Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1859)
- Issue
- 51 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 202 (sequence 2)
- Language
- German
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i -- 202 tic ^ter eingescharsi n-fiivu. Die vier Bal^mgattungen. dre wir'in einen» Bunde als Feststrauß am!Laubbnrlen- 'este bringen, werten als Bilder des Lebenssind Wirkens der Abnen aus icncr Zeit der Vergangenheit «ns rin* geführt. Die Frucht des.fchönen Baumes', das.-so beißt es / ist das BUo AbrabamS. den Gort mit einem sckcnen Atrer sckmücktedie Palmzweige, daS der Opferung JiaakS; die vielblätkerige Myrte, wie ^atoö gesegnet an Kindern war: die leisttwelkend« Bachweike. wie Joseph vor seinen Bridern starb. Aus äbnlickc 'Weise-lautet die Sombolisirri ng derselben Bannigattungen als Bilder kür die -Stamm aukter. Die Frucht des Baumes Hadar? Majestät ist kre Bezeichnung der mit einem .würdevollen Alter'gekrönten L-tammmutter Sara-, die Palmrweige. mit ihrer Fruin, die ans Holzstiel zink fattigem Fleisch besteht. ist die Bezeichnung der Sr.'.minmutter Rebekka, die einen Gnui unD einen Jakob gebar: die v i e l b lä ner ige Morte. vls Bilk der kmderreiä'en Lea; die leickk dabinw.lkendc Backweide deurcl ans Radel, die vor Lea. idrer Sck orner dabinwcltie. Ebenso werden diise -Banmganienzen als Be* Zeichnungen inr das Wirken der S.'nbedriil Mitglieder baL Bringen den' Pflichten >em Oliven spricht Jere* arum dieses 's es uns aus Der Oliven* und der G.lebrten überhaupt, die wir durch dcS Festnraußcs uns als Btuster vorsüdrcn sollen, gebraucht. Än» gleiche Weise treuen wir die Bilder, wiq wir auf die Gegenwart blicken und der hier sich anknüpfei uns erinnern und ausüben sollen. Rur nach da nur mit Ausschluß aller andern Baume, mia. nanitte Gon Israel ,'Jeremia 111, nc «i-pcii ste diesem fragend' enrgegen. Damit svlgente- Ledren aufmerksam macken soll! .. b a u m. 'o beißt ,S. ist ts, denen Frücht« man einzeln ablöst. um sio aus'verschiedene Wene zu sct lagen und zu pressen. bis man. von idnen das Oel erbäi , also ergebt es Israel, lauter der Sch!uß hierzu. TaS E il mit vielen Leiden wurde über Israel verbängk, damit S Buße rbuc und zu Gott ttirückkebrc. Ebenso: daS £rl als Frucht tiefes Baumes ist es, das im Wasser, nie auflösend sich 'vermengt und stets oben seinen Pfalz bebilt, eine. Be* zeichnnng des Israeliten Beruf-, sich nie m r den Heiken :u verschmelzen. daß eS stets über densclbe i stehen wird, so -es den Willen Genes ausübr. Dl' Frucht des OlivenbuumeS, so beißt cs fnner, ist jui Erhaltung des Lichts bestimmt, damir es ewig leucht«; das ist das Bilk des Berufes Israels, wie ich dir geleuc tet, so mabnl vic göttliche Stimme, also selbst du auch vor i tir leuchten^*) D4r Zeter kaber, wi, sie trotz ibres maj statisch großen Wuchses dennoch ott dem Sturm unterlieg:, als Gegensatz zum Rohr im Wasser, daS. wenn e« noch so sebr bin und ber geschleudert wird, nicht vor feiner Statte gerissen wird, dient ibnen als Bild, wi der-Wunsch, boch wie Zeder zu sein, ott mehr schären kann, als der Fluch: Du mögest, wie das Robr im Wa^cr geschleudert wird, geschlagen werden. (Taanirb 20 a.) ^DaS Studium der GottcSlebre wird als besonders wichtig bier noch nervorgehoben und auf folgende Weife ermahnend vor* geführt. Die Myrte, tte in ibrem blatterieichen Schmuck dastedt und weithin ihren angenehmen Geruch verbreitet, >ft bas Bild des Talmuvwrifen. der da selbst lernt nnd . * Midr. r. 2. Ti. Adtchw. 