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Jüdisches Volksblatt · 1858-01-01 · 51 (1858) · p. Seite 203

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
5 (1858)
Issue
51 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 203 (sequence 3)
Language
German
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wie de- Herzenverlangt und schafft, und in dieser Vereinigung ihr Leben findet — so ist es vor Allem an unS. eS ihr auch nie in un«. für unS und Andere an der Leuchtkraft fehle,; zu lassen! Willst Du. daß diese« Licht Deiner Religion in Dir nur eine« schlecht genährten. heruntergebranraen LichUrtn gleiche, das der erste Windstoß ausbläst und pm verglimmenden Dochte macht? Oder soll sie in Dir^strahlen gleich lodernder Fackel, deren Lichrstrom ringSum Alleerhellt und dessen Gluth ihre Strahlen bis an den Himmel wirst? Willst Du. daß daS Licht der Religion in Dir einem unruhigen, vom Luftzug hin-und her Bewegten, schwankender Lichte gleiche, damit Licht und'Schatten spielt, und de» Auge wehe thut? oder einkm ruhigen, kräftigen, gleichmäßigen, in sich concentrirten Lichte, welchemitten in ßurmbewegter Zeit seine Helligkeit zuverlässig und ununterbrochen verleiht? Willst Du. baß die Religion Dir mir wie ein flammender Blitz sei. der auS der Wetterwelke zuckt, die Landschaft Deine- Lebe»- in Grau- und Schrecken einen Augenblick, aber grell beleuchtet, und dann ist die Nacht nur dunkler um Dich? Oder soll sie Dir biz milde Früh- Ungssonne sein, die D^tne Tage lieblich bescheinr. und der sanfte Vollmond, der Deine Nächte verklärt? Sprich, Du bist eS. der auS dem Lichte der Religion all diein Dir und für Dich und die Deinen zu matzen vermag; Du bist eS. der für die Leuchtkraft der ReliMn für Dich, und die Deinen zu sorgen hat. Wohl, Israeliten, so gießet Oel auf dtz Leuchten! DaS könnt Zhr aber nicht, wenn Ihr der ReKgion Eurer Väter Euch immer mehr entfremdet, wennfJhr alle- Charakteristische und Contrete'deS JudeuthuoL vernachlässigt. verschmähet, beseitigt, und b.aln (Bug <Q£u{tt und Familie« etWkthttt, w« andern! Le1?gione»angeh8rt. Don bloßen Worten, von einige« allgemeinen'Lehrsätzen karG keine Religion leben; kein Licht kann brmnen und leuchten ohne ftische. fühlbare Leben-luft und volles, klare« Oel; — gebet Acht, in Euch, den jetzigen Männern und Frauen, lebet noch die Erinnerung an Eure Kindbeil, ein kräftige- Oel; aber Eme Kinder, denen Ihr Alleentziehet, waalS Satzung und Brauch die Religio» in dem kindlichen Herzen festigt, wableibt für diese übrig?! Doch gemach. *pn arrp y» ..da- Licht ist na$t vor der Finsterniß!" (Zjob 17, 12.) Der Herr sorzet und wachet für da- Licht, daer am Sinai «ntzbudne; er wecket immer makkabäische Helden, Helden de- -eiste« und de- Lichte- —. daß beide nicht erlöschen! Loblied auf die zwölf Monate. Bon Eharisi, übersetzt.vou 0r. SsI. Kämpf in Prag. )n unserm Kreise — befand -ch der große Weise. — der durch feine hohe Redeweist — die Zuaggetzbtesten bringt audem Gleise — und durch seine- Geiste« Entfalten — da- Uriheil der Alten'— zwingt zum Stillehalten: ich meine den Kentffn Heber, unsern verehrten und bewästuen — Geosffen und Gefährten, der in den Liedern^ Ue :<i dichtet, 4blitzend« Saphire