Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 6 (1859)
- Issue
- 12 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 2)
- Language
- German
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46 tumantcm Geld tarl»cf>, die Betingunv l-.-.sselbe ohne jede Danksagung, b imcn;u ivdicn. Ferner bar er, lang: sor Errichtung res heurigen Wimcrhafclis zu Neupestb, Lculer^ ric ibm in kcu Wurf kamen, daß der Play;rctfdien rem dicSfallsigrn tct Nabe befindlichen städtischen Intel N'ie geschaffen sc,. — Dieser große Hafen, ^in de^en nock lange nicht rofhiitcinu Bassin im Wir bereits o Dampsbaggcr, 2 Dampfschiffe. i6 Plänen. 2 Koblcnschiffe, 1 Kohlenreudef, 17 Mühlen, 1 Fifchhältcr, 4 Sckwimmschulen unk 5T< gesunden und deren Hafengebühren 4109 — dieser große Haren, wozu zda diö nc nicht crbaucr sind) die Dammlcgung vor l Neupestber Ufer bis an das obere Enke ver 'Insel kau tilget — drescr Rieseubasen, sagen mir, markigen Projectirung ist freilich säumt und sonders das Ergcbniß hokercr compekenkcr Ein tchten^ wofür sich seinerzerr der Geist eines Grafen Srepbrn S^ckenyi sebr nueressirl haben soll; desto eher aber glauben mir die Tbarsache auszkicknen zu muffen, ta|; dieser Plan --- und sei es blos in einer dunkeln Ab lung — unserm beichcldcnen Lekersabrikanttn unablässig vorschwebko und rdiu gar oft bei seiner Umgebung d n Namen eines „Scnderlrngs". eines ..cigctttbümlichen Menschen" zuzog. Dock kehren mir nach kern eigenr ichen Neuprsth zurück — und mir erblicken bier in freundschaftlichster Nachbarlichkeit'auf zwei gzgcnüberliege iden . Hügeln eine Klrche und eine Synagoge in g!eicher Höbe uud Würde sieben. An jedes der Gotresbiuscr schließt 'sich ein Friedkot der betreffenden Gläubigern an — und ii^° mitteii dieser Gottesäcker ragt ein ^rrcin webmüthig bcieor. aut melche'm in einem schöner Hebräisch unter zst stellen t ihm oS^ einfach rctur- >iei Manie: allen zu! bemonstriren, Ufer und der in u! einem Hafen teri 1857-^1858 17* Waarenbooke. Flöße Unterstand si. ß9 kr. betrugen mojen VoloS noch anrcrm zu lesen ist: ,.H ier r u b l DernliLrä Löwy. Gründer und Vater feiner > Er starb anl 1. Fcbr. 1857, im und binterlreß mehrere Töchter und ein n Sobn, den er kaS Bäckrrbantmerk lernen ließ und der. riand der Neupestbcr israelitischen Cultu?zcnoiienschasl ist. Uebcr Träume. Ich erwachte aus einem tiefen Schl.' barer Traum war meiner Seele vorüber Lrauni batte mir rin an sich uubedei daS mrr. vielleicht vor einem Jahrzeber bis in die geringsten Details wirke und bei dem Erwachen stand daS Trau lebendig noch vor mir, sondern ich eri daß cs der längst vergessenen Bergan 3» war auf der Reise nach der Heimat haue auf den letzten Starionen einen gelernt, der mich interesstrte. Wix n Bedauern einige Meilen vor meinem S Station eine Stunde verweilen, um Mi lemein.t c." 64. Lebensjahre, gegenwärtig Vorin 'teu Anfang n seiner gegen» alc. Ein sondergegangen. Der tendes Ereigniß, d. begegnet war. ztttückgefpiegelr,!lbUv nicht allein inerte Wich sofort, jenheit augehörte. rh begriffe« und itreiscnden kennen iftßren za meineni ohnon aus einer sie Ankunft eines anderen Zuges zu rrwaUcn. Da eS eiire wohlbekannte