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Jüdisches Volksblatt · 1857-01-01 · 49 (1857) · p. Seite 194

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
4 (1856-1857)
Issue
49 (1857)
Date
1857-01-01
Page
Seite 194 (sequence 2)
Language
German
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194 mic cnualrer, fiüWicfit uc das fiiiMii’C Gemüth. und entzündet die heilige ^pfersiamme auf dem Alt'- seines .Hcrz^iS. kzc bis in s späte Alter nickt verlifcht. Und überall.. ive wir kein Äintc fü wahr gegenübersteben, werden die Erfolge eben j» gewiß den Absichren enrfrrccken. ' > DaS r*;x bestebcl.aus fern ersten. mittelsten und letzten Buchstaben tcS Alpbabetbs und zeiget damit, daß die Wahrheit der Anfang, das Ende und der Znbalt alles Wissens ist. ne schließt alles Wissen ein. und Wissen. das nickt wahr. ist av.di alles InbalteS bar. Und was ist unstr Empfinden, so t-S nick! wahr? E.n^nomnirr Selbsrbetlng, eine Heuchelei! Was ist unser Denteil. sa es nick! ivabr? Dummheit und Irrklnun, .so' eS der natürlichen Geistesschwäche. Bssdeik und Gotteslästerung, so der Influenz unsrer Leidenschaften die stlcbel enkstcigen. wclcke unfern oiciii umftoren. WaS ist das Work Pinie. Wabrbcu? Die gorrverbaßke Lüge, der Uraucll alles Bösen, der gingctränkte Tolck gegen die Brust unseres Mitmenschen, so es der Heuchelei, der Schmeichelei. Ler Verleiimtiing u. dgl. seine Stimme. Icibt. — ('r;iflc rrui-Äint der Wabrbeit, ne.ist die Mutter aller.Wissenschaft. aller Weisdeit. Du kratttgst seine llttt'eilvkiast. stärkst sein sittliche» tnctübl und städlst seinen -Ebarakter. der zu allem Großen'unk Trcnlicken len 7^-nvnlS gibt. X"-' ~~'y ““rrt -;z‘:r?x* 717^ r*:x Wai'r- » V*e»: erwirb. veräußeie ne nickt! Das ist WeiSbe.it ^Sittlichkeit und Verstand. 'Blicken wir einm..! auf die Helten der Borgen.'auf! . di-.^ehbadenen ^'erster, an denen unser Volksstamm der! reickste der Eide.ist. unk stden wir. worinstdrc Erhebung! bestehen konnte. Meinst Du. Jeremias sei auf einer! ^elttsckcn Untversitäl graduirt worden?' Zedutg .Makabr i habt.bei einem sranrvstfchen Lanzunk Fechtmeister seinen i erlerne!? «Glaubst Du. der 'glaubensstarke, ' große Lelner Aki^a stst sckulgereckt mttorrickre! worden, j :v, der irtit 40 Jahren noch ganz unwissend war? Der anserwäblrc unter den Erz-.atern. Jakob. der gottbegeistene, königliche Länger. Davids der Prophet Amos, Agbbi Akiba ixaren Hirte»; der weise Lebrcr Hillel war ein Holzdauer; rem Pfluge weg holte der Prophet Elijadu ''einen Jünger Elisäus, welcker sein Nachfolger, der Trägt r ''eines Geistes loerden sollte. Die Wabrbeir war i ihre Eizieberin. aus dem Bucke der Nätur lernten sic I. - die Wahrheit. wclcke über Gottes große unermeßliche s Schöpfung auögegossen ist. Hätte Gott nicht die Tbora . gegeben, sagen unste Weisen, wir könnten Leuschbeir von der Latze. Treue von der Taube. Flein und Ehrlichkeit: von der Ameise lernen. . . — Lckane-^wir uns aber auch jetzt in der Gegenwart um. wie hst nuten wtr-.bei einfachen schlichten Leitten j gar liebe, derzige Linker, an denen stch unser- Äuge j weidet, unser Herz erguickt. während bei Äintenx aus den sogenannten bessern Häusern wir