zu dem Schöpfer Himmels und der Erdenk'"