Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1856-1857)
- Issue
- 49 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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195 2kt ein Buch uns noch geblieben Das dm Namen Thora führt. Ewig frisch sind dessen Blätter. Grün wie die am Lesensbaum. Cft uinrobt ne Sturm und Wetter, Tochter Sturm bewegt sie kaui^r. Wer von wahrer GlanbcnSböbe Sud den heil'gen Blättern nabt Fühlend wie-in deren Nähe. Zbn der Gs-«-e-Sgeist umfaht; Wer mit Lust und Liebe trink Aus des Glaubens reincni O-uel, Wem daraus entgegenblinkel Gold der Wahrbeit rein und hell: Dem nur ist'S ein Buch der Bicher. DaS der höchsten Liebe wertb. Der nur birgl's im Busen sicher Der nur hält cS unversehrt. — Doch wer feiner Glaubenswürde Sich im Zeilensiurm entschlug. Wem die Tbora eine Bürdi*. Nichts alS eitler Priestertrug; Wein fein Glaube eine Klippe, Die dem LcbensschUe drobt. — Wem die Lebr' ein rodr Gerippe Ziur ein Ouell von Gram und ^lotb: — Ja! Dem werden unsre Lebren Eine Welt von Web und Schure Tausend Schwerter, die da kehrer Ihre Spitzen in sein Her; — — Mvg' sie sein ein Buck der Bücher Dlr die Thora — doch kein Schwert. Leb' in ihrem Schutze sicher. | Sie bewachet Deinen Herd. Wunsch an „das Institut zur Forderung der israel. Literatur" und an die Redaction des „jüd. Nolksblatts" gerichtet. S Am e Es ist von meinen Bekannten wieder ausgesprochen worden, daß einmal über di« Zustände von Palästina von jütischem etwas erscheinen möchte, etwa eine ums derung. Rcisebeschreibung oder Skizzen l Art, wie tm vorigen Jahrgang über ist. Bekannliich ist in letzten Jahren die und daS Interesse sehr vielseitig nach den worden, wozu nun noch Vi^Emancipat Schon oft habe ick die A^^»ung ausse ..So viele Leute reisen nä«WWsicn. der Rheine re., um fick dWMcr^rdigkciten i olt der Wunsch gegenwärtigen andpunkte auö ajrgreiche Schi!-- l rgefähr!n^ der rica erschienen Ausmerksamkeit Orient gelenkt on gekommen, rechen hören: Schweiz, dem daselbst anzufchen. ich hätte weit mehr Lnst und größeres Inrcrcjse in passender Gesellschaft nach yiM zu diesem Zwecke zu reisen", was natürlich o l ^Bcranlcssung zur Unter» baltunz über dieses lThenza i egtbcisi und wenngleich auch Geographie, Reisebltschreibungen. so wie Jbre^ geschätzte Zeit, des Judcnlh.! viele Aufschlüsse i r& Schilderungen hierüber enthalten , i so findet sich doch, daß so Manche, trotz dem Interesse, das sie lür dieses merkwürdige Land unserer Vorfahren fühlen? dich so seh unkundig hierin sind; ich glaube daher noch, daß >cS u it beifälligem Jvtereffe ausgenommen würde, wenn in! Ihrem jüdischen VolkSblane einmal etwaS Populäres, djer Art erscheinen möchte, etwa in der Weise als wen^r vom Rhein aus Einer oder einige Freunde zusammeni eine kürze Reise/ dorthin machten, dir dann , on ihrer iRcise in Briefen Alles nach ihrer Hjeimach berichten, als: jrbcr die eingc^ fchlagene nächste Richtung. Hahrt. 'R«!iseva^r, Wirths- Häuser und Bewirthung. so wie überhaupt über Lebensweise nach jüdischer Art,. Lostenpunkk. LegitimationS . Winerungs- und klimatische ■ VerhälLLMe. nothige gangbare Geldsortcn, Sprachkenntpisse. restr. Dolmetscher m»d Führer, Sehenswürdigkeiten;von.jüdischem Interesse re. sowohl auf der Fahrt alS in Palassi»^ selbst, was Alles natürlich kurz gefaßt und so gestellt sei a könnte, daß man. hieraus ein Bild vor Augen habe^ wonach "Zeder mit einem gewissen Pessegeld, dessen Höhe ungefähr.,daraus zu,erfeben, in einfacher bescheidener W'ise eine möglichste kurze Pilgerfahrt VeS, jüdischen JnteresstS wegen in dieses^ einst so gelobte Land zu machen ihl Stande wäre/ Hat ja Ihr Lolksblatt fct)Oii| so manche Erzählung auS _ dem Leben nach Gestaltung der Jetztzeit gebracht. und sodürsle ja auch die 'Bc>irbeiru»g dieses Stoffes nicht schwieriger, aber k^inenfallS qiinder interessant sein. Ich bin übrigens weit eiftfernr, dieses als Vorschlag meinerseits gelten zu lassen, indessen werden Sie mir es gewiß auch nicht verargen, daß ich cd imic erlaub^ habe, hierauf bloS aufmsrksam machen zu wollen. — Mit hochachlungSvoller Ejcgebcnhcic zeichnet / ' S. Marr. Anfrage und Antwdrt. „Ist eine kleine Gemeinde in Preußen, die mit sehr großen Opfern eine schöne Svnagogc find Schule gebaut, und in welcher daS- Gesetz vom 23. Jt!li 1847. wab-Tas Organische betriff^ noch nicht eingeführl, wo vielmehr nach einem ällern besoaderu Gemeindestatut verwaltet wird und auf Grund desselben biSheran EinzpgLg-eld erhoben worden, berechtigt, von einem zuziehendeft Mitgkiede irgend eine Summe zur Gl.eichberechtigyng^LL^tcu vorhandenen Gemein >e»Anstalten zu beanspruchen? —^ Antwort pei §, 58 trö Gesetzes -no« 23 Juli 1847 besagt klar! und deutlich: „Von ntttP^chendkir Juden darf ein shgenannteS EinzugSgÄV von der Syna gogengemeiude ahch an denjenigen Orten, wo solches bisher üblich gewesen, künftig nicht mehr! gefordert^rerden." Dies ist eine gesetzliche Bestimmung^ welche in allen Theilen des preußischen Staates ihre Gültigkeit hat. und /