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Jüdisches Volksblatt · 1858-01-01 · 51 (1858) · p. Seite 204

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
5 (1858)
Issue
51 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 204 (sequence 4)
Language
German
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gesungen. — Da ßllrzie Pharao ans seinem Himmel herab —'und i-uit) im SchUftüeer fein Grab; — da nutMQ ihm Äopf und -enden gewaschen zurechte. — doch niett von den Händen seineil Knechte. — Aber die Sprößlinge der großen Ahnen — schritten, stolz einher ans der <5m Bahnen, — von GtfLugniß und Vedrängniß war die auSerwädlre Nation — plötzlich gelangt zu! Klon' und*Thron. — Im Rist« wächst der Sonne Kraft. — da mundet der -lebe süßer Saft. — da hasche — ich nach der vollen Flasche. — die. je mehr 3»hre fitzählte, — desto lieber ick wählte — und mit ibr mich vermählte. — Die ganze Rfcht an meiner Seit' . — robi die holde Maid, — sie. tze mir angetraute — f und meine Vertraute. — Und greif ich nach dem Glase,! — steigt ihr Duft in meine Nase,— und beginne ich! zu nippen. — so küßt sie mir die Lppen. — Nur wenn ich. nachdem ich sie^ genossen. sie hinreg lass nagen. — pflegt sie zu klag^i: — :,Doll und schwer — kam ich der. — doch leicht und^leer— schilt mich weg mein Herr!" — Und nun erklang — sein Gesang: Und der Wein — ladet feine Trinker ein: — „'Aus. bauet in de» Gauen» Mitte — mir eine Hütte! — und schlürfet meinen Honigsaft mit Hast, — obne Rast! — schiebt e» nicht aut, — da der Herr beglückt hat meinen Lauf." — Und nun begann er sein Lied und sang: 3m 3i jar prangt im Schmuck die Gartenflur — So lab' Dich an der Schönheit der Natur! Schau, wie geschickt die Zeit da malt, nicht auf Papier und Pergament. — auf Blättchen nur! — Da wächst der Freuden Schaar, gefangen ist Der Gram, vahin geschwunden ohne Spur! — >Schluß folgt.) Den Nisan sollst in Gärten Di genießen. Wo würz'gr.Blumen ihren Kelch ^schließen! Sei fröhlich bei Gesang und Lanbzreig-Klang. Freu' Dich der Pracht der Pflanzen die rrsprießen! 'I ist Seeleolust, wa» au» der Kirsche Brust ' Die Zeit da als Geschenk Dir zu Itzt stiechen. — Anekdoten und Scherze. . Loo W. Ein jütischer Arzt wurde, in einer Stadt wo gerade Messe gehallt» würdd. von einem Landjuden geftagt. wa» macht die Mess'? Der Arzt erwiederte: ..Sie wissen doch, wo Meth (r$ „Tobten") ist. ist au-gemacht. und hat der Arzt sich nicht mehr zu bekümmern. HiAr HieWU trat ein Anderer hervor a>S der Schaar. — Heber. dem Kenitin, an Rang der Nächste war. — und sprach: ..Der Monat 3fr" ist der wahrhaft schöne! — er bringt Heilung für die Erdensöhae;-er Der« leche» Kraft dem Echmache«, — -seine Gaben sind'», die Gon und Menschen fröhlich/Muhen. —-Und ist auch, der Risan königlicher Gebietsv«»dHLchstet. —-.so ist doch der Ijjar sein Vertreter tzWEMtzchster, — vrum thront er ihm zur Seite, — und gibt ihm stn» das Geleite. — Der da der Garten entfaltet seine Blütbtnpjp&K — wo der Tag so heiter lacht. — und die bekundet ihre lÜb«»macht. — Vor ihrem Droben —,'M der Krost geflohen; — sie aber laßt ron seiner BerßchsiNOg nicht ab. — bi» fie ihn gestürzt io« Grab. — Da erst vermag der Regen —Wegen und Ste gen — der Erde Innere» zu erschlie borgenen Schätze bervorzulaffen spri — sich bulle in bunte» Gewand, Erde — bedeckt werde — von in so vielen — Karben spielen; prangen in einem Kleide — von fr nachdem die Erbe lanA Zeit — kleid — und getrauert in großem Leid ibrem Gatten. — der hinabgesunken z läßt fie sich gewinnen ron de» So« und willigt ein, nnt ihm die — Jetzt muß die Trauer vor der bald schwinden auch die Wilwenzeiche sich aut» Haupt den bräutlichen Kranz Ohr sich mit Ringen von strahlendem ihre Arme sind von Spangen umfl Ein jütischer Student (Tr3) auf einer ehemaligen jüdischen Zeschiba (Hochschule) wurde von dem Kostberrn, bei dem er dermittelst eine» Bilet» über Sabbath seinen Tisch Halles aufgefoiden. irgend etwa» von dem vorzutragen. was'er die Wocke über von dem Thalmud-Lehrer gehör» habt. Der Studiosu» willfahne dem Verlangen, aber auf igeschickre Weise, so daß der Kostderr. der sich selbst zu »n Gelehrten zählte, darüber spottete. Al» der Hochschule» am nächst« Sonntag zum ^TX kam, sagte der von wm Vorfall unterrichtete Thalmudlehrer zu ihm: Ein anden» Mal packt ihr lieber zuerst ein. ehe ihr euch unttsstebt. auSzupacken. A ne kd ote. rer S«chgen n. — chre tief vern, v~ ka» Land und die Kläcke der en Tepsichen. die d daß die Berte Seide. —Und da» Witwenob dem Winter, Schatten, — Liebe»zrk>ßen — ja Fdließen. »eichen. —, und ste setzt schmückt da» In), — und ganj. — - Zwck polnische Bettler »rcfen in einrr Stadt zusammen. Der Eine hatte seine Rundreise in Deutschland vollendet, währensie der Andere erst beginnen wollte. Wa» hast Du für eii» rrc (Leidwesen) vorgegeben, fragte Letzterer den Ersten. 3ch Hab' gesagt: meine Frau ist mir gestorben. Da habe ich eine größere ttcc »nb werde wtzhl bessere Geschäfte mache», ich sage: meine Frau lebt noch. lden F Allgemeine Zeituumde» Judenthum». No. 50. 1858. Leitende Artikel Noch ein dritter Sieg. — Die Augsburg« Allgemeine Zein: — Literarischer Wochenbericht. Zeitung» uachriisieu: Deutschland: Au» Bayern, Biogen, an» der bayer. Pfalz. -4 Preußen: Glatz. Schweidnitz— Krank« reich: Paris. — Kußlasdi St. Pet.er»burg. Abhandlungen virbchredeneu Inhalt»: Die Lehre vom Bösen und Gmen nachdem Talmud und den Midraschim« von Dr. I. Hamburger, Rovbiitzr. (Fortsetzung.) ' Zu beziehen durch lebe» Postamt und jede Buchhandlung. Jährlich 3 Thaler, vielteljä|flich *, Thaler. Redacteur: Jt Rübe. «nlai »es 8aia«2rtBtt^8a4fm*bBi in fetfw. — Dr,« »ob «texa«d tri ede in LripziF.

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