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Jüdisches Volksblatt · 1855-01-01 · 45 (1855) · p. Seite 179

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
2 (1854-1855)
Issue
45 (1855)
Date
1855-01-01
Page
Seite 179 (sequence 3)
Language
German
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179 . » «R bib „Alihr bie Seele ausging, da sie stark „Sie hauchte ihre Seele au-, alihr ging." Ebenso Ezech. 23. 16. 17.; Ri de- Mensche- Leben auder Zusammen bindung de- Geistemit dem Leibe bestes 1 M. 2, 8., so heißt auch „Tob" n Zerstörung diesegemeinschaftlichen Leb« Kshelet 12, 7. „Und der Staub kehn von wo er gekoqimen und der Geist ert > der ihn geschaffen;" Ps. 104, 30. 1 Staub bist du und zu Staub wirst du Talmudlehrer knüpfen zwar an diese an, ohne sich jedoch von ihr ganz bescher Sie lehren, daß die Benennung „Tod das Aufbvren all' unserer Leben-tbätigl dern zugleich auch die Hemmung und Kräfte in unS de- Geiste-, wie de- Lei! Schlaf ist der sechzigste Theil de- Tobe l den wie todl betrachtet.' der Arme, de: Aussatz Behaftete und der kinderlose diese Hemmung und Störung auf den der leibliche und.physische Top Geist, so beißt eS der geistige ober w auf beide zugleich, der doppelte odei Der leibliche oder physische Tod e der Leib stirbt, der Geist jedoch durch kommenbeit fortlebt. Nut die von dische Lebensbahn, heißt es, bedingt den ten, weil der Tod, d. b. das gänzliche Vollkommenen sich schwer denken läßt«) die Gerechten selbst nach ihrem Tode nannt 5). Jakob, unsere Erzvater, starb Nachkomme lebt, ist er auch noch im starb nicht, sondern lebt oben in feinem ncr Gotte- "7). So werden auch die „denn der Tbau des Lichtes ist T klärt: wer um dagöttliche Licht ring^ doch nicht denjenigen, der es nicht zu Der geistige over moralische Tod t uns dem Laster ergeben, der Verirrung in die Hände fallen, wo unser Herz w ser Gemütb rein zu empfinden, unser E ken und unsere Vernünft wahr zu u ,,Die Frevler werden schon bei ihrem nannt""). „Mein Licht ist in deiner Hand," ft fti Ta^e ') DieMedaction bat zumeist die hebe die der Herr! Verfasser oft ankührl, wezgelase nickst zu fehlen Anspruch zu nehme», da sie ' leicht zugänglich find. Derachor 52. ra es. Aboda sära 5. Midr. ra ird pa;.'. 78. Tanck. 132. ju 1 M -lösch. 71. l£ ibid. p. 30 zu *) Nekari, ibid. Klage mbin. *) Siebe weiter. 4) Mikr.;rabba 5 M. S. 5Pera±(ct 18. Midr. rabba zu Kobel. 106. Taock. 5 M. p. 30. > ") laaiili S. ') Jaikut tz. 953. *) Ä<tub^t 10. ’) Berachot 18. Midr. raböa Kobeler. l-ti' p. 80. ibid. S M. p. 30. 1 3erem..1H, 9^ Sie. Sonne unter» cht. 16,16. Wie etzung und Verend gedacht wird, anderes als die nöfadenS in uns. zur Erde zurück, ebt fich zu Gott, 3. 19. „denn z^urückkehren." Tie lischt Auslegung änken zu lassen, fich ^icht nur auf eil erstrecke, son- Ltörung einzelner es bedeute. „Per "'). „Vier wer- Blinde, der mir *). Beziebk sich Leib, so wird es genannt, aus den oralische To-d, ewige Tod 3). rftftefci, wenn nur ine erlangte Dolln begrenzte, ir- Lod deS Gerech. Schwinden eines Daher werden noch lebend geveyn da sein nicht. Leben"«). „Moses Berufe als Die» Worte Jes. 23. ein Thau" erden belebt es; erstreben sucht«). ein, wenn wir und Verführung zu fühlen, uneist richtig zu dentbeilen aufhören. Leben tobt gerfft e'se mahnt die göttälsch n Beweisstellen, h , um den Raum kem Knndtgen dosch löa p. 106. Tauch. zu liche Stimme, „doch auch dadeinige in meiner Hand; schätzest du das meinige, so > hüte ich! daS deftnge, aber erlischt dameinige, so erlösche ich auch das -einiges. Der ewige oder doppelte Tod triH un-, wenn zu dem Tove hier, noch l^er für die geistige Fortdauer hin. zutrirr. So stirbt de» Kinderlose, der schon beim Leb n todl genannt wird ")/einen doppelten oder ewigen To», weil mir ihm auch sei» Name erlischt ^)<^§v^erklärt d:r Talmud'«) die Worte Jes. 38. 