Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Volksblatt · 1865-01-01 · 1 (1865) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
12 (1865)
Issue
1 (1865)
Date
1865-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4908862-5999392-6026712--2868-4911145
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

2 riiren können, widersetzen kann! Za, wir behaupten, daß die . verschiedenen Produkte jener bis ins Unendliche vc riiren können und müssen, und sind eben fo weit davon en fernt, zuzugeben, daß der Bewodner de- Merkur mit dem deff eptun gleichgedildet sei, wie wir uns für versichert halten, daß eS eine Unendlichkeit in den abweichenden Organisa ionen gibt, nicht alleinvon einer Well mit einer anderen, si ndern^ auch auf jeder der Welten mit ihren verschiedenen; «ital- : lern, ihren Klimatrn und ihren biologischen Beding! ngen. Wenn man un» demnach enkgegenhält, daß auf zewissen Wellen baS Wasser im Zustand« des Dampfes, auf anderen Welken im Zustande des Schnees ober Eifel, baß 1 die Mineralien bei der einen sich im Zustande des S hrnelzens befinden/ und bei den anderen in einem Ar stände von solcher Harte sein müßten, daß der Ackerbau u> d die Künste zur Unmöglichkeit gehörten, oder taufend äinliche Dinge, so können nur solche Ausdrücke für die au jene 1 Gestirne übertragenen Gegenstände der Erde sich beziehen, und danimmt ihnen allen wissenschaftlichen Werth Es ist gewiß, daß die Natur vortrefflich die phvsische Organisation der lebendigen Wesen derjenigen der organische i oder 1 unorganischen Wesen anzupassen weiß, unter benei ihre ' Tage verfließen müssen, und zugleich auch wie den der Elementen eigenen Lebenskräften, in welchen sie ihre E risten; ’ hinbringen müssen. I Weil wir ohne dieses schwere Fluidum, welches insere ' Erde umgibt, nicht leben können, ist das ein Grund dafür, daß kein möglich,-Wesen Sphären bewohnen könnte, «elche dieses Fluidum» beraubt sind, und müssen wir dara»!, baß da» Wasser zur Erhaltung des irdischrn Lebennothriendig ist, schließen, daß eso auf allen Welten fei? Well >e Ab- 'geschmacklheit für unsere Zeit, die Schöpferkraft in diese engen Grenzen einzuschließen, in denen damen chliche Wissen selbst sich nicht für immer einzuschränken vagen würde! Welche Dummheit, zu behaupten, baß obre, eine gewisse Anzahl von äquivalentem Sauerstoff und St ckstoff die allmächtige Natur weder das Tdiernoch dasPflmzen» leben erzeugen würde können, oder vielmehr keine A t von Wesen, denn daß die irdische Natur in 3 Reiche eing ttheilt ist, das ist kein Grund dafür, daß sie auf anderen Welten nicht unter.Form.n auftrrten könnte, die mt den irdischen Formen unverträglich sind! Es ergibt sich daher aus den physiologischen w e aus den astronomischen Gesichtspunkten: 1, die Erd, hat keinen auffallenden Vorzug über die an «ren Planeten, und 2, die anderen Planeten find wi, sie bewohnt. Wenn der Raum von ^ott mit bewohnbaren Wellen geschmückt wcuden ist. fo ist dienicht geschehen, um ewige Einöden zu schaffen, denn wenn hi^ Schöpfung de Planeten einen Zweck har, fo werden wir, nachdem die obigen Betrachtungen gezeigt haben, daß die Erde keinen Norz«g vor ihnen hat und daß es absurd sein würde, anzua hmm, -sie seien,Lediglich dazu geschaffen, damit sie ernice von uns von Zeit zu Zeit am Himmel betrachten sollten, ragen, wie dieser Zweck erfüllt werden kann, wenn estein e nziges Wesen gibt, das sie bewohnte und kennte? WeShald! oürden di, Planeren Jabce, Zahreszeiten, Monate und T tge erhalten haben, und weshald.^ollte sich kein Leben ^n der Ooerfläche dieser Welten zeigen, die^sich wie die unserige der Wohlthalen Gottes erfreuen und die wie sie di« erzeugenden Strahlen derselben Sonne empfangen? Wozu schmilzt auf dem Mars in jedem Frühjahr der Schnee und geht fort, um dessen Felder zu tränken? Warum solche Nebel auf dem Zupiler, die Schatten und Kühle in seinen ungeheuren Ebenen verbreiten? Was soll auf der Venus die Atmosphäre, - die deren Tyäler und Berge bespült? O, ihr glänzenden Welten, die ihr weit von uns in den Himmeln wandelt! sollte es möglich sein, daß bi, kalte Unfruchtbarkeit auf immer die unveränderliche Rcgentin eurer wüsten Felder wäre? sollte es möglich sein, daß diese Pracht, welche euer Erbtheil zu sein scheint, einsamen Gegenden gegeben worden wäre, wo die Fellen allein sich ewig in einem entsetzlichen Stillschweigen betrachteten1 Ader unser Gegenstand dielet noch einen andern Gesichtspunkt dar. Die h. Schrift sagt uns, daß nach Vollendung der Schöpfung, insonders dieser Erde und ihrer Wesen „Gott sah alles, was er gemacht, und siehe! ewar sehr gut." Und wie ander» konnte eauch sein? Dem vollkommenen Gotte konnte auch nur eine vollkommene Welt entspringen. Ader damit sollte unS nur gesagt werden, daß die Welt eben nur als Ganzes vollkommen, hingegen nichts in dieser Well absolut vollkommen, sondern nur „in seiner Art" vollkommen das sei. wozu es Gott bestimmt dar, ganz dem Gedanken Gotteentspreche, ganz den Zweck erfülle, für welchen Gott es erschaffen. Wir gewahren daher allerdings in der Weltschöpfung eine Stufenleiter der Wesen, auf welcher eineimmer höher organisirt, vielgestaltiger und mit anwachfenden Kräften und Eigenschaften versehen ist, aldaandere, bis zum Menschen, dem höchsten Erbgeschöpfe hinauf. Nun, auch in der Sternenwelt läßt sich eine solche Verschiedenheit, eine solch« ansteigende Beschaffenheit voraussetzen und erkennen, und von diesem Gesichtspunkte auS erscheint die Erde durchaus nicht als auf einer der höchsten oder auch nur höheren Stufen stehend. Wi, gesagt, diese Erkennlniß der Wissenschaft und unparteiischen Beobachtung widerspricht der heiligen Schrift nicht, und der Tieferblickende wird die eigenthümliche Beschaffenheit unserer Erde gerade mit der Bestimmung und Beschaffenheit der Menschen auf ihr in Uebereinstimmüng finden, so daß jene gar nichtanderfein durfte, um aus dem Menschen zu machen,was ec ist und sein sollte. Betrachten wir dies näher. Erinnerungen an I. M. Jost. AuS persönlichem Umgang, mitgerheilt von H. Zirndorf. (Fortsetzung.) VI. Zost war glücklich verheirarhet gewesen. Die glanzenden Eigenschaften seiner Gattin sind in den frankfurter Zirkeln noch ein Gegenstand lebhafter Erinnerung, ihr Name ist durch manches Werk frommer Wohlrhärigkeit vor Vergessenheit gesichert. Ihre Schönhrit wird nicht minder gerühmt als ihre Liebenswürdigkeit und ihre fein« Bildung; so war sie ihm eine Lebensgefährtin im edelsten Sinne de» Wortes, di« ihn und seine Bestrebungen verstand und mir ganzer Seele an seinen Erfolgen Theil nahm. Zm Jahre 1842

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.