Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1855-1856)
- Issue
- 33 (1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 3)
- Language
- German
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131 «n Wie man mir erzählte, Schuhmacher in Wilna solche Ueberzahl in eil Di>e Juden sind Führte Arbeit, die einen stark den Händen der Israel t fremdartiger Anblicks und allem Schmutz, do nen Zarmek« (Mütze) u Manroth zu sehen. Ich der Golf JanuS mir wärtblickend, auf uni zurückgewender in die telalterS; mit offnen es dauerte eine geräumte neuen Schauspiel verrrc Ar gab eS über 20)0 Schneider und allein und daß s ch unmöglich eine em Gewerbe do^t erhalten könne, ite, Tagelöhner, ^rnd jede ^Art von kräftigen Körper erfordert, ist ln en; eS war ffijr mich 4in höchst 1 iese Leute, mitteit in ihr^r Arbeit h mit ihren ledernen odet sammtnd in den ungeheuer langen Arbawar ganz VstaPnt. ich! glaubte, zr»ei Gesichtern zu s :r civilistrteS Zei alter, d„S andere r ergangenen Jahrhunderte deS Mit» gen glaubte ich Zeit, ehe ich ut machen konnte t in, daS eine vorzu träumen, und mich mit diesem Ein jüdischer Bildhauer und ein jüdischer vtufiker.;1 2. MürkuS R izsavölgyi (Rusenthal) k). feine di- MsrkuS Rozsavolgyi Gyarmat von rechtschaf, frühester Jugend gab er dadurch zu erkennen, daj begriffen, oft stundenla stehen blieb, wo zufäll spiel» wurde. Es brau den, wie er dafür vo wurde. Die unliebsamst ren — leider »ergebenkleine Starrkopf gab bald auf. Obwohl deaußer Stande waren, chenzu unterstützen; durch freundliche llnterw^i durch eigene Kraftanstre lung auf eine, unter be nea-werlhe Weise zu ren schon genöthigt in strebsame Knabe aus Li Haltung Lektionen in ei» schreiben. Von dem sp eigenen Lehrmeister in und mit der er im wah er erwerben konnte, lhe So lebte R. nach u Prag bis in sein neun 1606 in sein Hein» bald darauf als Handelst» l' för» lie *) Bei der Bearbeit»« a dieser BiograpI i Bortbeil, außer den rejchhl itiges Daten von noch die in vieler BeMAainteresiante maguarifcheu Rational^MßvosileurS Räzfav (-ort>'kl»ung.> wurde im Jahre 1787 zu Balasa» enen Eltern gewren. Schon in eine angeborne 9 eigung für Mufik er.auf dem Wege nach der Schule »g vor der Thüre einer Gaststube g von einer gmen Bande aufgecht wohl nicht erst gesagt zu wer- Seiten seine- Lehrer» belohnt n Tactschläge de * Züchtigung solldiesem Unfige stellen. Der vorgefaßte!lleigung nicht so Knaben Eltern arm und völlig musikalische Ar läge ihre- Söhnfand dasselbe doch Gelegenheit ifung einiger guten Leute, so wie i igung, seine mu ikalische Lntwickvandten Umftan 'en doppelt stauern. — Im A ter von elf 3ahweite Welt zu gehen, gab der be zur Musik in» der Selbsterer andern Kunf — im Schönärlichen Ertrage bezahlte er seinen der Violine, die ren er tnnigst liebte Sinne deS Wertes Alles, walte. rd nach in Wien, Preßburg und zihnleS Lebensjahr. — > thland zurückg^ek hrt, liest er sich gent in Pesth nieder. Jndeß trug Lei von de« rühmlichst bckaWß» uagar. SchriM zu Gebote zu haben. Daß »lr Letztere,, so vteji beuotztra, wird uuS hoffentlich von Niemanden mach» werdend e hatten wir den der beste« Quelle, eassktzze des echt vlgyt (bis 1814) fltr dmetj. Lahors eS »»glich, gerne zum Vorkurse geder Jüngling eine allzu große künstlerische Pegnsierung