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Jüdisches Volksblatt · 1863-01-01 · 18 (1863) · p. Seite 71

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
10 (1863)
Issue
18 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 71 (sequence 3)
Language
German
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71 deshalb nicht herausgegeben wird, «eil die Wittes zum Druck fehlen und kaum der Gefahr entrinnt für das lesende Publikum ganz vernichtet zu werden? (Forts, folgt.) Ra-bi Eliesar und die Schlange. AuS dem Sepher Maase-Haschem (1696). *) Rabbi Eliesar, der Sohn von Rabbi Simeon Ben Joachi, iS mit seine Chawerim über Feld gingen, so har die Sonn gar stark gebrrnnt und is sehr heiß gewesen/ So seinen ste auf ein Feld gekommen, da eitel gute Kräutich sein gewachsen, die gar wobl geschmeckt haben und Baumen gestanden, die gute Peross haben getragen und süße Quell- Brunnen seinen aach derbei gewesen?'Aso hat sich Rabbi Eliesar mit sein Chawerim niedergesetzl und' haben sich abgeruhet von wegen der große Hitz. Und sie hatten ein große Simcho, daß sie auf so ein kühlen Feld gekommen sein und wie sie ein Weil da saßen, so kam ein große mächtige Schlang und lauft gar stark sie vorbei und wie sie aso lauft, da sprach Rabbi Eliesar zu der Nachasch: Nachasch, Nachafch, geh wieder dein Weg einheim, denn dein Mann, dem du hast sollen umdrengen, der hak Leschuwa gethan und du darfst ihm nits thun. Da frägt ihm Rabbi Abba, was er sagt zu der Rachasch. Da. sagt Rabbi Eliesar: Schweigt still. Und er sagt wieder zu der Nachasch: geh du zurück, du Nachasch, denn der Mann har Teschuwa gethan, du darfst ihm niks than. Denn der Mensch hyt auf sich mekadbel gewesen / daß er will ganz fromm sein und will große Teschuda ran. Da bleibt die Nachasch still stehn und ging nir hinter sich, und ging aach nit weiters. So merkt Rabbi Eliesar wohl, warum die Schlang still steht. Und er schweigt still und sach zu, wa« die Nachafch tan wert und wir sie kegen «in halbe Schoo still stund. Da hebt sie wieder an zu laufen,' und wollt ats fort gehn und wollt den Menschen umdrengen. Da sagt Rabbi Eliesar wieder: Nachasch, Nachasch, ich weiß wohl, was du willst. Du willst nit leer einbeim gehn. Darum geh zurück und in dejn Höhl, wo du ruhst, dorten nit weit dervon liegt Ein, der Hai erst «in Zehude degaselt, und der Gasian liegt nun und schlaft. Geh nun hin und fein ihm memiss an Statt dem Jehude, dem du hast sollen umdrengen. Asobald die Nachasch das hört von Rabbi Eliesar, da lauft sie zurück, und die Chawerim varwunderren sich sehr, und sie frägten ihm, er sollt sie doch sagen, was er mit die Nachasch hat vorgehat. Da sagt Rabbi Eliesar, daß die Nachasch von^'ore is geschickt geworden, und hat sollen em Jehude utnbrengeo, denn er hat viel Avero» gethan. Und weil dir Nachafch is von ihr Ort ausgangen und hat wellen than, was ihr anbefohlen iS geworben. Derweil iS der Jehude fromm geworden und hat Charoto auf sein Chattaim und Haschem Jisborach hat sein Tephillo angenommen und «in Ruach ist der Nachasch antkegen kommen, und hat ihr gesagt, daß Haschem JiSborach hat ihr geheißen, sie *) Um unseren Lesern ein Bild der Sprachvnh Anschauuug-wrije fit* Bolle* im 17. Jahrhundert zu geben,/stellen wir eine LolkSsage hierher, die jüngst auch von Dr. Avö.Lawemant in feinem Werke augeführt worden Die volkrthümüche Gesinnung der damaligen Zeit spiegelt