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Jüdisches Volksblatt · 1860-01-01 · 44 (1860) · p. Seite 174

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
7 (1860)
Issue
44 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 174 (sequence 2)
Language
German
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174 Es wird ihnen nicht gelingend Der MchamediSmuS, durch die despotische Macht materialisirr, wird verschwunden sein und die israelitische Wahrheit ewig bestehen. Wahrhafte Sache der Vorsehung! Das Judenrhum, als sociale Macht ist an denselben Klippen gescheitert wie der MohamedismuS und das Christenthum. Die jüdischen Könige, von einer wahren Aurokratenwulh besessen, haben daS Pstichlgesitz verläugnel oder eS von feinen Zielen verrückt. Es ichemt, alS ob der Ewige, um die Reinheit seines idealen Gesetzes;u bewahren, auS der Gesetzgebung MosiS Alles was sie LocaleS und Vorübergehendes enthält, durch die politische Zerstörung des jubaischcn Königreiches har auSstceichen wollen. DaS Schwert, das Sinnbild der brutalen Gewalt, mußte verschwinden. Nur der Olivenzweig ist geblieben, als wahrer. Stad des Exils. Die Israeliten alS Nation hätten das Ideal MosiS in seiner Reinheit nicht bewahrt. Sie Hätten eS in-der Abt sicht auf irdische Herrschaft materiell und heidnisch gemacht, und sie waren wie so viele andere Volker verschwunden. Zerstreut in die vier Ecken der Erde ohne Macht, ohne Schutz, verhöhnt, erniedrigt, angespien und gar .zu Tobe gefoltert, rachen sich die Juden großmNthigerweise gegen ihre gedrückten Unterdrücker, indem sie ihnen daS Gesetz der Liebe, der Gleichheit und der Verbrüderung bringen. WaS local in dem Gesetze MosiS ist, ist verschwunden. WaS geblieben ist' ist für die ganze Welt und unbesiegbar. Man kann die Menschen tödken, die Wahrheiten werden sie überleben. Man loscht keine Flamme durch Geigelhiebe. Die Wahrheit gewinnt nicht durch die Zeit an Innerlichkeit, sondern an Ausdehnung. Sie kann verjüngt,[tn der Form erneuert werden, aber wenn sie eine Wahrheit ist, muß sie von ihrem Erscheinen an, alle ihre Consiauenzen enthalten Das ist in der Thar die göttliche! Eigenschaft der durch Moses verkündeten socialen Wahrheiten. Der Jude also, der-sich für dcn ^Repräsentanten dieser Wahrheit hält, wird seine Mission! nicht aufgebcn. Ec wird die Gewissensfreiheit einem Leben voll Lüge und Götzendienst verziehen. WaS dieienigen betttffc > die alS Juden geboren, es vorziehen, einige Augenblicke ihres Daseins, oder einige' Brocken, ihres Vermögens auf Kosten ihres ihnen frei stehenden göttlichen Gesetzes zu rotten, sie werben die Reihen der Feinde vergrößern, die zugleich Feinde Gottes und des Volkes sind. UebrigenS ist niemals ein Fürst, der die Juden verfolgt, eines natürlichen Todes gestorben! Seine Familie war immer wie verflucht. Man braucht hierüber nur die Geschichte zu befragen. Niemals har ein üdorgerretoner Israelit auf'die Länge weder fein Vermögen noch seine Familie retten können. Der Jude ist nicht frei in seiner Bestimmung. So lange eS noch auf Erben eine Religion deS Materialismus und des Götzendienstes; fo lange eS noch irgendwo einen Sklaven und einen Tyrannen giedt, muß der Jude, mit seinem Gesetze in der Hand, protestiren, und sollte er dies« Protestation mit feinem Leben bezahlen. Die, welche in der Materie und in Genuß versinken, sind keine Juden. Sie sind von vornherein übergetreten, und eS ist besser sie ergreifen offen eine fremde Religion. Wenn der Mensch von der Frucht deS Baumes deS ewigen Lebens hätte kosten können, fo hätte er ohne Zweifel sein ganzes Lfbkn im maleriellm Genüsse verbracht; das Gute wäre verschwunden. Durch den Tod ist der Mensch sittlich frei geworben, indem er das Gute vom Bösen zu unterscheiden und das Gute zu wählen vermag. ES giebt keinen größeren Beweis für die Unsterblichkeit oeS Menschen, alS den Tod selbst. Denn wenn der Mensch nicht Gott edenbildlich wäre, wäre er geringer alS das Vieh, und hätte weder das Wort, noch den Verstand. Also sterben für Gott, für daS Gesetz, ist eine erhabene Unsterblichkeit. Und übrigens, was gewinnt ein elender Sterblicher, wenn er sein erbärmliches Leben um einige Jahr« verlängern kannf Wenn der Tod das Nichts ist, so kann er ruhig in dem Grade warten. Sein H«nker wird gleich ihm in dasselbe hinabsieigen und er würde wahrend des Restes seines Lebens das Glück, jeden Schmerz zu entbehren, doch nicht gehabt haben. Aber welche Glückseligkeit, wenn der Tod ein kurzer Uedergang vom irdischen zu dem himmlischen Leben i» emer reineren, höheren Welt, voll Glanzes des Unendlichen ist! "Möge also kein Israelit, er möge reich oder arm, jung oder alt sein, daran denken, sein Leben in wollüstiger Trägheit oder unter dem Schilde weltlichen Ruhmes verbringen zu dürfen; nicht ein Einziger versuche feine Zelte zur Ruhe aufzuschlagen, sildst nicht in einem Lande, wo augenblicklich die Freiheit Herrscht. So lange nicht die Herrschaft der allgemeinen Brüderlichkeit in allen Völkern vom Morgen bis Mitternacht fest begründet ist, «erden die Juden von der Hand Gottes getrieben durch die Leiden, den Schmer; und bas Martyrium wieder verjüng^ von einem Lande in das andere wandern, um auf ihrem Wege die Samenkörner der Befreiung durch den Glauben an das unendliche Wesen, durch das ideale Gesetz der geheiligten Pflicht, durch den Strahlenglan; der geklärten Vernunft zu streuen. Das ist auch der wahre Sinn der Lebende vom „ewigen Juden": ec wird noch lange umhericren. Ein Tag indessen wird kommen', wo die Juden sich werden auSruhen können. An diesem Tage wird es weder Tyrannei, noch Unterdrückung, weder Herrn, noch Sklaven, weder Elmd noch Reichthum geben. Es wird, wie JefaiaS sagt, nur ein Gott sein und ein Volk auf der ganzen Erde? ES wird sein, wie MosiS gesagt hat, ein Gesetz und ein Recht für Alle. Und die Erde wird von Neuem dem Ewigen gehören! Und der Mensch wird seinen Nächsten lieben wie sich selbst! Und daS Gesetz wird erfüllt sein! Und alle die Märtyrer dieses Gesetzes werden wieder erstehen?! Und Gott! selbst wird in der Menschenliebe sichtbar werben! Arabische Legenden von Blase. In seinem trefflichen Reisewerke „AuS Egypten" «heilt sie. Ludwig Aug. Frankl eine klein« Sammlung von Sagen und Legenden mit, welche die Araber an die verschiedenen, in der Bibel erzählten Geschehnisse im Leben

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