Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 4 (1856-1857)
- Issue
- 49 (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 196 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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196 es laut: nid i lauuf automuirn, sb ciniclne §§ diese- Gcfeyes lutdi tic fpättie i'prfaffun^ aufgehoben »rvrden, ur.t ob tiefe einrdlne Gemeinte noch nicht drm Gesetze , gemäß organistrl ist. ^a.es sich Her nidit um einen nach tem allem Gemeindestgtut zu schlichtenden (jonstict von Mitgliedern dieser Gemeinte unter sich, sondern um einen Sireitpunkt zwischen der Gemeinde, und einem, lediglich »rock nmer den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen siedenden Juden handelt, so daßein Einzugsgeld von diesem \u erheben widergesetzlich wäre. Unterhaltungs-Pillen. Bon ü et mann in Bad Homburg. - 6in Pole, der viele Zabre dindurch den Lebensüurer ball für'sich und seine Fumilie durch die Mildthärigkeir seiner Glaubensgenoffen in Deutschland gesunden batte, versprach seinem Schwiegersöhne bei dessen Berboiratbung $111 Brautgabe ein jährliches Einkommen von 400 Lblr., intcHi er ihn die Provinzen Brandenburg und Sachsen zum alleinigen Betriebe überlassen batte und ibm zu dem ' Zwecke das nvkbige UebertragungSschreiben nebst einem Verzeichnisse übergab, daS. ihm die Geber und deren Spenden zusichene. Als dieser Schwiegersobn nnn seine Reise angeneren, tam er zu einem Manne, der ibm einen balben Lbaler spendeie. — Er sab in sein obcnerwabntes Verzeichniß und fand, daß der Name dieses Mannes groß geschrieben und dabei bemerkt war: „gibt 1 Lblr." Hierüber den Geber zur Rere stellend, wurde ibm die Annvorn „3* l'atc vor '* Monaten gebeiratbet und muß kaber jetzt mehr mit mir rechnen, wie trüber." „iliMe," riet der Pole erzürnt, ,,»ür m ein Geld nehmt 1 oH Euch ein Weib?" [ stürmischen Plenarsitzung allseitig überein, daß demselben! auf Astern ein Füßchen Wein^,als Geschenk Übermacht i werden solle und daß zu diesem Behuse jedes israelitische Gem.eindemikglicd, um keine besondren Kosten zu machen, eine Flasche seines eigenen Weines (den Alle von einem Manne bezogen) in ein ans der Gemeindestube befindliches Faß zu schütten habe. Als der Rabbiner nach j Empfang des Weines denselben aus Ostern abfüllen wollte, [ fand er statt den gehofften rothen Wein ein volles Faß ‘ Paffer. Jedes Gemeidemirglird dachte nämlich: Meine! einzige Flasche mit Wasser wird in einem Faß holl Wein! nicht gespürt werden und so gab Zeder Wasser statt i Wern. — . . Anekdoten. ZÄNS Paschcle'S Bolkskaleuder für 0618.1 Der alte Vorsteber der israelitischen Gemeinde itj Prag, welcher auch Vorsteher der Beerdigungs-Brüderschaft war, war bei einer Leichenwaschung beschäftigt, wo die junge Frau des Verstorbenen so jämmerlich schrie und weinte, daß die BeerdigungS-Brüderschaft gestört wurde. Der benannte Vorsteher befahl feinem Meschores (Diendr), in das Nebenzimmer der Frau zu Lehen und sie zu fragen, ob sie noch gesonnen sei wieder zu beirathen, denn dann müßte man dem Lotten den Sterbe-Kittel vorn zubinden im Richtfalle aber binren. Unter Weinen und Schluchzen antwortete sie: man möchte nur vorn znbinden. „Vater leben! Wir baben also Französisch, Englisch, und Italienisch gelernt, welche Sprache sollen wir jetzt lernen?" — Schweigen lernt, daS ist bent zu Lage die schönste Sprache. Ich wollte! mein Schwiegervater hätte diese Sprache seine Lochter lernen lassen." ' ,.Zbr sragr.mich," tagte. i?r Rabbi zu seinen Schülern, „warum das letzte .,Ohwim» malkenu*‘ so klein gedruckt ist.und so leise gesagt wird: zur Eiklürung dessen diene. E«"ch folgendes,Gleiä'niß.: Ein Kaufmann ging zu einem; großen Fabrikanten, beiab sich dessen Waaren. suchte sich : die schönsten lieblichsten Artikel aus und verlangte, daß I sie ibm binnen zehn Tagen zugesenkeiwürden. -- Der Fabrikant versprach dies, fragte aber zugleich, wie er da-, für die Zabiungewekse zu erwarten hätte, ob in Baar oder in Wechseln — der Andere, der bis jetzt so laut, so schnell unr so großartig im Befttllen war,- wurde da > auf einmal sebr kleinlaut und sagte dem Fabrikanten in S! Odra. „Wein lieber Herr, ichhabe weder Wechsel noch! Geld, baben Eie koch die Güte, mir zu borgen!" I „Eine ähnliche Ereditforderung," schloß der Rabbi seine ' * Erklärung, „liegt in dem Inbalte deS fraglichen. Olivinu! nmllcviiu. - Zu einem bekannten Reichen kam ein armer Hausirer' und bar denselben, ihm 10 Gulden C. M. zu borgen, angeblich, um in einem Herrschaftshause eine Partie alter Sachen zu kauten, wobei er 5 Gulden verdienen könne. Der Reiche, der schon oftmal betrogen worden, übergab ihm ,5 Gulden. Hier schenke ich Dir 5 Gulden, so hast Du 5 Gulden verdient, und ich — habe auch 5 Gulden verdient." Allgemeine Zeitung de« Iudenibum». No. 35. 1857. Leiieutc Artikel: Die geringere Sterblichkeit bei den Juden. — Die vom Institut heräuszngcbendc Real-Entvclopi-ie des Iudentbums (Eonversations-Lepicon des IudenthumS.) — Literarischer Wochenbericht. Zeitungrnachrichlen. Palästina: Jerusalem. Deutschland: Frankfurt a. M.. au» dem Herzogtbum Nassau. Worin». Preußen: Aus dein Dttweiler. Elgersburg in Tk^>. Glogau. kerniejeivo. an» Hiutervommern. Westvreußen. OMWMchss^tr Kaiserstaat: Wien. Wien. Großbritannien: LondotU«' )n einem kleinen Städtchen, wo man dem Rabbiner seine Zuftiedendeit auSdrücken wollte, kam man nach einer lang. VeranlwoNttcher' Redakteur:K. Nläbe^ Zn brziebeu durch jede» Postamt und jede Buchdant- Iäbrlich 3 Tbaler. vj^t.ljährig Tbaler. M juajjnntt » ir. Druck ppb *i»jart<r »teff