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Jüdisches Volksblatt · 1864-01-01 · 5 (1864) · p. Seite 18

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
11 (1864)
Issue
5 (1864)
Date
1864-01-01
Page
Seite 18 (sequence 2)
Language
German
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— 18 — Man Waftiefen i uni) tjinad. OiC Muhat^thum Staotgroßen vierten Temrn Jekeinem r wre Rest, mag. ljedäude rrasse, oelchee en von gebaut, Theil Die er - , T: unS 40 bcdit. Gegenwärtig «st er ausgelcocknel. sieht noch einige gewölbte Bogen, durch welche Diü ser einstrcmte. Auf seinem jetzt noch an 50 Fu> Grunde stehen mehre alte Obsidäume; andere Baui a Gesträuche hangen-aus den Mauern in denselben An der Südseite der Burg Antonia schließt Platz Des Moriah oder Tempelberges an^ von den medanern Hainm csch Scherif d. t. das edle Heiß genannt. Dieses im Osten und Süden von det mauer umschlossene Heiliglhum mit den beiden Moscheen auf seinem weiten Areal nimmt fast den Theil der heutigen Stadt ein. Daß aber hier de pel gestanden, wer wüßte es nicht von allen, die rusalems Mauern wellen ( Und doch ruht üvec der Alterthümer Jerusalemein so dichter Schlei über diesem Tempel, von dem jetzt noch mancher manche Spur, besonders unter der Erve, sich finde Der Flächenraum, welchen die fäMmtlrch.n Tempe einncbmen. ist ein erbökeles Plateau.oder eine beinahe von der Gestalt eines Parallelogramms, von massiven Mauern gestützt sind innerhalb derfell dem niedrigen Grunde aus nach allen Seiten . au ist.. Die Ringmauer rst im östlichen und zum auch im südlichen Tbeile zugleich -Ltadlmauer. ireine dieser Mauer sind zum Theil von ungeheure Große, sie wechseln von 17 dis 30 Fuß Lange, 3 bis Fuß Höhe und .4 bis 7 Fuß Dicke. Innerhalb dieser Ringmauer erhebt sich nun auf der Mille des )latzes eineu m acht Stufen erhöhte Plattform, mir blauli h weißem Marmor gepflastert, auf welcher die vomKhalifen Omar' erbaute Moschee aufgefubrl ist. Sie ist nebst der Kaada für. die MuKamcdancr der heiligste Ort, weshal > viele Gläubige hierher wallfahren. Sie rst ein achteckige-Bau, bunt von Marmor, unren von glasirren Ziegelstein nuno mit gemalten Spitzdogenfenlttrn in der oberen Ha fle Ueber dem Dache des Achteckes tragt ein kur; c sterloi'er Rundbau die bohe dleigedeckre Kuppel m goldnen Halbmonde. Jru Innern'erhebt sich die über einem Rinae von Rundbogen, der von vier pfeilcm getragen wird. Unter der Kuppel nimmt lige FelS Sakrah den ganzen Boden ein^ ern ver. Eiiengitter umgibt und ein Purpurbalbachin bedec l der nur eine hervorragende Klippe des salom Tempeldodens ist. Rach muhamedannchen Sagen alle Wasser der Erde unter ibm hervor und in der Fel mer daneben fubrl ein Brunnen in die Hölle. Eine Kuppel mir GoldarabcSten und fensterlos deckt dies Aber um den innecn Pfeiler- und Säulenkreis g weiterer achteckiger Kreis mit Pfeilern in den Eck^n dazwischen Säulen und durch die Fenster des Achteckes farbig beleuchtet. Die Kuppel der MosH 00 Fuß koch and kalt 40 im Durchmesser. Gerad ihr d> findet sich ein von einem hölzernen und einer i nen Gitter eingefaßter Stein, daS eigentliche Her! ig der Muhamedaner. Dieser wurde dem Omar vo n lriarchen Jerusalems als der Stein gezeigt, wo Ale Opfer gebracht, die Arche Noahs sich gedreht, a*r Abraham