alrerlbümliche Stadl war, so ergriff ich den Arm meines Gefährten, einen raschen Gang durch und um die' Stadl zu machen. Cs war ein herrlicher Sonnentag, und bald befanden wir uns. wieder außerhalb der Häusermasse, über die engen Gäßcken hinaus, in welche sich der Mensch deS Mittelalters vergraben bat, als ob die Golteserde nicht Raum genug für feine Lcbrubükien hätte. Wir gingen der Stadlseire entlang, an welcher der uralic Dom. ein berrliches Gebäude auS der Periode der gothischen Baukunst. welche noch nicht in die weichliche Verschnorkelung der Details ausgeartet war, bcrrübrte. boch in die Luft und den blauen Himmel ragte. Wir gingen, bald die Blicke aus den Dom. bald aus die blauen Berge gerichtet, welche llickk in all zu weiter Ferne ibre ersten Höhen erhoben, ans einein wobl unterhaltenen KikSwcze zwischen Garrenanlagen und einer-hoben woblbeschnittencn Hecke bin. Nach einiger Zeit gelangten wir an das Ende des Weges und von allen Seiten eingeschloffcn, saben wir unS zilr Umkehr gcnörbigt. Wir mußten durch ein öffeittliches Gebäude geben, und kamen erst nach längerem Suchen wieder inS Freie und auf den rechten Weg, der an der anderen Seile der Hecke durch eine Obstbamn» flur um'die Stadt führte. Wir förderten unsere Schritte gar eilig, waren aber kaum einige Minuten vorwärts gekommen, als die Glocke der Eisenbabn uns verkündete, daß wir die Absabrr jedenfalls versäumen würden. Ich war sebr unmmhig darüber, denn zu Hause warteten meiner Weib und Kind, nach welchen ich sehnsuchtsvoll verlangte. Erst gegen Abend fuhr ein anderer Zug ab. Jndeß bier half kein Murrsinn, und wir beschlossen alsbalv dinächstgclegcne Hügelkette zu ersteigen, von welcher wir uns eine Aussicht auf Stadt, Ebene und Gebirge versprachen. Wir batten uns nickt getäuscht und nach einigen genußreichen Stunden, in der Gottesnarur verbracht, fuhr ick der Heimatb zu, wo ich Alles wohl und munter ankraf. Diese kleine Begebenheit, ganz ohne Bedeutung und Folgen, deren Gedächimß im Drange deS Lebens nür bald gänzlich entschwunden war, zauberte mir der Traum in der lichtesten Klarheit zurück biS zu dem Augenblicke, wo wir an den Fuß der Hügel gelangt waren. Nickt der Inhalt dcS Traumes, wohl aber seine ganze Art reizte mein Nachdenken und meine Wißbegicrde, und im Lause des Tages suchte ich einen denkenden vhilosovbifch gebildeten Freund auf. dem ick den Vorgang erzählte. unv an welchen ick die Frage richtete: waS denn eigentlich der Traum sei. Mein Freund erwicderle: „Wollen Sie mir nicht zuvor sagen, was der Schlaf sei?" Ich stutzte etwas,-und sagte nach kurzem Besinnen: „Nlln, das weiß wobl ein Jeder, es ist der Zustand, in welchem mir das Selbstbewußtsein, die Herrschaft über unfern Körper und die Empfänglichkeit ver Sinne verloren haben. Denn, wenn wir auch durch eine starke Reizung der letzter« wieder erwachen, so muß diese doch in mehr oder minder heftigem Grade geschehen, und wir sagen deshalb tieferer oder leichterer Schlaf." „Ja", erwiederte mein Freund, „Sie haben mir die Svmptome deS Zustandes, den wir Schlaf nennen, richtig bezeichnet, aber nickt im Geringsten daö Wesen deS Schlafes selbst. Sie können mir auch die Ursache VeS (