sich darin tresieod wieder. soll dem Ben Adam nifcht tan, und die Nachafch ib «in Ewed von. dem Sammael und darum hat sie nit Hellen zurück gehn, dis man ihr, erst was anders gebest soll, so hat der.Ruach mir wieder gesagt, daß der Roscho h« ein Iehure degaselt und hat ihm sehr geschlagen, und demnach har er sich in Wald schlafen gelegt. Und darum soll ich die Nachasch auf dem Gasian schicken und Hab ich aach geihan. Und er sagt Raddi Eliesar: Jchchad das Bekabbolo von mein Äarer Raddi Simeon, daß man dem Saran eppes geben muß, wenn auf Einem rin Gesero is. gleich man an Jom Kippur har müssen «in Ssoir Lasosol schicken und darum aach,iS das der Taam, das man an Erev Jom Kippur Kappocos umschlagt, kebe daß man dem Saran aach chaem in sein Statt soll geben. Und die Chawerim varwunllerten sich sehr über Raddi Eliesar, und er sagt zu sie: Kochmt, lassen mir gehn, sehen, was die Nachafch dem Gasian geltzan hat. Und sie gingen die Spur der Nachasch nach. Aso ka»nen sie in ein Wald. Da suchen sie den ^>«gec liegen und dje Nachasch springt auf ihm von den Kopf dis auf die Füß, und von di« Füß dis auf dem Kopf und neben dem Peger lag ein Bei-Geriet voll mit Gelt. Lso nahm Rabbi Eliesar das Gelt bei sich. Unp sie gingen von ihm awek und sttzten sich unter ein Bäum. Und wie sie ein Weil dasaßen, da kam neddich der Jfhude an zu gehen, der da is degaselt geworden. Und er war ganz müd und schwach von Schlät, die er hat von^m Gasian bekommen. Und er fetzt sich unter ein Haum nieder, und er ruht sich ah. Und er weint sehr und er sagt bas Mischpor von Gott ist ganz recht, ich had eS varsündigt, um daß mir daS zukommest iS, und ich verkenn, daß Gott fein MisidpoL so groS it aS die starke Berg, und as der Tehom in Jam und überall hast» dein Schluchim, die du kennst schicken über Beschäffniß, um sie zu strofen nach ihr Werken und ihr Vardienst, und aso is mir aach geschehen und du hast mich zu Recht gestraft. Denn ich had eS varfü^digt, und ich bin es auf mir mekadbel beahawa ubechibba. Ich wein nir von destwegen, daß du mich gestraft hast. Denn dein heilig Best Din bat maStim gewesen, um mich zu strafen. Denn eS gefchicht kein Ben Adam nifcht, ,oder man ruft es vor oben in- Himmel aus, ivas irljichen Mensch soll geschehen, neiatt ich wein und schrei i auf mein« Sind, di« ich had gelhan. Aber ich had mich federt derzu gebracht durch meine dosen Werken, und er weint gar sehr und Raddi Eliesar mit sein Chawerim hörten das Geschrei. Aso gingen sie zu ihm und fragtea^ihm was ihm geschehen w§r, um daß er so weint und sistteit^ Aso sagt er, wie ihm ein Gasian degaselt hat) und-HL» ihm ein groß Stück Gelt von ein Jesomo gewesen und Alles, was ihm genomnrn, iS wellt er nits bemach fragm, neiart hie Nedunjo von der Jesomo und aach mein Vater > und Mutter sein alte Leut, die Hann ich nit minder nähren I und darum, wein ich aso. Da sagt Raddi Eliesar zu lih«: Nit wein und laß dein Schreien, weil dir Haschem; Jisborach har so «in Ress gethan. Und er gab ihm sein Bei»Gertel mir Gelt wieder. Da fallt er nieder auf fein : Poaim und lobt Haschem Jisborach um bas er ihfn so! ein Ness gethan hat. Und er küßt Rabbi Slitfarj sein j Händ. Da sagt Rabbi Eliesar: Komm mit unS, penn j du willst ein Netvmo an dein Gaflaa sehen und kstie er sie hin kam, da sach er wie der Gasian tobt lag v stark denn dein nach Gott

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