in sich.. um lange, Zeit in der prosaischen Stellung, die ihm der Handel bot, sich ge allen zu können. Daß er auch damals wieder jede freie Mußestunde seiner »Lieblingskunst widmete, ist kaum zu e> wähnen nöthig. Don der Echönheit magyarischer GesLns e uhb Musik ergriffen — da auch in seinen Adern orien alifcheS Blut rollte >— faßte er bald den eigenthümlichei Charakter derselbe» so sehr auf, daß er in Momenten höherer Eingebung Nvtjonal-Tonwerke zu componiren begann, die damals fchßa fein liefe- Gefühl, wie seine originelle Schöpferkraft aufdeutlichste zu erkennen gaben. Kann waren sechs in Wien gedruckte „Magvar'S von ihm erl chienen, als er kurze'Zeit darauf abermals drei Piecen c« mponirte, unter welchen auch der, später dem Bichary zugeschriebene. landeSbersihmte „HatvägsS" alS »vährhafteS Meisterwerk glänzte.. R. traf erst ein Jahr nach Brrfaffur g deS erwähnten KunstsiückiS mit Bihary zusammen, der ihn durch ein sonderbare- Ungefahr^kennen lernte. All nämlich R. — nach damaliger Sitte — emst eine Ser<nade machend, in Gesellschaft seiner musikalischen Freunde die Straße einherwandelte, befand sich Bihary gerad' damals am Platze degegenwärtigen Trattner-Ksroyi'fchen Häufe-, im Garten „zum rothen Ochsen;" und wie'er so daS Geigenfpiel R.'S von der Gasse her vernahm, stürzte er ganz übermannt den Musiktönen nach, und begleitete sofort vo» Straße zu Straße den meisterlich - virkenden Jüngling. Später besuchte Bihary unfern Mark»- oft, van vrm er so viele schöne „raagyar nöta“ erlernte, und den kr dafür auch stets in hoher Achtung >ebielt. Auf daS Bitten mehrerer seiner kunstliebenden Freunde ließ sich hierauf St. zum allerersten Male^tm Saale dedamals berühmten Hacke» 'schen Hauses öffentlich hören, wo sowohl seinen Composirisnen, wie seinem Portrage daS größte Wohlgefallen nn» die aufmunterndste Würdigung . zu Theil geworden. Alt nun später in dem, an der Ecke der Goldenen Hand-Gase bestandenen deutschen Theater eine ungarische Schauspielergesellschaft — unter welcher auch Lany und Balog sich befa »den — Darstellungen gab. wurde ihm die Leitung deS Orchesters anveriraul, wo er daS Publikum in den Zivis« ienacten mit dem Vortrage der schönsten ungar. Piecen entzückte. Von allen diesen Erfolgen zu höherem Streben-er^ muthigt, faßte R. den Plan, eine Kunstreist inferne Au-land.zu unternehmen Bevor er jedoch diesen seinen LieblingSwunsch. in Ausführung brachte, wachte er die bedeutenderen Städte unfiriS Vaterlandes mit seinem Namen in Bekanntschaft setzen. Bei dieser Gelegenheit war eS. . wo er sich nach einem Loncertspiele zu Baj<rvvn Johann Horväth v. Szentgvörgyi, der sein Meistersptel richtig zu schätzen wußte, bewegen ließ, gegen eine sichere Geldsubsidie seinen Aufenthalti» dieser Stadtchleibeßd zu machen. In Folge dessen-weilte U. längere Zelt hierl und wählte daselbst (1814) eine lieb nSwürdige Lebensgefährtin., Mir welcher unser MusikuS bis anS End« seiirer Tage in musterhafter Harmonie lebte. Don Bafa begqb er sich oft nach Fünfkirchen, wo er ^on dem auSgfzeichnestrn Cläyier» virtuosen Baron Brandaß, wie vom königl. Narb v. JlloS eine nachdrücklichste Gönnetschaft genoß und dabei auch jederzeit durch seine Geige eiij hübsches Sümmchen sich erwarb. 1816 erhielt der indeß immer mehr zu^ Berühmtheit