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Jüdisches Volksblatt · 1864-01-01 · 51 (1864) · p. Seite 202

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
11 (1864)
Issue
51 (1864)
Date
1864-01-01
Page
Seite 202 (sequence 2)
Language
German
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202 »e ei M,!i geha r SS SB‘. B.d 20 Thoren. ihre Lang« beträgt 1000 Ellen, die 700 Ellen. Unter der Sachra ist eine Höhle, in we 000 Menschen beten können. — Beschreibung de« Iacut (gestorben 026 d. 1229 n. Ehr.) — El-Makdi«, da« Heiligthum, ode Beit el mukadda«, der heilige Tempel, ist ver Name die Stadt Jerusallem; sie liegt auf einem Plateau r von Bergen umgeben, so daß in der Nähe keine Fläche ist und dst Felder mit Hacken bestellt werden müff weil Thiere dorr nicht arbeiten können. Sie hat freie Plätze und schöne Gebäude. El Masdfchrd «l d. i. die fernste Moschee (nämlich in Bezug auf die zu und Mekka), liegt auf der Südostfeite; der Grund ist David gelegt und sie ist mehr lang al« breit; nach S liegt der Berplatz, wo da« öffentliche Kreitag«geder wird. Sie ist auf« schönste und festeste gebaut, auf § len von lauter Marmor mit Mosaik, wie e« in der nicht- Schönere« gibt, die Moschee von Dama-cu« i au«geuomm«n. Zn der Mitte de« vorder» Platze« best sich «ine große Mistada (Versammlungsraum) von morfäulen, mit einem Dach, außen von Blei, innen Mosaik bedeckt, und der Fußboden mit bunten MarH platten getäfelt. In der Mitte diese- Marmors steht andere Kuppel und darin el Sachra^. der Felsen, we besucht wirb, an dessen Seite die Eindrücke der Füße Propheten sichtbar sind, darunter eine Hohle, in man auf mehreren Stufen hinab steigt, auf dem und an den Seiten mir Marmor geplattet; hier wird Gebet verrichtet. Jene Kuppel hat vier Thore und der Ostseite auf der Spitze eine andere Kuppel auf sch schlanken Säulen, die« soll die Kettenkuppel sei«; hieng eine Kette, welche in Streitigkeiten, wer Recht ergreifen tonnte; von dem, der Unrecht hatte, wurde sie eine bekannte Gewalt in die Höhe gezogen, so daß er sie erreichen konnte. Auch di« Kuppel der Leiter (Jakobs m«l«leiter) ist über der Mistaba und die Kuppel de« pheten David; da« alle« auf Säulen, die oben mit überdeckt sind. E« gibt jwrt_viele Grotten und die von den Andächtigen bqucht werden, deren Aufzäh^u hier zu weit führen würde. Zum Trinken haben die wohner nur Regenwassrr und e« gibt kein Hau« Cisterne, aber da« Wasser ist schlecht, da e« meisten« den Straßen zusammenfließt, und wenn dies« mit nen gepflastert waren, würden sie nicht so schmutzig Auf drei großen Teichen, dem Teich der Kinder Israel«, Teich Salomon und dem Teich der Jjabh sind Bader gerichtet. Abu Abdallah Muhammed el Baschschari (der vernommene) sagt, Sulwan sei ein Platz in der Bor \ von Jerusalem mit einer süßen Quelle, welche große bewässere, deren Ertrag der Khalif Othman den Affan Unterhalt für die Stadtarmen vermacht habe; unter die Hiob«quelle. Hievon ist jetzt nicht« mehr vorhanden, Quell« Sulwan (Siloa) ist hinter der Stadt in dem Gabannam (Gehinom), aber durchaus kein Gebäude höchstenkönnte eine Moschee oder etwa« Aehnliche« dor standen haben. Gärten und eine Vorstadt gibt es gar mehr. Da aber «l Baschschari aus Jemsalem gebürtig in seiner Vaterstadt am besten bekannt war, so mag wohl in früher« Zeiten so gewesen sein. Omar bei Chattab . schickte, dtn Amr den el Asi