Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Volksblatt · 1863-01-01 · 18 (1863) · p. Seite 72

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
10 (1863)
Issue
18 (1863)
Date
1863-01-01
Page
Seite 72 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/4908862-5999384-6026593--2418-4910783
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

72 und di« Nackastb war noch als auf dem Gaslm. Da (am der Jebude zu Raddi Eliesar: Ich weiß nohl, daß . mir Haschrm Jisdorach hat das Ness Methan vor eurrntj wegen und er lobt Hai'cdem Jisboraä» sehr. Da sagt; Raddi Eliesar: Derweil die Nachasch will mt < dweichen, fo muß sie noch ein Schlichus varrichlen, und c sagt zu dem'Jehude: Geh und sich bei dem Gastan, da w rstu noch ein Bei-Gertel mit Geil gefinden, di» nehm un' trag sie in die Stadt. da wodnr «m Bal kaddajis, de n iS sein Weid gestorben, und hat ihm ein Sokn gelassen der heißt Simeon, dem gehört das Gelt zu, denn dem C isl.m sein Sokn hatvon ihm geganft und Katt ihm ges 'den, und sag dem Bal hadbajis, er soll das Rind las m Thora lernen. Und der Jehude ldät aso, als wie i> m Rabbi Eliesar geheißen har, aso nahm er da- Gelt uni er rührt weiters niks von dem Gaslan sein Sachen. D nn Rabbi Eliesar hat« ihm vardoten. Aso küßt er die Händ von Rabbi Eliesar und sagt: Ich sich wohl von er rmtwegen is mir da- Ness geschehen. Und er ging sein lLeg fort. Da sagt Rabbi Eliesar zu der Nachasch: Nun astu dein Echlichus gar wohl varricht, und nun bin ich gosar auf dir, daß du sollst wieder gehn in der Mitdor ind sollst kein Mensch nischl tan. Und die Schlang l edt ihren Kopf auf und bückt sich kegen Rabbi Eliesar und ging ihr- Weg-. Da sagt Rabbi Eliesar: wenn, mir yil waren da gewesen, was hätt die Nachaßch vor b> f« Sachen angeltellt. A'ofragten ihm die Chawetim. wo er er daweiß. Da sagt Rabbi Eliesar. baß der Ruach hm Alles gesagt bat, und e« war ihm, als wenn eS vor! in Augen geschehen war, so klar hat er allegesehen und Irr Jehude hat an Rabbi Eliesar die Makkoß gewiesen, de ihm der Gaslan geben hat und Raddi Eliesar war auf ihr i miSpallel und ec war wieder geheilt. Kunos«. In Buchareft har ein Major Papp,zelu e n Schwert im Besitz, eines alten Mönche» aufgefunden,,r »elches, der Klingen-Inschrift zufolge, Absalon, dem Sohne des Königs David, gehört dal; denn man lieft auf der > inen Seite in hebräischer Schrift: „Geschenk Gessur's c 11 Absolon. Sohn David's Jeho Jebo.^ Daneben ist David'- abgedildet mit Schriftzeichen, deren nicht entziffert ist. Auf der andern Seite lieft man ebenfalls Hebräisch: „Timnahm Jerusalem." Der Griff ist von Gold und I» New'Aork und anderen nordamerikanischen Städten ist nichts mehr «n voxve als di« Purimballe bei den Israeliten. Einer der größten fand dieses Jahr ln der gordischen Halle in Brooklvn stack, der von mehr al- 3000 Personen besucht war. Oer „Jew. Rec.“ beschreibt ihn folgendermaßen: Der Ball, welcher neulich AdendS von der Bekh Elohim»Gemeinde veranstaltet wurde, war eine der glänzendsten Gesellschaften der Saison. Um neun Uhr schon begannen die Wagen nach der Halle zu fahren, ängefüllk mit elegant und reich gekleideten Damen, di« wie gewöhnlich von ihren Bewunderern gefolgt wurden. Der Ballsaal war höchst geschmackvoll dekorier, und um eilf Udr war die Bereinigung von Schönheit und Toilette der hauptsächlichste Gegenstand für da- Auge. Die Musik, welche vom Orchester des Herrn Sänger ausgeführt wuroe, war j wahrhaft schön, und das Vergnügen des Tanzewurde noch durch heitere Laune und Witz erhöht und hörte nicht eher auf. als dis da« Tag^licht erschien. Die Tafel war wunderschön mit Blumen und Pyramiden arranqkn und war mir jeder Art von Luxus überladen, und die pünktlichste Bedienung fand statt. Dielen Dank verdienen die Herren, di« »as Comits bilderen, für ihre unermüdliche An» strengungen. dieses Fest zu einem der angenehmsten und freudigsten Bälle zu machen, die in dieser Stadt gegeben wurden. der Thron Sinn noch der Klinge - mit aus zeigt unten einen Drachen-, oben einen Krieger-Kopf, i »elche beide durch «ine Kette verbunden sind. - Der Mom >, dem bas Schwert gehört, will es 1807 von einem Ja» iffcharen in Konstanrinopel bekommen und die golddese« Scheide, welche eine Schlang« darstellt, bereits verkauft haben. Das die Waffe stbr alt ist, gedt aus dem Fabrikzeichen hervor, welchesemitische Schriftzug, zeigt. (Daß dieses antike Schwert ein Machwerk späterer Zeit ist, ist wohl Niemandem zweifelhaft. Sch»» der Zusatz „3*ho" erweist daspätere Alter.) Berann' *ccUft mc enciimti >. (Ein Christ gleich vier Juden.) In Polen fangen nun die Russen an. mit den politisch compromittirten Personen aufzuräumen. Wer der Jnfurrection gebient hat, wird nach den Festungen Modlin und Plock gebracht. Wo abrx die Beweise für die Mitschuld des Berdächiigrn fehlen, kann ekn Enrlastungszeugniß, ausgestellt von zwei Christen ober acht Juden des Ortes, in welchem der Dertzaftete seinen Wohnsitz gehabt har, seine Freilassung erwirken, ^as giebl nach Adam Riese einen Christen gleich vier Juden. So berichten die Zeitungen, von denen es natürlich «ine der andern nachschreibr. Wahr ist es aber darum um kein Haar mehr! Die Russen glauben gegenidärrig den polnischen Juden mehr, als den christlichen Polen. Allgemeine Zeitung de» Iudegidime No. 17. 1863. Leitende Artikel: Da» Jüdisch.deutsch vom culrur» historischen Standpunkte. Zar Geschichte de» jüdischen Gemeindewesen» in Prag. Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Leipzig. Preuße»: Vom Rhein, granffurt a. d. O-, Srrtlau. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien, Raab. Rußland: St. Pettr«burg, von der ruffischen Grenzt, Kowno. Türkei: Smyrna. — Nachtrag: Bern, Wien. 'JtSC Zn beziehen durch jede» Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler, vierteljährlich & Thaler. örtlicher Redacieur I. H. Lüder. % is Mru«- — Dreck ms 9. «tcifisais

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.