aufschichtet, — und Aa« der Gedanken -rund — an - Licht bringt einen Verlenbun^ tz^-. Dst Begann nün und sprach zu der Versammlung: „Fbr wackere Eestllen. — seid dem Lebensbanme gleksitzusteLeu; — wie troll* tbut e« dem Matten. — auszuruh'n i» Eu rem Schatten! — Auf dem Postamente - der Ruhme-halle ^— stebt 3bt- Ave; — der Glanz ftw» Euer» Angeficht — verleiht bfm Lage Licht. — mti leuchtet und strahlt. — all wenn in ihm der Hltmnrl ob sich malt'. — Die Jahreszeit jauchzt v« Ent»,» — und schauet umher mit hed>^ lern Blicken, j— So/mögen denn au- Euerer Mitte vorrücke» —> Männer?/o starker G^lste-macht. die da leuchteu. wie die Stern«/der Nacht; —Männer, die in den Wissenschaften «ran/sich umgesehen, — und die daher von den Jahre-mouden mit Taet zu sprechen verstehen. - — El soll darin /«stehen — die Dichterprobe. — daß Jeder von Euch eimn andern Monat lobe; —- der Erst? preise den Nisan/dea schönen, — und der Letzte wolle den Adar krönen^— Und so soll Euer Liederstreit zeigen heut', db. Ihr wahre Dichter sei'r/* — Da sprach die Versammlung: „Du hast angefangrn, Deine tiefe Wei-Hett un/ zu zeige», — und»die Geistelstärke, die Dir eigen, —e so -beginne denn auch jetzt mit Deinem poetischen Erguß^-^-wir folgen dann und machen den. Beschluß." — Tstrauf trat Heber, der Krnite. hervor und sprach: „Der Hiuptck Haupt ist der Ntfau.^— der auf der Montzen-Bahn 4alt König zieht voran; «uMr weiht — die Zeit jurfb erneut — va- Leben, IH/tn ein neuer Herrscher /ist gegeben; —'da singen vw Böglein beim Nesterbau,!— und lieblich träufelt und perlt der Thau; — die Myrte blüht, — da«, tzrlhroth glicht.— ba straLft Wej&,«u — und §ie. Zeit erschtziut inLugeudgrstisdi' —-dhre Trauerkleiber sind vttschWundr». Mmuthiae chstrpändor sind um ihren Leib gewunden, —: in. »n'ItzMGtgenck «rfrischeude« Wellen sich abgeklärt l OMub tz» blühende» Jugend zurückgekehrt. — Die Gar«Hm MM grUeod ihre Rechte, — es leuchten selbst'. %!•- 9Um< '— der Tr übst»»'W -zvrßossen. — Denney-Wb anjgefpmsteu,— von der Boden übergosst». —— die de» Beschauer — «EWstmen die Trauer. Die Erde trägt ihre Zierde —<idtft zeigt ihre Würdtz/— in Entfaltung neuer Kräfte — ^Ebd frischer Säfte.^— Den» der Winter, ihr bisheriger Gemahl. — ward ihr z« Opal, — weil er schal und kahl, — so daß ihn. versagte die geplagt«, und ihre Wahl — fiel nun auf ftifaa, d« jede! Auge- Lust: — „Ich will", sprach sie. „doch Ucker ruh'n an meineersten Manns- Brust!" — Und »««. sie begehrt. — ist ihr unverwehrt — gewahrt. — DJ st«, nachdem sie von ihre» alten und kalten Gatten gescheden, — zu ihrem früher« Ge«ohl zurück darf kehrer.la Frieden. — Ja, der Risan sucht seine« Gleichen! 4a ist der Mouat der Wund^zeichen; Drum eröffnet eister Monate Leihe —. hinsichtlich der Festeswethe; — »nn unter feinem Walte»:— haben die gottgeliebte» »ft« — die Freiheit erhalte», — siotz «ul Hm SSavouhauftder LuVLer — triumpyioend gezogen au« die Hebriör. — Und ol« ihnen aachsetzte de« Feinde« Heer, 4da spaltete sich ihnen da« Meor — durch eine» St»». Ver kam von Osten b«o» — Die Aegvptier ab»»nrden von derFluth verschlungen, — während die 9pl{lcn'«oQ Siegesmuth ein Soegeslied

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