Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 10 (1863)
- Issue
- 6 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 2)
- Language
- German
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22 uv ) t hinaif m n ik i autelten Äcaft« an, uno ihre genaue ÄrnntntF tain« ließ den Zwischenraum zwischen idnen Verfolgern sich nicht vermindern. Sie gelang die Grenze zurück, aber in welchem Zustande Joseph J Ein starker Blutverlust, der Schm Wunde und die ungestüme Art, mit der man getragen, halb geschleppt, bald die Höhe sprungweise in die Niederungen hinab, 'hatten itm erschöpft, dis er fast das Bewußtsein verloren rastere jetzt, legte ihtk auf einen Rafenfleck, den vom Schnee gesäubert; man flößte ihm einige Branntwein ein', und verband seine Wunde, so konnte mir Sacktüchern; dann hoben ihnHine auf ihre Schultern, und trugen ihn in etwas la Schrine die paar Stunden nach dem Städtchen Kammer, auf fein Bett. Die Treue seiner fand ihren Grund in der Befürchtung, daß er ergriffen worden, die Theilnehmer seiner Th verrarben 'können, und ler überhaupt den P Beamten die genauere Kennmiß der ganzen aller VerhälMiffe verschaffen mochte. Jene erreichte End«,, sobald si« ihn richtig auf sein Bett geletzt.; verließen sie ihn, um sich nicht weirer um ihn zu So lag er einsam, hülflos, von einer Odnmacht andere verfallend. Wie lange Joseph in diesem bewußtlosen zugedracht, war ihm selbst, aler aus demlel erwachen begann und sich der Dinge um erinnerte, unbekannt. Denn an die Stelle der waren die Bilder der Fieberphanrasien getreten rastnder Flucht einander folgten, ihn bald an beten seiner Mutter, bald in die Verfolgung de «achter, bald in die Nacht eines bunkeln versetzten. Als er wieder zu sich kam, saß S seinem Säger, und ^beobachtete ihn mit ängstlicher, „Mich durstet sehr", waren di« ersten Saute, trockenen Lippen entglitten. Schnell reichte i einen Trunk, und sprach dann zu ihm: „S lieber Joseph, verhalte Dich ganz ruhig, der es streng geboren, und suche zu schlummern geschah denn auch wie von selbst, und ein tie andauernder Schlaf hob die Kräfte des schnell wieder und ließ Scheda die Fragen dessel »e sie hierhergekommen und wie sie ihn gesunder beanrwortm. Joseph mochte wohl viele Smnden verlasse^ haben, als die Hauswirthin zufällig vor der Kammer vorübergegangen und fein Stöhnen vchn harre. Als sie seinen Zustand gewahrte, sich seiner Warwng adzugeben, nicht die Lust spürte, sie sich, daß Joseph öfter von Scheda gefpr erkundigte sich bei Juden nach der Wohnung and setzte sie vom Zustande ihres Freundes in So tief sie auch von der Nachricht, daß die Schmuggler gegangen, uno seil langer Gewerbe betrieben, erschüttert ward, stand sie Augenblick an, an sein Schmerzenslager zu dm Genoffen ihrer Kindheit möglichst zu rette«, m seine armselige Kammer trat. die trotz bei zeit , nicht einmal erwärmt war, alS fie siü Gesicht, auf welchem nur die hellrothm Fe kjes Teri Fiebers um so stärker bervorrraten, erblickte, die stieren ihren-! und doch vom Fieber so glanzenden Äugen, das blutige n über ' Lager, auf welchem er sich unruhig hin und hecwarf, als de ins sich > er auf iwfi Anreden und Kragen keine Antwort hatte, 'aner Löa er weder diese verstand, noch sie selbst erkannte, da tm bald | brich sie in Tbcänen auS, uno gelodle sich, Alles daran bald zu letzen, um ihm Beijtand uno Erleichterung