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Jüdisches Volksblatt · 1863-01-01 · 27 (1863) · p. Seite 108

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
10 (1863)
Issue
27 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 108 (sequence 4)
Language
German
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Rechlumgsbericht des Instituts zur Förderung der israelitischen Literatur aus seinem achten Jahre (1. Mai 1862 bis 1.! Kai 1863). A. (?intiaf»me, einschließlich de- Ueberschuffe- Jahre» .5391 B. Ansgaben: 1) Honorare. (Jot* KCtUttR u Ludvenlionen . 1394 —A. 2") Lerwattung. . 530 » — » — » 3) Papier, Druck u. Buchbinder . . 2995 » 2 » — » 4) Dioerie.nämlich: P^rti, Eirculaire u f. w. - - - 135 » 18 » 3 » 5) BerfendungSkofun.-' .... 396 » — » 3 ». J Summa 5151 Deficit 59 J't Tammtliche Rechnungen sammt ihren vollstan geprüft und für riwtig befunden. Magdeburg, 10. 2uni 1863. <5arl Friedederg. M. S. Kaufmann. Der Löwe Judas. I^enpl« ro>, mal Kaditue 1 son esclbr. regards duqael on deroavae Je certitude de grandes destinees. (Lamantine, voyage < Ein kleines Volk, auS fernem Ost entstamm. Irrt jetzt zerstreut umher in alle Welt. Ihr Völker, vre ihr dieses Volk verdamme DaS ihr Verfolgergeachtet und gequält; Mögt ihr auch oft eS 'jfc vertilgen wahner Durch offnen Krieg und durch geheim Teiicht, — Der Löwe Judas schüttelt seine Mahnen, Ihr könnt ihn fesseln, doch er beugt sich reicht Unzählig sind die Qualen und die Leiden, Die dieses Volk zu allen Zeiten litt. Weil es nicht von dem Gotte wollte scheinen, Kür den eS muthig duldete und stritt. ES floss.» oft die qualerpreßten Thränen, Doch nie vergaß es seiner Heilgen Pflicht; Der Löwe Judas schüttelt seine Mahnen, Ihr könnt ihn fesseln, doch er beugt sich rUcht. Berufen ist'S, die Wahrheit zu verbreiten. Ist drum zerstreut und irrt von Ort zu Und um für dieses Hobe Ziel zu streiten. Gab Gott als Waffe ihm das beilge SSoijt Er firdrt eS selbst nach unerforschten PlSn Die Finsterniß vergeht vor seinem Licht,, Der Löwe JudaS schüttelt seine Mähnen, Ihr könnt ihn fesseln, doch er beugt sich Leraa Bert«« doo Ba»»»Srt»e, — 108 des -vorigen 19 r£ 10 » 9 > igen Belegen age, dans les Souvenir et la Orient.) «t. Seht, wie die Streiter ihre Waffe fühlen, Das Wort erdröhnt, das dunkle Auge blitzt; OeS Siegs gewiß nicht können sie verlieren, --Von ein'gen, ernz'gen, ew'gen Gott beschützt. Wie mögt ihr »S zu überwinden wähnen, DaS heil'ge Wort, das für die Wahrheit ficht; — Der Löwe Judas schüttelt seine Mähnen, Ihr könnt ihn fesseln, doch er beugt sich nicht. , Und dieses Wort schlägt keine TodeSwunden, Dcingt'S in die Herzen seiner Gegner ein; Davon getroffen werdet ihr gesunden, ES heilt den Zweifel und zerstört den Schein. Schon regt sich überall ein mächtig Sehnen Nach jenem Geist, der Geistes Fesseln bricht; Der Löwe JudaS schüttelt seine Mähnen, Die Nacht vergeht, eS strahlet neues Licht. M. M.. x. Kuriosa und Notizen. Reiche Leute. — Mau spricht viel von dem Reich, i thum der Rothschilds. „So reich wie ein Jude" ist ein > vielgebrauchter Ausspruch. Doch waS wollen dir Reich, i thümer aller Juden, Lebende und Verstorbene, sagen, im , Vergleich zu dem Reichthume Einzelner aus dem Aller« thume? Man muß bedenken, daß die Metalle zu jener Zeit einen weit höhern Werth hatten, alS in unfern Tagen. \ Krösus hatte ein Einkommen von 1,700,000 L. St. außer einem fast ebenso bedeutenden Besitz an Geide. Sklaven und Mobilien. Der Philosoph Seneid hatte rin Vermögen von 3.000,000 und LenrulüS, vec Freund des Cicero, wurde anf 3,000.000 geschätzt. Oer Kaiser Tiberius hinterließ bei seinem Tode über 28.500,000 L. Sk., welche sein Nachfolger Caligula im Laufe eines Jahres verschwendete. Cäsar besaß, ehe er zu irgend einem hohen Amte berufen wurde, nahe an 3,000.0 >0 L. St. Agicius vergeudete ein Vermögen von 500.000 L. St> und alS er beim Urberschlag seines Vermögens ersah, da^ ihm nur 800,000 L. St. blieben, vergiftete er sich, da e^ diese Summe nicht für hinreichend fand, um damit auSzuk-mmen. Flioporra machte dem AnkoniuS einen Diamanten -im Werth von 800,000 L. Sr. .zum Geschenk. Caligula verschwendete bei einem Gastmahle 80,000 L. St. Die! gewöhnlichen Koste« eines Mittagsmahles deS LucilluS betragen 20.000 L-St. Massalu kaufte von Antonius ein HaiuS für die Summe von 400.000 L. St. Die Fische in den Fischteichen deS LucilluS wurden mit 35,000 L. St. bezahlt. (Ein L- St. bekanntlich 6*/s Thlr.) I. (5. L'rt, n. i icht. Allgemeine .-Zeitung des Judentums. No.26. 1863. teilende Artikel: Ein ungedrucktev Brief Rießer's vom November 1847. — Fortsetzung der Spenden-Liste zur Rießer» Stiftung. — Literarischer Wochenbericht. ZeilllugSnachrichteaiOesterreich. scher Kaiserstaat: RikolSburg, Brodh. Holland: AuS de^i Haag. Rußland- Sali'ch. — Nachtrag: Pari», Wien^vrovh. Lorrespondenz: Lonferenz der iirar. Lehrer Westphalen« u»d der Rheinprovinz am 27. und 28. Mäi. LS^Zu beziehen durch jeoe» Postamt uv Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich >/< Thalei . t wörtlicher Redakteur I. H. Lüder. 'a BN»handtaag in Jfripjig. — Drau von S «r eo11 n g in Seidig. ad jede Buchhandlung

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