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Jüdisches Volksblatt · 1861-01-01 · 22 (1861) · p. Seite 79

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
8 (1861)
Issue
22 (1861)
Date
1861-01-01
Page
Seite 79 (sequence 3)
Language
German
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87 w steher außerhalb Jerusalemdurch die Städte zerstreu^ wurden. Von diesen 6000 wurden 1700 Hedroniter dteffett de- Jordanin den Ländertheilen geoen Abend, 2700 Hedroniter jenseit de- Jordan-, und ltzOO Jezaherittk kn den nördlichen Provinzen diesseitseßhaft gemacht. Sie waren bestimmt zu allen Diensten de- Herrn und zum Dienste de- König- *); also mit den Aelresten in den SläVtm^M Richtern, Aufsehern, ob die Gesetze gehörig beobachtet würden, zu Vollstreckern derselben, zur Erhebung der Abgaben u. s. w. — Die Kleidung der Leviten im Heiligchume scheint in leinenen Gewändern von Byffubestanden zu haben *). — Diese Anordnungen und Einrichtungen üvergad nun David seinem Sohne Saiomon, und empfahl auch sie seiner Aufrechthaltung und weiteren Ausführung *). Al- Salomon sein« Regierung a.rrrat (1015), begab er sich zuerst nach Gideon, woselbst die Stifl-hütle Mosinoch immer stand, und opferte daselbst'). Bald aber machte er Vorbereitungen zum Bau oeS Tempelauf Morijah, und sieden Jahre baute er daran. Alda- Werk geendet war, und eingeweihet werden sollte, wurde ganz Israel versammelt, und die Leviten vereinigten jtd)i diesmal fämmtlich, insbesondere auch alle Sänger ohne Berücksichtigung der Adtheilungen *). Die Leviten trugen die Bundeslade und sammtliche Gerathschaften au- Jerusalem auf den Tempelberg hinauf, die Priester aber trugen sie in- Allerheiligste1 2 3 4 5 6). Sammtliche Sänger standen im Priestervorbofe an den Stufen zur Morgenseile de- Altar-, die Sänger David», Assaph, Heman und Jeduthun (gewöhnlich Ethan genannt) an ihrer Spitze, neben ihnen 120 Priester mit Drommeten. Und die Gesänge und Töne der Instrumente erhoben sich laut aber harmonisch, „wie wenn - Einer wäre," zum Lobe de- Herrn 7), während der Opferungen. Diese- Einweihefest bauerte 7 Tagett). — Salomon aber änderte nichtin der Anordnung der Opfer, Feste, Priester und Leviten, sondern hielt sich streng an die Einrichtung Davids 3). Diese glückliche Periode sollte aber nur kurze Zeit wahren. Denn wenn schon Salomon neben dem Dienste Gotte« Altäre und Säulen den Götzen seiner Krauen errichtete, und ihnen opferte, so wurde nach ftinem Tode der Bruch noch vollständiger. I e r o b e a m, der die Herrschaft der zehn Stämme überkam (975), befürchtete, daß die Israeliten, wenn in Jerusalem da- Nationalheiligthum verbliebe, wenn sie ihre Erstlinge und Zehnten ferner dahin brächten, und ihr Auge auf Jerusalem gerichtet harren, bald sich wieder zu Juda und David- Hause wenden würden. Er errichtete daher goldene Kälber in Bethel und Dan. Oiewar da- Signal für die in Israel wohnenden Priester und Leviten, da- Land zu verlassen, sie zogen auihren Städten, verließen ihre Bezirke und ihr Eigenthum, und begaben sich nach Juda und Jerusalem. Aber Jerodeom schuf sich selbst Priester und Leviten für seine Götzen auder Hefe de- 1) 1 Thron. Kap. 26, B. 29—32. 2) Ebend. Kap. 15, L 27. 2 Thron. 5, 12. Ezech. 44, 17. 3) 1 Thron. 28, 13. 4) 2 Thron. 1, 3. 5) Ebend. Kap. 5, 11. 12. 