im Jahre 16 d. nach Palästina und dieser fing an Jerusalem zu belag tu I cher H., el für H»g« me m, biete cksa, Pt! €< Gä: ih: na >on Üben en äuelt icht ldet arinit or- >ine sther des dir en das an ünm »ort h< tte, d ikch r icht Mr 4* *. >co* 3 Ui tze, ng in» > hne von teiein. )em einben adr krn um s-i die hal djort; Seicht und dies el H. rn; nachdem dann Abu Obeida Zbe el Dscharrah KlniS rin eingenommen hätte, stieß er zu jenem und die Einwohner von Jerusalem schlossen mit Abu Obeida den Frieden ab unter den gewöhnlichen Bedingungen, welche Ontar bestätigen sollte, und dieser begab sich selbst zu diesem Zweck im Jahre^l? dahin. Nachher blieb die Stadt im Besitz der Muslimen, und die Religionsverwanbtm der dorr ansässigen griechischen, fränkischen und armenischen Christen kamen dahin zum Besuch der Kirche el Kumaaa. Dielst die größt« Kirche der Christen in Jemsalem, von seltener Schönheit und großem Reichthum, sie liegt jetzt innerhalb der Ringmauer der Stadt und ist ihr Begräbnißplatz, dm sie el Kijama, d. h. die Auferstehung, nennen, weil sie glauben, daß der Messias darin auferstandm sei; verwahre Name ist aber elKumana d. h. Kehricht, weil hier der Platz war, wohin die Leute den Kehricht brachten; er lag hinter der Stadt, dort wurden Strafurtheile vollzogen, Missethätern die Hände adgehauen, Räuber gekreuzigt; al« nun der Messta« hier gekreuzigt wurde, kam der Platz in große Verehrung. Hier ist auch der Garten Joseph« de« Wahrheitsliebenden , und an einer Stelle steht eine Kerze, die nach ihrer. Behauptung an einem gewissen Tage durch ein Licht vom Himmel angezündet wird; e« hat mir aber ein Beamter de« Sultan«, dem sie nicht« abfchlagen konnten, erzählt, der Presbyter habe ihm auf seine dringenden Fragen gestanden, daß die äterze durch eine besondere Vorrichtung, ohne daß e« die-Leute sahen oder merkten, plötzlich angesteckt werde. Jemsalem kam dann auf kurze Zeit unter die Herrschaft de« Sukman den Ortuk und seine« Bruder« Jlgazi, bis sie e« im Jahr 491 wieder den Aegyptern überlassen mußten. Um diese Zeit waren die Franken gelandet, hatten sich fast aller Küstenstädte bemächtigt und zogen gegen Jerusalem, welche« sie nach einer vierzigtägigen Delagemng am 23. Schaban 492 durch einen Sturm auf da« Thor der Stämme eroberten; eine Woche dauerte da« Blutbad, die Muslimen hatten sich in die Mesche« el Aksa geflüchtet und e« wurdm ihrer über'70,000 niedergehauen. Die Sieger nahmen von der Sachra über 40 Armlmchttr, jeder 3,600 Silberdiryem an Werth, einen silbernen Ofen, 40 Pfund schwer, und unvermeßliche andere Schätze und machten au« der Sachra und der Moschee el Aksa Schweinställe. Die Stadt blieb in ihren Händen, bi« sie nach 91 Jahren Salah ed bin i. I. 583 wieder eroberte, und jetzt ist sie im Besitz de« Sultans el Malik el Muadhdham Jsa, welcher aber bei der Annähmng der Franken und nachdem sie im Jahre 616 Dimiat eingenoknmen haben, die Mauern von Jerusalem hat zerstören lassen, indem er.sagte: Wir wollen unser Land nicht durch Mauern, sondern durch unsere- Schwerter und Reiter schützen. Erinnerungen an I. M. Jost. Aus persönlichem Umgänge mitgetheilt von H. Zirndorf. (Fortsetzung.) V. Da« große Herz, der menschenfreundliche Sinn des Mannes würden wohl schwerlich von so herrlicher Wirkung auf seine Umgebung gewesen sein, wenn dieser Sinn

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