Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1859)
- Issue
- 51 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 3)
- Language
- German
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203 il* also' ist eS heule noch unrcr tcn Heiden erkennbar,**) unv also wohltbuend sticht auch Jever kennt» lich hervor. der unter Vielen Lurch irgend eine Thal sich auSzeichnet. So ist derjenige, welcher unter zehn Leuten, > die einen Trauernden besuchen, der einzige ist, welcher die | dierbti üblichen Bencdriunge» sprechen kann, ferner der. welcher unter Vielen die zur Hochzeit sich einsinten oder im Gebetbause da. sitzen, allein cS ist. der zum Vorträgen der SegenSfprüche und der Gebete fähig ist, der.Roie' unter Dornen ähnlich.***) Wie die Rose, so hcißt cs ferner, trov der vielen Stiche der Dorncn, denen sie zur Zeit der Stürme auSgesetzl ist, da sie von denselben hin und her getrieben wird, dennoch ihre Richtung nach oben, gen Himmel bebält. also ist es mit Israel, das trotz der vielen Leiden stets das Herz Gott zuwendet, »ach den Worten: Meine Augen sind stetö zu dem Ewigen, denn er zieht meine Füße auS dem Retz. (Psalm Wie die Rose zur Zeit der Sonnengluth ihre Blättchen malt sinken läßt, doch sobald sie von Thaurropfen erquickt wird, auch schon ueugfschaffcn, veriüngt in ihrer Pracht sich wicdererbcbt, also erscheint Israel unter dem drückenden Joche deS Erils/ wie es sicki verjüngt zur Zeit der Erlösung. getränkt von einem göttlichen Thau der Genesung wieder erbeben wird.-sch) Tcn Schlußstein dieser Be» irachlungen bilden noch die Lehren, die uns auf die ver- , schiedenen Klaffen und Stufen der Volksbildung aufmerk» sam machen mit der richtigen Schiußbemerkung. Laß diese Alle mit der noch so großen Verschiedenheit ihrer Kräfte und Fädigkeiten durch daS einige und friedliche Zusammenwirken ihre Ergänzung und Vollendung finden. Die Dattelpalme, ""ir, in der Gestalt, wie sie Früchte verschiedener An auf sich trägt, ist kaS Bild der vielen unv verschiedenen Klassen in Israel, aber wie die Dattelpalme in allen ihren Tbeilen nichts an sich trägt, das nicht zu irgend einem Gegenstände benutzt und angewendet werden, könnte, wenn es noch so klein und geringfügig scheint, also sieben in Israel näs Klaffen mit der noch so gningen Geistesbildung nicht bestimmungslos und nicht ohne gute Werke da. fff) Wie dies erzielt werden kann, darüber hören wir sie aus einer andern Slllle deutlich und klar genug Nachweisen. Die Symbolisirung der zum Festsirauß am La'..bbüttcnftste gebrauchten vicr Baumarlen entbält nach ihnen die Lehre: Die Frucht des Baumes Hadar, wie dieselbe angenehmen Geruch verbreitet und;um Genüsse gut schmeckt, ist ras Bild Derjenigen Menschenklaffe in Israel, die Gelehrsamkeit mit guten Handlungen verbindet; die Dattelpalme in Bezug auf ihre Frucht, die zwar zum Essen schmackhaft ist, aber keinen Geruch verbreitet, ist die Gestalt der Bielen in Israel. d,e gute Handlungen üben ohne Gelehrsamkeit zu besitzen; die Murte, die einen Woblgeruch verbreitet, aber nicht schmack» hast zum Essen ist, bezeichne» diejenigen in Israel, welche Gelehrsamkeit obne gute Tharen besitzen; die Bachweidc *> Daselbst und Midr. **) Midr. r. daselbst. ***) Daselbst. daselbst. t) Zalkut daselbst. tt) Midr. r. daselbst. Mehrere» über die Betrachtung der! Gestalt und Beschaffenheit der Kose siehe Kose. > tt+) Midr. r. 1. M. Äbschn. 41 und 4. M. Abscbn. 9 und! Tanchuma S 15 zu Lech-leehr un) Ä. 175 zu Bamitdar. ' l endlich, die weder schmäckbaft;um Genüsse iss. noch eins» angenehmen Geruch wrbreiter, hat AebnUchkeit mit derjenigen Volksschicht in Israel, wo weder Gelebrfamkeit, nost gute Handlung! n angnroffen werden. Doch sollen^ so schließt dieses Bil), auch die Letzten nicht zweck- und besiimmungSlos geleit haben, bringet sie, fo mahnt daS göttliche Wort, n den Bund der Gefammtheit,unv die Einen werden drrch die Andern versöhnt. Thuet ihr dieses, so heißt es zaletzt, dann werdeich, Gott, erhoben, denn also heißt eS: Er bauet im Himmel seine Stufen «Msalm 104), aber dieses nur,''wenn auch der Nachsatz dieses Verses erfüllt ist: und fein Bund ist auf der Erde gegründet (Psalm.104).*) ' *)i Taieibst. 5. 3 k. Slblibm 3«'. Die jüdischen Rebellen. Least zum Hefe st (Chanukka 1. I. ES ruft de: Fürst'auf Syriens Thron: ..Die Herrschaft ist mein-eigen, „Und mein m Willen, meinem Drob'n, „Soll allek Polk sich neigen, — ,,Wer andc s denkt, wer anders lehrt. „Den soll ..Drum bül mein ZvsN zerschellen, et Euch vor meinen! Schwert, Ihr jüdischen Rebellen." Und in Juräa ist das Heer Ter Svrer emgedrunqcn. Und wäbn r. öbne Kampf unk Wehr - .Sich schon den Sieg errungen; Und wäbn t. seinen-Palmen gleich DaS Judei Volk zu fallen — Und wähnet man und wäbnel feig , Die jüdis^en Rebellen. 1 Die Palme steht am Libanon Trotz Stüpmen und trotz Wettern, Auch 2udaj soll kein Fürftendrsb'n, Kein Söldnerberr zerschmettern. Es muß dttr Sieg sich in der Schlacht . Der Freiheit zuges,Üen. Drum fünfter nicht der Feinde Macht, 2hr jüdisäen Rebellen! Und mutbig sammelt Mann auf Mann Der^Makk bäerführi-r, Unv blutig brechen sie sich Babn 2m wilden Heer der Syrer. Undharrest auS und halten Stand 2m Kamp gewühl. dem grellen; — So streitei t für ihr Vaterland Die jüdisc>rn Rebellen. Und rings Rings sch 2udäa ist Nnn frei ertönt Posaun,nkkang. llen Zubelliever, nach Druck und Drang und eigen wieder.