zu schaffen, gänzlich Sie, dasiebzehnjährige Mädchen voll Unschuld und Man Reinheit, entschloß sich bei seiner völligen Hülflvsigkeit, schnell Ihm alS Kcankenwärrerin alle Dienstleistungen zu lhun, Tropfen und von feinem Lager nicht zu weichen, dis er entweder ,ur man genesen oder den letzten Seufzer auSgestoßen. Sie glaubte K mecadcn : hierzu schon durch das stillschweigende Gelöbniß, welches famerem sie m die Hand seiner stecoenden Mutter abgelegt, verin seine pflichtet zu sein. Sie hob zunächst ihre Harro« zu einem 8rnoffen heißen Gebete zum „Arzte alle» Fleisches" und flehrte wenn er um besten Hülfe für den so tief gesunkenen und so schwer t Hane : getroffenen Jüngling. Sann eilte sie nach Hause, dolle .. schen ihre Sparpfennige, ja borgte sich noch eine klein« Summe els und; dazu, rief dann einen Wundarzt herbei und verließ die daher ihr Kammer Joseph's weder bei Tag noch bei Nacht. Der t ann ver- Arzt erklärte die Wunde für weniger gefährlich als dm Hummern. Fiederzustand des Parienren und gab nur geringen Raum in die zur Hoffnung. Ader die kräftige Natur Joseph'S und die außerordentliche Wartung Scheba'S überwanden bas- Schlimmste und nachdem die Kugel entfernt, die Wunde sich geschlossen, sing auch das Fieder an zu weichen und die Genesung schritt rasch vor. Scheda theilte die« Joseph nach und nach mit, aber kein Wort des Vorwurfs, kerne Sylbe des Tadels kam über ihre Lippen. Am vierzehnten Tage nach seiner Verwundung konnte Scheda daran denken, wieder nach ihrem Hause zucückzukehren, , indem sie Joseph Alles zurück ließ, was er in den nächsten ' Tagen zu seinem Unterhalt gedraucvle, und er ihr ver-; sprach. Nichts zu unlemehmm, bevor er sie besucht und > mit ihr gesprochen hätte. Allein so sollte es nicht kommen, dmn am dritten Tage darauf erhielt sie dir Bitte Joseph'S zu ihr zu kommen. Sie fand ihn noch auf seinem Lager, und wie «S schien, kränker und schwächer alS sie ihn verlassen. „Du findest mich", hob er mit matter Stimme an, „im übelsten Zustande. Nachdem meine Wunde zu n, wie vemarben begonnen und ^neine Kräfte zurückkehrten, ist willig über meine Seele ein« solche Trostlosigkeit und Verzagtheit gekommen, baß ich mich nicht im Stande fühle, gelegen . mich in die Höhe zu richten „ und es ohne Dich zu seiner; sehen und zu sprechen nicht mehr auShalten konnte, ommen Warum hast Du mich meinem Elend nicht überlasten I aber mit warum ließest Du die Kugel nicht in meinem Fleische erinnerte , und da» Fieber in meinem Gehirn t Jetzt wäre eS sie ■ vorüber, uvd ich läge im Schooße der Erde, wo ich derselben, Ruhe gefunden und diese» erbärmliche Leben mich nicht lkennwiß. , weiter quälte. Was soll ich beginnen? was soll au» unter i mir werden f die Menschen haben einmal wieder ihr dieses mchloses Werk an mir verübt. Die Kugel, die mich in l jener Nacht traf, nahm mir auch das bischen Vermögen,; das ich mir mit so vielen Gefahren und Mühseligkeiten Als sie' errungen, und daS mir aus dem Schmutze helfen sollte, Jahres»! in welchen ich versunken. Die Menschen haben mich bleiches wieder einmal zum Bettler gemacht, und mir meine ckea des! ganz« Zukunft adgeschnitten. Ich sehe keinen Ausweg. o i« Bei v o den Josi pH Zit v cht e len Zustande den zu wieder Ohnmacht die in Ster- Grenzngnistes heda an Blicken. feinen Scheda nicht, Arzt hat Dies er, lang undeten lie ihr .Spr ch einen um