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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 48 (1855) · p. Seite 190

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
48 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 190 (sequence 2)
Language
German
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D Israel kennst Du di« Kohle, ' Die glühende, auheil grm Brand, Dort in delichten Seraph - Hand? Sie ist ein Bild der heil gen Glurh. Die .tief im Herzen (Kokteruht; Ein Bild der reinsten, höchsten Dasie berührt, ist ewig rein, Wasie erfüllt, muß göttlich fein 1 »iebe! Drum auf^ erschließe Teine Äuge»! Sieb st Du des Ew'gen Seraphim Augold'nen Wolken niedertauchen? Hoch über Deinem Tempel schwebt ‘ Der Geist, der ewig wirkl und lebt. v Der Geist, der aus der Liebe Kran Dich, sich und alle Wesen schafft; Der Geist. der durch der Liebe Banke Verbunden Welten, Meer und Lande; Der Geist, der mit' der Liebe Hlurb In' jedem Menschenberzen rubr. De-r Geist der höchsten Heiligkeit, Der liebend Deinen Tempel weil t! Stimmt ein! stimmt rin! stimmt juHelnd rin Emöge jenem höchsten Triebe. Der reinen edlen Menschenliebe. Tie- GotteSbauS gewidmet sein! — Ergrein die Harfen! finget Psa!m>a! —j- Kegeisteri durch die Seele zieht Goit. Zebaolb, ein höbe- Lied, Wie rS eiicnt' einst unter Palmey. Hrlleluj»! Laßt unS ibm danken. Ihm. dem deS Weltall- Dank >,bübrt. Der unS an treuer Hand get'ülrt. Ein Kükrer fest und i'pnder Danken Doch soll ^rr Dank zur Tbat auch werdm: Verklärt durch Liebe. Licht und Recht, Ersteht in' uns ein neu Geschlecht. Zur Zierde dieser schönen Erde! Halleluja! Herr Zebaorb! . Halleluja! dem ew gen Gott Halleluja! Jauchz' Israel: Dein "Tempel steigr in bober Schöne, Ein junger Phömr. stolz empor; Begrüßet ibn^rm Iubelchor. Halleluja. Herr Zebaorb! Halleluja, dem ew'gen Gott! >! Svnagogen an einer hassend,rn Stelle als vor der Lade anzubringen? Nicht au- Nachahmungssucht, sondern damit der Prediger der heiligen Lade nicht den Rücken zuwenden müsse. Antwort. Was die erste Frage betrifft, so beant. warten wir ste am besten damit, daß was der Fragesteller fragt, seit vielen Jahren in Berlin gebräuchlich ist, in Berlin, wo die Gemeinde als solche die alten Brauche völlig bewabrt bat: auch in Magdeburg, jedoch wird da der Sarg am Grabe noch einmal geöffnet. Hinstchtlich der Kanzel gebt unsre Meinung dahin, daß gerade der Play vor rer heiligen Lade der geeignetste ist: theilweil dieser Raum geheiligt erschemt, thetls weil er in der Mitte der Linie, rem gesammten Publikum gegenüber, sich bmnrer. Da auch die s-:rc beim Priestersegen der heiligen Lade den Rücken ruwenden, so kann dies kein Mono dagegen sein. Notizen des Tages. * In rer Näbe des Slätlchenö Iicjn in Böhmen liebt eine indische War re. die nur 24 Kindern, fämmtlich Märchen. gesegnet rst. ^ie älteste Tochter ist 24 u«b die j'jüngste 2 Jahre alt. Ern allerhöchstes Gnadengeschenk 'Hr. Majestät des Kaisers von Oesterreich setzte die grld^ 'atme. aber kinderreiche Frau in den Stand, die Frei äl tsstcn Märchen zu verheiralben. AuS Rußland sind die Nachrichten sehr verschieden. ES sind einige Erleichterungen fürunsere Glaubensgenossen getroffen, dann aber wieder Erschwerungen, z. B. zwei Werste von einer Stadl sollen die Juden keine Schänken haben! ' In Krakau sind die Juden ossteiell vom Lande wie- 'der in die Stadt zurückgebrachr worden." In Lemberg baben sich die Juden bei der Eholera aus'ö Vortbeilhafttste ausgezeichnet, indem ste die beste» Einrichtungen für alle Menschen traten und auS-" führten. 3n' Oberitalien bat einmal wieder ein Versuch stattgesunken, die Juden teS Dlurgebrauchs zu beschuldigen. Die Urheberin, er» verlorenes Märchen, »st aber alsbald teS Betruges überführt, und der b,züchtigte Iure im Triumph von Juden und Ehristen nach Hause geführt worden. In der Krrmm zeichnen sich viele französische Inden als Offiziere. Gemeine und Aerzre aus, so daß schon viele die Ehrenlegion empfingen. Mehrere sind gcsalleh. > Die Iudencoloniee» in Südrußland,aus 12.000 Seelen bestehend, sind in überaus blühendem Zustands esiiid 24 Ackerbaucolonieen.' Anfragen und Antworten.! J91._.(S. in E. 1) Verstößt es gegei! da-jüdische Cerenionialgesetz, eine Leiche in einem ganze! —Imir Bo. denlöchern versehenen — Sarge zu beerdig«,, da!rs dieser von einem nichl§üdischen Tischler gefertigt se n. Md kann er schon zu Hause für immer geschloffen we der»? 2) Wäre es nicht zweckmäßig, die si anzela in den Der Tod, nach der Lehre der Talmudistcii. ■ Boa Dr. c. Hamburger, Rabbiner in Neustadt bei. Pistue. ,zoni«»u»A., Wie Fremde, heißt es ferner, sind wir hier, wie ein Schatten unsere Tage (Ehren. 29.), nicht , wie der Schar-

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