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Jüdisches Volksblatt · 1863-01-01 · 27 (1863) · p. Seite 107

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
10 (1863)
Issue
27 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 107 (sequence 3)
Language
German
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107 - ächten, alten und unbezwtifrlken Abelstand Unsereerwähnte« Königreiches Ungarn «ad seiner Nebenländer mit dem PrLdirake Toruyai erhoben und ausgenommen, unv nehmen ihn auf und erheben ihn kraft Unsereallerhöchsten Königlichen Willen-, indem Wir gnädigst gestatten^ daß für ewige Zeiten der erwähnte Simon Wilhelm Schoßt derger, sammt allen feinen gesetzlichen Nachkommen unki Abkömmlingen beiderlei Geschlecht-, alle jene Freiheit, Frei-! heilen. Rechte und Immunitäten so wie de« Gebrauch dm Prädikate- Toruyai genieße und besitze, wie dienach 'altem! Brauch, und welchem Rechte immer, die wirklichen, ächten, alten und unde;wekfelten Edelleute Unsereerwähnten Königreiche- Ungarn und seiner Nedenlander genossen,^ und besaßen, oder genießen und besitzen. — Zum deutlicheren! Beweise Unserer ihm verliehenen' Gnade, Huld |unt>i Munifizenz, wie zum ewigen Zeichen dewirklichen, achten uttdkjweifelren Adel-, haben wir ihm und seinen gesetzlichen Abkömmlingen und Nachkömmlingen beiderlei Geschlechtfolgende- Wappen ober adelige Ehrenzeichen ger geben und erlaubt, gegeben und erlauben: Ein in ^wei perpendikuläre, rolh und silberz und in ein dritte-, horizontale-, blaue- Feld geiheilter Panzer, aus dessen roth gtundirtem Felde eia aufrechtstehenber, mir aufwärßsge« bogen,m Schweife, augähnendem Rachen eine ro'the Zunge reckender, goldener Löwe zu sehen ist, der aueinem ge^ senkten goldenen Füllhorn Blumen und Früchte schüttelt.,— Dalinke Feld har auf silbernem Grunde drei, quer hon rechtnach linkgezogene Kalken, — in dem untern blauen Felde steht auf grünem Rasen und natürlichem weißen Marmor ein goldener Bienenkorb mit sieden goldenen Bienen, unv audem rechten Winkel diese- Fetbes scheint die strahlend« Sonne hervor, — auf der Höhe de- Wappenist eia an goldener Kette hängender, mit einem Halsschmuck gezierter und nach adeliger Weise von linknach rechts sich neigender, mit Purpur au-geschlagener und goldener Einfassung versehener Ritterhelm, geschmückt Mit! königlichem Kranze, auwelchem sich ein goldener Löwe erhebt, der rechtgewendet in der rechten Tatze einen grünen dreiblättrigen Zweig einer Tabatpflanz« hält. — Don der Höhe de- Helmbian da- Ende dr- Panchrwallen rechtsilberne und rothe, — linkgoldene pnd blaue übrrrsnstimmead« Helmdeckrn herab, und schmücken zierlich da- Ganze. — Wie dies,« alleam Beginne o^er Anfang Unser,- Gegenwärtigen Briefes durch die Meisterhand und den geschickten Pinsel de- Malers dargestellt, mit natürlichen Farben, deutlicher zu sehen ist, — Wir he» schließen und erlauben gnädig, daß der mehrmals erwähnte, jetzt schon Simon Wilhelm Schoßberger de Toruya. mit allen seinen gesetzlichen Nachkömmlingen und Abkömmlingen beiderlei Geschlechts, diese- Wappen »der adelige Ehren» Zeichen genieß« und besitz«, wie die wirklichen, wahren, alten und unbezweifelren Adeligen Unsere- Königreich- Ungarn und feiner Nebenländer, mit allen Rechten, Vorzügen, Freiheiten, welch« jene nach altem Rechte oder alter Gewohnheit besaßen und genossen, oder besitzen