6) Sbend. B- 4. 7. 7) Ebend. v. 12. 13. 8) Sbend. Kap. 7, L. 8. S) Sbend. Kap. 8, «. 14 rc. . > ...:___ Volke-1). Somit waren die zehn.Stämme für den wahren Gottesdienst verloren, und die Geschichte der Levkren hat mit ihrer Geschichte fortan nichtzu schaffen. — Ader auch . J»d» iwkch vo» rechten Wege unzählige Male ab, und huldigte'rnter Abgöttischen Königen dem Götzenthume: dennoch ist..e-zMfrffchlllch, daß, wenn auch oft vernachlässigt, der TMpeldienst, also auch der Dienst der Priester 'Und Leviten nie aufhörte, sondern für sich forkbestand. So, obgleich Rehabeam, seiner leichsinnigen Gesinnung gemäß, wenig an dem Tempel hing, beruft sich sein Nachfolger Abia, Israel gegenüber, darauf, daß die Priester und Leviten unverändert in Juda die Geschäfte de- Gotte-diensteverrich, leten, und Morgen ffit Morgen, und Abend für Abend opferte» 8); ja selbst Rehabeam muß dennoch öfter-den Tempel besucht haben, da erzählt wird, daß, wenn er in» Hau- Gottekam, die Läufer die kupfernen Schild« vor» trugen'). Der dritte König, Assa. zerbrach alle falschen Altäre und Säulen im Lande, außer dem Höhendienße; de, sonderaber wurden im 15ten Jahre seiner Regierung feierlich da-Srbwüothfest gefeiert'/. Sein Sohn Jo faphat schickt« im Ätea Jahre ftiner Regierung fünf seiner Obersten, neun Leviten und zwei Priester mit der heiligen Schrift-burch daganze Land, daß sie da- Volk, im Gesetze unterrichteten b). Derselbe setzte auch von neuem die Leviten zu de-, stimmten Richtern und Vorstehern ein, denen er die Stammfürsten zu Häuptern gab, und den Hohenpriester Amarja nebst dem Fürsten von Juda, Sadadja, an die Spitze stellt«'). Al» er sich gegen, Moad rüstete, und ein Fasten hielt, da sangen und spielten die Leviten im Tempel, und zogen auch einige derselben vor dem Heere voraus 7). — Unter den beiden folgenden Königen, Jjoram und Aha-ja, die mit dem Hause Ahab in Verdindmig standen, so wie unter der 6jährigen Herrschaft der grausanien Athalja stand der Tempel verwalt für sich da. Ader jetzt geschah e-, daß sich die Leviten eine politische Wichtigkeit errangen, wie nie wieder. Der Hohepriester Jojada, dessen Frau, die Schwester de- König- Aha-ja, den Säugling Joagerettet, und im Tempel verborgen hatte, al- Athalja ihre Enkel tödtere, dieser Jojadk faßte den Entschlußdm rechtmäßigen Erden auf den Thron zu sitzen, und die Tochter Ahabzu stürzen. Er verband sich mit 5 Heerodersten, bi« umherzogen und sammtliche Leviten nach Jerusalem beriefen. An» Saddath sollt« sich ein ganze- Drirtheil aller Levitm al- Thorwache aufstellen, ein Deiktheil am Thore Jesob, und ein Drittheil, mit den Waffen in der Hand, um den König. Nachbein» diein- Werk gerichtet, und Athalja qerödter worden, rissen sie den Baal-tempel nieder, und Jojata erneuere den Gottes- und- Levitendienst nach den Gesetzen Mosi» und David- Verordnungen *). König Joa- nahm auch eine groß« Reparatur am Tempel vor, zu der er Steuem durch die Leviten sammeln ließ*). —> Ader so wie Joain seinen später» Jahren abtrünnig 1) 2 Thron. Kap. 11. L. 13. 14. 2) Sbend. Kap. 13. B. 11. 12. 3) Ebend. Kap. 12. «.*11. 4) Ebend. Kap. 14. 15. 5) Ebend. Kap. .17, V..7-Ä. 6) Ebend. Kap. >9. B- 5—11. 7) Ebend. Kap.^20. B. 19. 21. 8) Ebend. Kap. 23. 9) Ebend. Kap. 24, B. 4. < .

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