1. „du wirst sterben jitb nickt leben": „du stirbst diesseit- und lebst nickt jenseit-7. Ebenso^ findet er li) den Unterschied in den Synonym rrra und 3:0, sterben, -aß das Verd. rrm ein Sterb ohne geistiges Fortleben, hingegen daS Verb. 230 ein Tod, auf de» eine Fortdauer de- Geistefolgt, bedesttj. Der Tod Davids, so heißt eS daselbst, der einen. Gdh binterließ, wtrKdurch das Verd. 330 ausgevrückt sl 2, 12. ibid. 11.); . hei dem Tode JoabS hingegen, -ve kein Sohn folgte, wirddas Verb, rra gehraucht (1 2, 34>. Ebenso wird hie in der Bibel oft erwähnte Stra n“D Ausrottung, wo fi^Lls Folge des öffentlichen und beabfi kigten Abfallvon Got.eintrftk, nufgefaßt, daß fie fich auf da Leben bier und jenfei!- Ferner spricht der Talmud 1A' von einem natürlichen und von.einend Unnatur lichen oder stützen.:ove, je nachdeos er unö in der Mitt oder am Ende unserer Leben-babn trifft. Am Ende unsere Lebensbahn gleicht er.drm-Erlöschen de-sichle-, wenn eS augebrennt, oder dem Ablösen der Frucht nach erfolgter Reifes doch in der Mitte dem Entgegengesetzten^). Der.natüre liche Tod, wenn mir ihm zugleich die Vollendung un-s sereS Berufeverbunden ist wird hieb auch her Tod durch Nf srei nzri-a, hinscheiven und ringesammelt werdet, auch Tod der Gerechten genannt-^"), und bedeutet, ^aß wir durch die.Vollendung unseres Berufein die Äelt der 'Mkdr. rabba 3 M. Absch. «. ") Siehe oben. **) Taachuma p. 7. r '* *) Berachot 10. ' 1 J 14) Baba öatra 116. MidrH Kobel. >00. Siebe daselbst wo noch mehrere Unterschiede Ätschen d^ftu zwei -Slmdnymeit ansgefunden werden. - — ") Sanbrdrm 64: wird diese Bedeutung dieser-Strafe an den Ausdruck rrc“ geknüpft-, doch gewiß nur desbatb. well dieser nur da gebraucht wirt^ wo von einem öffentlichen Abfall, wie Götzendienst, die Rede ist. — Die Ursache diesedoppelten Todes rührt laber.. well zu dem geistigen Tod«, in den der Abtrünnige verfällt (ssede weiter) noch der leibliche hiuzqrxill Midr. rabba t. M. Adsch. 62; ibid. Hohld. p. 30; ibidj Kobel, p.. ‘J8. *7) Im Tcrte selbst wird baS erste Bild ats die Anstcht des R. Juda, da« zweite alSdiede-R. Abuba anzesebe». Der Sinn dieser verschieden gebr^inchten Bilder ist dieser: der itrstere hält da- Eintreffen de« Tode« al» Folge der böchsten Beschlusses, der jedoch au die Geburt geknüpft ist wie da- Licht, da» durch mein Auzünden erlöschen muß; der Letztere hingegen will eS noch von einem zweiten höchsten. Willen abhängig wissen, der di« Zeit deS (»iutritte« bestimmt...wie die Feig«, wenn auch reif, nur zu ge. w'sser Zeit abgelöst werden muß. wenn ste genießbar bleiben soll. (Siebe Winer, Artikel Feige). ") Baba balra 4i»: srn t. nrcN*' rrma N3 ors Sirrr r: rq yrn:, daß M'e« auf. da» natürliche Adsterbrn ^indeudei. wird durch die Stelle Midr. rabba Genes.^Absch. 62 kt* kräftigt, wo man stch den Tod bnrch NS-72, durch die Auslösung der Verdannngsorgane.erklärt. '") Ktlnbö» 77. l-bensy wird in Midr. rabba 1 M. Absch. 25. von dem Ableben Hcno-bS Genes. 2, 24. und (sliadue i Ä. 2,«5. bebaurtel. daß beSbalb ibr Tod nicht durch N72 beze.chner wurde. 7^

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