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Jüdisches Volksblatt · 1856-01-01 · 38 (1856) · p. Seite 151

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1855-1856)
Issue
38 (1856)
Date
1856-01-01
Page
Seite 151 (sequence 3)
Language
German
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151 wolle. Steblitzkv genoß die Verehrung ihn kannten, oder die von ihm hörten dete. vorunheilslose Christen versagten nen Charakter, seiner < Konsequenz, ihre oft kamen-von Nahe r nd Ferne Besuch nen lernen wollten. . Er erreichte ein Hk heS Alter und dereiner recht kräfrijen und Heiken seinem vierundsiebenzig ten Jahre endete geprüftes Leben. Noch eine Stunde den war er bei vollem Bewußtsein un> gewöhnlichen Degeistermg von.dem Laut und erhebend srgte er noch di Israel, der Ewige, u lser Gott, der und entschlief sanft un) ruhig. Seine wurden nach dem israelitischen Begräbn unter Begleitung eine, zahlreichen Me^» und Christen, geführt, woselbst yoch 1 statte und sein bescheidener Leichenstein schrist zu sehen sind: . Hier ruhek sanf> frommen Proselyten Joseph ben Abr< seine Seele, groß feite Liebe zum G> auch groß fein Lohn sein! schwer wt schwer die Prüfungen seines Leben-, aller und s, nicht solle Acht ende, die und unendlich jenseitigen Freuden vie Eabbatb 8. Jir imJah e der Welt 5567 Friede, ewiger Fri'de seinem Geiste Anfrage und Antu Veranlassung Streit erhoben, itel „Hochwürden" zustehe, oder Oberschwaben ijn April. In Huchau wurde ln Felge einer befondern ob den Rabbinen der nicht. Es hat nämlich .Vorsänger Hljfheimer dort dem Rabbiner Güldenstein Sianien einer Familie, deren Sohn! Unterricht bei d esem genossen und frühzeitig gestorben ist, j ihren Dank abgkstattet, und redete den Rabbinen mit Ew. Hochwürden »n. Wochenblättchen wurde! nun von beka inter Seite dieser Titel angefochten, und Lediglich den katholischen Geistlichen gebührend behauptet, ljwurde replicirt, der Sa eit nicht zum Au-rrag gebracht. Denn auch die chenbehörde durste die! an sie gebracht israelit. Oberkir- Stteitfrage ad stlichen Epithetons Sache der Freiwilligkeit der persönliche t Stellung zu sein Da Sie, verehrter acta legen» da die Beilegung diesegei In seit lbst den, die gebilem schöung, und ihn kenerfreute sich besou- Gesundbeir. In sein theijreS, vielfeinem! Hinscheisprach mit feiner jüdischen Glauben. ".Worte: „Höre, ßwige ist einzig!" theuren Neberreste ßplgtze zu Nikolai, ge von Israeliten ule sein« GrabeSmit folgender Indie Ueberreste deS Ham. Groß war tt Israels, möge ren seine Kämpfe, mögen auch seine 'ein! Er starb am (16. Mat 18tf7.)" ort. scheint und dem Usus hrimgestellt ist. Herr Revacteur, an der Spitze des gtroßen Publikumstehen, viele, zwanzigjährige Amtsrrfahri ngen für sich ba. ben. so ersuchen wir E ix, Ihre Ansicht hierüber im jüdischen DolkSblatt mitzut! «eilen. ' * i Antwort. Der Titel Hochwürden Ist eine nfcht durch Gesetz, sondern durch Gebrauch den Geistlichen aller Eon« feffionen beigelegte Ainede. welche abe^ seitens > der Behörden, wenigstenin llreußen, nur deit christlichen Geistlichen ertheilt wird. Dieselbe dem jüdifwen Geistlichen zu gewähren, ist daher ebenso sehr ein Re^t deS Pl blikumS, wie eS. auch kein Unretit seitens der Behörden ist sie ihm zu verweigern. Wedei im Worte, r^ech im Gebrauche liegt Etwas, was diese Titulatur auf die christlichen Geistlichen beschränke. _ | Curiosum. Uedem, KreiS Cleve. In der Nacht, vom Sauf den 10. Mai starb hier ein Greis, Levy, Jacob Gauß) in dem gewiß höchst seltenen Alter von beiaah 108 Zah^ ren. Derselbe! war am 23. August 1748 zu Reuenftei» bei Heidelberg im Großherzogthume Baden Aboren, aber beinahe 80 Jahr« hier wohnhaft. Er wtr, mit AuS. nähme deS Gehör-,. bis zum letzten Augenblicke im völligen Gebrauchs feiner Sintie und SinneSwerkzeuge; ja fei? Gesicht war so gut. daß er ohne Brille, »selche er schon seit 40 Jahren, nicht mehr brauchte, ziemlich fein gedruckte Schrist recht gilt lesen konnte. Ueberhaupt war derselbe sehr rüstig, und noch vor einigen Jahren wj« er noHim Stande ziemlich bedeutende Fußtouren zuInachen."^Am letzten n:cn »Wi wurde nt zur Thora berußen und machte nicht, nur die Segenssprüche'gehörig, sondern auch mit dem üblichen fa". r. Ach hat er den! ganzen Tag und recht gut gefastet.. Dsirch eine Erkältung, welche e^ sich in rer letzfen Halste Pf- April zugezogen hatte, WU lor er den Appetit und wsirdu.^tufS Krankenlager gewj fen und genoßt vom 33. bis zu seinem Tod!» r kalte- Wasser. . Vor 5 fahren hatte derst^ Nrrvensieber überstanden. Mit Ausnahme waren feine Kinder ihm' viorangegangen. Blumenlesc. Auszüge von Erzählungen, Klrtchuistea. Gedanke« und g«ch »t« ErUärmigea von SchrtftstelEs aus hebräische Joseph Aawicz in Breikai^. Buch ^iher 1» 8.!„Und daS TrinheU dem Befehl,' ohne Zwangs denn so hatte^Ldi verordnet, jedem Obersten feine- Hause« Jr tt dem Willen «ren Damit, bemerkt Per I find gemeint, Mordechas und Haman. und heißt nach dem Willen diese- und jene- MstpieS» De Sinn diese- Midrasch entziffert der unter bei Dubnoer Magid berühmte 2PS'' mit eiaem cher Erklärung-weise derselbe eine seltene Meistk kündete. Einem. Manne starb die Frau Und l! einen lieben, gutartigen und hoffnungsvollen rück. Die häuslichen Verhältnisse, wie.die Erzi Knaben veranlaßien den Pater zu einer zryritrn und er wählte sich, eine Frau, der eö an den Eigens ten einer guten <§tytiin, sorgsamen HanSfrau unkchen Mutter nicht -zu fehlen schien. Rach Dei^ einigen Wochen in 'dem ehelichen Leben versank jet Manne allmählich daS Bild seiner freudevollen in dunkeln Schatten. Die Frau behandelte den gleichgültig und kalt und er halte an der steueu-Z keine sorgsame treue Pflegerin. Der Daker fand Behandlung. Ursache, sein« Sorgfalt und Z>äKl^ gen den Knaben zu verdoppeln und entschädig allerlei Vergnügungen für erlitten« Lieblosigkeit^ ärgerte die Frau, er wiesie zurecht,.und ließ in seinen strengen Maßnahmen gegen ihr ei und zänkische- Wesen, noch in feiner välerlic digkeit beirren.' Der Knabe! hatte ha- Unglücks

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