gebetet und feinen Sohn geopfert, wo geschlafen und wo selbst der Würgengel stand, als Volk der Sünde seines Königs wegen schlug. A i Lokalität knüpfen sich noch andre mukamedanische Sagen senden» Kuppel ' yraniltteiolderes ihn, i Nischen' lrömen enkam- I ölzerne n Orr. ein und ußeren ee ist unter eiferrhum Pal sein dem Jakob er das diese ,ht z. B. daß, als bei der Zerstörung Jerusalems die Propheten flohen, der Stein ihnen Nacheilen wollte; aber der Engel Gabriel hielt ihn zurück, dis Muhamed kam und den unruhigen Stein für immer befestigte. Unter dem Stein befindet sich auch ein ausgehöhltes Gemach, in welchem nach einer alten Sage, die Bundeslade und andre heilige Geräkhe bewahrt sein sollen. Auf dem Berge Moriah wars, wo Salomo seinen Tempel erbaute, den ersten Tempel dem einzigen Gotte und den prachtvollsten, den je Menschenhände errichteten. Der Moriah steigt von den Ufern des Kidron steil empor und auf seinem Gipfel Überrascht und ergötzt eine herrliche Aussicht. West- und südwärts dehnt sich das neue Jerusalem aus mir den Klöstern, Moscheen, Minarels und festen Thürmen. Ostwärts blickt man in des Josaphatthales Tiefe hinab und jenseits hebt sich des Oelbergs malerischer Bergrücken, noch immer mit Olivenhainen bedeckt, zwischen denen sich Pfade in vielfachen Windungen zur Höhe ziehen Nordwärts aber ragen Über niedrige Hügel die blauen Gebirge Galiläas hervor. Historischc Lebensbilder. 1. Samuel Jbn Nagrela, der jüdische Vezier in Granada. Bon ssulius Philippson. j (Fortsetzung.) Der Saulenpavillon fuhrt gegenüber in den Gerichtssaal, bei dem goldnene Stalaktiten die Kuppel und Friefebilden, während aus dem Westen desLöwenhofSeingroßes Thor, bald Marmor halb Skucco, in den hohen Schwestecnsaal führt, wo wiederum die Ecken, mit Filigranarbeit gefüllt, gleichen Geschmack, gleichen Luxus, noch mehr klare Uedersicht in die so rätselhaft geschürzten Knoten der Arabesken offenbaren. Von hier gelangt man durch einen der reichsten Bogen auf das Belvedere -d>es Gartens der Linbaroxa, das rings um ihn lauft und von 15 arabischen Säulen getragen wird. Man blickt hier auf den Blumengarten mit den blühenden Limonenbäumen und der höchsten Fontaine der Alhambra hinab; die Perspective, durch.die festvnirten Bogenthore ist wahrhaft entzückend, kaum mit Musselin wäre eine solche Draperie zu schaffen, wie sie hier in farbiger Fayencebekleidung mit Figurinen lieblich gebildet ist. Medaillons und goldne Schriftbander verkünden den Ruhm des Erbauers, mit seinem Wahlspruch; „Nur Gott ist Sieger", welcher Spruch hundertfältig eingegraben ist. Zwölf Säulen tragen die Kuppeln in den Ecken, Silbernetze und Blumenguirlanden winden sich um selbige; um den ganzen Saal ziehen sich goldne Gürtel arabischer Inschriften, zwischen den 8 Sei-, tenwinkeln sind 24 Säulen eingelkeilt, welche die Kuppel tragen. Diese ist aus einer unendlichen Menge kleiner Kuppelnischen, Höhlungen und Tropfsteinzapfen gebildet, durch hängende Bogen gestützt: es ist wahrhaft die Nach- „bildpng einer Sralaktittnhöhle, die hier mir unendlicher Kunst und Kühnheit naenrhümlich und überraschend auSgeführt ist. Aus der Mitte senkt sich ein Lampion in einer halben Orange herab, eingehüllt in zahlreiche

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