orr nichts weniger als > Ertreiilickes stnden. Und so war's immer, kaver te^ Srruch unsrer Wei'stn 7 Leid schonend gegen die Linder kcr > Armen, durch sie wird Israel die Vebre erbalren. Da. wo Pie, j Eltern beaucm oder;u bcsckä'tigkt und. um selbst | rbre Linder vi bewecken. und ste einer v- . .val-rloss-n Dienerschaft überlassen oder überlassen messen, wird gar leicht taS Her; kcr Linder vergiftet, der srälerc Hofmeister. die Gouvernante, werten die böse Laar schon schwer ausjälen können, wenn ste auch rfticchtgclreu cs thun wollten, während dort, wo die Eltern selbst ihr Gur warten und xfiegen, und vorzüglich der Wabrheit kaS Herz der Linker weihen, die Saat Wurzel schlägt und. gar herrlich gedeiht. „Der Gebildete macht die Natur stck zum Freunde." So Lu selbst Deine Augen und LÜbr/n geöffnet hast, so kannst Du Deine Linder auck seden und hören lehren, aber in Wahrheit; denn nickt Zeder, der Augen und Lehren bat, steht und hört in Wahrheir. — Daher klaget der Prophet Zesaias: „Verstockt ist diescs Volkes Herz, geblendet sein Auge, daß es nickt steht, schwer sein Öhr. daß cs nickt hört. Führe Deine Linder fleißig in die freie. Natur, daß ste scbcn. bören. kennen, bewundern und lieben lernen; kort stärke idren Sinn für s Scköne, Große und Erhabene, nicht auS Modejournalen. nickt an schönen Gewändern und zierlichen Puppen; dort lantre unk kläre ibren Geschmack, nickt in Theatern und Eoneerken. Wadre Lunst ist die treue Nachahmerin der stkainr; wie iMtUen wir kaS Schone in der Lunst verstehen, wenn wir das Schöne in der Nutur nickt empstndcn und erkennen? Dort lehre ste auch den großen Welicnkünstler. den sich nennt die Wahrheit, kennen, bewunmn und im Staube anketen. seinem Dienste in der Wabrbeil stck weihen, ^cbre sic seben und verstehen die Werke Gones. wo auck am Niedrigsten seiner Geschöpfe die unendliche Fülle seiner Größe. Weisheit und Huld stck offenbaret. l!elne ste hören Gottes Stimme 77^2 'rfVip gar gewaltig teilt Pie Gottesstimme über die brausenden Flurhcn. m dem zetern zerschmetternden Sturm —7772 71p gar majestätisch herrlich ertönt Gottes Stimme in dem stammensprühenden Donner, v'chre' sie das Großartige und Erbabene in dieser Erscheinung empstnden. daß ste darin niäir blos den zündenden und rökrenden Strahl sehen und fürchten. Führe übcrbanxr jedes Phänomen itnem Gemütbe und Verstanrc zu. daß ste nicht im stiegen blos eine.Erscheinung erblicken, dje ibnen die Straßen so koibig macht, und die ihnen ihr Spiel int Freien stört; lcbre ste vielmehr überall kaS Schöne und Höhere verauSstnden. eS schätzen unk lieben, jedem die bessere Seile abqcwinnen und in Allem kaS Werk Gottes verehren. Daun werten ste sich frühzeitig gkwöhnen. das Wesen von der Form zu sondern, den Schein von der Wahrheit zu scheiden, das Vergängliche dem Bestehenden hintenansetzen, den innern Menschen dem äußern vorziebrn. Reckt und Ehre höher schätzen als Besitz und Genuß, die Pflicht h.öher als Glück und Leben. Buch und Schwert nack dem Midrasch r. 0?. Ad. E h rentbci l. Rabbiner ln Horzitz. Einst durch Moses Hand geschrieben '.'.ns durch Gorres Mnnd dittirr. . . J %

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