Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 9 (1862)
- Issue
- 52 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 209 (sequence 5)
- Language
- German
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IX. Scene. Mirjam (tonnt eilig). Edringt durch Mizpa's Thor« Schreckenskunde, Und auf den Straßen lagert bleiche Angst. Ist Jtphta twtr Sprich, Kind, wo ist Dein Vater 1 A thalt a. Der Vater »dt, die Tochter zu verderben — Einsam verkannt, ist jeden Tag ein Sterben i Mirjam (sich La» Haar au»raufeud).' Mein Kino, mein Kind, mein bist Du mehr alt sein. Dich häl mein Arm, der Dich allein getragen. Dich kü/t der Mund, der Dich vergeblich warnte — Nicht One mich verderbe Dich der Frevler! Ae uja (zu Len Leiden Mädchen). Führt sie doch fort, ihr Leiben macht mich wanken. Arhoia, Dir gehört der Treuen Pflege, BedNke, baß sie mir die Mutter war! — Jetz Hab' ich alle Schmerzen hinter mir Uk^ schließe gottversohnt mein Leben ad. ( (Jehuda kommt.) Jduda noch? nun halte fest mein Herz!; . Jehuda, sein Knie beugend. £,< Siegers Kind — vor Deiner Schönheit Sieg Eteh' ich mit' frohem Herzen als Gefang'ner. £<tn Taudenauge spricht, Triumph! — ich folg«, Beglückten Sklaven führst Du in Dein Haus. Athalia. Der Schlachtengraus hat Dich als Mann trfannf, Drum klage nicht, weil Dir Zeruja starb. Jehuda.! Dir leuchtet Wahnsinn aus dem düstem Auge -* Feruja. Kein falsches Wort, Jehuda, sprach thr Mund. Jehuda. Was that ich Euch, haß ihr zur Seelenmarter. Au meiner Todespein Euch habt verschworen i 1 Athalia. , Nicht doch. Ihr Vater hgt's zu Gott gelobt. Sie naht als Erste ihm aus seinem Hause. Jehuda. Jetzt wird es grelle« Licht und Todesnacht — Dem Vater Du? — am Grade Dan's fall' ich! (Dill gehn.) Ieruja. Du bist nicht Herr, Jehuda, Deines Lebens, \ Dem Barer und dem Volk gehört es an. Soll unsres Hauses letzte Stütze wanken, Aum Spott der Feinde und zur Schmach des Volks? Sei Mann Dir selbst, eia Sohn dem armen Vater Und hör der Gottgeweihten letztes Won. Ihr zogt zum Krieg, es war am stillen Abend, . Halb Kind noch war ich, stand an Mirjam's Sette, Und Deine Hand bald glühend, bald erstarrt j Sprach ganz allein der Liebe Scheidegruß. Den Druck, Jehuda, Hab ich nie vergessrn, i Viel tausend Mal' ihn mir zurückersehnt. Bald dürft' dieselbe Hand den Ring mir reichen, j Oer mich zur Gatttn Dir geheiligt hätte. > Gott oben weiß es, wie ich hocherfreut Gefolgt Dir wär' — die Dienerin dem Herrn. Jetzt geh' ich andren Weg, der Er befohlen. Er scheidet uns. (Ihm die Ha td reichend.) Leb wohl, »och eine Weile, * D inn feiern wir ein ew'ges i hebündniß. D < Kindes Sehnsucht hätte! Kirjam's Warnung, Al ihu's Mahnruf noch gehemi »t am Ende; Dtr Liede Sturmwind konnten sie nicht zügeln. Laß ihn nun auch mein Ledentdlan verwehn. Mlr ist im UngÄck nur mein Recht geschehen. Dem Fluch der Sünde fällt r «eia Schicksal heirtz, Der ersten zwar, doch schwersten: Gottverhöhnung! Jetzt geh, mein Freund, die jungfräuliche Klage ' Rchnt Deinen Namen bis zui» letzten Tage! Jehuda. Geliebte sieh, ich folge dem Gibst, Ich leb« fort, dock meine See' ist tobt. A eruja. Athalia ruf die Mädchen wtede: — Alle Rehm' ich zur Trauer in die jperge mir Geh doch, was säumst Du i JltljcHU. («b.) Schmerzensvoller | (Sang! > («.) X. Seine. Zeruj, setzt sich auf einen Bau kommen die Mädchen Chor der M Blurhrvth seh die Kannich nicht bas Sttophe. Blinkt kein Hoffnu ngsstrahl? >rz behangm nstamm. Rach ein« Veile zurück, trauernd. Ldche». l Sonn' ich' scheiden, Dunkel meiden. «egeostrophe. Keiner blinket, schw Starrt der Himmel, grawbefangen, Au der Seele Qua. Strophe. Stern der Liebe, w llst nicht leuchte«? Eh'loS fänk' sie zu dem fruchten. Jugendliche« Grab! chegenstrophe. Ja so sinkt sie, in Verbannung,! Ach, des Schmerzes Uebermaaaung ' Fordert ThrLne« al. Sttophe. Böser Frevel eil'ger Rebe, Grauses End« blu^ er Fehde, Eignen Kindes M rd! Gegenstrophe. Schont Aeruja's, fs ont der Armen, > Habt mir ihrem S hmerz Erbarmen,! Wehrt das wilde Eiort!! Zeruja. Gebt mir den Schleier wieder, t lcht die Gattin, Er deck' ein todgeweihtes Mädchm Haupt. Geht ruhig ihr voraus, und wattet unser, ' >. Bis ich am Grad des Bruders mit der Freundin > Des Schmerzensdechers lehren Tropfe» ttaak. Wir treffen Euch am Saum des Waldes wieder. I Gewiß, wir folgen — so, eilt nur voraus! — | Athalia komm, zwei Tobte zu d«v> Tobten, I Dir starb mein Bruder und Jehuda mir. > Sind wir nicht quitt im Schmeq? — Leb wohl, 3^«*« Zwei Monde noch der ernsten Prüfung «weihe, > Dan», Dattr, lös Dein Wort etz, — ich ve^eihe.! —