Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 11 (1864)
- Issue
- 33 (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 3)
- Language
- German
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131 halb alS ein Handelsartikel von TyruS im phönizisch» > palästinensischen Verkehre. Schon zu Jacobs Zeiten wurde er von oen Koravanen nach Aegypten gebracht, wie dies in der Geschichte Josephs mehrfach erwähnt wird. Auch die vecschiednen Räucherwerke, welche dem Weih, rauch beigefügt wurden, kamen durch die Phönizier in den Handel der wesilichen Welt. Schon Herodot erwähnt den Styrax, weichest phvnizische Kaufleute nach Griechenland, Ägypten und Arc bien brachten und der weit häufiger in Griechen, land wie Wciyr >uch gebraucht wurde. In Syrien und Palästina entquoll ec als Har; der Slyraxstaude; man bedient« sich seiner zu Sc lden, als Räucherwerk und PliniuS XII, 55. gibt uns den Äerth des römischen Pfunds mit 8 Denaren (l*/s Lhlr.) an. Auch der Erzvater Jacob senket ihn als Geschenk an Joseph in Aegypten, und später scheinen die Könige von Juöa monopolistisch gleich dem Balsamhandel diesen Handel Getrieben zu haben, wenigstens wird das Styraxhaus, welches zugleich das königliche Schatzhaus war, in 2 Könige 20, 13. Jes. 39, 2. erwähnt. Eine dritte! Art Harz, die viel nach Aegypten ging, war das Lol, zriechisch Xrfiavov, arabisch lädan, von der frühesten Zeit cn his zur Abfassung der Mischna als ein LandeSerzeugniß* Palästinas neben andern Aromen und'Salben» ingredienzien au geführt. Eins der u rentbehrlichsten Mittel, zum Einbalsamiren ^r Leichname nar denAegyprern der Asphalt oder das Judenpech, nan, bilumen Judaicum,. aaipalTos ’/otdatx/j, weil sonst nach dem Glauben der Aegvpter die^Leichen sich nichr lange unvirsehrt erhalten konnten. Die Einnahmen dafür waren bet ächtlich, denn es nuirde auch zum Verpichen der Schiffe sowie auch zum Versiegeln verwendet. In Griechenland ur d Italien nahm man den jüdischen Asphalt zu Arzneizweckev. Judäa stan'» außerdem im Rufe, ganzallein den in den Culturgärte l der jüdischen Könige gezognen, im Alter» thum so hoch g'feierten-Balsam, vÄL, den Phöniziern zu liefern, von d'm auch Plinius XII, 54, sagt, ^ed oranibus odoribus praefeilur balsamum, uni Icrraruiu 'Judaeae con>* cessutn, zu besten Staude giftige Schlangen den Zutritt wehrten, wie rian sich im Alterthume erzählte, um den Werth zu steigern. Als Merkwürdigkeit zeigte ihn Hiskia den Abgeordnete r des Königs von Babel, sowie sich auch Alexander der Große in den königlichen Gärten von Jericho die Cultur des Lalsambaums zeigen ließ. Die Triumpfr züge des Pompe us und Veöpasians verherrlichte der jüdische Balsambaum, »dschon,die Juden sich bemüht hatten, bei ihrem Untergänge in Palästina daS Gewächs zu vernichten und den Ruhm der Cultivirung ihren Siegern zu entziehen. Der Preis des Balsams war sehr hoch. Oel und Frucht, Rinde und Hol; kamen in den Handel. Zur Zeit Alexander des Großen erlegte man das doppelte Silber« gewicht für das Oe l, Ilwopiwast. bist, plant. IX, 6. Plinius H. N. Xll, 5-4-, und dcc römische FiScus verkaufte daS Pfund (Sextarius) um 1000 Denare. Geringer im Preise stand die Fruch^ (xa^noßäXtrapoy), ihm folgte die Rinde, das Holz wurlA um Plinius Zeit für 5 Denare, verkauft. Nach dem Schriftsteller Justin beruhte der große Wohlstand des jüdischen Volkes zur Zeit. der ersten römischen