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Jüdisches Volksblatt · 1865-01-01 · 1 (1865) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
12 (1865)
Issue
1 (1865)
Date
1865-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches Bolksdlatt. Zurl Belehrung nnd Unterhattustg auf jüdischem Gebiete. v Herausgegebtn voll Rabbiner Dt. Lndwig Phili-Psou in Bonn. Mo. 1. 1865.] Sen »t«<er gritfMft Kfftcixt »MaitMA nie Mummet. Preis Id 2lahr» gang« l Lhtr. «icneljShrig 7 % g$x. »ll« Vvchbandtuogeu. PoSLmrn »»d AeiNl»ßgerved<ti»»r, «eh»«« VeSrduagcn au. [12. Jahrs. 1. Quartal.] Sprüche der Enkel. 1. Nicht bleibt das Lebe», und nicht der Geist stehen. Das Werk der Bäter sehe» die Söhne und die Enkel fort; niemand vollendet es, und nirgendist die Grenze. 2. Suche keinen neuen Pfad, denn du wirst dich ge» täuscht finden, wenn nicht gänzlich in der Irre; «er den Weg der Väter fortsetzt und ihn weiter führt, dem ge, lingk es 3. Lobe dir vergangenen Zeiten, aber verachte nicht die Gegenwart, und vertiew die Hoffnung nicht für die Au, kunft. sie alle find Gottes. . 4. War die Menschen verachtet, schmäht Gott, denn es heißt: „fcoti schuf fie in seinem Ebmdilde." Fürchtest hu die Mensch«! »ehr als Gott, weh« dir — den» es Nft; „Kstachee nicht die Schwach der Menschen und vor ihre» BMttfeuatm zaget nicht!" 5. Wer »er» Geist« znrust: Stehe still! der nimmt ihm «ach, »as die Väter ihm vererbten, denn er wird es Nicht »ehr »erßetzen. Wer dem Geist« zunift: Bis hier, her und nicht peeiter! der maßt sich die Macht Gottes an n»S «chdrarcht fie zugleich, denn Gott har uns zwar--der dichten Dunkelheit der MeeriStiefen genießen sehen, wo Grmze» gesetzt, aber in seiner Gnade sie verdeckt mit leben» dige« Heckm, daß wir fie nicht gewahren. (Fortsetzung folgt.) Die Bewohubarkeit der Gestirne. ii.*) Wenn in unsre« ersten Artikel nach Flammarion er» wiese« worden, daß die Erd« unter den Planeten unser- Sonnensystems durchaus keine solche Stellung einnimmt, die fie als allein befähigt, lebendigen West« zum Wohnsitz zu diene«, bezeuge, indem sie weder die erste, die mittelste oder die letzte Stelle eiOßmmt, weder der kleinste, mittelste noch größte Planet ist, u. s. so kommt «S nun noch auf di« phyfialogistdea Momente aa» De»« wenn all« Pla» nett» dem Anscheine nach, wie die Erde, geeiguet find, Sitza dost LedeyS zu stin, so beweist uns »ichts, daß sie e« t» Wirtlichkßit seien und daß die die Existenz zu unter, halten fähigen Bedingungen de» Planeten gleich der Erde gegeden warben find. Ganz im Gegencheil, das beträchtlich« Gewicht und di« Härte der Körper auf der eine«, die Leich, *) L. Rr. 52b vor. 3» tigkeir und die Znadhärenz der Mvlecülen auf der anderen Seite, eine übergroße Wärme und ein blendendes Licht äuf gewissen Welten, ein« Eises kälte und -ewige Fiusterniff« äuf anderen Welten scheinen sict unüberwindlich der Offenbarung von Erfcheinvngen der Existenz zu »idersetzen. Hiergegen läßt flcb.abtc von vorn, herein einwenden, daß die Fruchtbarkeit t^lrr göttli» »eu Schöpfung eine uner, tneßtiche ist, und schon auf »nf rer Erde unter de« verschiedenartigsten, ja entgegengesetzte ten Bedingungen lebend« stLeseu der mannigfaltigsten Art 'hervorbringt. Wir sehen m Hinsicht auf di« Elemente und ihre Lebenskräfte zahllose Arten von Wasserlhiereo sich an einer Existenz de-. theiligen, bi« mir derjenigen aller anderen Geschöpfe unsre« Erdballs unveremdar ist (Envitr); wir sehen, daß Amphibien, wie die AlltMonm ün» Schtqnuen, in «me« de« Wmsche» und den --Herrn Ltzcha» den Loh bringende« Ltmochtzäre lebe» (Humbotdth; —fei «Sin wie die Geier und dir Adler, « rrgtouen und über dtmdmden Gewohnheit unverwandt in die Ehnne blicken (Leaorm ao), und gewisse Arten von Fischen de Wohlthaten deS Lichtes in nstch« auf das Licht, wenn e sicheln den hohen Luft» lbern aufhalren, aut für uns eine solche ewige Finster niß herrscht, daß die tiefste Rächt auf derOd-fläche der Er» kein« Vorstellung davon gibt (Blot) — sti eS enblch in Hinficht auf die Därme, die Klimate, die Schi )«re, den atmosphärischen Druck u. s. w., wenn wir wissen, daß gewisse Infusorien weder di« Kälte noch die Wärvn kennnen, daß dieselben Arten, welche in China oder Z ipan leben, im baltischen Meere gefunden worden find (A. stoß), daß die Diatomeen, welche in d«n-»heißen Quellen vmEanada sich vermehren, sich auch in den Polargegenbeel zeigen, daß diejenigen, welche an der Oderfläche deS Meere« lebe», vermittelst eines Senkbleie« auch in einer j liefe vo» 1800 Fuß an« getroffen worden find, wo fie e nem Drucke von SV At- 3ojphären unterworfen waren Zimmer mann); auch cht, daß ein absolute« Gewicht der Körper, eine absolut« Hätte oder Wärme irgendwo tr» Universum epistirt, wo tstles nur relativ, wo alle« nur Harmonie ist. Wen» nun aber solcher Art i>ie Unterweisung ist, welch« uut hier «arra die Natur gibt, wenn ihre unerschöpfliche Fruchtbarkeit, gegen welche e« keinen Widerstand gibt und a»ch keiner würde aufkomnwn k-nnen, so viel Mannigfaltigkeit den Prodnet« der Er» ertheitt, wie viel mehr , müsse» wie nicht sicher fei», hast keine Urßrche sich wirkst»» - her Manifestation de« Lebe»« a, f den Planet» und Traf bunten, deren Produkte übrige» l ^bi« in« Unendliche va»^r! ' X >

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