3*5.! Lehre verbreitet.* Auch die Art und Weise, wie wir an das Studium der Gottcslebre zu geben haben, um sich eines gewissen Erfolges zu erfreuen, wird angegeben. Der Fe i g enbau m. wie er unter allen Baumen fast der einzige ist. dessen Früchte nicht auf einmal, sondern nach j und nach abgelöst werden, weil sie nur einzeln reiten, ist kaS Bild, wie das Studium der Gotteslebre nicht auf einmal, sondern durch den Fleiß vieler Jabre einzeln angeeignet werken soll.**-^Wie dieses, als eine von den Israeliten freudig übernommene Pstlchr gerühmt chird, wodurch sic sich zu einer besonderen Stellung unter den Völkern erbeben; das versieben sie geschickt an folgendes Bild zu knüpfen. Der Apfelbaum ist das Bild Israels bei. dem Empfange der Gesetze am Sinai. Wie der Apfelbaum, so heißt es darauf, am beißen Sommerrage wegen seines wenigen Schattens von den Menschen verlassen tasiebk, also stoben alle Völker der Welt den Berg Sinai und wollten sich nicht unter dessen Schauen bergen, als Gon zur Gesetzgebung sich offenbarte, mit Ausnahme des Volkes Israel; wie der Apfelbaum, so sprechen sie ferner, erst knoSpel und dann Blatter hervor, bringt, also beißt es. von Israel: sie glaubten und dörren (2. M. 5), sie sprachen aut die Frage, ob ne das Gesetz annehmcn wollen, wir wollen thun und bören (2. M. liM: also erst der Glaubt und dann die Folgsamkeit, erst die Tbat und dann Hören der Lebren; wie der Apfelbaum erst im Monat Sivan Marl seine Früchte reist,***) unk fünfzig Tage von der Zeit keS Treibens feiner KnoSpeft -bis zur Vollreife feiner Frucht haben muß, also empfing Israel erst in Monat Sivan die Gotteslebre, nachdem fünfzig Tage von dem Anszuge aus Aegvpken verstricken waren, als Zeichen seiner vollen Reife.****' Zusammen, hängend unk übersichtlich sinken sich die sämmtlichen Lebren biebcr in ihren Betrachtungen über die Beschasienheil des Rosenstocks und der auf demselben sich sinkenden Rose. Die Rose auf ihrem Aestchcn. die trotz der ne umgebenden .-Dornen nichts von ihrer Sckönheil verliert — ist das Bild, wie Rebekka trotz der götzendienerischen Umgebung .ihres Vaterhauses, dennoch nichrS von ihrem Frevel ab* lernre. Die Rose, wie sie schwer ist abzulösen. ohne von den Dornen verwundet zu werken, also war die Erlösung Israels in Aegvpten schwer - ferner: wie znr - Rettung der Rose die Dornen an die Seite geschafft werden müssen, also.wird die Erlösung Israels in der Zukunft sein.b) Wie die Rose auf ihrem Slrauck unter den Dornen kenntlich bervorsticht, also war Zsrael in Aegypten kenntlich, da sie daselbst nickt Sprache, Namen. Kleidung und Handlungsweise geändert tt.;, also auch am Berg Sinai, da es allein zum Empfang der Gotteslebre *) Nosch haschana 23. **> Midr. r. 4. M- Äsd'N. 21. Daher das Spriichwert: Wer einen Feigenbauin im Traume siebt, besten Gelehrsamkeit wird vor Bergeflenbeir geschützt. Beracholh 57. ***) Die Heit der völligen Odürrste im Orient. ****) Midr. r;um Hobid. Z. 14. voce: ITErr — und -Sabbatb Z. 8* a, woselbst es fälschlich heißt: r':;': —z — da«'gar keinen Sinn giedt, wie bereit« di« Tosapholh rügt. ES ist-daher die Lefean keS Midrasch hier vorznziehcn — nämlich: rVr: ct? -ir:. t; Midr. r.;um- Hcbld. Z. 14. 13. voce: rs:C*C2 — und Jalknt daselbst tz. 585. chj-) Ialkut daselbst.