Kaiser auf diesem Baljamgewinne. Die Cultur desselben war von jeher königliches^Monopol; selbst zur Zeit IdeS babylonischen Exils stellten die Könige die Cultur mög« der sich während von Babylon Gärtner zu Engedi an, di« der Balfamcultur kun iZ waren. ' Die Strabo bemerkt, wußte auch später „julisch, Schlauheit" die Cultur auf einige königliche Gärten zu beschränken, die'sich an einigen Stellen beriefen ThaleS befanden, welchevom See Genezareth bis zun älanitsschen Meerbusen sich erstreckte. Nur in dem tropischen Klima dbeser Versenkung wai lich. hier gab es zur Zeit Alexanders, seiner Anwesenheit täglich eine Muschel tzes köstlichen Bal» sanis reichen ließ, zwei königliche Gärten, der eine 20 Morgen gro , der andere viel kleiner. Auch Datteln in herrlichster Güie gelangten (jiet zur Reife. Der Garten zu Engedi bra hte zu Galea's- (der Arzt Galenus de antid; I.^pr-527. Ho »elied 1, 14. Joseph, antiqu. IX I, 2.) Zeit den besten Ba sgm und haf sich derselbe daselbst dis zu Hadrians Zei Erhalten, wo die Juden die Pflanzung vernichteten. De >Balsamgarten von Jericho hatte dagegen^ größer» Ru und blieb dis zur Zeit des Vespasian ein Regale. Als>qnn wurde die Cultur auf- Kosten deS römischen Fis sts betrieben, von da aber auch nach Aegypten-verpflarzt und außerdem in einem Tiefthal im nabaräischen Ge ier am tobtest Meer« mit reichem Ertrage betrieben, als Domäne der inadakäischen Regenten. Diobor il, 68. XIX, 98. plut. Anton. 36. Gleichen RuhMj wü der Balsam genoß die Nußdarrel, welche die Phötiizie^ Ebenfalls getrocknet auS den Culturgär len Palästinas «Welten, da Palmeahaine. mit. reifen D. tteln nur! in oen»iefrhalern gleich dem Balsam wuchsen. Th sophr. hi^t. pl. Kt, 6, 5. Misch«. Pikkar v. 3. 10. Selbst BabyLonien Md Aegypten, berühmt durch ihre Dattelfrüchte, lieferten keine Datteln in den Handel, denn sie wr rden hier wie InJonien frisch gegessen. Diese Palyien« gä ten waren Domänen der jüdischen Könige,, die deshalb dlos an einigen Orten überhaupt die Culrnr"der. Dattelpa men gestatteten, Diese wuchsen hauptsächlich in den Tiefthclern Jerichos;! hier zeitigte.die tropische.Hitze Früchte, die dem. nur 6 Stunden fernen Jerusalem versagt sind. Durch 2 gvoße Quellen und sorgfältig geleit'teS Wasser ryac daselbst eine Pracht der Gärten, lie der Stadt den N. men der' duftigen verschaffte. Dann pflegte m.ut ihren Anbau in Hasason Tamar, -Genes. 14, 7. 2 Chron. 20, 2. bei Engedi und im, späteren Nadataerlande, Diovoc 11,48.199,8. ^zech. 47,19. 48. 28-, seit He>'ode6 auch zu Phas.nl, Archelats, zu Lcl ias am See Genesareth. Joseph, Antiqu. X-Vfll, 2. 2. B.k-J. III, ,10, 8. Hier nur wurden jene so beliebten jütischen Nußdattstn gezogen, die nach Strabo eine reiche Q »elle der Einnahmen für die Könige der Juden waren. Ar» heliebtesten n aren die sogenannten nikolaischen Datteln, we che den köstliä sten Palmwein und Dattelhonig lieferten un> durch den phönizischen Handel zuerst verbeitet wurden. PiiniuS XIII, 9. Mischn. Nedar. VI, 8, 9. Endlich gedenkt decProphet Ezechiel (27, 6.) noch eines H. ndelsactt'kels, ter eichen en Ru verbolz er, welche die Js-aeliren in Ba an für die phönizisch«^ Schiffe lieferten. D r Preis für Kuderhölzer war nicht unbedeutend, zu D mostheneS Zeit» Drachmen (22Sgr.), in Samos gar5, un tz muß also der ülndljchen Bevölkerung der dortigen Gegend eir erträglicher EhwerÜszweig gewesen sein.