und genießen; in der Schlacht im Strauße und Kampfe, in den Kriegs» spielm, in Duellen und ln allen ritterlichen und edßrn Waffenübungen, so wie auf Ringen, Siegeln, Schildern, Fahnen, Segeln, Vorhängen, Teppichen, Zelten, an Haus und Friedh«f, überhäuft, an jedem Gegenstand« mit wirk» lichem alten, wahren, unbezweifeltem adeligen Rechte. *- Jif »ollen und befehlen gnädig, daß ihn jeder, weß Staude-, tanges und welcher Würde er sek, mit diesem Recht« vrr» sehen und geschmückt halte, nenne, sage und kenne, innerung und ewigen Bekräftigung geruhten Wir Zur dem ehemals als erwähnten Simon Wilhelm Schoßt erger d» Toruya und allen seinen gesetzlichen Nachkömml ngen u»v Abkömmlingen beiderlei Geschlechts, diesemir Unserem apostolisch königlichen ungarischen, geheimen größer« Siegel bekräftigte adelige Diplom zu geben, und zu Verleiher — Gegeben durch Unsera lieben Getreuen, Grafen Anton F-rgach de Gymes und Gal-, Ritter deheiligen apostolischen Stephan- und depäpstlichen Ehristus-Orbea-, Kämmerer, wirklicher Geheimrath, Hofkanzler Uqferes K^nigreichs Ungam, und Kanzler deerwähnten heiligen apostolischen Stephan-orden-, in Unserer Reich-«, Haupt» und Residenzstadt Wien in Oesterreich, den zehnten Januar im Jcihre de- Herrn, Tausend achthundert drei und sechzig, im zehnten Unserer Regierung über Ungarn, Böhmen u. w. (F^lgt die namentliche Aufzählung aller Ungar. Würdenträger.) Franz Joseph ». p. Graf Aaron Forgach m. p. Ludwig Hegedus ». p. P. H. Eingetragen in daerste königlich« Ordensbuch durch Muchmayer Rezsö, Direktor de- Archivs. — Ewird bestätigt, daß dies« Lopie mit dem vorg,zeigten ungestempelten Original von Wort zu Wort gleichlautend ist. Muchmayer Rezsö, Direktor de- Archivder königlichen ungarischen Hoflanzlel. Blumenlesc aus hebräischen Werken. « Bon Joseph Stawicz in Breslau. '-«in'« «bi oi« D,vnp vti« Jebamoth 61. Beleuchtung dieser Worte von einem Mann«, dem e< nicht in den 6ijin kam, talmudische Sentenzen gegen missionärlsche Ausstellungen in Schutz zu nehmen, dem es vielmehr aleinem Wabrheit-forscher nur darum zu thua war, um mich ralmudisch -aü-zubrücken, den Scherben zu erheben, um die Perle darunter?» finden; es ist der Derfaffer des 8'-»* nobbu. Daselbst heißt e- Seite 8: Für Mensch, Ma!nn, giebr es im Hebräischen mehrere Ausdrücke, ftls 8?rt. w'«» iaa, und wir«. Letztere haben eine Mehrheit Jschim, Geburim, Anuschim; nur Aba« hat C^Eitc Mehrheit. Vorstehender Spruch will demnach auf dt« lehrpng hkndeuten: Was ein Volk au-zeichvet, was sei^ größten Vorzug und den höchsten Adel ausmacht, ist Hie untre sein«« Mitgliedern herrschende Einigkeit, daß sie -lle für einen stehen, während Zerwürfnkß und Spaltung bei hervorragendsten Talenten und Wissenschaften und in Künsten, bei erfolgreichsten Erfindungen in Industrie und Gewerbe «in Volk zu Grund« richten. Bei Jsraeliteu scheint es, Gott sei Dank, bisher sich noch bewährt zu haben, ksaß ein Sinn und Geist sie alle deherrscht, bi« Freude e»e< Israeliten im Osten röthet die Wange eine- Israeliten im Westen, und der Hülferuf eines Israeliten im Norden Hielbt nicht unerhört bet einem Israeliten im Süden, deßhalb machen sie einen Körper und eine Seele und trifft sie sie ehrenvolle Bezeichnung Adam, was keine Mehrheit anmmmt. Möge ihnen dieser Ruhm ungetrübt bleiben! —

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