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Jüdisches Volksblatt · 1858-01-01 · 33 (1858) · p. Seite 131

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
5 (1858)
Issue
33 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 131 (sequence 3)
Language
German
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131 'I Dl bet vernahmen wir kürzlich'' daß sie ihren solche Schwiegersöhne vererbt wissen wolle derselben Weise fortbetreiben. In Pest und in Arad bestehen be eine, welche die Ausgabe haben, die Ackerbaue wie zum Handwerke unter Israeliten zu befördern. Aus einem Beri gesackten Vereines entnehmen wir. daß Stipendien und Borbereitnngscurfe zur gehackten Zweckein Anwendung gebracht daß dlk landwirlbsckaflliche Anstalt zu humanen Absickten deS BereineS auf daS entgegengekommen ist. Lefitz nur an die ihn in ondere Veridmung zum ungarischen bte deS letzt» Geldgewinn. Forderung des werden. und Altenburg den bereitwilligste Ein Jude — Erfinder des Schießpulvers.*) Diese in neuester Zeit aufgestellte Bel auptung geht von keiner jüdischen und auch vön keiner jul enfreundlicken Feder aus. Theodor Heiberger. städtifchei Archivar zu Augsburg, gab daselbst eine kleine Schrif, unter dem Titel: ..Augsburg und seine frühere Indust'ie", nach den besten Quellen versaßt heraus. Darin ^begegnen wir (S. 14) folgendem PaffuS: Clemens Jäger, einer der eifrigsten bi scher deS sechzehnten IadrhundertS. der erst^ vr. Conrad Peutinger'S Vorgang die Qu schichte der Stadt Augsburg erforschte. Magistrate der Stadl bei allen historischen i zuerst um Rath gefragt wurde, und an lössigkeit nicht im geringsten zu zweifeln ist, überhaupt durch gar nichtgefckwäckt den Umstand, daß er erst zweihundert düng deS Schießpulvers lebte, deshalb aber Quellen benutzt haben kann, dieser Clemenl in seiner Chronik der Stadt Augsburg: ein TvpsileS, zu Augsburg habe im Jahre 135 i erfunden. / Heiberger selbst unterstützt diese Ansich' jedoch in der Vermutbung. dieser Typsile i NamenS nach (!) kein Jude, sondern gewesen. Obschon wir unS an Gelehrte von haben, so konnten wir unS doch hierüber verschaffen, erachten aber die ausgestellte T Culturgeschichte und für jene der Juden um gründlichere Untersuchungen veranlassen wild Iah e Eine Antwort. Nicht weil ich mich besonderzu Deabt Frage in No. 10 deS VolkSblatteS übei orthodoxen Juden in die Maurerei berufei dein weil ich lange vergebenauf Bear t anderer Seite her wartete, ergreife ich di, folgende Mittheilungen darüber zu machen 1888. •) Aus Wertheimer'S Jahrbuch für Js aeliten. Wie». istorischen Forwelcher nach llen der Ge» 'tt von dem i lachweisungen dessen Zuvertjeffen Zeugniß als durch nach Ersin» »och die besten Jager sagte lüde, Namendas Pulver gefällt sich sei seine- Byzantiner (in fit i lach, gewendet ine Gewißheit Üatfache für die rpichtiq genug, zu können. wortung der Eintritt der fühlte, son. wortung von Feder Ihnen Die Maurerei fordert durchaus kein bestimmtereli» giöfe- Dekenntniß. in ihrem Schoße können friedlich der orthodoxeste Jude, Katholik oder Muselmann beisammen wohnen; deshalb ist aber die Maureret durchaus nicht indifferent gegen' Religion, vielmehr wird in ihr und durch sie erregend, belebend und bethätigend auf religiöse Ideen gewirkt. Sie dringt auf deren Bethätigung, überläßt aber die Art und Weise der Belhätigung ganz und gar der individuellen Ueberzeugung. Orthodoxe Juden können daher unbeschadet ihrer Orthodoxie Mau» rer sein. Ein Rabbiner, welcher!auch Maurer ist, hat ein Buch über Entstehung. Idee und Fortbildung der Maurerei geschrieben, welches durchaus eine orthodoxe Tendenz verfolgt. In keiner Gesellschaft wird mit den Juden so aufrichtig und woblwollend verkehrt als in der Maurerei. Don Toleranz ist Hier gar nicht die Rede. Jeder wird als gleichberechtigt anerkannt. Nirgendwird der Jude in seinem Innersten so erkannt und geschätzt, alge» rade in der Maurerei und ich halte eS nur für ersprießlich. wenn Juden in diesen Orden eintreten. Kre^ lich schließen manche Logen Juden -uS; aber solche Logen sind von der reinen- Idee der Maureret abgefalttw? wie die göttlichste und reinste Idee'im Strome der Zeit oft sich trübt. Endlich wird auck hier der Schlamm sich allenthalben absetzen und die Quelle de- Göttlichen in Reinheit erkannt werden. 4in Maurer. Blumcnlese. Au-züge von Erzäblunge». Gleichnissen, Gedanken und Meinungen wie Erklärungen von Echrlftstelleu aus hebräischen Werken. Don Joseph,Rawlcz in BreSlau. ES sah daS. Weib (auden Worten der Schlange), daß gut sei der Baum gur Speise ... da nahm sie von seiner Frucht und aß^ und gab auch ihrem Manne zugleich, und er aß. 1. B. M. 3, 6. Waveranlaßte die Frau von der genossenen Frucht dem Manne auch auf. zuwarten? Zur Aufklärung ein Gleichniß nach dem__ Jalküt. Ein Reicher verliebte sich in eine Schönheit von unbemitteltem Stande. Einige Monate nach der Hochzeit besuchte fie ein auf ihren Besitz vergebengehofft habender Gönner, um sich nach ihrem Wohlergehen zu erkundigen. Die Frau kam dem Ueberraschenden mit großer Freundlichkeit entgegen, sah ihn recht heiter an. und erwicberte auf die Frage, wie iS ihr im ehelichen Stande gehe: Günstiger konnte mir da- Glück nicht sein, almich zu einem solchen Manne und zu solchen Verhältnissen zu bringen. Nach dargereichten Erftischuichen zur Erholung von der Reife schritt Ma» zum Gespräch. Mit dem süßen Vergnügen, mit welche« man einem innig Vertrauten die glücklichen Momente de» Leben» mitzutheilrn streit, weil sie ihm zu eigenem Genuß werden. und mit jener- Schüchlernheit einer hochbewegte» Seele, die sich ihr reinste- Glück kaum selbst au-zusprechen wagt, erzählte sie dem Gaste von der Liebe ihre» ManneS. vom ersten Zusammentreffen^ von den wechselnden Hoffnungen und

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