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Jüdisches Volksblatt · 1862-01-01 · 52 (1862) · p. Seite 207

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
9 (1862)
Issue
52 (1862)
Date
1862-01-01
Page
Seite 207 (sequence 3)
Language
German
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—: 207 — andere vergifte. Es wäre dies der Text zu einer lange» und reichen Predigt; oder statt dieser, lieber Leser, will ich dir den innigen Wunsch darreichen, daß du hackst, wadir dein Herz zu voller und inniger Liebe bewegt, und daß du da-, wa» du alein Erruagniß deiner Mühe und al- Gabe deine- Gottedadeine nennst, mit «er ganzen Kraft deiner Seele an deinem Herzen haltest »nd vor dem Gifthauche der äußeren Welt zu schützen »ermögest .... ' | Und nun frägst du noch: warum die lange Portede zu diesem kurzen Spruche, wenn dieser auch noch so inhalte-reicv und glücklich gewählt wäre? , Weil ick zum Schluss» de» Jahrganges dieses^Blatte« dir noch ein anahnrlndeS Bild von dem geben wollte, was diese- Blatt in bunter Mischung zu bringe» pflegt. Es schwärmt mir dir überall bin, edurchstreift > mir'dir Länder und Zeiten, e-durch fühlt mit dir alle Stimmungen, Emst und Scherz, Geschichte und Gegenwart, Phantasie und Wirklichkeit, Lange- und Kurze-, Allevereinigt es wie Sternchen und Stifte zu einem MuflvgrmLlde, zu einer farbigen Mosaik Ader durch alles diesehindurch wrll es dich dennoch immer nur zu dem einen, herzigen Ziele führen: Sei einJube, Jude imrech t,euund edelsten Sinne de- Worte-, erkenne dich al- Zu de und leb e al - I ude! Zephta'S Tochter. Ein dramatisches Gedicht in Einem Akte von David Dr. (Salm. (Schluß:) VI. Scene. Zeruja und Athalia, festlich geschmückt, treten au» dem Haufe. Zeruja. Zu groß ist dieser Tag für meine Kräfte, , De- Glücke- Uebermaaß wird SchmerzenSaafang, Und Wedmuch zieht mit banger Zukunftsahnung! In meiner Seele offnen Freuderempel. Athalia. Sei Deinem Vater ebenbürtig Mädchen. Und denk daran, daß Helden Du begrüßest. Sieh doch di« Andern nur in Mädchmwonne Beschwingten Fuß zum Reigentanz erhebend, Ihr Auge wird nach manchem Jüngling suchen, - Deß Name kaum noch im Gedächmiß lebt; Dir kehrt der Vater und Jehuda wieder. Drum kränk Dein Glück durch eitle Zweifel nicht! Z e r u j a h (die Hand reichend). Dank treubewährte Seele — schon verschwindet Di, kalte Rachtluft meiner Sorge, Tag wird'-, Ein lichter Tag dem kindlichen Gemüche. Der Himmel öffnet feiner Gnaden Pfotte, Und Engelsstimmen rufen: Muth Zeruja! Athalia. Zerujah Murh, dem Muthigen entgegen, Heut wird Die Liebesgruß und Varersegen. j Zerujah (zu dem Chore tretend^ j Sei mir gegrüßt, diu holde MLdchenschaar, , Jungfrauen Mlzpals Euch der Schwestern Gruß!! Ihr ehrt im Batet doppelt.seine Tochter, Wir Alle Gort in feines Volkes Sieg, j Heil Euch, Hell mir, er hat es hoch erhoben j Daangstgequälte, tiefgebeugte Volk. — — | (Gesang hinter der Scene.) Doch horcht, wanaher jetzt mit ernsten Weise«? ‘ Die Priester sind'-, gebt Raum den Auserwählten VII. Scene. \ Die Mädchen treten zur Seite. Die Priester und Leviten er«! scheinen, von Abi hu angeführt. Di« Priester treten recht», dü Leviten link» vom Altar. Abi hu stellt sich vor denfÄde». Gesang. __! Leviten. Der blutbefleckte Mann werd' erst durch Opfer rei»,! Eh' er dem Hause naht und was-da- Haus nen»t sfln. Priester. Fluch dringt des Blut'gen Hand dem Haus und allen Seiche«. Der Stätte Friche winkt der Sühn« nur, dem Reine». Liviten. Den^i heilig ist der Herr, sein Auge mag's nicht sehen Wenn ungesühnte Gräu'l vorbei dem Altar gehen. Priester. Der Sieger denke nicht an Weib, noch eig'aes Kind, > Eh' er die Beut' uns dringt, de! Gott die G»ab« find'». Priester und Leviten. Fluch dringt des Blut'genHand dem Hau- und allen Seine», Der Stätte Friede winkt der Sühne nur, dem Reinen. A b i h u (winkt Zeruja zu sich, die Leviten gehn hin^r di« Priester, Athalia und di« übrigen Mädchen auf die Stell«— ckr erstern). Ihr wollt, Zeruja, wie uns Micham klagte, Doch glaubt' es Keiner, bis siedrei Mal sagte, > Jephta Euch nah'n, dem Heer, > evor dem Herrn ■ Der Leute Bestes sie geweihet -- fern Sei Euch der Zrevelschritt! Dein Opfrrglukh Mach' ihre, Hand erst rein von Renschenblut. Zeruza. Für Mörder gilt dein Spruch, t och nicht für Hecken, Der Feinde Blut ist Schmuck a\ Kriegers Hand. Abihu. Aus Dir spricht das Verderben. Gottes Wort Soll Mrnschenwitz nach seinem Plan nicht tatfcta. Vrbalia. | Der starren Satzung! liegt in Kindes Sehnsucht Ein Frevel? Welcher Bosheit Ahihu. Der großen, dasie ihrem Datei: naht, Eh' er gesühnt §as Blut der K Zeruja. So ßegne mich Adonai, daß titjfe Gedanken nicht, nur Dank den Adihu. So weiß es Gott, Du singst licht seinem Ruh», Nur Jair's Lieb und Jephra's Traut nicht Ihr Andern dielen Ganz Hochmuch, will sie vor ' :nch Allen glänre», a eihst Du sie? iegeschat. Schritt mir lenket. Heldeuthum. Demuthsschein. -

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